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reUo 

H19h2 



DO NOT CIRCULATE 



7.11 Dt.2B 
1915 



DER UNIVERSITÄT BRESLAU ZU 

IHRER 100 JÄHRIGEN JUBELFEIER 

AM 3. AUGUST 1911 

GEWIDMET VON 

WILHELM ÜHTHOFF 



HANDBUCH 



DER 



GESAMTEN AUGENHEILKUNDE 

ZWEITE, NEUBEARBEITETE AUFLAGE 

ELFTER BAND 

ABTEILUNG 2b 



ALLE RECHTE, INSBESONDERE DAS DER ÜBERSETZUNG, VORBEHALTEN. 



COPYRIGHT 1915 BY WILHELM ENGELMANN, LEIPZIG. 



GRAEFE-SAEMISCH-HESS 

HANDBUCH 

DER 

GESAMTEN AUGENHEILKUNDE 

UNTER MITWIRKUNG 

VON 

Prof. ST. BERNHEIMER in Innsbruck, Prof. A. BIELSCHOWSKY in Mar- 
burg, Prof. A. BIRCH-HIRSCHFELD in Königsberg i. Pr., |Prof. 0. EVERS- 
BUSCH in München, Dr. A. FICK in Zürich, Prof. S. GARTEN in Giessen, 
-TProf. ALFRED GRAEFE in Weimar, Prof. R. GREEFF in Berlin, Prof. 
A. GROENOUWin Breslau, Dr. E. HEDDAEUS in Eisenach, Prof. E.HERING 
in Leipzig. Prof. E. HERTEL in Strassburg, Prof. C. von HESS in Mün- 
chen, Prof. E. von HIPPEL in Göttingen, Prof. J. HIRSCHBERG in Berlin, 
Prof. F. HOFMANN in Königsberg, Prof. E. KALLIUS in Greifswald, 
iÜR. med. et philos. A. KRAEMER in San Diego, Prof. E. KRÜCKMANN 
in Berlin, Dr. EDMUND LANDOLT in Paris, Dr. H. LAUBER in Wien, 
Prof. TH. LEBER in Heidelberg, Prof. F. MERKEL in Göttingen, fPROF. 
J. von MICHEL in Berlin, Prof. M. NUSSBAUM in Bonn, Dr. E. H. OPPEN- 
HEIMER in Berlin, Prof. A. PÜTTER in Bonn, Prof. Dr. M. von ROHR 
in Jena, -{-Prof. TH. SAEMISCH in Bonn, Dr. R. SALUS in Prag, Prof. 
H. SATTLER in Leipzig, Dr. C. H. SATTLER in Giessen, Prof. G. von 
SCHLEICH in Tübingen, Prof. H. SCHMIDT -RIMPLER in Halle a/s., 
Prof. L. SCHREIBER in Heidelberg, Prof. OSCAR SCHULTZE in Würz- 
burg, Prof. R. SEEFELDER in Leipzig, +Prof. H. SNELLEN in Utrecht, 
Prof. H. SNELLEN jr. in Utrecht, Prof. W. STOCK in Jena, Prof. A. 
von SZILY in Freiburg, Prof. W. UHTHOFF in Breslau, Prof. HANS 
VIRCHOW in Berlin. Prof. A. WAGENMANN in Heidelberg, Prof. W. 
WIECHOWSKY in Prag, Prof. M. WOLFRUM in Leipzig 

BEGRÜNDET VON FORTGESETZT VON 

Prof. TH. SAEMISCH Prof. A. ELSCHNIG 



ZWEITE, NEUBEARBEITETE AUFLAGE 
ELFTEE BAND 

ABTEILUNG 2 b 

W. UHTHOFF, ÜBER DIE AUGENSTMPTOME BEI DEN ERKRANKUNGEN DES 

NERVENSYSTEMS 

MIT 8G FIGUREN IM TEXT UND AUF 3 TAFELN 



LEIPZIG 

VERLAG VON WILHELM ENGELMANN 
1915 



BfU 

/J i ; 



Inhalt des XXII. Kapitels. 
Die Augenveränderungen bei den Erkrankungen des Gehirns. 

Von W. UhthofF. 

Mit 80 Figuren im Text und Tafel XXII— XXIV. 

Seite 

I. Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Ge- 
hirns (§§ 196 und 197) 889 

II. Augensymptome bei Hirnblutungen (§§198 und 199) 901 

Seh- und Augenspiegelstörungen 910 

Augenbewegungsstörungen 924 

Das Verhalten der Pupillen 931 

III. Augensymptome bei Blutungen aus geplatzten arteriellen 
Aneurysmen an der Hirnbasis (§200) 933 

IV. Hirnerweichung (Encephalomalacie) (§§ 201— 204) 964 

Ophthalmoskopische Veränderungen 968 

Embolie resp. Thrombose der Arteria centralis retinae 970 

Hemianopsie 974 

Subjektive Licbterscheinungen und Gesichtshalluzination bei Hirn- 
erweichungen und Blutungen 9S2 

Augenmuskelstörungen 989 

Isolierte Ptosis 989 

Die seitliche Ablenkung der Augen im associierten Sinne (Deviation 

conjuguee) 992 

Pupillenstörungen 996 

V. Anhang. Bemerkungen zu den Augenveränderungen bei 
allgemeiner Sklerose der Hirnarterien ohne größere Herd- 
erkrankungen des Gehirns (§ 205) 998 

VI. Augen Symptome bei der Syphilis des Centralnerven Systems 

(§§206—213) 1039 

I. Über die ophthalmoskopischen Befunde bei der Syphilis des Central- 

nervensystems 104 3 

1. Die Stauungspapille 1045 

2. Die Neuritis optica resp. die neuritische Opticusatrophie. . . . 1050 

3. Die einfach atrophische Verfärbung der Papillen 1052 

4. Die pathologisch - anatomischen Veränderungen im Bereich des 
optischen Leitungsapparates bei Hirnsyphilis 1054 

5. Sonstige ophthalmoskopische Veränderungen 1064 

IL Über die klinische Erscheinungsweise der Sehstörung 1067 

III. Motilitäts- und Sensibilitätsstörungen im Bereich des Auges bei 

Hirnsyphilis 1074 

A. Daten über die Oculomotoriusbeteitigung 1075 

B. Daten über die Abducensaffektionen 1085 

C. Über die Trochlearisaffektion bei Hirnsyphilis 1 087 

D. Über die Affektion des Trigeminus bei Hirnsyphilis 1088 

E. Nystagmus und nystagmusartige Zuckungen bei Hirnsyphilis . 1091 



vi Inhalt des elften Bandes. 

Seite 

IV. Pathologische Erscheinungen von seiten der Pupillen 1092 

V. Die einseitige Lähmung aller Hirnnerven oder eines großen Teiles 
derselben 1097 

VI. Differentialdiagnose der Augensymptome bei cerebrospinaler Syphilis 
gegenüber denen bei anderen Erkrankungen des Nervensystems . 1098 

VII. Die Augensymptome bei den Großhirntumoren (§§214—222). 1143 

1. Die Opticusaffektionen bei Großhirntumor 1143 

2. Die Hemianopsie bei Großhirntumoren 1163 

A. Die homonyme Hemianopsie 1163 

B. Die heteronyme Hemianopsie 1168 

3. Augenmuskellähmungen bei Großhirntumor 1171 

4. Das Verhalten der Pupillen beim Großhirntumor 1180 

5. Beteiligung des Nervus trigeminus bei Großhirntumoren 1182 

6. Exophthalmus bei Großhirntumoren 1184 

7. Affektion des N. olfactorius und N. acusticus 1187 

8. Transkortikale Sehstörungen (optische Aphasie, Seelenblindheit, 
Alexie, Dyslexie) bei Großhirntumor 1189 

VIII. Die Augensymptome bei den Kleinhirn tumoren (§§223—228). 1227 
IX. Augensymptome bei den nicht geplatzten Aneurysmen der 

basalen Hirnarterien (§229) 1248 

X. Augensymptome bei dem sogenannten »Pseudotumor« des 

Gehirns (§ 230) 1259 

XI. Augensymptome bei den Hypophysisaffektionen und der 

Akromegalie (§§231—238) 1262 

A. Die Hypophysis- und Infundibulumtumoren ohne Akromegalie. . . 1265 

I. Sehstörungen und ophthalmoskopische Veränderungen 1266 

II. Augenmuskelstörungen 1275 

B. Akromegalie 1277 

I. Sehstörungen und ophthalmoskopische Veränderungen bei Akro- 
megalie 1278 

II. Augenmuskelstörungen bei Akromegalie 1284 

III. Lidanomalien 1285 

IV. Ausgesprochener Exophthalmus 1285 

V. Das Verhalten der Pupillen 1286 

VI. Anomalien der Thränenabsonderung 1286 

XII. Augenveränderungen bei Großhirnabszeß (§§ 239— 245) . . 1329 

Augensymptome beim Hirnabszeß 1329 

Die ophthalmoskopischen Befunde und Sehstörungen bei Großhirn- 
abszeß \ 1334 

Die Augenbewegungsstörungen bei Großhirnabszeß 1341 

Die Trigeminusaffektion 1350 

Die transkortikalen Sehstörungen bei Großhirnabszeß (optische 

Aphasie, Alexie, Seelenblindheit) 1352 

Der Exophthalmus bei Großhirnabszeß 1353 

Die Pupillarerscheinungen 1355 

XIII. Augensymptome bei Kleinhirnabszeß (§§ 246— 251) 1372 

Die ophthalmoskopischen Veränderungen und Sehstörungen bei Klein- 
hirnabszeß 1373 

Die Augenbewegungsstörungen bei Kleinhirnabszeß 1375 



Inhalt des elften Bandes. vil 

Seite 

XIV. Augensymptome bei Encephalitis (§§ 252— 255) 1385 

Die akute nichteitrige Encephalitis (akute hämorhagische Encephalitis) 

mit ihren Augensymptomen 1385 

Augenbewegungsstörungen bei Encephalitis 1390 

Die Pupillen anomalien bei Encephalitis 1393 

XV. Augensymptome bei den tierischen Parasiten desCentral- 

nervensystems (§§256—266) 1400 

1. Augensymptome bei Cysticercus cerebri (§§256 — 261) 1400 

2. Augensymptome bei Echinococcus cerebri (§§262 — 265) 1419 

3. Augensymptome bei Distomum Westermanni im Gehirn (§266) . 1428 

XVI. Augensymptome bei Turmschädel (§§ 267— 271) 1430 

Die ophthalmoskopischen Veränderungen 1433 

Die klinische Erscheinungsweise der Sehstörung 1435 

Die Pathogenese der Sehstörungen 1437 

Die operative Behandlung der Sehstörungen bei Turmschädel ... 1441 

Die Röntgendiagnostik bei den Sehstörungen infolge von Turmschädel 1442 

Sonstige Erscheinungen am Auge 1442 

XVII. Augensymptome bei Mikrocephalie (§272) 1451 

XVIII. Augensymptome bei denVerletzungen des Schädels und des 

Gehirns (speziell bei Schädelbrüchen) (§§ 273— 280) .... 1453 

Die Schädelbasisbrüche 1454 

Opticusläsionen und Sehstörungen 1455 

Läsionen der optischen Bahnen zentralwärts vom Chiasma .... 1464 
Beteiligung der übrigen mit dem Auge in Beziehung stehenden Hirn- 
nerven bei Schädelbasisfrakturen 1464 

Das Verhalten der Pupillen 1 470 

Beteiligung des Trigeminus 1473 

Beteiligung des Nervus facialis 1474 

Epikrilische Bemerkungen 1 475 

XIX. Augensymptome bei Porencephalie (§§281 — 282) ...... 1489 

Sehstörungen durch Affektion der Sehnerven und der optischen 

Leitungsbahnen 1 490 

Die Augenbewegungsstörungen 1491 

XX. Störungen am Sehapparat bei Anencephalie und Hemi- 

cephalie (§283) 1493 

XXI. Augensymptome bei Encephalocele und Meningocele 

(§§284—287) 1497 

Die Augenbewegungsstörungen 1498 

Exophthalmus bei Encephalocele 1499 

Mißbildung der Augäpfel in Verbindung mit Encephalocele .... 1504 

XXII. Augensymptome bei der progressiven Paralyse (§§ 288— 293) 1503 

1. Die Augenhintergrundsveränderungen 1503 

2. Die zentralen Sehstörungen bei der progressiven Paralyse ... 1512 

3. Die Augenbewegungsstörungen bei der progressiven Paralyse . . 1515 

4. Pathologische Erscheinungen von seifen der Pupillen 1517 

5. Das Verhalten der pathologischen Pupillarerscheinungen bei der 
progressiven Paralyse zu Veränderungen des Rückenmarks . . 1526 

6. Differentialdiagnostische Bemerkungen 1528 



viii Inhalt des elften Bandes. 

Seite 

XXIII. Augensymptorne bei Idiotie und Imbecillität höheren Gra- 
des (§§294—298) 1544 

1. Statistik über die relative Häufigkeit der Augensymptorne bei Idio- 
tie und höheren Graden der Imbecillität 1345 

2. Augenmuskelanomalien bei Idiotie 1551 

3. Pupillenstörungen bei Idiotie 1554 

4. Die Refraktionsanomalien bei Idiotie und hochgradiger Imbecillität 1555 

XXIV. Dementia praecox (Katatonie, Hebephrenie und Dementia 
paranoides) (§§299—302) 1560 

1. Opthalmoskopische Veränderungen bei Dementia praecox ... 1561 

2. Die Pupillarerscheinungen bei Dementia praecox 1563 

3. Eigentliche Augenmuskellähmungen 1 568 

XXV. Augenstörungen bei der Dementia senilis (§§303 — 304) . . 1571 

1. Statistik über die ophthalmologischen Befunde der Dementia seni- 
lis nach meinem eignen Untersuchungsmaterial 1571 

2. Das Verhalten der Pupillen bei Dementia senilis 1573 

XXVI. Die Augensymptorne bei Epilepsie (§§ 305 — 310) 1575 

I. Augenhintergrundsveränderungen bei Epilepsie 1576 

2. Das Gesichtsfeldverhalten bei der Epilepsie 1581 

3. Die Refraktionszustände bei Epileptischen 1582 

4. Augenmuskelstürungen 1583 

5. Das Verhalten der Pupillen bei Epilepsie 1583 

XXVII. Augensymptome bei Hysterie (§§311—320) 1592 

1. Augenhindergrundsbefunde hei Hysterie 1593 

->. Sehstörungen bei Hysterie 1595 

3. Gesichtsfeldstörungen bei Hysterie 1 602 

4. Störungen der Farbenempfindung bei Hysterie 1609 

5. Störungen der Augenmuskulatur bei Hysterie 1611 

6. Spasmen im Bereich der Augenmuskulatur 1616 

7. Störungen im Bereich der Accommodation bei Hysterie .... 1620 

8. Die monoculäre Diplo- und Polyopie bei Hysterie 1 621 

9. Makropsie und Mikropsie (Dysmegalopsie) bei Hysterie 1622 

10. Pupillarerscheinungen bei Hysterie 1623 

11. Störungen im Trigeminusgebiet 1628 

12. Parese des Nervus facialis ■. . 1629 

XXVIII. Die Augensymptome bei den funktionellen Psychosen 

(§§ 321—324) 1556 

1. Ophthalmoskopische Veränderungen 1656 

2. angeborene Anomalien des Augapfels und des Augenhintergrundes 1658 

3. Pathologische Pupillarerscheinungen 1 662 

XXIX. Gesichtstäuschungen (Halluzinationen, Illusionen usw.) 

auf Grundlage von Erkrankungen des Sehorgans (§§325 — 327) 1666 

1. bei intraocularen Erkrankungen 1666 

2. Gesichtshalluzinationen bei Erkrankung der peripheren und ba- 
salen optischen Leitungsbahnen 1671 

3. hemianopische Gesichtshalluzinationen 1673 

Schluß (§328) 1674 



Die Augenveränderungen bei den Erkrankungen 

des Gehirns. 

Mit zahlreichen Figuren im. Text und auf Tafeln. 



I. Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Gehirns. 

§ 196. Es ist eine längst widerlegte Annahme, dass der ßlutgehalt 
des Augenhintergrundes immer den Blutgehalt des Gehirns widerspiegele, 
und dass man somit in der Lage sei, aus dem ophthalmoskopischen Bilde 
einen Rückschluss auf den Blutgehalt des Gehirns und seiner Häute zu 
ziehen. Es waren wenig zuverlässige Ophthalmoskopiker , welche sich zu 
einer derartigen Annahme verleiten ließen. Zunächst hat die Diagnose 
einer Hirnhyperämie und -Anämie mit ihren klinischen Symptomen oft 
etwas Unsicheres und Willkürliches. Es bleibt zu berücksichtigen, dass 
die Gehirncirkulation unter besonderen regulierenden Bedingungen sich 
vollzieht und speziell, dass der intrakranielle Druck, unter dem die Cerebro- 
spinalflüssigkeit steht, auf eine vermehrte Blutzufuhr einen ausgleichenden 
Einfluss übt, so dass jedenfalls das Gehirn in der geschlossenen Schädel- 
kapsel nicht so plötzlichen Schwankungen der Blutzufuhr ausgesetzt ist, 
wie das wohl in anderen Körperregionen und Organen, speziell aber in 
der äußeren Haut der Fall ist. Wir dürfen somit eine Kongestion mit 
Rötung des Gesichts und des Kopfes auch nicht immer für einen direkten 
Beweis einer bestehenden Hirnhyperämie nehmen. Schon eher ist bei 
einer akut einsetzenden Blässe des Gesichts und der Kopfhaut auf einen 
anämischen Zustand auch des Gehirns zu schließen. — Oppenheim (84) 
u. A. weisen ferner mit Recht darauf hin, dass die Sektion oft keinen 
definitiven Aufschluß über den Blutgehalt des Gehirns intra vitam geben 
könne, da die Art des Todes, die Lage der Leiche u. a. mit in Betracht 
gezogen werden müsse. 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 56 a 



890 XXII. Teil II. ühthoff, 

Was von der Gehirncirkulation in der geschlossenen Schädelkapsel 
angeführt wurde, gilt noch mehr von der intraokularen Netzhautcirkulation. 
Auch hier bietet die Spannung des Auges und die Elasticität seiner Hüllen 
mächtige Faktoren, um die Cirkulation des Augeninnern vor starken 
Schwankungen zu schützen und sie zu einer möglichst gleichmäßigen und 
kontinuierlichen zu gestalten. Es gilt dies besonders von den kongestiven 
Zuständen des Kopfes, welche sich nicht direkt auf das Augeninnere fort- 
pflanzen können. Bei der Anämie und verminderter Blutzufuhr zum Kopfe 
und zum Gehirn steht schon eher ein analoger Befund des Augenhinter- 
grundes zu erwarten. 

Das Auge erhält in erster Linie seine arterielle Blutzufuhr aus der 
gleichseitigen Carotis interna und der aus ihr abgehenden Arteria oph- 
thalmica. Cirkulationshindernisse in der betreffenden Carotis können auch 
bei akutem Einsetzen zunächst direkt die Cirkulation der Netzhaut beein- 
trächtigen, eine Einwirkung, die sich jedoch in der Regel auf dem Wege 
der basalen Hirnarterien-Anaslomosen (Circulus arteriosus Willisii) bald 
wieder ausgleicht, soweit nicht das Cirkulationshindernis in der Carotis 
interna über die Abgangsstelle der Arteria ophthalmica hinausreicht. 

Auch einer venösen Blutüberfüllung des Augeninnern bei starker ve- 
nöser Stauung in der Schädelhühle ist durch die reichlichen Anastomosen 
der vorderen Facialvenen mit der Vena ophthalmica vorgebeugt. Erst wenn 
die Hindernisse für den venösen Rückfluss aus dem Auge in den peri- 
pheren Ästen der Vena ophthalmica und speziell in der Vena centralis 
retinae und den Vortexvenen selbst liegen, treten starke venöse Stauungs- 
erscheinungen im Innern des Auges auf. 

Das Gehirn erhält sein arterielles Blut sowohl aus den Carotiden als 
den Arteriae vertebrales mit ihren reichen Anastomosen in Form des 
Circulus arteriosus Willisii. Eine Cirkulalionsanomalie in einer der großen 
zum Gehirn führenden Arterien außerhalb der Schädelhühle kann somit 
durch die basalen Hirnarterien-Anastomosen relativ gut ausgeglichen werden, 
verderblich muß natürlich eine Verlegung der einzelnen Hirnarterien wirken, 
wenn sie peripherwärts von den basalen Anastomosen Platz gegriffen hat, 
da es sich um Endarterien im CoiiNHEursehen Sinne handelt. Doch wird 
von diesen Anomalien später bei dem Kapitel der Thrombose und Embolic 
der Hirnarterien sowie den Hirnblutungen die Rede sein, hier steht nur 
eine allgemeine Hyperämie und Anämie zur Diskussion, und zwar sowohl 
die akute als auch die chronische Form. 

Das Auge aber mit seinem Sehnerven und dessen Scheiden steht wohl 
mit der Schädelhöhle in direktem Zusammenhang, ist aber nicht von einer 
starren Kapsel, wie das Gehirn, umgeben, und so kann es kommen, dass 
eine Gehirnanämie, z. B. bei Kompression durch intrakranielle Druck- 
steigerung eintritt, während im Auge sich eine ausgesprochene venöse 



Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Gehirns. 891 

Hyperämie findet. Es zeigt ein solches Beispiel nur , wie der ophthal- 
moskopische Befund des Augenhintergrundes in Bezug auf Blutgehalt dem 
im Gehirn geradezu entgegengesetzt sein kann. 

Auf der anderen Seite ist es verständlich , wie die mehr chronischen 
Formen der Anämie und der Hyperämie im Körper oder der Kopfregion, 
ohne das begleitende Symptom der intrakraniellen Drucksteigerung, auch 
im Auge und im Blutgehalte der Retina ihr Analogon finden. Zu beachten 
bleibt aber hierbei immer, daß man besonders bei der Diagnose geringerer 
Grade von Anämie und Hyperämie des Augenhintergrundes Vorsicht walten 
lassen muss, und dass auch schon physiologisch gewisse Unterschiede in 
der Rötung der Papille und in der Weite der Netzhautgefäße vorkommen, 
die noch nicht zu dem Schluss einer pathologischen Blutüberfüllung oder 
Anämie des Augenhintergrundes berechtigen. Leber weist speziell darauf 
hin, daß eine Kapillarhyperämie der Retina schwer zu diagnostizieren sein 
dürfte, da das Kapillarnetz der Netzhaut weitmaschig ist und ihre Rötung 
sich auf dem roten Augengrunde nicht abhebt. Anders liegt die Sache 
schon, wenn ein solcher Befund sich nur einseitig findet; das dürfte aber 
bei dem Befunde der allgemeinen Hirnhyperämie und -Anämie nicht in Be- 
tracht kommen. 

An positiven Befunden im Augenhintergrunde liegen dementsprechend 
bei hyperämischen und anämischen Zuständen des Gehirns auch nur relativ 
wenig sichere Angaben vor. 



Augenspiegel- und Sehstörungen bei Hyperämie und Anämie 
des Gehirns. 

A. Von einer Hyperämie des Augenhintergrundes und der Papillen bei 
Hirnhyperämie resp. »kongestiven Neurosen« des Gehirns (Pseudomenin- 
gitis) berichten Boucnur (16), Corning (59), Seeligmüller (63), Schreiber (34), 
Jaeger (27) u. A. Es ist jedoch meines Erachtens nicht zu verkennen, dass 
diese Angaben nicht ohne weiteres als hinreichend begründet angesehen 
werden können, zum Teil hat hier die Annahme einer zu Grunde liegenden 
Hirnhyperämie etwas Willkürliches, und sind wohl wirkliche organische 
Veränderungen des Gehirns und seiner Häute nicht immer ausgeschlossen, 
zum Teil sind offenbar ophthalmoskopische Erscheinungen als pathologisch 
mitgerechnet, welche noch in das Bereich des Physiologischen gehören. 
Es ist hier auf den Bau des Auges (hochgradige Refraktionsanomalien), 
auf einen starken Grad von Pigmentierung u. a. besonders zu achten, da 
gerade hier eine abnorme Rötung der Papille, ja gelegentlich das Bild einer 
Neuritis optica mit verwischten Papillengrenzen als kongenitale Anomalie 
vorkommen kann. 

Diesen positiven Angaben stehen denn auch zahlreiche und gewichtige 

S6a* 



892 ' XXII. - Teil II. Uhthoff, 

Mitteilungen anderer Autoren gegenüber, welche das Vorkommen der Hyper- 
ämie des Augenhintergrundes bei Hirnhyperämie in Abrede stellen oder 
wenigstens hervorheben, dass bei Hyperämie des Gehirns durchaus nicht 
konstant auf eine solche des Augenhintergrundes zu rechnen sei (Manz 24, 
Schmidt-Bimpler, Förster 30, Leber 82a, Schwarz. Jolly 20, Knies 70, 
u. A.). Ich kann mich auf Grund meiner eignen Erfahrungen nur durchaus 
diesen letzteren Autoren anschließen. Auch Schulten (57) mahnt zur Skepsis 
in Bezug auf die Erkennbarkeit von Hyperämie des Augenhintergrundes 
bei Hirnhyperämie. 

Zweifelhaft in ihrer Deutung sind auch die Mitteilungen von wirklichen 
Amblyopien und Amaurosen, ja selbst Hemianopsie auf Grundlage von Hirn- 
hyperämie ohne ophthalmoskopischen Befund (Galezowski 12), für welche 
dieser Autor geneigt ist, kleine kapilläre Hämorrhagien als Ursache anzu- 
nehmen, welche kaum für das bloße Auge sichtbar wären. Dagegen ist 
an dem Vorkommen gewisser optischer Reizerscheinungen wie Flimmern, 
Verdunkelungen bei Hirnhyperämie nicht zu zweifeln (Schwarz, Eulenburg CO, 
Oppenheim n4, v. Strümpell 83 u. A.). Wirklicher Funktionsausfall aber von 
längerer Dauer im Bereich der Sehsphäre wird auf einfache Blutüberfüllung 
des Gehirns nicht zurückgeführt werden können. 

Etwas anders liegt die Sache bei der sogenannten passiven oder 
Stauungsbyperämie nach dem Kopf und der Schädelhühle, wie z. B. bei 
Herzfehlern (Pulmonalstenose u. s. w.) mit allgemeiner Cyanose. liier kann 
auch der Augenhintergrund sehr wohl diese allgemeinen Stauungserschei- 
nungen in Form von venöser Hyperämie mit Erweiterung der Betinalvenen 
wiederspiegeln. Dagegen macht v. Schulten mit Recht darauf aufmerksam, 
dass auch bei passiver Hyperämie des Gehirns eine solche am Augenhinter- 
grunde sich nicht zu zeigen brauche, da ja den Venen des Auges noch 
andere Abflussbahnen als die in den Sinus cavernosus zur Verfügung stän- 
den in Folge ihrer Kommunikationen mit den Gesichtsvenen. Bei plötzlich 
einsetzender Behinderung des Blutabllusses durch die Jugularvenen aber 
können auch die Betinalvenen ausgesprochene Stauungserscheinungen zeigen, 
z. B. bei Kompression beider Jugularvenen (Helfreicii 48), während bei 
allmähliger Ausbildung einer solchen Behinderung des venösen Blutabllusses 
beim Menschen durchweg solche ophthalmoskopische Erscheinungen fehlen 
(Leber). Auch bei Tieren ist bei Unterbindung der großen Ilalsvenen 
keine wesentliche venöse Stauung im Augenhintergrunde zu konstatieren 
(Memorsky 1 1). 

Auch bei epileptischen Anfällen auf der Höhe des Krampfstadiums 
mit starker allgemeiner venöser Stauung ist von verschiedenen Beobachtern 
(Hoh.ner, Horstmann u. A.) venöse Hyerämie des Augenhintergrundes kon- 
statiert worden, zweifellos mit gleichzeitiger starker venöser Hyperämie des 
Gehirns und seiner Häute. 



Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Gehirns. 893 

Die Entstehung von Augenmuskellähmungen lediglich auf Grund 
von Hirnhyperämie ohne sonstige organische Veränderungen des Gehirns 
erscheint ebenfalls zweifelhaft, und jedenfalls dürfte die Deutung von Reich (18) 
nicht zutreffend sein, wenn er eine rezidivirende Oculomotoriuslähmung in 
allen Zweigen auf einfache Hirnkongestion zurückführt. Die Sektionsbefunde 
haben uns gelehrt, dass hier durchweg eine organische und zwar gewöhn- 
lich basale Veränderung zu Grunde liegt. Auch andere Autoren wie Förster (30), 
•A. Graefe (1 0), Niemeyer u. A. sind geneigt, vorübergehende Augenmuskel- 
störungen auf Hirnhyperämie eventuell zurückzuführen, und nehmen hierbei 
zum Teil arterielle Blutüberfüllung und durch sie unmittelbar bedingte 
Ödembildung mit sekundärer kapillärer Druckanämie als Ursache an. In 
dem Falle von v. Heusinger (30b) bestand Ptosis und Augenstellung nach 
rechts und oben nach einem apoplektischen Anfall, während die Sektion 
nur abnorme Blutfüllung der ganzen rechten Hemisphäre neben starker 
atheromatüser Entartung der Hirnarterien ergab. Jedenfalls liegt kein 
Grund zu der Annahme vor, dass lediglich eine, wenn auch anhallende 
Hirnhyperämie im Stande sei, länger dauernde Augenmuskellähmungen 
hervorzurufen. Ob vorübergehender Strabismus allein durch Hirnhyperämie 
(Gowers) hervorgerufen werden kann, erscheint ebenfalls zweifelhaft. 

Dagegen ist wohl als sicher anzusehen, dass Ilirnhyperämie gelegent- 
lich Nystagmus hervorrufen kann (Gowers 65, Mendel 55, Kusnezow 64). 
Letztere sahen dies besonders bei Hirnhyperämie in Folge von Rotations- 
versuchen bei Tieren. 

Über das Verhalten der Pupillen bei Hirnhyperämie lauten 
die Angaben der Autoren verschieden: Erweiterung der Pupillen zum Teil 
mit aufgehobener Lichlreaktion sahen Valentin Duke (3), Passauer (13), 
Rorin (43), Kusnezow u. A., während Rohin auch Miosis mit Überfüllung 
der Irisgefäße angiebt und ebenso Nothnagel (29) von meist engen Pupillen 
bei Ilirnhyperämie berichtet. Die Erklärung des Verhaltens der Pupillen 
bei Hirnhyperämie sowie Anämie lediglich aus dem Füllungszustande der 
Irisgefäße (enge Pupille bei Blutüberfüllung und Erweiterung infolge von 
Blutleere) kann nicht als zutreffend angesehen werden; ich erinnere hier 
auch an die \VERNicKF,'schen (22) experimentellen Untersuchungen an Hunden 
nach Durchschneidung des Oculomotorius, der zu dem Resultat kommt, dass 
Anämie und Hyperämie des intraokularen Gefäßgebieles auf die Irisbewegung 
ohne Einfluss sei. Jedenfalls kann das mechanische Moment des Blutgebaltes 
der Irisgefäße allein das Verhalten der Pupillen bei Ilirnhyperämie und 
Anämie nicht erklären, wenn auch bekanntlich eine gewisse Abhängigkeit 
der Pupillenweite von dem Blutgehalt der Irisgefäße zugegeben werden 
muss. Gewisse nervöse Einflüsse auf das Verhalten der Pupillen im Sinne 
Kusshaul's u. A. müssen auf alle Fälle angenommen werden. 

Eine Hyperämie und Injektion der Gonjunctiva ist bei der Blutüber- 



894 XXII. Teil II. Uhthoff, 

füllung des Gehirns ein gelegentliches Vorkommen, bietet aber durchaus 
kein konstantes Symptom und ist diagnostisch von relativ geringem Wert 
Förster, Niemever u. A). 

B. Dass bei Anämie des Gehirns auch eine Anämie des Augen- 
hintergrundes sich findet und nicht selten mit dem Augenspiegel nachweis- 
bar wird, ist schon eher verständlich, da hier die regulierende Wirkung 
des intraokularen Druckes nicht in der Weise ausgleichend zur Geltung 
kommen kann, wie bei einer vermehrten Blutzufuhr zum Augenhinlergrunde. 
Sowohl die chronische allgemeine Anämie (Chlorose, Anaemia gravis u. s. w.) 
kann sich im Augenhintergrunde wiederspiegeln, sowie auch die Folgen 
der akuten Anämie nach Blutverlusten, Versagen der Herzthätigkeit, Kom- 
pression der großen zuführenden Gefäße im Augenhintergrunde ihren Aus- 
druck finden können. Es ist jedoch nicht die Aufgabe, auf diese Zustände 
hier näher einzugehen, da das bereits unter dem Kapitel der Anämie und 
der Sehstörungen nach Blutverlust in der ersten Hälfte dieses Bandes von 
Seiten Groenouw's geschehen ist. 

Dass bei Ohnmachtsanfällen mit dem Nachlassen der Herzthätigkeit 
und dem Blasswerden des Gesichtes auch im Augenhintergrunde sich die 
Zeichen der Anämie, gelegentlich unter Auftreten eines Arterienpulses, zeigen 
können, ist vielfach konstatiert und auch von vorn herein verständlich 
(Coccius 14, Scumidt-Rihpler, Poncet 19, Wordsworth 9 u. A.). Auch da, 
wo allgemeiner Gefäßkrampf der Hirnarterien eine plötzliche Verminderung 
der Blutzufuhr zum Gehirn hervorbringt und ohnmachtähnliche Zustände 
veranlasst, ist eine Beteiligung des Augenhintergrundes verständlich. In 
beiden Fällen handelt es sich aber nur um ganz vorübergehende ophthal- 
moskopische Erscheinungen der Anämie im Retinalkreislauf. 

Dank der oben erwähnten ausgedehnten Anastomosen der basalen Hirn- 
arterien im Circulus arteriosus Willisii bringt auch starke Beschränkung 
der arteriellen Blutzufuhr zum Gehirn z. B. durch Kompression oder Unter- 
bindung der Carotiden keine anhaltenden anämischen Erscheinungen des 
Augenhintergrundes hervor, wohl aber gelegentlich vorübergehende. Ich 
hatte einmal Gelegenheit, bei einer chirurgisch nötigen Unterbindung einer 
Carotis bei einer älteren Patientin im Moment der Unterbindung zu oph- 
thalmoskopieren und konnte deutlich eine Abblassung der gleichseitigen 
Papille konstatieren, welche aber nach kurzer Zeit rückgängig wurde, offen- 
bar durch kollateralen Ausgleich auf dem Wege der basalen arteriellen 
Anastomosen. Auch andere Autoren (v. Michel 46, Elschnig 68 u. A.) sahen 
vorübergehendes Erblassen der Papillen bei Kompression der Carotiden. 
Lerer konnte dagegen keine auffallende Veränderung des Lumens der 
Centralarterie konstatieren, sogar bei doppelseitiger Kompression der Caro- 
tiden und auch nicht in einem Falle von Unterbindung der Carotis, wo 
er allerdings erst nach 15 Minuten die Untersuchung ausführen konnte. 



Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Gehirns. 895 

Analog lautet die Angabe von Keller (73), (Beobachtung v. Kroenlein und 
Haab). Es scheint somit, dass selbst nach Verlegung beider Carotiden beim 
Menschen die Blutzufuhr durch die Arteriae vertebrales noch ausreicht, um 
wesentliche anämische Erscheinungen des Augenhintergrundes hintenan zu 
halten. 

Auch Memorskt und Schulten sahen bei Unterbindung beider Carotiden 
von Hunden nur vorübergehendes Erblassen des Augenhintergrundes. 

Es ist auch als sicher anzunehmen, dass der Verschluss einer Carotis 
beim Menschen nicht im Stande ist, eine wesentliche Funktionsstörung des 
gleichseitigen Auges hervorzurufen. Erst wenn ein solcher Verschluss etwa 
in Form eines Thrombus in der Carotis sich über die Abgangsstelle der 
Arteria ophthalmica hinaus fortsetzt, kann eine schwere Sehstörung des 
betreffenden Auges eintreten. Ich glaube für diese Annahme über einen 
beweisenden Sektionsbefund zu verfügen, wo bei Carotis-Thrombose gleich- 
seitige Erblindung eintrat, und wo eine Serienuntersuchung der Orbital- 
querschnitte und der Arteria centralis retinae keine Verlegung der arte- 
riellen Blutbahn ergab. 

Dass lediglich eine Anämie des Gehirns eine dauernde Funktionsstörung 
des Sehorgans hervorruft, ist nicht nachgewiesen, so bekannt auch vorüber- 
gehende Störungen in seinem Bereiche sind (Flimmern, Schwarzwerden 
vor den Augen und kurzdauernde Verdunkelung). Auch bei den dauernden 
Amblyopien und Amaurosen nach akutem Blutverlust, haben wir es durch- 
weg mit organischen peripheren Läsionen des Sehorgans zu thun. Eine 
hochgradige Anämie des Gehirns, welche im Stande wäre, schon an und 
für sich eine dauernde centrale Amaurose hervorzurufen, würde mit dem 
Leben des Patienten unvereinbar sein. Eine analoge Ansicht äußert auch 
Gowers. 

Eigentliche Augenmuskellähmungen in Folge von Hirnanämie 
sind nicht nachgewiesen. A. Graefe glaubt, dass auf ihrer Grundlage vor- 
übergehende Augenmuskelparesen Platz greifen können. 

Reizerscheinungen im Bereich der Augenmuskeln in Form 
von Nystagmus scheinen bei Hirnanämie gelegentlich vorzukommen (Gowers). 

Das Verhalten der Pupillen bietet bei Hirnanämie keine typischen 
Erscheinungen. Ein Teil der Autoren betont eine Erweiterung der Pupillen. 
Drouin (26) will sie bei Ischämie und Ohnmacht aus einer Verengerung 
der Irisgefäße und damit bedingter Zunahme des Pupillendurchmessers er- 
klären. Robin (43) erklärt die Pupillenerweiterung bei Hirnanämie aus 
Ischämie der Irisgefäße und Atonie des Sphincter pupillae. Nothnagel sah 
bei Kompression beider Carotiden zunächst Verengerung, dann aber Er- 
weiterung der Pupillen. Ebenso berichtet Gowers über anfängliche Pupillen- 
verengerung und spätere Erweiterung bei Hirnanämie. Bemerkenswert sind 
die Angaben von Meyer und Pribram (56) auf Grundlage von experimen- 



896 XXII. Teil IL UhthoiT, 

teilen Daten beim Tier. Bei Abklemmung der 4 zum Gehirn führenden 
Arterien sahen sie zunächst eine Verengerung der Pupillen, welche sie aus 
einem anfanglichen Reizzustande des Oculomotorius in Folge von Hirnanämie 
erklären, während sie die spätere Erweiterung als ein Lähmungsphänomen 
auffassen. Dies Phänomen der Pupillenerweiterung tritt auch auf bei Tieren, 
denen der Halssympathicus durchschnitten ist, auf der operierten Seite 
jedoch weniger. Die nach Abklemmung der Hirnarterien eingetretene Er- 
weiterung der Pupillen hielt nach oben genannten Autoren jedoch nur 
ganz kurze Zeit an, um dann einer allmählichen Wiederverengerung Platz 
zu machen, welche sie in einem Kontraktionszusland der Irismuskulatur 
selbst begründet annehmen ohne besondere Erregung der pupillenverengern- 
den oder Lähmung der pupillenerweiternden Fasern. 

Oppenheim (84) sieht in einer Erweiterung der Pupillen mit aufge- 
hobener Lichtreaktion bei akuten Anämien nach Blutverlust ein quoad 
vitam sehr bedenkliches Symptom, zumal bei gleichzeitigem Auftreten von 
Convulsionen. Eine wieder eintretende Verengerung der Pupillen und Wieder- 
kehr der Lichtreaktion sind nach ihm prognostisch günstige Zeichen. Knies 
betont neben Erweiterung und träger Reaktion der Pupillen bei Hirn- 
anämie auch eine häufig bestehende Ungleichheit des Pupillendurchmessers. 
Nur Corning (59) berichtet über enge Pupillen bei Hirnanämie. 



Plethora und Polycythämie. 

§ 197. Anhangsweise sei hier noch des Begriffes der Plethora und 
der Polycythämie gedacht. Dass es eine wirkliche Plethora im Sinne 
der älteren Autoren giebt, unterliegt wohl keinem Zweifel, und ebenso ist 
wohl als sicher anzunehmen, dass die sogenannte Polycythämie zum Teil 
mit einer absoluten Vermehrung der Blutmenge einhergeht. Die subjektiven 
Beschwerden dieser Kranken deuten zweifellos gelegentlich auf eine Hyper- 
ämie des Gehirns hin (Unruhe, Kopfdruck, Flimmern, Schwindel u. s. w.l. 
Es dürfte wohl schwer sein, eine absolute Vermehrung der Blutmenge bei 
sonst normaler Beschaffenheit aus dem Augenhintergrunde zu erkennen. 
Vergesellschaftet sich eine solche aber noch mit einer abnormen Beschaffen- 
heit des Blutes im Sinne einer Polycythämie (absoluter Vermehrung der 
roten Blutkörper, vermehrtem Hämoglobingehalt, größerem spec. Gewicht, 
erhöhter Viscosität u. s. w.), so lindet dieses abnorme Verhalten des Blutes 
gelegentlich auch im ophthalmoskopischen Bilde seinen Ausdruck (abnorme 
Erweiterung der Gefäße, besonders der Venen mit Ausdehnung derselben 
und abnorm dunkler Färbung, slärkerer Rötung der Papillen u. s. w.). Die 
Fig. 65 auf Taf. XXII giebt ein solches Bild von einer typischen Beobachtung, 
die ich in Gemeinschaft mit Herrn Kollegen" Stern machen konnte. Diese 
ophthalmoskopischen Veränderungen sind offenbar kein regelmäßiger Befund 



Graefe-Saemisch, Handbuch, 2. Aufl., IL Teil, XXII. Kap. 



Tafel XXII. 

Zu S. 896. 




Fig. 65. 
Uhthoff, Polycytäniie. 



Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. 



Augenveränderungen bei Hyperämie und Anämie des Gehirns. 897 

bei-Polycythämie, jedoch auch von andern Beobachtern (Koester 86 u. A.) 
gesehen worden. Ich glaube, dass sie nicht nur auf eine abnorme Blut- 
beschaffenheit deuten, sondern auch auf eine absolute Vermehrung des 
Blutes und dass wir aus einem solchen Befunde der Netzhautgefäße auf 
ein ähnliches Verhalten der Hirngefäße im Sinne einer Hirnhyperämie 
schließen können. 



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1907. 88. Schultze, F., Klinische Mitteilungen. I. Über Pupillenstarre im hyste- 

rischen Anfall und bei Synkope. Therapie der Gegenwart. 48. Jahrg. 
N.F. 9. Jahrg. Jan. S. 8. Hft. 1. 

1908. 89. Stern, R., Über Polycythämie. Med. Klinik. No. 2 u. 3. 



II, Augensymptome bei Hirnblutungen und Hirnerweichung. 

§ 1 98. Bei der vorliegenden Besprechung sollen die Augenerscheinungen 
bei Hirnblutungen und Hirnerweichungen gesondert berücksichtigt werden, 
so nahe sie sich auch in ihrer Augensymptomatologie stehen. 

Bei dem Kapitel »Hirnerweichung« wird die Encephalomalacie infolge 
von embolischen und thrombotischen Vorgängen in den Hirnarterien ge- 
meinsam erörtert werden, da hier in vielen Fällen, die nicht zur Sektion 
kommen, eine bestimmte Differentialdiagnose nicht möglich ist und auch 
selbst bei manchen Sektionsfällen die Entscheidung unsicher bleibt. Über- 
dies ist der Endausgang embolischer und thrombotischer Prozesse in Hirn- 
erweichung so gleichartig, dass hier größere Differenzen auch in den Augen- 
symptomen nicht zu erwarten stehen. 

Anders liegt die Sache schon bei Hirnblutung und Hirnerweichung, 
wo sich wesentlichere Differenzen in den Symptomen ergeben, die eine ge- 
sonderte Besprechung auch mit Rücksicht auf die Ophthalmodiagnostik er- 
fordern. Ich hoffe zeigen zu können, dass auch hier die Augensymptome 
gewisse differentiell-diagnostische Aufschlüsse geben können, wenn sie zum 
Teil auch nur statistischer Natur sind. 

Ich verweise hier zunächst auf die instruktive Tabelle von Monakow 
(324) (S. 846) über die Symptome der Hirnblutung und der Hirnerweichung 
(embolischen und thrombotischen) und ihre differential-diagnostischen Be- 
ziehungen zueinander, dieselbe wird im Folgenden zu Grunde gelegt, soweit 
es sich um die speziellen Gehirnsymptome handelt. 

1. Das relativ höhere Alter des Kranken bei Thrombose und Hirn- 
blutung, während bei Embolie häufig das jugendliche Alter in Betracht 
kommt. Freilich kann die Syphilis im früheren Alter zu thrombotischen 
Vorgängen im Bereich der Hirnarterien führen, doch sollen diese Fälle 
später in dem gesonderten Kapitel der Hirnsyphilis besprochen werden, 
weil gerade hier andere komplizierende Hirnveränderungen außerordentlich 
häufig auch modifizierend auf die Augensymptome einwirken. 



902 XXII. Teil II. Uhthoff, 

2. Organische Herzfehler, welche bei embolischen Vorgängen häufig 
angetroffen werden, während dieselben, abgesehen von nicht selten vorhan- 
dener Hypertrophie des linken Ventrikels (event. mit Nephritis], bei Hirn- 
blutung nicht häufig sind, bei Thrombose mehr die Symptome allgemeiner 
Atheromatose in den Vordergrund treten, und auch voraufgegangene Infek- 
tionskrankheiten zu berücksichtigen sind. 

3. Um Nierenaffektionen (sogen. Nierenschrumpfung) handelt es sich 
in ca. 30 # der Fälle bei Hirnblutungen, während dieselben bei Embolie 
und Thrombose nicht zu den irgendwie häufiger vorkommenden Kompli- 
kationen zu rechnen sind. Wir werden später sehen, wie wichtig es ist, 
diesen Punkt, besonders auf dem Gebiete der Hirnblutungen, inbetreff der 
Augensymptome zu berücksichtigen. 

1. Syphilis und gewisse Intoxikationen (Alkohol, Tabak, Blei, Kohlen- 
oxydgas) sind bei Thrombose häufig vorausgegangen, bei Hirnblutungen 
seltener, während hier gewisse Konstitutionsanomalien, wie Gicht, allge- 
meine Adipositas, abnorme Beschaffenheit des Blutes usw., relativ häufig 
in Frage kommen. Die traumatischen Gehirnblutungen finden ebenfalls 
ihre gesonderte Besprechung. Bei den embolischen Vorgängen ist in erster 
Linie vorangegangener Gelenkrheumatismus zu verzeichnen. 

5. Die Symptome setzen bei den embolischen Prozessen und bei den 
Hirnblutungen meist ohne Vorboten plötzlich ein, während bei der Thrombose 
der Hirnarterien sich häufig prämonitorische Erscheinungen geltend machen. 

6. Gleichzeitige embolische Vorgänge in andern Organen sprechen für 
Embolie, während sie bei Thrombose und Hirnblutung fehlen. 

7. Blässe des Gesichts während des Insultes in der Begel bei Embolie 
und Thrombose, bei Hirnblutung Kongestion und starke Rötung mit vollem 
harten Puls. 

8. Hirndrucksymptome selten bei Embolie und Thrombose, häufig da- 
gegen und plötzlich einsetzend bei Hirnblutung, dementsprechend auch hier 
das Coma häulig und intensiver. Letzteres auch bei embolischen Vor- 
gängen nicht selten und ziemlich tief, auch bei Thrombose zum Teil Coma, 
aber sehr selten länger als 24 Stunden. 

9. Fernwirkungen sind bei Embolie und Thrombose selten, bei Hirn- 
blutung dagegen häufig. 

10. Störungen der Psyche, der Intelligenz und des Gedächtnisses gehen 
den Attacken bei Hirnblutungen und Embolie sehr selten voraus, häufig sind 
sie aber als Vorläufer bei Thrombose. 

1 I . Herderscheinungen bilden bei Hirnblutungen und Embolie die Begel, 
während sie bei thrombotischen Vorgängen fehlen können. 

12. Neigung zu Rezidiven der Anfälle besteht bei Embolie nicht, bei 
Blutungen schon häufiger und ausgesprochen bei Thrombose. 

13. Symmetrisches Auftreten der Affektion in beiden Hirnhälften steht 



Augensymptome bei Hirnblutungen und Hirnerweicbung. 903 

bei Embolie kaum zu erwarten, ist bei Hirnblutungen sehr selten, bei Throm- 
bose häufiger. 

Um nun einen sicheren Überblick über die vorkommenden Augen- 
symptome zu gewinnen, blieb schon nichts anderes übrig, als sich der 
großen Arbeit zu unterziehen, das in der Literatur vorhandene Material zu 
sammeln und kritisch zu sichten, da die Mitteilungen in Bezug auf Beur- 
teilung der Augensymptome sehr ungleichwertig sind, zumal die früheren 
und auch zum Teil die lediglich neurologisch verwerteten ohne eingehen- 
dere Berücksichtigung der Augensymptome geblieben sind. Es erschien mir 
richtig, um zu einem möglichst sicheren Resultat zu gelangen und um 
sicher Hirnblutung und Hirnerweichung auseinander halten zu können, nur 
Beobachtungen zu verwerten, welche ihre Kontrolle durch die Sektion er- 
fahren haben, und auch hier nur die Fälle zu berücksichtigen, wo Augen- 
symptome angegeben waren und ihre Berücksichtigung hinreichend genau 
erschien. In der so aufgestellten großen Statistik, bei deren Anfertigung 
mir mein Assistent Dr. Lenz treu zur Seite gestanden hat, wurden 107 Sek- 
tionsfälle von Hirnblutung und 368 von Hirnerweichung verwertet. 

Es liegt ja nun auf der Hand, dass diese Statistik lediglich einen ge- 
naueren Einblick in die relative Häufigkeit der Augensymptome unter sich 
bei Hirnblutungen und Erweichungen gewährt, nicht aber eine absolute 
Beurteilung des statistischen Vorkommens der Augensymptome überhaupt 
bei den betreffenden Erkrankungen; es hätten ja dabei alle Krankheits- 
fälle, auch die ohne Augensymptome, berücksichtigt werden müssen. Bei 
der Ungleichmäßigkeit des Materials aber, in Bezug auf Berücksichtigung 
der Augensymptome von Seiten der verschiedenen Beobachter, war hier 
von vornherein kein exaktes Resultat zu erwarten. Ich habe versucht, an 
der Hand meiner persönlichen langjährigen klinischen Erfahrungen diese 
Lücke auszufüllen und eine Statistik über die Augensymptome von allen 
Fällen zu entwerfen, welche ich Gelegenheit hatte, in Krankenhäusern, 
Irrenanstalten u. s. w. zu untersuchen und über die ich Buch geführt habe. 
Da viele dieser Fälle nicht durch die Sektion kontrolliert werden konnten, 
und somit die Differentialdiagnose, ob Hirnblutung, Embolie oder Throm- 
bose mit Hirnerweichung vorlag, nicht selten zweifelhaft blieb, so hat diese 
Statistik in mancher Beziehung etwas Unsicheres; sie dürfte aber doch einen 
ungefähren Einblick gewähren. Sie gewinnt dadurch einen etwas anderen 
Charakter als die lediglich auf Grundlage der Sektionsfälle, doch dürfte sie 
zu der ersten Statistik eine willkommene Ergänzung bilden und einen Ein- 
blick über die Häufigkeit der Augensymptome überhaupt bei Hirnblutung 
und Hirnerweichung gewähren. 

Die erste große Statistik über die aus der Literatur gesammelten Sek- 
tionsfälle von Hirnblutungen und Hirnerweichungen mit Augensymptomen 
lautet folgendermaßen: (vgl. Statistik I). 



904 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Statistik 1. 

Erweichung: Hirnblutung: 

368 107 

Sektionsffille mit Augen- 
symptomen in °/o. 

1. Neuritis optica . . 2,2 0,5 

2. Stauungspapille 1,4 11 

3. Neuritische Atrophie 0,3 

4. Einfache Atrophie . 0,5 0,9 

5. Apoplexia retinae ohne Neuritis oder Stauungspapille 2,8 

6. Embolia arteriae centralis retinae 2,0 

7. Opticusscheidenhämatom 2,8 

S. Pupillenstörungen 13 32,7 

9. Oculomotorius ohne isolierte Ptosis 2,4 9,0 

10. Ptosis (isoliert) 6,2 8,4 

11. Trochlearis 

12. Abducens 0,3 8,4 

13. Deviation conjuguee 12 28 

14. Blicklähmung nach oben und unten 0,5 1,9 

15. Blicklähmung nach der Seite 0,9 

16. Konvergenzparese 0,9 

17. Nystagmus 1,6 10,0 

18. Hemianopsie, homon. total 36,4 23,8 

19. homon. partiell 3,5 4 

20. homon. für Farben 1,9 

21. doppelseitig . . 11,4 5,6 

22. » bitemporal 

23. Lichterscheinungen 0,8 — 

24. Gesichtshallucinalionen 3,5 0,9 

25. Orientierungsstürungen 3,5 

26. Seelenblindheit 7,6 2,8 

27. Kein Bewusstsein der Erblindung 0,8 

28. Störung der visuellen Einbildungskraft .... 0,5 

29. Amnestische Farbenblindheit, Verlust des Vorstel- 

lungsvermögens für Farben 0,8 

30. Verlust der Perspektive 

31. Verlust des Gedächtnisses für Konturen .... 0,3 

32. Asymbolie (Apraxie) 1,0(0,5) (0,9) 

33. Optische Aphasie 2,4 0,3 

34. Alexie, Wortblindheit 29,8 5,6 

35. Notenblindheit 0,3 

36. Paralexie 1,0 — 

37. Dyslexie (Berlin) 1,4 



Augensymptome bei Hirnblutungen und Hirnerweichung. 905 

Erweichung: Hirnblutung : 

368 107 

Sekt ionsfälle mit Augen- 

syraptomen in %. 

38. Agraphie 13 3,7 

39. Paragraphie 1,9 — 

40. Olfactorius 0,8 0,9 

41. Trigeminus 2,2 0,9 

42. Facialis 12 17,8 

43. Verlust des Minenspiels 0,3 — 

44. Acusticus 2,4 1,9 

45. Gehürshalluzinationen 0,5 — 

46. Glossopharyngeus 0,8 

47. Vagus 0,9 

48. Hypoglossus 2,7 4,7 

49. Motorische Aphasie 12,8 14 

50. Paraphasie und Dysarthrie 1 0,3 5,6 

51. Sensorische Aphasie und Worttaubheit .... 18,4 3,7 

52. Amnestische Aphasie 1,9 — 

53. Taktile Aphasie 0,3 

54. Tastblindheit 0,8 

55. Halbseitensymptome, motorische 42 61,7 

56. » sensible 18,8 27,1 

57. Hemichorea 1,0 0,9 

58. jACKSON'sche Epilepsie 2,4 0,9 

59. Athetose 

60. Hemihypertonie (Bechterew) 

6 1 . Centrale Schmerzen 0,8 — 

62. Epileptische Anfälle 3,5 1,9 

63. Tonische und klonische Krämpfe 5,6 

64. Oligurie 

65. Polyurie 3,7 

66. Psychische Störungen 6 

Die zweite über meine klinischen Beobachtungen von Hirnblutungen 
und Hirnerweichungen, gleichgültig ob mit oder ohne Augensymptome, er- 
gab folgendes: (vgl. Statistik 2). 

Statistik 2. 

Das Verhältnis der beobachteten Fälle von Hirnblutung zu denen 
von Hirnerweichung war ungefähr das von I : 2. Die Hirnerweichung 

kam also annähernd doppelt so häufig zur Beobachtung als die Hirn- 
blutung. 



906 XXII. Teil II. Uhthoff. 

A) Hirnblutungen. 

1 . Neuritis optica in 3 % 

2. Stauungspapille » 3 % 

3. Relinalhämorrhagien » k% 

4. Homonyme Hemianopsie » %>% 

5. Deviation conjuguee » 10# 

6. Isolierte einseitige Ptosis » 6 % 

7. Associierte Blickparese nach rechts und links . » k% 

8. Abducensparese » 3 ^ 

(in 1% bei Ponsblutung 

9. Partielle Ophthalmoplegia externa » i% 

(z. T. mit apoplektischer Bulbärparalyse.J 

B) Hirnerweichungen (Embolie und Thrombose). 

1. Neuritis optica in 6^ 

3. Stauungspapille » ü% 

3. Relinalhämorrhagien » 4 % 

4. Glaskürpertrübungen ~% 

5. Embolie resp. Thrombose der Arter. centr. retin. . »3$ 

6. Homonyme Hemianopsie »10$ 

(davon in 2 % doppelseitig) 

7. Seelenblindheit »2$ 

8. Alexie > \ % 

9. Hemianopische Gesichtshallucinationen ... * \ % 

10. Deviation conjuguee »2$ 

I I . Isolierte einseitige Ptosis » 1 # 

I 2. Blickparese nach oben » 1 % 

Zur Orientierung über die arteriellen Cirkulationsverhältnisse des Ge- 
hirns seien beifolgende Abbildungen nach v. Monakow hier gebracht, die 
keines längeren Textes bedürfen und mit der direkt beigegebenen erklä- 
renden Bezeichnung die Einzelheiten hinreichend zeisen dürften. 



A« Hirnblutungen. 

Bekanntlich bildet den Prädilektionssitz für Hirnblutungen die Gegend 
der centralen Gehirnganglien, Corpus striatum, Thalamus opticus, Linsen- 
kern, ferner die Faserzüge der inneren und der äußeren Kapsel. Der Häu- 
figkeit nach folgen sodann das Centrum semiovale, die Hirnrinde, die Hirn- 
schenkel, der Pons und in letzter Linie das Kleinhirn, Vierhügel und 
Medulla oblongata. Inbetreff der Hirnschenkel-, Pons-, Vierhügel- und 
Med. oblong. -Läsionen verweise ich auf meine früheren Ausführungen (vgl. 
S. 419 u. f.). 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 



907 



Was die Ursache für das hauptsächliche Befallen werden der centralen 
Hirnganglien durch Blutungen anbetrifft, so ist hier in erster Linie das 

Fig. 66. 




Die Arterien der Hirnbasis. 

T abgetrennter Sehlafelappen, / — XII die Hirnnerven, Acera Arteria cerebri anterior, C'oma Arteria 
cornmunicans anterior, AFSy Arteria Fossae Sylvii, Aleut Arteria lenticularis, 1 — 5 die kortikalen Haupt- 
äste der Arteria Fossae Sylvii, cp Arteria communicana posterior, Acha Arteria chorioidea anterior, ch ein 
kleiner Ast derselben, welcher in die Plexus chorioidei geht, x Seitenzweige der Arteria communicans 
posterior, Acp Arteria cerebri posterior, p kurze Zweige derselben, Abas Arteria basilaris, At Arteria 
temporalis (Duret), Aocc Arteria oceipitalis (Dueet), Acersup Arteria cerebelli superior, Accrmed Ai'teria 
cerebelli media, Aar inj Arteria cerebelli inferior, Avert Arteria vertebralis, Spa Arteria spinalis anterior. 

Aus v. Monakow, Gehirnpathologie. Wien 1897 (jSTotiinagex.'s Handbuch). 



Verhalten der arteriellen Hirngefäjße dieser Gegend für die Erklärung her- 
anzuziehen (Duret 172 und Heubner 172). 



908 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Diese Hirnteile beziehen ihr Blut aus der nächsten Nachbarschaft des 
Hauptstammes der Carotis interna. Die betreffenden Arterien sind End- 
arterien und besitzen nur spärliche Seitenverzweigung, sie sind in Folge 
dessen einem starken Blutdruck ausgesetzt und somit ist um so eher die 
Gelegenheit einer Berstung derselben gegeben. In Betracht kommen nach 
v. Monakow 1 . die vordere Streifenhügelarterie (für den Streifenhügelkopf) ; 
2. die lenticulo-striäre Arterie (für den vorderen Teil der inneren Kapsel, 
für den Linsenkern und die vordere Partie des Sehhügels); 3. die lenti- 



irl. pur »<"'• 

Fpar dCQ 



\rl, evn 




Gyrdesc. 



S ctzlcartTta- 

. , Art. ralcanna 

ram.Lin(fual ■ 
tlemporBuret/ 

^Uerposl JrtMppocampi 

Mediale Ansicht der linken Großhirnhemisphäre mit der Ausbreitung und Verzweigung des kortikalen 

Geästes der Arteria cerebri posterior. 2/3 nat. Größe. 

Aus v. Monakow, Gehirnpathologie. Wien 1SU7 (Nothnaüei.'s Handbuch). 

culo-optische Arterie (für die hintere Partie des Linsenkernes und die vor- 
dere des Sehhügels; 4. die Arteria chorioidea (für die Regio subthalamica, 
den hinteren Schenkel der inneren Kapsel und die hinteren Abschnitte des 
Sehhügels). Diese Aste entspringen im rechten Winkel aus dem Stamme 
der Arteria foss. Sylv. und haben ein relativ großes Kaliber. Im Gegen- 
satz hierzu haben die Arterien der Gehirnrinde ein relativ kleines Kaliber, 
verzweigen sich reichlich nach Eintritt in dieselbe und besitzen wenigstens 
kleinere Anastomosen, sind also keine Endarterien im eigentlichen Sinne 
(Heubner). 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 



909 



Nach Durand-Fardel (324) fanden die Hirnblutungen in 75_%' im Be- 
zirk der Arteria fossae Sylvii statt, und in fast der Hälfte der Fälle waren 
vorwiegend der Streifen- und Sehhügel befallen. Als Ursache wird meistens 

Fig. 68. 



Fan 



forn 




-T f 



Frontal schnitt durch, die rechte Großhirnhemisphäre (Ebene der vorderen Centralwindung und des Chiasmas). 
Ursprung und Verlauf der Arteria lenticularis, sowie der kortikalen Aste der Arteria Fossae Sylvii sche- 

matisch eingezeichnet. 

Gca vordere, Gcp hintere Centralwindung, Parc Lobul. paracentralis, T\ — 2$ erste bis vierte Temporal- 
windung, B Balken, Am Mandelkern, J Insel, FS Fissura Sylvii, Li Linsenkern, Thal Sehhügel, OH Gyr. 
Hippocarnpi, / Bezirk der Arteria cerehri anterior, II Bezirk der Arteria Fossae Sylvii, ///Bezirk der 
Arteria cerehri posterior, die Grenzen zwischen diesen Bezirken, Ch Chiasma, C'ar Carotis interna, 

1 Stamm der Arteria Fossae Sylvii, sein Übergang zur Insel ist durch unterbrochene Konturen angedeutet, 

2 lenticulo-striäre Arterien, 3 lenticulo- optische Arterie, & Kindenäste der Arteria Fossae Sylvii, 4a me- 

dulläre Äste der kortikalen Zweige der Sylvi'schen Arterie. 

Aus v. Monakow, Gehirnpathologie. Wien 1S97 (Nothnagel^ Handbuch}. 



das Platzen miliarer Aneurysmen angenommen (Charcot und Bouchard 60). 
Sie vermissten dieselben in 60 Fällen von Hirnblutungen niemals. Jeden- 
falls sind die Blutungen durchweg durch Gefäßerkrankung 



bedingt. 



910 XXII. Teil IL Uhthoff, 

Die Größe des Blutherdes kann sehr wechselnd sein, meistens hasel- 
nuß- his wallnußgroß, jedoch gelegentlich auch erheblich größer, während 
ganz kleine (erbsengroß) relativ selten sind. 

Die durch Berstung von Aneurysmen größerer Hirnarterien hervorge- 
brachten Hämorrhagien erfolgen meistens in die Hirnhäute, speziell in die 
der Basis. Sie bedingen ein von der gewöhnlichen Apoplexie abweichendes 
Krankheitsbild und zum Teil auch andere Augenerscheinungen. 

Primäre Blutungen in die Ventrikel sind recht selten, dagegen kommt 
ein sekundärer Durchbruch einer Hirnblutung in die Ventrikel schon häu- 
figer vor und erfolgt in erster Linie aus Blutherden im Bereich der lenti- 
culo-striären und lenliculo-optischen Arterie, die nur durch eine dünne 
Scheidewand vom Ventrikel getrennt sind. 

Die Symptome der Hirnblutungen sind vorübergehende (durch Fern- 
wirkung) und dauernde (durch direkte Zerstörung). Die außerordentliche 
Häufigkeit der initialen Hemiplegie (Durand-Fardel) erklärt sich durch die 
Häufigkeit der Hirnblutungen im Bereich der lenticulären Arterien. Selten 
macht die Hirnblutung wohl heftigere Insulterscheinungen, aber keine Herd- 
symptome. Nur bei kleineren und nicht in den Centralganglien lokali- 
sierten hämorrhagischen Herden kann die Hemiplegie fehlen, auch wenn 
die Affektion mit heftigen Insulterscheinungen und Bewusstlosigkeit einge- 
setzt hat. 

Augensymptome (Seh- und Augenspiegelstörungen). 

§ 199. Was zunächst die eigentlichen Augenhintergrundsver- 
änderungen, speziell die Veränderungen des Sehnerven bei Hirn- 
blutungen betrifft, welche mit dem intrakraniellen Prozess in Zusammen- 
hang stehen, so sind sie im Ganzen und Großen selten, darin stimmen 
alle Autoren überein, und das war auch von vornherein zu erwarten. Die 
Zeichen der intrakraniellen Drucksteigerung sind bei Hirnblutungen zwar 
häufig ausgesprochen vorhanden, gleichen sich jedoch relativ schnell durch 
beginnende Resorption des Coagulums und Rückgang des sekundären Ödems 
in der Umgebung wieder aus. Es fehlt dieser Hirndrucksteigerung der 
Charakter einer längere Zeit sich geltend machenden Schädigung, die Vor- 
aussetzung einer sekundären Papillenveränderung ist; und in den Fällen, 
wo das Coagulum sehr groß ist oder durch Nachblutungen in der Verrin- 
gerung seines Volums behindert wird, geht der Kranke gewöhnlich früher 
zu Grunde, als es zum Eintritt von Papillenveränderungen kommen kann. 
Ein besonderer Fall ist das Eindringen von Blut in die Sehnervenscheiden, 
das bei stärkerem Vorhandensein direkt Papillenveränderungen im Sinne 
einer Neuritis optica oder Stauungspapille hervorzurufen vermag. Doch 
sind derartige Fälle selten bei der Hirnblutung, da sie eine Ausbreitung 
des Blutes an der Schädelbasis voraussetzen, die bei der gewöhnlichen 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 911 

Apoplexia cerebri sehr selten vorkommt und nur nach Durchbruch der 
Blutung an die Schädelbasis, nach Blutungen aus geplatzten basalen Aneu- 
rysmen der Hirnarterien, nach Meningealblutungen an der Basis u. s. w. 
entstehen kann. Sehr häufig sind derartige basale Hirnblutungen mit 
Sehnervenscheidenhämatom bei basalen Schädelbrüchen, die aber hier nicht 
zur Erörterung stehen, sondern später gesondert besprochen werden. 

Für die jetzt folgende speziellere Erörterung der intraokularen Ver- 
änderungen (Neuritis optica und Stauungspapille u. s.w.) sei zunächst 
Nachstehendes vorangeschickt. 

Auch hier wie bei allen meinen bisherigen und späteren Auseinander- 
setzungen werde ich zwischen der Neuritis optica und der Stauungspapille 
im alten v. GiiAEFE'schen Sinne unterscheiden, indem in erster Linie der 
Grad der Prominenz der Papille (2 D = 2 / 3 mm und darüber), das Be- 
schränktsein des Prozesses auf Papille und nächste Umgebung u. s. w. zu 
Grunde gelegt wird, wie bereits früher erörtert. Sicher giebt es ja Fälle, 
wo wir zweifelhaft sein können, ob der Papillenprozess schon eine eigent- 
liche Stauungspapille darstellt, oder noch unter den Begriff der einfachen 
Neuritis optica fällt. Mag man in diesen Fällen den Papillenbefund lieber 
noch unter den weiteren Begriff der Neuritis optica einreihen und sich der 
diagnostischen Schlüsse enthalten, die wir eventuell aus dem Vorhanden- 
sein einer Stauungspapille zu ziehen berechtigt sind. Ich würde es für 
einen großen Rückschritt in unserer Ophthalmodiagnostik halten, wollte man 
die Stauungspapille wieder ihrer eigenartigen anatomischen und klinischen 
Beschaffenheit entkleiden und ihr keine wesentlich andere diagnostische 
Bedeutung als der nicht prominenten Neuritis optica einräumen, wie das 
wohl gelegentlich versucht worden ist. Die alten v. GiiAEFE'schen An- 
schauungen bestehen auch heute noch vollständig zu recht. Meines Er- 
achtens ist die einschlägige Arbeit aus dem Jahre 1 860 im Arch. f. Ophth. 
eine der bedeutsamsten Abhandlungen, welche die moderne Ophthalmologie 
überhaupt aufzuweisen hat. Auch die eigenartigen klinischen Erscheinungen 
der Stauungspapille (periodische Verdunkelungen, konzentrische Gesichts- 
feldbeschränkung, nicht selten relativ langes Intaktbleiben der Funktion 
trotz ausgesprochener ophthalmoskopischer Veränderungen, die Möglichkeit 
einer völligen Rückbildung, ohne Augenspiegelveränderungen zu hinter- 
lassen u. s. w.) sind ja hervorzuheben, um ihr einen besonderen Platz zu 
vindizieren. 

Es würde zu weit führen, hier auf die Geschichte der Lehre von der 
Stauungspapille und die verschiedenen Theorien über ihre Pathogenese 
näher einzugehen. Ich verweise hier auf das Kapitel Hirntumor. 

Zu näherer Orientierung über das Vorkommen der Stauungspapille bei 
den verschiedenen Gehirn- und Allgemeinerkrankungen mag hier beifol- 
gende Statistik meines eignen Beobachtungsmaterials von 204 Fällen von 



912 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Stauungspapille, wie sie in der Augenklinik und zum Teil auch in Kranken- 
häusern gesammelt wurden, Platz finden. Stauungspapillen bei: 

Hirntumor 134 Fälle 

Lues cerebri 27 » 

Tuberkulose des Gehirns, bezw. Meningitis tuberculosa 9 » 

Hirnabscess 7 > 

Hydrocephalus 7 » 

Meningitis 2 » 

Cysticercus cerebri . 2 > 

Sinusthrombose 2 » 

Knochennarbe am Schädel I » 

Schädelmissbildung :{ » 

Nephritis . 3 » 

Nephritis und Bleiintoxikation f > 

Anämie . 2 » 

Unsichere Diagnose 4 » 

Schon diese Statistik zeigt, wie selten die Stauungspapille auf dem 
Gebiete der Hirnblutungen und der Hirnerweichungen sein muss, da diese 
Ätiologie bei 204 Fällen ganz fehlt. Dass ich sie bei Sammlung von Ma- 
terial lediglich in Krankenhäusern gelegentlich gesehen habe, ergab oben 
aufgeführte Statistik 2 S. 906. 

I. Neuritis optica und Stauungspapillen bei Hirnblutungen. 
— Neuritis optica. Während ich nach meinem eignen klinischen Beob- 
achtungsmaterial von Hirnblutungen (vgl. Statistik 2, S. 906) in "& % der 
Fälle von Hirnblutungen Neuritis optica sah, ergiebt die Zusammenstellung 
von 107 Sektionsfällen 6,5 # (S. 904). Das Mittel beider Statistiken würde 
somit etwas über 4 % betragen. Die relative Seltenheit der Sehnerven- 
entzündung bei Hirnblutungen findet auch in den einschlägigen Angaben fast 
aller Autoren ihren Ausdruck. 

A. v. Giuefe (48) meint, dass Neuritis descendens bei apoplektischen 
Ergüssen nur dann vorzukommen scheine, wenn die reaktiven Reizvor- 
gänge in der umgebenden Hirnsubstanz einen höheren Grad und größere 
Ausdehnung gewinnen. Allbut (74) hält ophthalmoskopische Verände- 
rungen bei frischen Gehirnhämorrhagien für kaum vorkommend, glaubt 
jedoch, dass alte Apoplexien nicht ganz selten Neuroretinitis verursachen. 
Desgleichen halten Neuritis optica bei Hirnblutungen für ganz selten Noth- 
nagel (115), Fürster (128), Leber (131), Reich (145), Sattler (236), Bri- 
stowe (189), Thevenet (285), Deutschmann, Kouvkaer (281) u. a. unter An- 
führung vereinzelter Beobachtungen. Gleichzeitige kleine Retinalhämorrha- 
gien wurden wiederholt neben den entzündlichen Papillenerscheinungen 
gesehen (Bristowk 189, Clement cit. nach Thevenet 285, Pitt u. a.); 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 913 

ebenso wird gelegentlich über ausgesprochene Überfüllung der Netzhaut- 
venen berichtet (Sidebotiiasi, Demetrowsky und Lebediew, Clement, Pauly 
u. a.). Leber weist mit Recht darauf hin, dass bei der Seltenheit von 
Neuritis optica bei Hirnblutungen, sehr wohl in Betracht zu ziehen sei, 
dass dieselben Ursachen, welche die Hirnblutungen hervorrufen (Herz- und 
Gefäßerkrankungen, Nephritis u. s. w.), auch den Opticusprozess eventuell 
direkt erzeugen können. Jedenfalls spielt die Neuritis optica bei Hirn- 
hämorrhagien in diagnostischer Beziehung eine außerordentlich geringe Rolle. 
In Bezug auf die Stauungspapille gestaltet sich das Verhältnis 
schon etwas anders, sie ist bei Hirnbämorrhagien häufiger als die einfache 
Neuritis optica ohne Schwellung. Bei meinem klinischen Untersuchungs- 
material hatte sie ungefähr dieselbe Häufigkeit des Vorkommens wie die 
Neuritis optica: ?>%. Bei den Sektionsfällen aus der Literatur wurde sie 
öfters angetroffen: 10^". Das würde im Durchschnitt 1% ergeben. Ich 
führe hier an die Beobachtungen von Nicolai (85), Robin (161), Lie- 
brecht (434), Nonne (484), Luce (482), Sänger (484), Pristley Smith (179), 
E. Fränkel (475), Remak (196), v. Michel (90), Bristowe (189), Schiess- 
Gemuseus (162), Samt (108), Angelucci (289), H.Jackson (167) u.a. Nur 
in einem kleinen Teil der Fälle wurde Sehnervenscheidenhämatom gleich- 
sam als Bindeglied zwischen Papillenprozess und intrakranieller Affektion 
(v. Michel, Remak u. a.) nachgewiesen. Schon Leber weist ausdrücklich 
auf die Möglichkeit des Durchbruchs einer Gehirnhämorrhagie an die 
Schädelbasis hin, bei welchem das Blut direkt in die Sehnervenscheiden 
eindringt und dadurch doppelseitige oder auch einseitige Stauungspapille 
erzeugen kann. Im Ganzen scheint aber ein solcher Durchbruch einer 
spontanen Hirnblutung an die Schädelbasis, wie auch in der Beobachtung 
von Key und Retzius (114) mit Scheidenhämatom (keine Angabe über 
ophthalmoskopischen Befund), selten vorzukommen, und es muss daher 
meistens eine andere Erklärung für das Zustandekommen der Stauungs- 
papille gesucht werden. Dieselbe ist zweifellos am häufigsten in der intra- 
kraniellen Drucksteigerung bei Hirnhämorrhagien gegeben. Liebrecht (434) 
sah schon 3 Tage nach Beginn der Erkrankung (schwere unkompli- 
zierte Gehirnblutung) Stauungspapille auftreten. Sänger (484) macht auch 
in erster Linie die Hirndrucksteigerung dafür verantwortlich; desgleichen 
denkt Luce (482) an eine ausgesprochene Druckwirkung auf die Tractus 
optici und dadurch hervorgebrachte Blut- und Lymphstauung in den Nervis 
opticis. In dritter Linie hebt er aber auch die mit der eintretenden Re- 
sorption einhergebenden Reaktionserscheinungen in der Umgebung des 
Blutherdes (hämorrhagische bezw. zellig seröse Infiltration! als wichtig 
für die Entstehung des Papillenprozesses hervor. Ebenso weist E. Fränkel 
auf die Schwellung der Gehirnsubstanz in der Umgebung der Blutung hin. 
Eine solche intrakranielle Drucksteigerung bei Hirnhämorrhagien ist auch 

Handbnch der Augenheilkunde. 2. Ann. XI. Bd. XXII. Kap. Teil IL 58 



914 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



gelegentlich durch Lumbalpunktion nachgewiesen (Nonne 484 u. a.), wobei 
die Luinbalflüssigkeit durchaus nicht hämorrhagisch gefärbt zu sein braucht, 



sondern im Gegenteil gewöhnlich klar ist. 



! 




Fig. 69. 




# : 




I 



I 



.*■•"",-* 



ff 



*-***. 



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I 



Sehnerveusclieideiihämatom. 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 915 

Dass bei der Hirnblutung die Stauungspapille im Ganzen so selten ist, 
findet jedenfalls seine Erklärung in dem raschen Rückgang der Druck- 
steigerung (Sänger) oder in dem schnell eintretenden Exitus letalis, der es 
nicht mehr zur Ausbildung des Optikusprozesses kommen ließ. Ich glaube 
nicht, dass es richtig ist, wenn man meint, die Stauungspapille würde bei 
frischen Hirnhämorrhagien erheblich häufiger gefunden werden, wenn man 
sorgfältiger daraufhin untersuche. Es gehört sicher zur Entwicklung dieses 
ophthalmoskopischen Prozesses erst eine gewisse Zeit. Dass sich unter 
Umständen schon nach I Tag und weniger Zeit deutliche Trübung der 
Papille resp. Stauungspapille bei Hirnhämorrhagien ohne Durchbruch an 
die Basis und ohne Scheidenhämatom entwickeln könne, ist nicht wahr- 
scheinlich. Eine so rapide Entwicklung setzt, meines Erachtens, das Ein- 
dringen des Blutes in die Sehnervenscheiden voraus, wie es eben bei spon- 
tanen Blutungen in die großen Hirnganglien doch nur selten zur Beobach- 
tung kommt. Wo sich aber eine so schnelle Entwicklung von Neuritis 
optica resp. Stauungspapille bei spontaner Hirnblutung tatsächlich zeigt, 
berechtigt sie auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu dem Schluss, 
dass Perforation des Blutes an die Basis und Eindringen in die Sehnerven- 
scheiden vorliegt. Auf dem Gebiete der Schädelbasisfraktur mit basalem 
Bluterguss und ausgesprochenem Scheidenhämatom kommt eine derartige 
rapide Entwicklung des Papillenprozesses nicht ganz selten zur Beobach- 
tung; ich selbst habe diesen Vorgang bei einem Patienten mit Basis- 
fraktur schon nach 6 Stunden sich entwickeln sehen mit ausgedehnter 
basaler Blutung und starker Blutansammlung in den Sehnervenscheiden 
(s. Fig. 69). 

Wir sind jedenfalls durchaus nicht berechtigt, beim Auftreten von 
Neuritis optica resp. Stauungspapille bei Hirnhämorrhagien immer auf ein 
Eindringen von Blut in die Sehnervenscheiden zu schließen (Eichhorst 251 a). 
Überdies kann eine ausgesprochene Blutansammlung in den Sehnerven- 
scheiden vorhanden sein ohne wesentliche ophthalmoskopische Verände- 
rungen (Elschnig 293, Liebrecht u. A.). Ich selbst verfüge auch über eine 
derartige Beobachtung. 

Des Weiteren werden wir bei den schwereren Erscheinungen der Hirn- 
blutung mit den ophthalmoskopischen Veränderungen der Neuritis oder 
Stauungspapille auch an primär an der Basis und der Oberfläche des Ge- 
hirns auftretende Blutergüsse denken müssen, die zum Teil in geplatzten Aneu- 
rysmen ihren Grund haben können (Samt 4 08, Spurgin 3, Mackenzie 21, 
Fürstner 140a, Elscunig 293 U.A.). Auch hier sind die Bedingungen für 
die Entstehung des Scheidenhämatoms direkt gegeben und damit auch für 
die Entstehung ophthalmoskopischer Veränderungen. 

Der ophthalmoskopische Befund von Ischämie der Netzhaut, wie bei 
Embolie und Thrombose der Arteria centralis retinae, dürfte niemals 

58* 



916 XXII. Teii II. Uhthoff, 

lediglich auf Blutansammlung in den Sehnervenscheiden zurückzuführen sein, 
sondern stets auf direktem Verschluss der Retinalarterie beruhen. 

Dass Sehnervenscheidenblutungen in geringerem Maße auch gelegent- 
lich ohne die Vermittlung intrakranieller Blutungen zu stände kommen, ist 
zuzugeben bei Prädisposition und Neigung zu allgemeinen Blutaustritten in 
die verschiedenen Körperorgane (Nephritis, Skorbut, Anämie, Diabetes, 
Hämophilie) (Freud 4 83, Schmidt-Rimpleii 344 a, v. Michel 90, Remak 196, 
Bouveret 290, Schnaudigel 364 u. A.) ; jedoch sind derartige Blutungen 
durchweg nur geringfügig und nicht geeignet, direkt eine Schwellung der 
Papille hervorzurufen, während Komplikation mit Retinalblutungen natur- 
gemäß dabei relativ häufig ist. Ich sah einen solchen Fall von mäßigen 
Sehnervenscheidenblutungen in Verbindung mit starken Retinalblutungen bei 
schwerer sekundärer Anämie nach Karzinom. 

Im Ganzen wurde Sehnervenscheidenhämatom bei spontanen Hirn- 
blutungen an der Hand meiner Sektionsstatistik in ca. %%, also relativ 
selten nachgewiesen. 

Wilbrand und Sänger (515) kommen bei den Gehirnhämorrhagien zu 
folgenden diagnostischen Sätzen: 

»Ist Stauungspapille vorhanden, resp. kommt dieselbe bald nach der 
Erblindung zur Entwicklung und ist dabei die Pupillarreaktion auf Licht 
erloschen, dann ist das Vorhandensein eines Scheidenhämatoms zwar wahr- 
scheinlich, aber nicht mit Sicherheit erwiesen. Noch mehr Wahrschein- 
lichkeit gewinnt die Annahme eines Scheidenhämatoms, wenn die Stauungs- 
papille nur einseitig oder auf der einen Seite mehr ausgeprägt ist als auf 
der andern.« 

Eine einfache Opticusatrophie ohne voraufgegangenen neuritischen 
Prozess sah ich in meinem klinischen Beobachtungsmaterial niemals; sie 
findet sich in oben gegebener Sektionsstatistik in noch nicht I %. Dieselbe 
ist also diagnostisch bei den Hirnblutungen ohne Bedeutung, auch ist das 
Zustandekommen einer einfachen Druckatrophie des Sehnerven bei Hirn- 
hämorrhagien nicht gut denkbar, da hierzu eine länger anhaltende Druck- 
wirkung auf die optischen Leitungsbahnen gehören würde, wie sie schließ- 
lich bei einer akut einsetzenden Hämorrhagie mit dem Leben des Kranken 
nicht vereinbar ist. Die ganz vereinzelten Beobachtungen erheischen eine 
andere Erklärung des Opticusprozesses. Ich kann daher auch Albut nicht 
beistimmen, wenn er meint, dass alte Gehirnapoplexien geeignet seien, neben 
Neuroretinitis eventuell auch Opticusatrophie hervorzurufen. 

2. Netzhautblutungen. Retinalhämorrhagien werden bei den Hirn- 
blutungen vielleicht etwas häufiger angetroffen als bei den Erweichungs- 
prozessen. Mein klinisches Material liefert den Prozentsatz von k%, die 
Sektionsstatistik 2,8^ für Hirnblutungen, während bei der Encephalo- 
malacie die Retinalblutungen fast ganz fehlen. Es ist hier nur gerechnet 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 917 

mit den Netzhautblutungen, wie sie ohne Begleitung von neuritischen oder 
retinitischen, albuminurischen, diabetischen u. s. w. Prozessen, also gleich- 
sam als isolierte Erscheinung, auftreten. Wenn ich auch annehmen möchte, 
dass der Prozentsatz der Retinalblutungen bei der Sektionsstatistik wohl 
zu gering ausgefallen ist, indem die ophthalmoskopische Untersuchung nicht 
immer ausreichend in Anwendung gezogen wurde, so glaube ich doch, die 
Komplikation der Hirnblutungen mit Retinalblutungen als nicht allzu häufig 
bezeichnen zu dürfen. 

Dass Retinalhämorrhagien als Vorläufer von Gehirnblutungen auftreten 
können, ist eine allgemein anerkannte Tatsache (Niederhauser 105, Liou- 
ville 73, Magnan und Bouchereau 67, Förster 128, Williamson 349, 
Robmer 487, Leber 131, Straub 528, Felser 229, Trousseau 487, v. Mo- 
nakow 324, Oppenheim 421 u. v. A.), doch ist die Häufigkeit dieses Vor- 
kommens überschätzt worden. An und für sich erscheint es ja sehr wohl 
erklärlich, dass analoge Arterienveränderungen wie im Gehirn auch in der 
Netzhaut dies Zustandekommen der Blutungen bedingen, und in der Lite- 
ratur liegen eine ganze Reihe von Mitteilungen vor, welche besonders eine 
miliare Aneurysmenbildung im Sinne Charcot's und Bouchard's (60) auch 
für die Retinalarterien als Grund der Blutungen betonen (Liouville, Magnan 
und Bouchereau, Robmer, v. Monakow u. A.). Der vorsichtige und erfahrene 
Ophthalmoskopiker jedoch, glaube ich, muss zugeben, dass wir relativ 
selten Gelegenheit haben, aneurysmatische Bildungen im Bereich der Retinal- 
arterien zu konstatieren und dieselben diagnostisch in Bezug auf gleiche 
Vorgänge in den Hirnarterien zu verwerten. In dieser Hinsicht ist es nicht 
gestattet, immer einen strengen Parallelismus zwischen Netzhautarterien 
und Hirnarterien anzunehmen. Wir sehen das auch auf anderen Gebieten 
z. B. bei der Endarteriitis syphilitica. Jedenfalls haben wir sehr häufig 
krankhafte, zur Blutung führende Veränderungen der Hirnarterien, ohne dass 
wir mit dem Augenspiegel irgend welche pathologischen Erscheinungen im 
Bereich der Netzhautarterien nachweisen können. Und umgekehrt halte ich 
es für eine unbewiesene Annahme, wenn einige Autoren behaupten (Arti- 
galas 180 a), dass spontane Netzhautblutungen ohne gleichzeitige Gehirn- 
gefäßerkrankung gar nicht vorkämen. Wir sollen uns daher wohl hüten, 
in dem einzelnen Falle von spontanen Netzhautblutungen in Bezug auf un- 
mittelbar drohende Gehirnapoplexie prognostisch allzu pessimistisch zu ur- 
teilen. Straub (528) hält die Prognose der Netzhautblutung bei Arterio- 
sklerose quoad vitam bis zum 40. Lebensjahre und nach dem 65. Jahre 
nicht gerade für ungünstig, während sie sich für die mittleren Lebens- 
jahre durch Komplikation mit Hirnblutungen schlechter gestalte. Das an- 
fälligste Alter beginne in dieser Hinsicht mit dem 45. — 50. Lebensjahr. 
Dass dieselben allgemeinen Ursachen (z. B. Nephritis) sowohl Netzhaut- 
blutungen als Hirnhämorrhagien hervorrufen können, hebt besonders Leber 



918 XXII. Teil II. Uhthoff, 

hervor, was auch sicher gerechtfertigt ist. Aber bei Netzhautblutungen in 
Verbindung mit Hirnblutungen in erster Linie immer an einen nephri- 
tischen Prozess als Ursache zu denken (Panas 44, Trousseaü 208), geht 
zu weit. 

Retinalhämorrhagien in Begleitung oder als Vorboten von Gehirn- 
blutungen können ein- und doppelseitig auftreten. Besonders Williamson 
betont, dass einseitige Retinalhämorrhagien auf die Erkrankung der gleichen 
Gehirnseite hinweisen und fast immer bei Apoplexie einen schweren Ver- 
lauf des Leidens bedeuten. Ich halte so weitgehende diagnostische und 
prognostische Schlüsse für nicht ganz gerechtfertigt. 

Meine eignen diagnostischen und prognostischen Erfahrungen bei Retinal- 
hämorrhagien, soweit sie nicht durch abnorme Blutbeschaffenheit (Hämo- 
philie, Anämie, Skorbut, Sepsis u.s. w.) bedingt waren, zeigen nach meinem 
großen und langjährigen, von Geis (545) zusammengestellten, Material fol- 
gendes: Bei 67 Fällen von Retinalhämorrhagien auf Grundlage von Arterio- 
sklerose, Diabetes, chronischer Nephritis und auch zum Teil ohne nachweis- 
bare Ursache, folgte fast, stets in den späteren Jahren eine Gehirnaffektion 
(Blutung, Erweichungen u. s.w.). Gewöhnlich trat diese Komplikation inner- 
halb von 1 — 2 Jahren ein, gelegentlich aber auch erst nach 5— 6 Jahren. 
Das Auftreten der Retinalblutungen ging sehr häufig mit Erhöhung des Blut- 
drucks einher, und eine solche vorhandene Erhöhung des Blutdrucks bei 
Retinalblutungen hat eine ungünstigere prognostische Bedeutung. Dieselbe 
fehlt sehr häufig bei Retinalblutungen infolge von Anämie, Hämophilie, 
Sepsis u.s.w. 

Es ergeben somit auch meine persönlichen Erfahrungen eine sehr 
ernste Prognose bei den isoliert auftretenden Retinalblutungen in Bezug 
auf später eintretende Gehirnkomplikationen unter der Voraussetzung, da»s 
oben erwähnte ätiologische Momente (abnorme Blutbeschaffenheit u. s. w.) 
sowie auch die Fälle, wo sonstige intraokulare Veränderungen (Retinitis, 
Chorioiditis, Trauma u. s. w.) als Begleiterscheinungen der Blutungen vor- 
liegen, ausgeschlossen werden. Im Ganzen aber ist die Häufigkeit der 
Retinalblutungen im Verhältnis zum Vorkommen von Gehirnblutungen über- 
haupt eine relativ geringe. 

Günstiger in bezug auf das Auftreten späterer Hirnkomplikationen sind 
die präretinalen Blutungen und ebenso gelegentlich auftretende isolierte 
Makularblutungen zu beurteilen. 

Eine weniger bedenkliche Stellung wie die einzelnen Retinalhämorrha- 
gien für Diagnose und Prognose in bezug auf Gehirnblutungen nimmt 
meines Erachtens die einseitige sog. Retinitis apoplectica oder haemorrhagica 
(Retinalvenenthrombose) ein. Es ist sicher richtig, dass mancher Kranke 
mit dieser Affektion später von Hirnblutungen oder Hirnerweichung be- 
fallen wird, aber doch, wie viele dieser Patienten erfreuen sich noch einer 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 919 

]ang dauernden Gesundheit ohne cerebrale Komplikationen. Auch hier soll 
man sich in dem einzelnen Falle hüten, eine zu schlechte Prognose zu 
stellen. Nach meinen Erfahrungen folgten der Venenthrombose der Retina 
in nicht ganz 50^ nach Jahren Hirnkomplikationen. 

Eine viel günstigere prognostische Beurteilung aber in bezug auf 
schwerere intrakranielle Hämorrhagien erfordern entschieden Netzhaut- 
blutungen, welche in erster Linie ihren Grund in einer abnormen Blut- 
beschaffenheit haben (Hämophilie, Anämie, Sepsis, Geschwulstkachexie U.A.). 
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch bei diesen kleinere cerebrale 
Hämorrhagien auftreten, doch neigen dieselben durchweg nicht dazu, einen 
größeren und gefährlichen Umfang anzunehmen. Ich kenne z. B. Patienten, 
die lange Jahre ihres Lebens auf hämophiler Basis von Zeit zu Zeit Netz- 
hautblutungen bekamen, ohne je von schweren cerebralen Komplikationen 
befallen zu werden. Ich glaube, dass wir uns bei Beobachtung von Netz- 
hautblutungen vor allem über eine derartige eventuelle Ursache der Blu- 
tungen Rechenschaft geben müssen, um sie richtig prognostisch zu be- 
urteilen. 

Dass auch rezidivierende Conjunctivalblutungen unter Umständen Vor- 
läufer von Hirnblutungen sein können, ist bekannt, aber hier müssen wir 
uns noch mehr hüten, prognostisch pessimistische Schlüsse zu ziehen. Auch 
Glaskörperhämorrhagien müssen in dieser Hinsicht noch vorsichtiger be- 
urteilt werden als Nelzhautblutungen. Gewiss kann sich ein Bluterguss 
in den Glaskörper gelegentlich mit Hirnhämorrhagie komplizieren (Terson 
400 U.A.), doch wie oft haben wir es mit Glaskörperblutungen zu thun, 
ohne dass Hirnkomplikationen sie begleiten oder ihnen folgen. Ich erinnere 
hier auch besonders an die sogenannten rezidivierenden Glaskörperblutungen 
im relativ jugendlichen Alter, die in der Regel frei bleiben von cerebralen 
Komplikationen. 

3. Hemianopsie. Von den verschiedenen Formen der Hemianopsie 
kommt bei den Hirnblutungen eigentlich nur die homonyme in Betracht, 
während die temporale so gut wie ganz ausgeschlossen ist. Es spricht 
dies dafür, dass Hirnblutungen nur centralwärts vom Chiasma die optischen 
Leitungsbahnen lädieren und nicht imstande sind , eine direkte isolierte 
Chiasmaläsion hervorzurufen. Diagnostisch ist dieses Faktum von Bedeu- 
tung und zeigt gleichzeitig, dass auch ausgedehnte Hirnhämorrhagien, 
welche an die Basis durchgebrochen sind , also das Chiasma umspülen, 
nicht imstande sind, eine isolierte Läsion der Kreuzungsstelle unter dem 
Bilde der temporalen Hemianopsie hervorzurufen. 

Auch isolierte Tractusläsionen durch Blutungen mit sekundärer homo- 
nymer Hemianopsie scheinen kaum je vorzukommen, im Falle Marcband 
handelte es sich um eine hämorrhagische Erweichung des Tractus, nicht 
um eine spontane Blutung. 



920 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Erst weiter centralwärts in den großen basalen Ganglien und der 
inneren Kapsel (hinterer Teil) finden wir bei Hirnblutungen den häufigsten 
Sitz der Läsion, welche homonyme Hemianopsie hervorruft und hier meistens 
kompliziert mit halbseitigen Lähmungserscheinungen der entgegengesetzten 
Kürperhälfte sowohl in motorischer als sensibler Beziehung. 

In der Sehstrahlung selbst sind Blutungen, welche isolierte homonyme 
Hemianopsie hervorrufen können, schon viel seltener, und eigentliche kor- 
tikale oder subkortikale Hemianopsien infolge von Blutungen sind als außer- 
ordentlich selten zu betrachten ; hier herrschen ja embolische und throm- 
botische Erweichungsprozesse als ätiologisches Moment gegenüber den 
Blutungen absolut vor. Dementsprechend wird die Hemianopsie auch ein- 
gehender (schon in bezug auf Lokalisation, Form, Symptomatologie u. s. w.) 
in dem Kapitel Hirnerweichung besprochen: ich will mich hier nur auf 
relativ kurze Angaben über das Vorkommen der Hemianopsie bei Hirn- 
blutungen beschränken. 

Unsere Sektionsstatistik der Fälle von Hirnblutungen mit Augen- 
symptomen weist im Ganzen in 35 % Hemianopsie auf, davon totale in 
23,8^, partielle in 4^, Farbenhemianopsie 1,9#, doppelseitige 5,6#. 
Viel geringer ist naturgemäß der Prozentsatz der Hemianopsie bei Fällen, 
welche ohne jede Bücksicht auf das Vorhandensein von Augensymptomen 
in Krankenhäusern gesammelt sind, wie bei meiner klinischen Statistik {%>%). 
Diese Zahl von %% erscheint auf den ersten Blick recht klein, doch ist 
nicht zu vergessen, dass es sich hier durchweg um länger währende oder 
dauernde Ausfallserscheinungen handelte, die zweifellos auf direkte Läsion 
der optischen Leitungsbahnen oder der primären optischen Ganglien, ge- 
legentlich auch auf Bindenläsion der Sehsphäre bezogen werden mußten. 
Es ist meine Überzeugung, dass eine dauernde homonyme Hemianopsie 
lediglich durch Fernwirkung ohne direkte Destruktion der optischen Bahnen 
oder Centren nicht zu stände kommen kann. Anders verhält es sich da- 
gegen mit den ganz vorübergehenden Hemianopsien bei frischen Fällen 
von Hirnapoplexie gleich nach dem Insult, von denen wohl anzunehmen 
ist, dass sie als Fern- oder Nachbarschaftssymptom in die Erscheinung 
treten können und nur auf Funktionsbeeinträchtigung, nicht aber auf 
Destruktion der optischen Bahnen beruhen. Ich erinnere hier besonders 
an die Angaben von Gowers (129), Kahler (204), Pontoppidan (282), Knies 
(271a), v. Monakow (324) u. A. 

Gowers (266) betont ganz besonders die Häufigkeit der Hemianopsie 
als Ausfallssymptom gleich nach dem Insult in Verbindung mit hemiple- 
gischen Erscheinungen und mit gleichzeitiger oder voraufgegangener kon- 
jugierter Ablenkung der Augen und des Kopfes nach der der Hemianopsie 
entgegengesetzten Seite. Er sieht den Grund für diese vorübergehenden 
Hemianopsien in dem Druck auf die benachbarten Nervenelemente zum Teil 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 921 

in der so herbeigeführten sekundären Anämie und zum Teil in der durch 
den irritativen Einfluss der akuten Läsion hervorgerufenen Imbibition. Es 
will mir scheinen als ob die Häufigkeit einer derartigen vorübergehenden 
Hemianopsie bei Hirnblutungen doch von verschiedenen Autoren überschätzt 
wird, und es ist gewiss gerechtfertigt, wenn v. Monakow demgegenüber auf 
die Schwierigkeit der Funktionsprüfung bei benommenen Kranken gleich 
nach dem apoplektischen Insult hinweist. 

Unter diesen Umständen kann auch das von Gowers geübte einfache 
Untersuchungsverfahren einer plötzlichen Annäherung des Fingers von der 
Seite her und Beobachtung, ob nun ein Lidreflex ausbleibt, nicht immer 
als hinreichend sicher angesehen werden. 

Auch v. Monakow hält die Hemianopsie als dauernde Ausfallserscheinung 
bei Hirnapoplexie für recht selten und nur dann auftretend, wenn der 
Bluterguss, sei es den Tractus opticus, sei es den Kniehöcker oder late- 
rales Mark zerstört oder wenn die Sehstrahlungen resp. das Mark des 
Hinterhauptlappens durch den Bluterguss vollständig vernichtet wurden. 
Gelegentlich kann auch das Auftreten von homonymer Hemianopsie bei 
Hirnblutungen mit subjektiven Lichterscheinungen und Schmerzen in den 
Augen einhergehen (v. Monakow), doch ist das jedenfalls sehr selten. 

Pontoppidan weist noch darauf hin, dass nicht selten bei frischen Hirn- 
apoplexien der hemianopische Patient den Eindruck eines fast völlig Erblin- 
deten mache, speziell wenn sich Deviation conjuguee nach der der Hemi- 
anopsie entgegengesetzten Seite damit verbinde. Es handele sich dabei 
offenbar darum, dass die sehenden Gesichtshälften durch die starke Seit- 
wärtsstellung der Augen zum Teil für das Sehen nicht benutzbar seien und 
somit künstlich noch eine starke Einschränkung erführen. 

Da schon größere Blutungen in der Sehstrahlung der Hinterhaupts- 
lappen selten sind, in der Hirnrinde aber nur sehr selten angetroffen 
werden, sondern hauptsächlich ihren Sitz in der Gegend der großen Gan- 
glien und der innern Kapsel haben, so ist die Hemianopsie bei der Hirn- 
blutung in der Regel von halbseitigen Kürpererscheinungen derselben Seite 
begleitet. Wenn, wie häufig, Hemianopsie mit motorischer Hemiplegie bei 
Hirnblutung einhergeht, so sind auch jedesmal ausgesprochene Sensibilitäts- 
störungen derselben Kürperhälfte zu beobachten. Isolierte motorische Hemi- 
plegien ohne Sensibilitätsstürungen dürften niemals mit Hemianopsie ver- 
knüpft sein (F. Müller 468). Relativ selten ist auch die Kombination von 
Hemianopsie lediglich mit halbseitigen Sensibilitätsstörungen ohne Hemi- 
plegie, viel häufiger ist Hemianopsie mit halbseitigen motorischen und gleich- 
zeitigen sensiblen Stürungen. F. Müller schließt daraus, dass die Bahnen 
der Sensibilität viel inniger mit denen der Motilität zusammengelagert sein 
müssen als mit denen der Sehstrahlung und ein rein sensibles Areal könne 
nicht zwischen Sehstrahlung und den motorischen Bahnen angeordnet sein. 



922 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Im ganzen sind isolierte Hemianopsien ohne gleichzeitige Körper- 
erscheinungen bei Hirnblutungen jedenfalls selten, wir treffen sie bei den 
embolischen und thrombotischen Erweichungen viel häufiger. 

Die doppelseitige Hemianopsie ist ebenfalls auf dem Gebiete der 
Hirnblutungen nur selten konstatiert. Vielleicht sind hierher zu rechnen 
die Fälle von Andral (13), Cuauffard (213), Marce [39), Quaglino (45), 
Wilbrand und Sänger (515) u. A. 

Die gewöhnlichen ursächlichen Prozesse für doppelseitige Hemianopsien 
sind embolische und thrombotische Hirnerweichungen (vgl. Kapitel Hirn- 
erweichung). 

Es bleibt auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass bei homo- 
nymer Hemianopsie infolge von Blutung in die Gegend der basalen Hirn- 
ganglien und der inneren Kapsel einer Seite als indirektes Drucksymptom 
eine mehr konzentrische Einengung der gesunden Gesichtsfeldhälften sich 
ausbilden kann. In dieser Weise fasst I» ums (292) seine Beobachtung auf, 
und ich möchte auch an dieser Stelle schon auf meine Beobachtung ver- 
weisen, wo bei homonymer Hemianopsie nach traumatischem Schädel- 
defekt am Hinterhaupt in der Gegend des Sehcentrums bei Druck auf die 
des Knochens beraubte Stelle und damit hervorgebrachter Hirndruck- 
steigerung eine konzentrische Einengung der gesunden Gesichtsfeldhälften 
Platz griff, die bei Nachlass der Kompression wieder verschwand. 

Ich halte eine solche Beobachtung für prinzipiell wichtig, da sie zeigt, 
dass eine Gesichtsfeld beschränkung der gesunden Hälften bei schon be- 
stehender Hemianopsie als Drucksymptom nicht in Form einer gleichfalls 
hemianopischen Störung, sondern in Form einer konzentrischen Einengung 
ihren Ausdruck zu finden scheint. 

Es spricht diese Tatsache ja nicht gegen die Erklärung einer homo- 
nymen Hemianopsie durch Druckwirkung bei einseitigen Hirnblutungen, 
aber nur für die in der Nähe der Sehbahnen gelegenen Herde kann eine 
solche Erklärung der Hemianopsie gelten, eine allgemeine Hirndruck- 
steigerung ohne Herd in der Nachbarschaft der betreffenden Sehbahnen 
wird eine Hemianopsie z. B. auf der gesunden Seite nicht hervorbringen 
können. 

Wie die Fälle von Sehstörungen nach Keuchhusten aufzufassen sind 
(Sebregondi 123, Jacoby 252, Freud 216, Alexander 210, Troitzev 249 a, 
Silex 222, Fritzscbe 230, Steffen 123 u. A.), erscheint oft zweifelhaft, da 
einschlägige Sektionsbefunde fehlen. Es scheint sich hier um verschiedene 
Möglichkeiten zu handeln (Meningitis, Meningealblutungen, Hirnblutungen, 
Neuritis optica u. s. w.). Einige Fälle von homonymer Hemianopsie (Freud, 
Silex u. A.) sind wohl auf Hirnblutungen zurückzuführen. Ob die voll- 
kommenen Erblindungen ohne ophthalmoskopischen Befund die Deutung 
einer doppelseitigen Hemianopsie zulassen, möchte ich nicht entscheiden. 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 923 

Baginski (492) ist in seinem Fall von vollkommener später heilender Er- 
blindung und Ertaubung nach Keuchhusten mit leichter vorübergehender 
Neuritis optica geneigt, zahlreiche kleine Hämorrhagien in der Hirnrinde 
anzunehmen, vielleicht sind aber hier ausgedehnte Meningealblutungen wahr- 
scheinlicher. Die Fälle von Alexander, Jacoby u. A. von plötzlicher Er- 
blindung mit erhaltener Pupillarreaktion und späterer Besserung sprechen 
für centralen Ursprung. 

Dass Hirnblutungen bei Keuchhusten mit cerebralen Lähmungserschei- 
nungen vorkommen, ist hinreichend festgestellt; ich verweise hier auch be- 
sonders auf die Zusammenstellungen von Valentin (405), aus denen über- 
dies hervorgeht, wie außer den Hirnblutungen meningeale Veränderungen, 
Meningitis tuberculosa und auch Hirnerweichungen für Neuritis optica mit 
in Betracht kommen. 

4. Seelenblindheit, Alexie, optische Aphasie. Diese transkorti- 
kalen Sehstörungen sind bei den Hirnblutungen sehr selten und entschieden 
bei den embolischen und thrombotischen Erweichungsprozessen des Gehirns 
häufiger. Die eingehendere Besprechung dieser Störungen soll daher auch 
in dem Kapitel der Encephalomalacie erfolgen. In meiner klinischen Beob- 
achtungsreihe von Hirnblutungen fanden sich oben bezeichnete Störungen 
nicht, ein Beweis für ihre Seltenheit, in der Statistik der Sektionsfälle mit 
Augenveränderungen Seelenblindheit in 2,8^, Alexie in 5,6^". Andere 
centrale Sehstörungen, wie Verlust der visuellen Einbildungskraft, amnesti- 
sche Farbenblindheit, Verlust der Perspektive und des Gedächtnisses für 
Contouren, optische Aphasie, Dyslexie, Notenblindheit wurden in meinen 
Zusammenstellungen überhaupt nicht verzeichnet, alle diese Störungen wurden 
aber auf dem Gebiete der Hirnerweichungen angetroffen. 

Dass Hirnblutungen gelegentlich zu dem Symptomkomplex der sog. 
Seelenblindheit führen können, zeigen die Beobachtungen von Bernheim 
(494), Broadbent (80), Babus (283) u. A., beide Male kompliziert mit Er- 
scheinungen der Alexie. 

Alexie mit Agraphie und sensorischer Aphasie, aber ohne Hemianopsie 
sah Tomkins (286), ähnliche Joffroy (433), Strobmayeb (438) und typische 
optische Aphasie bei Blutung im Occipitallappen beschreibt Runeberg (312), 
es fanden sich dabei keine sensiblen und motorischen Störungen. Der 
Kranke, der als Kind die schwedische und erst später die finnische Sprache 
erlernte, konnte vorgezeigte Gegenstände nur finnisch benennen nicht schwe- 
disch, weil er, wie R. meint, die schwedischen Benennungen mit Sehein- 
drücken, die finnischen dagegen mit Gehörseindrücken verband. 

Diese wenigen Beobachtungen bei Hirnblutungen erscheinen nicht ge- 
eignet, um auf ihrer Grundlage die etwaige Lokalisationsfrage dieser Stö- 
rungen näher zu diskutieren. Es liegt auch auf der Hand, dass Fern- und 
Druckwirkung bei der Hirnblutung für die Erklärung derartiger Störungen 



924 XXII. Teil II. Uhthoff, 

mehr in Betracht kommen als bei den Erweichungsprozessen. Deshalb 
dürfte auch der Versuch einer Lokalisation dieser Störungen bei den letz- 
teren Krankheitsprozessen erfolgreicher sein. 

B. Augen-Bewegungastörungeii. 

5. Die konjugierte Abweichung der Augen (Deviation con- 
juguee) ist zweifellos die häufigste Augen-Bewegungsstörung, welche bei 
Hirnblutungen zur Beobachtung kommt, und sie übertrifft an Frequenz die 
übrigen Formen der Augenmuskelanomalien (isolierte Augenmuskelläh- 
mungen, Ophthalmoplegie u. s.w.), zumal wenn wir von Blutungen in den 
Pons, Hirnschenkel, Vierhügel u. s.w. absehen, welche schon früher zur 
Besprechung gelangten (s. S. 419f.). Sie ist nach meinen Zusammenstel- 
lungen sowohl 'nach dem rein klinischen Material als auch nach den Sek- 
tionsfällen mit Augensymptomen bei den Großhirnblutungen häufiger als 
bei den Hirnerweichungen. Ich fand sie nach den klinischen Beobach- 
tungen ohne Rücksicht auf vorhandene Augensymptome in 1 % bei Hirn- 
blutungen und in 2 % bei Hirnerweichungen und nach dem Sektions- 
material mit überhaupt vorhandenen Augenstürungen bei Hirnblutungen in 
28^ und bei Encephalomalacie in \1%. 

Ich bin überzeugt, dass diese Prozentzahlen besonders auch bei Hirn- 
blutungen noch zu niedrig gegriffen sind, da in den Statistiken das Symptom 
offenbar nicht immer als positiv gerechnet worden ist, wenn es nur ganz 
vorübergehend nach dem Insult vorhanden war. Bei ganz frischen Hämorrha- 
gien ist es zweifellos noch häufiger. 

Diese Häufigkeit des Vorkommens der Deviation conjuguee bei Hirn- 
blutungen lässt es angezeigt erscheinen, auf dieses Symptom hier etwas 
näher einzugehen. Schon Pr£yost 1868 (63) fand in seiner bekannten- 
Arbeit über die Deviation conjuguee der Augen und des Kopfes bei ge- 
wissen Fällen von Hemiplegie von 55 Beobachtungen 22 durch Hirn- 
hämorrhagien und 4 durch Meningealblutungen bedingt und stellte als 
Erster seine bestimmten Sätze über die Bedeutung und das Vorkommen 
des Symptoms auf: 1. dass die Abweichung der Augen oft von einer gleich- 
sinnigen Drehung des Kopfes begleitet ist; 2. dass beim Sitz des Herdes 
in einer Großhirnhemisphäre die seitlich abgelenkten Augen gleichsam die 
erkrankte Hemisphäre ansehen, und beim Sitz im Isthmus encephali nach 
der entgegengesetzten Seite gerichtet sind u. s. w. Pr£vost rechnet die 
gleichzeitige Abweichung der Augen und des Kopfes in die Klasse der so- 
genannten Manege-Bewegungen, weist auf ihre diagnostische Bedeutung in 
zweifelhaften Fällen von Hemiplegie und Coma für den Sitz des Krankheits- 
prozesses in der der Ablenkung gleichgerichteten Hemisphäre hin, kurz er 
begründet die Lehre dieses Symptomes im eigentlichen Sinne des Wortes. 
Es folgen hierauf die wichtigen Mitteilungen von Landouzy 1879 (154a) und 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 925 

Grasset (152), durch welche vor allem auf die Bedeutung der Frage, ob 
Lähmungserscheinungen oder Reizerscheinungen von Seiten einer Hemi- 
sphäre vorliegen, hingewiesen wird, und wie bei Reizerscheinungen (Kräm- 
pfen, Zuckungen u. s.w.) in einer Körperhälfte die Deviation dann in der 
Regel sich von der kranken Hirnhälfte abkehrt. Abweichungen von dieser 
Regel wurden auch wiederum konstatiert (Nothnagel 115, Eichhorst 92a 
und 251 a), indes bleibt zu bedenken, wie z. B. eine Hämorrhagie zum 
Teil zerstörend und zum Teil reizend auf die befallenen Hirnpartien wirken 
kann, und somit unter Umständen die Entscheidung schwer zu treffen ist, 
ob eine konjugierte Abweichung der Augen durch Lähmung oder durch 
Reizung bedingt wird. 

Wernicke (172) hat das Verdienst, auf den prinzipiellen Unterschied 
zwischen der assoziierten seitlichen Augenmuskellähmung (bei Ponserkran- 
kung u. s. w.) und der Deviation conjuguee prägnant hingewiesen zu haben. 
Er betrachtet die konjugierte Abweichung der Augen bei Hemiplegie als 
hauptsächlich auf dem überwiegenden Einfluss einer Hemisphäre beruhend 
und weist darauf hin, dass die Augen, wenn das Bewusstsein nicht mehr 
völlig getrübt ist, gewöhnlich von dem Kranken bis zur Mittellinie und 
darüber hinaus bewegt werden können. Die Deviation der Augen ver- 
schwindet daher auch häufig mit dem Coma und Wernicke rechnet die- 
selbe wegen der Flüchtigkeit des Auftretens zu den indirekten Herdsym- 
ptomen. Auf der anderen Seite betont Wernicke (224a) 1888 besonders 
an der Hand einer ausgezeichneten Beobachtung mit Sektionsbefund, die 
Bedeutung einer Erkrankung des unteren Scheitelläppchens für das Auf- 
treten der konjugierten Abweichung. Desgleichen sind Landouzy und Grasset 
geneigt, dem unteren Scheitelläppchen (Gyrus angularis, Pli courbe) Be- 
ziehungen zur Deviation conjuguee zuzuschreiben. Die Tierversuche ver- 
schiedener Untersucher (Ferrier 150 und 190, Luciani und Tamburini 155, 
Munk 245, Obregia 247) scheinen gleichfalls eine solche Ansicht auch für 
den Menschen zu stützen, sie ergaben bei Reizung des Occipitallappens resp. 
des dicht angrenzenden Scheitelläppchens beim Tier (Affen) Einstellung der 
Augen nach der entgegengesetzten Richtung. Knies (254) meint, dass haupt- 
sächlich die unmittelbare Nachbarschaft des erkrankten Gyrus angularis an 
der Sehsphäre den Einfluss auf die Augenstellung erkläre. Die Lokalisation 
der konjugierten Ablenkung der Augen in den Gyrus angularis wird von 
Verschiedenen (Charcot und Pitres 1894, s. Kapitel Erweichung) bestritten, 
auch Brown und Schäfer (212) konnten beim Affenhirn durch Exstirpation 
des unteren Scheitelläppchens eine Deviation conjuguee nicht erzeugen. 
Ferner wurde gegen die WERNicKE'sche Statistik geltend gemacht, dass die 
Herde in den betreffenden Fällen doch über das untere Scheitelläppchen 
hinausgegangen seien oder dass zum Teil multiple Läsionen vorgelegen 
hätten (Klaas 340). 



926 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Ferrier ist geneigt, noch eine andere der motorischen Region der 
Centralwindungen näher gelegene Stelle der Großhirnrinde, welche der 
Präcentralfurche dicht anliegt, mit der Deviation conjuguee in Verbindung 
zu bringen, und seine Versuche finden Bestätigung durch andere Autoren, 
Scbäfer, Mott (243), Beevor und Horsley (237) u.A. Sie sehen das Centrum 
für die willkürlichen Seitwärtsbewegungen beider Augen in der postfron- 
talen Region wahrscheinlich speziell in dem Fuße der zweiten und dritten 
Hirnwindung. Es können jedoch auch von anderen Gebieten der Groß- 
hirnrinde aus Seitwärtsbewegungen der Augen eintreten und zwar als 
reflektorische von der Sehsphäre aus, vermittelt durch Lichtempflndungen 
und Gesichtswahrnehmungen und ebenso von der Hürsphäre aus durch 
Gehörswahrnehmungen (Klaas). 

Die Frage einer Lokalisation der konjugierten Ablenkung ist, soweit 
eine eigentliche associierte Seitwärtslähmung der Augen (bei Ponserkran- 
kungen) nicht in Betracht kommt, noch nicht als gelöst anzusehen, ja es 
ist direkt unwahrscheinlich, dass das Auftreten dieses Symptoms an die 
Läsion eines ganz bestimmten Hirnterritoriums gebunden ist. 

Den Versuch, der Frage nach der Lokalisation der Deviation con- 
juguee an der Hand der menschlichen Pathologie näher zu treten, kann 
man schon eher auf dem Gebiete der Hirnerweichungen unternehmen, wo 
infolge von embolischen und thrombotischen Vorgängen ganz bestimmte und 
begrenzte Hirnpartien der Degeneration anheimfallen, und wo Fernwirkungen 
nicht in dem Maße in Betracht kommen, wie bei den Hirnblutungen. 

Blutungen in den verschiedensten Teilen einer Großhirnhemisphäre (in 
der Gegend der basalen Hirnganglien, innerer und äußerer Kapsel, Seh- 
strahlung, Schläfenlappen, Hinterhauptslappen, Stirnlappen, Hirnoberfläche, 
auch Hirnbasis) können das Symptom der konjugierten Ablenkung der 
Augen bedingen, für alle diese Möglichkeiten sind anatomische Belege in 
der menschlichen Pathologie vorhanden. Die Fernwirkungen, welche der- 
artige, namentlich größere Blutergüsse bewirken, sind zu weitgehend, we- 
nigstens für die erkrankte Hemisphäre, als dass bestimmte Lokalisations- 
versuche gestattet wären. Blutungen in die Ventrikel gehen ebenfalls meist 
mit konjugierten Abweichungen der Augen einher. 

Auch bei Kleinhirnblutungen ist die Deviation conjug. beobachtet 
worden (Prevost, Collett 497), und zwar nach der dem Herde entgegen- 
gesetzten Richtung. 

Das Auftreten des Symptoms deutet im Ganzen auf einen größeren 
Bluterguss, kann aber trotzdem bald zurückgehen und spricht nicht immer 
für direkte Lebensgefahr (Oppenbeim). Auf der anderen Seite hat ausge- 
sprochene und länger bestehende Deviation conjug. bei Hemiplegie eine 
ernste prognostische Bedeutung in bezug auf die Rückbildung der Lähmung 
(Wernicke, Jackson 1874, Gilles de la Tourette 336 u. A.). 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 927 

In einem großen Prozentsatz der Fälle ist Coma mit dem Symptom 
vergesellschaftet (Prevost: 32 mal von 55 Fällen). 

Bei Hirnapoplexien kann eine Deviation conjug. anfangs nach der einen 
Seite auftreten, bald zurückgehen und darauf einer solchen nach der an- 
deren Seite Platz machen (Gowers 266). Die Annahme einer anfänglichen 
Heizung der betreffenden Hirnhälfte, welche den Lähmungserscheinungen 
Platz macht, erklärt ein solches Verhalten. 

Sehr bemerkenswert sind noch die Angaben von Leichtenstern (168a) 
und Hunnius (166a), die in vielen Fällen von Hemiplegien nach Hirnblutungen 
zwar keine Deviation conjug., wohl aber eine Insufficienz der Seitwärts- 
wender konstatieren konnten und zwar in der Weise, daß der Kranke den 
Blick wohl gut nach der Seite des Großhirnherdes richten konnte, aber 
nur mühsam und unvollständig nach der Seite der Lähmung. Diese 
Parese oder Insufficienz der Seitwärtsbewegung folgt der PREvosi'schen 
Regel, sie besitzt demnach im Sinne Leichtenstern's eine analoge dia- 
gnostische Bedeutung wie die Deviat. conjug. und ist erheblich häufiger 
als diese. 

Die Ablenkung der Augen und des Kopfes erfolgt durchweg, wie schon 
erwähnt, in gleichem Sinne, nur selten scheint die Kopfdrehung der Augen- 
drehung entgegengesetzt zu sein (Kooyker 281 , Blutungen im Centrum 
semiovale, Grasset 445, starke Hämorrhagie im Thalamus opticus und 
der entsprechenden Partie der inneren Kapsel). Grasset nimmt zur Er- 
klärung dieser Tatsache an, dass die Bahnen für die seitliche Augenbewe- 
gung und die für die Kopfdrehung nahe beieinander verlaufen, und dass 
infolge der Blutung in die Capsula interna und den Thalamus opticus die 
eine dieser Bahnen gelähmt, die andere gereizt wurde. Dejerine und Broussy 
(s. Kapitel Erweichung), welche dieses dissociierte Auftreten von Augenab- 
lenkung und Kopfdrehung in einem Falle von Erweichungsprozess in der Seh- 
strahlung beobachteten, schließen mit Recht daraus, dass nicht ein einheit- 
liches kortikales Centrum für die Drehung der Augen und des Kopfes 
vorhanden sein kann. 

Augenmuskellähmungen. 

Dass isolierte einseitige und auch doppelseitige Augenmuskellähmungen 
bei Großhirnhämorrhagien selten sind, leuchtet von vornherein ein, da 
supranukleare und kortikale Augenmuskelstörungen, wie sie bei Sitz der 
Blutung in einer Großhirnhemisphäre in erster Linie in Betracht kommen, 
nicht unter dem Bilde der einseitigen Augenmuskellähmung auftreten, son- 
dern unter dem Bilde der associierten oder der dissociierten Bewegungs- 
störung beider Augen. Soweit aber Hämorrhagien im Bereich der Hirn- 
schenkel, des Pons, des IV. Ventrikels und der Vierhügelgegend in Betracht 
kommen, welche geeignet sind, nukleare und faszikuläre, auch ausgespro- 



928 xxn - Teil n Uhthoff, 

diene associierte Lähmung der Seitwärtsbewegung (Pons) u. s. w. hervor- 
zurufen, haben sie schon in diesen Kapiteln Erwähnung gefunden. 

6. Eine isolierte einseitige Augenbewegungsstürung kortikalen Ursprungs 
im Bereich eines Muskels scheint nur für den Levator palpebrae anerkannt 
werden zu müssen, die sogenannte kortikale Ptosis, deren Vorkommen 
auch bei den Großhirnblutungen gelegentlich zu verzeichnen ist, wenn sie 
auch häufiger bei anderen Prozessen (Erweichungen, Tumoren) angetroffen 
wird. Bei meinem klinischen Beobachtungsmaterial von Hirnblutungen 
habe ich einseitige isolierte Ptosis in 6 % verzeichnet, bei der einschlä- 
gigen Statistik der Sektionsfälle von Hirnblutungen mit Augensymptomen 
in 8— 9#. 

Es ist bei den nicht durch Sektion aufgeklärten Fällen von Hirn- 
blutungen schwer mit Sicherheit zu sagen, ob eine einseitige Ptosis, auch 
wenn sie mit der Lähmung gleichseitig sitzt, kortikal zu lokalisieren ist. 
Als kortikal resp. subkorlikal bedingt sind vielleicht die Fälle von ein- 
und doppelseitiger Ptosis Steiner (274), Wannebrolcq (zitiert bei Lemoine, 
Blepharoptose cerebrale, Revue de med. 583, 1887), Andral (13) (Blutung 
in beide Scheitelläppchen) zu rechnen. Basale Hirnblutungen (Fiedler 203, 
DicKiNSON 140, Paquet 324) können gelegentlich als einzige Lähmung im 
Bereich des Oculoinotorius Ptosis bedingen. Die Fälle von Blutungen in 
den Pedunculus cerebri mit Ptosis und eventuell gekreuzter Kürperlähmung 
haben schon bei den Erkrankungen des Hirnschenkels Berücksichtigung ge- 
funden, ebenso die Blutungen in die Hirnschenkelhaube und in die Oculo- 
motorius-Kernregion. Aber auch Blutungen in den Thalamus opticus mit 
Durchbruch in den III. Ventrikel (Schütz, Prager med. Wochenschr. Nr. 37, 
1881), sowie direkte Blutungen in den III. A'entrikel (Donath, Wiener med. 
Presse Nr. 49, 1887: Fischel, Prager med. Wochenschr. Nr. 4, 1879) können 
zu Ptosis und zwar doppelseitiger Veranlassung geben, hier offenbar durch 
Läsion der Kernregion des Oculomotorius. 

Die Ptosis mit Lähmung der gekreuzten Körperhälfte hat beim Vor- 
handensein nur eines Herdes die Bedeutung einer Hirnschenkelläsion. Aber 
auch ohne halbseitige Kürperlähmung dürfte eine isolierte Ptosis bei Hirn- 
blutungen viel häufiger auf einer partiellen basalen , faszikulären oder nu- 
klearen Oculomotoriuslähmung beruhen, als kortikal oder subkortikal be- 
dingt sein. Nach den Zusammenstellungen von Wilbrand und Sangbr sind von 
zirkumskripten Blutungen, welche isolierte Ptosis erklären künnen, noch am 
häutigsten solche in den Hirnschenkel, in zweiter Linie in die Oculomo- 
toriuskernregion und in der dritten Linie in die Hirnschenkelhaube. Auch 
bei Ponsblutungen, wenn sie sehr weit nach vorn lokalisiert sind, kann ge- 
legentlich noch Ptosis zustande kommen. 

Der Sitz der kortikalen Ptosis ist auf der dem Großhirnherde gegen- 
über liegenden Seite. Bei Großhirnblutungen bietet sich selten Gelegenheit 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 929 

zur genaueren kortikalen Lokalisation der Ptosis, häufiger ist dieses auf 
anderen Krankheitsgebieten, besonders der Hirnerweichung, möglich. Wil- 
brand und Sanger (387) haben diese Fälle aus der Literatur gesammelt 
und kommen zu dem Schluss, dass da, wo eine umschriebene Läsion des 
Großhirns vorliegt, es sich meistens um den Scheitellappen handelt. Der 
Gyrus angularis war isoliert befallen in den Beobachtungen von Grasset, 
Lemoine, Herter und in Verbindung mit dem Lobus parietalis superior von 
Landouzy. Derselbe bringt ferner 2 Fälle von isolierter Erkrankung des 
Lobus parietalis superior, ebenso fanden v. Pfungen nur den Gyrus parie- 
talis afficiert, Wilbrand und Sänger den Lobus parietalis inf. , Wernicke 
und Raynaud nur den Lobus paracentralis und Wisinü nur den Gyrus 
supramarginalis erkrankt. Aber auch andere Gehirnterritorien wurden iso- 
liert bei kortikaler Ptosis erkrankt gefunden, so die dritte Stirnwindung 
1 mal von Landouzy, der Schläfenlappen von Wilder, Günther, de Berger, 
Glynn und in Verbindung mit dem Lobus parietalis superior von Dussausay 
und Landouzy, de Bono fand den mittleren Teil der Centralwindung er- 
krankt, Kirilzew den Thalamus opticus und Peabody, Brodeur (174) das 
Kleinhirn u. A. 

Wenn somit der Lobus parietalis inferior und superior sowie der 
Gyrus angularis auch am meisten bei isolierter kortikaler Ptosis betroffen 
sind, so sind wir doch weit davon entfernt, dieses Symptom ganz be- 
stimmt lokalisieren und somit diagnostisch für den zirkumskripten Sitz der 
Läsion verwerten zu können. Ähnlich spricht sich auch Surmont aus, der 
in einer sorgfältigen Arbeit 61 Fälle von Ptosis cerebralen Ursprungs ge- 
sammelt hat. Hierzu kommen ferner die nicht seltenen Fälle, dass eine 
basale, resp. faszikuläre und nukleare Oculomotoriusparese lediglich in Ptosis 
ihren Ausdruck findet, und dass recht häufig Sektionsbefunde von Erkran- 
kung des Parietallappens, des Gyrus angularis u. s. w. erhoben wurden, ohne 
dass intra vitam eine isolierte Ptosis beobachtet wurde, um die Lokali- 
sationsfrage der sogenannten kortikalen Ptosis doch noch als eine relativ 
unsichere erscheinen zu lassen. 

7. Lähmung des Oculomotorius in verschiedenen Zweigen. — 
Die Oculomotoriuslähmung in verschiedenen Zweigen ist bei den 
Großhirnblutungen sehr selten, wie es nach obigen Auseinandersetzungen 
von vornherein wahrscheinlich erscheinen muss. Ich sah sie bei meinen 
klinischen zusammengestellten Fällen gar nicht und bei den Sektionsfällen 
mit Augensymptomen aus der Literatur in 9^. Sie scheint als Fern- 
symptom bei Großhirnblutungen — wie gelegentlich bei Hirntumoren — 
fast niemals vorzukommen, wohl weil die intrakranielle Drucksteigerung 
relativ schnell vorübergeht oder auf der anderen Seite bald zum Exitus 
letalis führt. Ihr Vorkommen weist somit in der Regel auf die Hirn- 
schenkelgegend, vorderen Teil des Pons oder auf die Kernregion hin, und 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 59 



930 XXII. Teil II. Uhthoff, 

ihre Komplikation mit gekreuzter Kürperlähmung giebt ja in dieser Hin- 
sicht einen ganz bestimmten Anhaltspunkt für die Lokalisation. 

Der Durebbruch einer Blutung an die Hirnbasis sowie das Platzen 
eines basal gelegenen Aneurysmas der Hirnarterien führen gelegentlich zur 
Oculomotoriuslähmung. Anders sind auch wohl die vereinzelten Beobach- 
tungen von Oculomotoriuslähmung mit Hemiplegie nach Keuchhusten (Silex 
222, Leroux 341) kaum aufzufassen. 

Eher noch als bei Großhirnblutungen kommt es gelegentlich bei Hä- 
morrhagien des Kleinhirns zur Milbeteiligung des Oculomotorius (Boldt 456), 
Inglis und Fenwich (503), aber auch hier treten die Lähmungserscheinungen 
von Seiten des Oculomotorius dann gewöhnlich unter dem Bilde der Blick- 
parese und der Ophthalmoplegie auf, so in dem Falle von Hillairet (26) 
bei Blutung im Kleinhirn mit mächtigem Blutgerinnsel im IV. Ventrikel, 
von Ollivier (40) bei Blutung an der unteren Kleinhirnfläche, welche bis zu 
den Seitenteilen des Pons und der Medulla oblongata reichte. 

Blicklähmung nach oben und unten sah Wernicke bei alter auf 
den vorderen Teil der rechten Vierhügel übergreifender Blutung im rechten 
Sehhügel und Linsenkern, wobei die Kernregion des Oculomotorius auf der 
rechten Seite mit zerstört war und ebenso das hintere Längsbündel und die 
hier befindlichen Wurzelbündel des Oculomotorius. Blicklähmung nach oben 
bei Großhirnblutungen sahen ferner Posey (436), Kormlow u. A. , auch 
hier ist wohl eine Ausdehnung der Blutungen bis in die Vierhügel resp. 
Oculomotoriusgegend anzunehmen (vgl. auch Kapitel Vierhügelerkrankungen 
S. 651 f.). 

8. Die Abducenslähmung gehört gleichfalls zu den seltenen Vor- 
kommnissen bei Großhirnblutungen und zwar aus denselben Gründen, wie 
das für die Oculomotoriuslähmung ausgeführt wurde. In meiner klinischen 
Statistik in "&% (und davon 2^ bei Ponserkrankung) und bei der Sek- 
tionsstatistik von Fällen mit Augensymptomen in 8,4^. Auch hier kommen 
Kleinhirnblutungen mit Druck auf die Kernregion des Abducens gelegentlich 
in Betracht. 

Die Beobachtung von Angelucci (289) von doppelseitiger Abducens- 
parese bei Hirndruck und Stauungspapillen, wo die Trepanation einen 
apoplektischen Herd in der rechten Centralfurche ergab, kann als nicht 
ganz aufgeklärt angesehen werden, da es nicht zur Autopsie kam. In dem 
Falle von Laforet (49) scheint eine große Blutung in der rechten Kleinhirn- 
hälfte die Ursache von Abducensparese mit Konvergenzstellung der Augen 
geworden zu sein. 

9. Eine isolierte Trochlearislähmung scheint bisher bei Hirn- 
blutungen nicht beobachtet zu sein, jedenfalls liegt keine Beobachtung vor, 
die durch eine Autopsie kontrolliert wurde. 



Augensymptome bei Hirnblutungen. 931 

10. Associierte und dissociierte Blicklähmungen sind ebenfalls 
bei Großhirnblutungen sehr selten und deuten wohl in erster Linie auf eine 
Mitbeteiligung der supranukleären Centren für die Augenbewegungen im 
Bereich der Corpora quadrigemina. Dies ist auch die Auffassung von 
Kornilow, Posey u. A. Besonders scheint hier die Blicklähmung nach oben 
in Betracht zu kommen, gelegentlich auch Convergenzparese (Posey). Kor- 
nilow sammelte 27 Beobachtungen von Blicklähmung nach oben, mit 11 
Autopsiebefunden, bei welchen 8mal Tumoren gewöhnlich in der Gegend 
der Corpora quadrigemina und nur gelegentlich Apoplexien zu Grunde 
lagen. Klinisch, d. h. ohne Autopsie, habe ich ebenfalls 2 Beobach- 
tungen von Blicklähmung nach oben zu verzeichnen , welche ich hei 
ihrem plötzlichen und isolierten Auftreten gleichfalls glaube auf Blu- 
tungen in die Vierhügelgegend resp. in deren Nachbarschaft zurückführen 
zu müssen. 

11. Eine Ophthalmoplegie mit Unbeweglichkeit der Augen ist bei 
Großhirnblutungen eine sehr seltene Erscheinung wie z. B. in der Beobach- 
tung von Hillairet. AVernicke glaubt, dass sie sich aus einer Einwirkung 
der Hirnblutung auf die darunter liegende Kernregion der Augenmuskel- 
nerven erkläre, und dass sie als indirektes Herdsymptom angesehen werden 
müsse. In bezug auf die akuten Ophthalmoplegien sowie die bei Polio- 
encephalitis spec. haemorrhagica vergleiche die betreffenden Kapitel 
(Kap. XXII, 2. Teil, S. 481). 

12. Dem Nystagmus begegnet man gleichfalls selten bei Hirnblutungen. 
Er scheint gelegentlich bei Durchbruch der Blutung in die Ventrikel spez. 
auch in den IV. Ventrikel vorzukommen (Wernicke). Des weiteren aber 
ist er auch beobachtet bei Kleinhirnblutungen (Allen Starr 489, Cassirer 
und Löser 518 u. A.). 

In der Beobachtung von Miles (342) (große Blutung in die rechten 
großen Gehirnganglien mit Durchbruch in die Seitenventrikel) war zwar 
kein eigentlicher Nystagmus, wohl aber hin und her rollende Bewegungen 
der Augen in associiertem Sinne vorhanden, ähnlich wie sie auch bei 
anderen Hirnerkrankungen, spez. bei Meningitis gelegentlich angetroffen 
werden. 

C. Das Verhalten der Pupillen. 

Das Verhalten der Pupillen gestaltet sich verschieden bei den 
Hirnhämorrhagien; es hat etwas Inconstantes (Gowers 266, Robin 161, 
v. Monakow 324 u. A.); es wird bald über Erweiterung, bald über Veren- 
gerung derselben beim apoplektischen Insult berichtet. Zu überwiegen 
scheint jedoch eine Verengerung der Pupillen mit Aufhebung der Licht- 
reaktion besonders während des Comas nach der Apoplexie; hierbei wird 

59* 



V 



932 XXII. Teil II. Uhthoff, 

der Durchbruch der Blutung in die Ventrikel (Robin, DXhnhardt 239, 
Coingt 139, Oppenheim, v. Monakow u. A.) in erster Linie betont und in 
zweiter Linie der Sitz der Blutung in der Ponsgegend (Oppenheim, Marimo 360, 
Coingt u. A.). Die Miosis wird von verschiedenen Autoren als eine Reiz- 
wirkung auf die Oculomotoriuskerngegend aufgefasst (Baas 302, v Monakow), 
und Robin ist geneigt, diese Pupillenverengerung in den allerersten Stadien 
der Apoplexie mit einer Verdrängung der Cerebrospinalflüssigkeit nach dem 
IV. Ventrikel hin in Zusammenhang zu bringen. 

Auf der anderen Seite wird auch das recht seltene Vorkommen von 
Pupillenerweiterung bei Hirnblutungen zum Teil mit aufgehobener Licht- 
reaktion betont (Gowers, Bobin, Oppenheim, v. Monakow). Diese Erweiterung 
kann einer voraufgegangenen Verengerung folgen und dann als Lähmungs- 
erscheinung mit ungünstiger Prognose quoad vitam und in bezug auf 
Fortschreiten des Leidens aufzufassen sein (Baas, v. Monakow, Oppenheim, 
Robin). 

Mit dem Zurücktreten der comatösen Erscheinungen und der Besse- 
rung kehrt gewöhnlich auch die Reaktion der Pupillen auf Licht wieder, 
somit prognostisch ein relativ günstiges Symptom. Ähnlich verhält es sich 
unter diesen Verhältnissen mit der Wiederkehr der sonstigen Reflexe (Horn- 
liautreflex, Sehnenreflexe, Bauchreflex u. s w.). 

Anisocorie (Differenz in der Größe beider Pupillen) wird ebenfalls 
bei Hirnhämorrhagien berichtet (Frenkel 334); v. Monakow erwähnt unter 
diesen Umständen dann die dem Herde gleichseitige Pupille gewöhnlich als 
die weitere. Hutchinson erklärt eine solche Pupillenerweiterung in erster 
Linie durch Druck auf den Oculomotorius an der Hirnbasis. 

Aber auch auf Sympathicusbeteiligung der Iriszweige kann gelegent- 
lich Anisocorie hierbei beruhen, und zwar kann es sich um Reizung so- 
wohl (Mydriasis) als um Lähmung (Miosis) (Seeligmüller 134 und White 209) 
handeln. 

In einer großen Anzahl von Fällen von Hirnhämorrhagien bieten die 
Pupillen keine besonderen oder diagnostisch wichtigen Erscheinungen. 

Die sogenannte hemianopische Pupillenreaktion kommt bei Hirn- 
blutungen nur sehr selten in so ausgesprochener Weise zur Beobachtung 
(Henschen 278), dass sie eine strikte diagnostische Verwertung finden kann. 
Es liegt das schon in den häufigen Fernwirkungen der Hirnblutungen, be- 
sonders der größeren, begründet und überdies in der Schwierigkeit, eine 
ganz isolierte Beleuchtung der blinden Netzhauthälften zu bewerkstelligen, 
eine Schwierigkeit, die von vielen Untersuchern auch heute noch nicht 
richtig gewürdigt wird. Ich verweise in dieser Hinsicht auf meine früheren 
Ausführungen. 



Augensymptome bei geplatzten Aneurysmen an der Hirnbasis. 933 

III. Augensymptome bei Blutungen aus geplatzten arteriellen Aneurysmen 

an der Hirnbasis. 

§ 200. Eine besondere Stellung unter den intrakraniellen Blutungen 
nehmen diejenigen aus den basalen Aneurysmen der Hirnarterien ein. Ab- 
gesehen von den miliaren Aneurysmen in der Gehirnsubstanz sind Aneu- 
rysmen an den basalen Hirnarterien relativ selten, und größere Aneurysmen 
kommen in der Gehirnsubstanz selbst sonst gar nicht vor. 

Eine Berstung von Aneurysmen größerer Hirnarterien kommt relativ 
häufig vor (48 mal bei 86 Fällen [LebertI, und 147 mal bei 322 Fällen 
[Hey 339]). Letzterer Autor stellte bei den einschlägigen 147 Beobach- 
tungen von Ruptur der Aneurysmen der größeren Hirnarterien folgendes 
Verhältnis fest: 

Bei Aneurysma der Arter. foss. Sylv. . . . 45 mal 

» » ' Basilaris 27 .- 

» » Carotis int 22 » 

» » Communicans ant. . 15 > 

■ Corp. callosi .... 14 - 

■> » Yertebralis 12 • 

» » Communicans post. . . 4 » 

» » Cerebri post 3 » 

» » » Mening. med 1 » 

» > » Ophthalmica .... I » 

» » » Arachnoid 3 » 

E. v. Hoffmann (279) obducierte in 20 Jahren 75 Fälle, bei welchen 
der Tod durch Berstung eines Aneurysmas der Basilararterien eingetreten 
war. Die Art. foss. Sylv. war am häufigsten erkrankt, dann die Art. carot. 
int., Art. communic. ant., Art. vertebralis, Art. corp. callos, Art. communic. 
post., am seltensten die Art. profund, cerebri. Die linke Art. foss. Sylv. 
häufiger als die rechte, die von der linken Carotis abgehenden Basilar- 
arterien doppelt so häufig, als die hinteren Basalarterien. Ein Lieblings- 
sitz sind die ersten Bifurkationen der betreffenden Gefäße. 

Im ganzen bietet sich nicht gerade häufig Gelegenheit, die Augen- 
symptome bei Blutungen aus geplatzten basalen Aneurysmen der Hirn- 
arterien festzustellen. Es hat das zum Teil darin seinen Grund, dass 
größere Blutergüße aus den aneurysmatischen basalen Hirnarterien schnell 
den Tod des Patienten unter heftigen Erscheinungen (Niederstürzen, Be- 
wusstlosigkeit, Coma, Convulsionen u. s. w.) herbeiführen, andererseits bleibt 
zu berücksichtigen, dass Augensymptome bei Blutungen aus geplatzten 
Aneurysmen der größeren Hirnarterien nicht immer durch den Bluterguss an 
und für sich hervorgebracht zu sein brauchen, sondern schon vor Eintritt der 



934 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Blutung durch das Aneurysma bedingt waren, wie z. B. die Oculomotorius- 
lähmung besonders beim Aneurysma der Art. communicans post. 

Auch hier handelt es sich bei meinen Zusammenstellungen um das 
relative prozentarische Verhältnis der Augensymptome bei geplatzten Aneu- 
rysmen größerer Ilirnarterien zueinander, indem nur die Beobachtungen 
aus der Literatur herangezogen wurden, wo Augensymptome überhaupt 
festgestellt werden konnten, und wo die Sektion die Diagnose bestätigte. 
Nicht das absolute Häufigkeitsverhältnis in betreff von Augensymptomen 
auf diesem Krankheitsgebiet überhaupt erhellt aus folgender Statistik: 

Stauungspapille 9 % 

Neuritis optica 1 2 » 

Sehstörungen ohne nähere Angaben über ophthalmo- 
skopischen Befund u. s. w 12» 

Sehnervenscheidenblutungen 23 » 

Retinalhämorrhagien 9 » 

Oculomotoriuslähmung 38 » 

Abducenslähmung 6 » 

Ophthalmoplegia total 1 4 > 

Deviation conjuguee 12» 

Nystagmus 6 » 

Trigeminusstörungen 6 » 

Pupillenstürungen 12 » 

1. Die Stauungspapille ist bei den größeren Hirnblutungen aus 
basalen Aneurysmen wie in den Fällen von Kretz (296), Szekacs (381), 
Rindfleisch (470) u. A. jedenfalls selten. 

In der Beobachtung von Kretz lag die Komplikation mit Hydrocephalus 
internus vor, welcher vielleicht schon an und für sich im Stande war, den 
Opticusprozess herbeizuführen, zumal der Krankheitsverlauf ein mehr chro- 
nischer und die Ruptur des Aneurysma der Carotis interna offenbar sehr 
klein war; auch kann ein größeres Aneurysma schon vor seiner Berstung 
gelegentlich Stauungspapille hervorgerufen haben. In dritter Linie ist die 
Möglichkeit gegeben, dass eine Schwellung der Papille sich relativ schnell 
infolge eines starken Scheidenhämatoms entwickelt. 

2. Die Neuritis optica ohne stärkere Prominenz wie in den Beob- 
achtungen von Bruce (328), Bellamv (226), Lindner (419), Ohm (485) u. A. 
wurde schon etwas häufiger angetroffen und war zum Teil, wie nachge- 
wiesen werden konnte, durch stärkere Blutungen in den Sehnervenscheiden- 
raum bedingt. Dass sich eine Trübung der Papille, ja sogar eine leichte 
Schwellung derselben infolge von Sehnervenscheidenhämatom gelegentlich 
schon im Verlaufe eines Tages entwickeln kann, habe ich selbst in einem 
Falle von Basalfraktur des Schädels gesehen. 



Augensymptome bei geplatzten Aneurysmen an der Hirnbasis. 935 

In einer Anzahl von Fällen (Gairdner 8, Rampoldi 176, Hodgson I, 
Czermak 410 u. A.) liegen Mitteilungen über Sehstürungen resp. Amaurose vor 
ohne nähere Angaben über den ophthalmoskopischen Befund, in denen aber 
wohl zum Teil auch noch Augenhintergrundsveränderungen anzunehmen 
sind. Im Ganzen zeigte sich somit nach meinen Zusammenstellungen, dass die 
Stauungspapille etwas seltener bei basalen Hirnblutungen aus geplatzten 
Aneurysmen angetroffen wurde als bei Blutungen in die Hirnsubstanz, 
häufiger dagegen als bei der thrombotischen und embolischen Hirner- 
weichung, wo die Stauungspapille ja zu den außerordentlich seltenen Vor- 
kommnissen (1,4 %) gehörte. 

Die nicht prominente Neuritis optica wurde dagegen etwas häufiger 
angetroffen als bei den intracerebralen Apoplexien und besonders auch bei 
der Hirnerweichung. Es erscheint mir nicht zweifelhaft, dass der Grund 
hierfür in der relativ häufigen Komplikation mit Sehnervenscheidenblutungen 
bei den basalen Blutungen aus geplatzten Aneurysmen gelegen ist. 

Blutergüsse in den Sehnervenscheidenraum wurden relativ 
häufig in den vorliegenden Beobachtungen (v. Spürgin 3, Bellamy 226, Samt 
108, Litten 169, Nicod 508, Mackenzie 21, Fürstner 429a, Elschnig 293 
u. A.) bei größeren basalen Hirnblutungen aus geplatzten Aneurysmen kon- 
statiert, und wenn die Prozentzahl auf 33 % gefunden wurde, so bin ich 
der Überzeugung, dass sie noch zu niedrig gegriffen ist, weil den Befunden 
bei der anatomischen Untersuchung nicht immer die hinreichende Beach- 
tung geschenkt worden ist. Es lehrt die Erfahrung auf anderen Krank- 
heitsgebieten (basalen Schädelfrakturen), dass bei ausgedehnten basalen 
frischen Hirnblutungen auch sehr häufig eine Blutansammlung im Sehnerven- 
scheidenraum angetroffen wird. Sehstürungen oder Augenspiegelverände- 
rungen brauchen dabei durchaus nicht immer vorhanden zu sein. 

3. Retinalhämorrhagien wie in den Fällen von Lindner, Rind- 
fleisch (470), Litten (1 69) u. A. sind nicht gerade ein häufiger Befund, 
sie können in Verbindung mit entzündlichen Erscheinungen an den Papillen 
auftreten, zum Teil aber auch ohne solche. Rindfleisch weist auf ihre 
diagnostische Bedeutung für basale Hirnblutungen hin, sie sind wohl 
meistens als mit Blutungen in den Sehnervenscheidenraum kompliziert an- 
zusehen. 

4. Augenbewegungsstörungen sind bei den Augenerscheinungen nach 
basalen Hirnblutungen infolge von Berstung größerer aneurysmatischer Hirn- 
arterien als das häufigste Vorkommnis anzusehen in über 70^, und zwar 
kommen hier in erster Linie Störungen im Bereich des Oculomotorius- 
gebietes in Betracht (Oppolzer 32, Rindfleisch 470, Bull 125, Bruce 328, 
Fiedler 203, Vogel 300, Karplus 415, Czermak 410, Lindner 419, Chvo- 
stek und Weichselraum 126, Beykowsky 441 U.A.). Meistens sind dabei, 
wie ja bei dem basalen Ursprung der Lähmung verständlich, alle Aste des 



936 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Oculomotorius betroffen, gelegentlich aber auch nur einzelne Äste spec. der 
Levat. palpebr. sup. oder der Sphincter pupillae (Gordon 18, Broadbent 112 
ü. A.). Auch hier bleibt zu berücksichtigen, dass die Lähmung offenbar 
nicht selten schon vor der Berstung durch das Aneurysma (besonders der 
Art. communic. post. und der Carot. int.) bedingt war. Das Befallensein 
nur einzelner Äste des Oculomotorius ist auch sonst bei basal gelegenen 
Krankkeitsprozessen kein ganz seltenes Vorkommnis. Bemerkenswert er- 
scheinen mir noch die Ausführungen von Lindner für seinen Fall, in denen 
er auf die Beziehungen eines Aneurysma zur sogenannten rezidivierenden 
Oculomotoriuslähmung hinweist. 

5. Die isolierte Affektion des Nervus abducens scheint bei den 
einschlägigen Fällen kaum vorzukommen. Er ist durchweg gemeinschaft- 
lich mit anderen Augenmuskelnerven befallen und so mit Oculomotorius- 
lähmung (Karplus, Gzermak) oder mit totaler Ophthalmoplegie (Chenzinsky 
und Rosenstein 270, Gross 446, Kraus 485) kompliziert. Danach würde das 
Auftreten einer isolierten Abducenslähmung nicht für einen ausgedehnteren 
basalen Bluterguss sprechen. 

6. Eine isolierte Trochlearislähmung wurde nicht beobachtet. 

7. Eine totale Ophthalmoplegie kam häufiger vor und zwar fast 
immer einseitig (Chenzinsky und Rosenstein, Kraus, Czermak, Karplus u. A.), 
regelmäßig handelte es sich dabei um Berstung eines Aneurysma der Ca- 
rotis interna, nur einmal trat die Ophthalmoplegie doppelseitig auf bei der 
Berstung eines Aneurysma der Art. vertebralis (Gross). Die Beobachtung 
von Karplus (41 ö), welche mit einseitigem Exophthalmus kompliziert war, 
ist hier besonders hervorzuheben, da es gelang intra vitam auf Grund 
eines mit dem Puls synchronischen Geräusches am Schädel und Ver- 
schwinden desselben bei Kompression der betreffenden Carotis die Dia- 
gnose zu stellen. 

Nach Unterbindung und Durchschneidung der linken Carotis communis 
besserten sich zwar die lokalen Beschwerden, doch starb Patient 2 Tage 
später unter Hemiplegie und Sprachstörung infolge der Carotisunterbindung. 
Nach den Erfahrungen des Autors geht ungefähr l / 3 der Kranken nach 
einseitiger Unterbindung der Carotis communis zu Grunde. — Die Chancen 
sind um so schlechter je vorgerückter das Lebensalter des Patienten. 

8. Die Deviation conjuguee kam in 12^ der Fälle vor, wie in 
den Beobachtungen von Kretz (296), Courmont und Cade (369), Bastian (68), 
Szekacs (381), Küster (417) U.A., also erheblich seltener als bei intra- 
cerebralen Blutergüssen und ungefähr ebenso häufig wie bei den Hirn- 
erweichungen. In etwa der Hälfte der Fälle ist die Massenhaftigkeit 
des basalen Blutergusses ganz besonders hervorzuheben. Mit der Ab- 
lenkung der Augen erfolgte durchweg die des Kopfes nach der gleichen 
Richtung. 



Augensymptome bei geplatzten Aneurysmen an der Hirnbasis. 937 

Von ausgesprochenem Nystagmus wurde nur relativ selten in ca. $>% 
berichtet. 

Eine Ablenkung beider Augen nach unten wurde vereinzelt ge- 
sehen (Ohm 485) und gelegentlich über uncoordinierte Augenstellungen 
berichtet (Vogel 300). 

In differentiell-diagnostischer Beziehung ist somit bei den Augenbewe- 
gungsstörungen hervorzuheben, besonders in bezug auf die eigentlichen 
Augenmuskellähmungen, dass sie bei Blutungen aus geplatzten basalen 
Aneurysmen der Hirnarterien viel häufiger zu verzeichnen sind als bei den 
intracerebralen Blutungen und den Erweichungen des Gehirns. Speziell gilt 
das von der Oculomotoriuslähmung (138^), während sie bei den eigent- 
lichen Gehirnblutungen in 9^ und bei den Hirnerweichungen in 2,4 % an- 
getroffen wurde. Die direkte Läsion des Oculomotoriusstammes bei den 
geplatzten und auch noch nicht geplatzten basalen Aneurysmen erklärt 
dieses Vorkommen. Wir haben es hier daher auch durchweg mit der 
Affektion aller oder wenigstens verschiedener Aste des Oculomotorius zu 
thun. Die isolierte Ptosis kommt hier fast gar nicht zur Beobachtung, 
während sie bei Hirnapoplexien und llirnerweichungen in ca. 7 % der vor- 
kommenden Augenerscheinungen beobachtet wurde. 

Es bestehen somit auf den eben erwähnten Krankheitsgebieten recht 
große Unterschiede in betreff der vorkommenden Augenmuskellähmungen, 
die differentiell diagnostisch besonders den embolischen und thrombotischen 
Prozessen der Hirnarterien gegenüber verwertet werden können. 

Die einseitige Ophthalmoplegia totalis kam naturgemäß nur 
bei basalem Sitz der Blutung und geplatztem Aneurysma der Carotis in- 
terna zur Wahrnehmung, sie fehlt daher so gut wie ganz bei den Hirn- 
erweichungen und auch bei den Hirnblutungen, selbst wenn diese nach der 
Basis durchgebrochen sind. 

Im Ganzen können wir Augenbewegungsstürungen (Lähmungen, Devia- 
tion conjuguee, Nystagmus u. s. w.) in 76 % bei den Fällen von basalen 
Blutungen aus geplatzten Hirnarterien mit Augensymptomen überhaupt 
registrieren. 

Stellen wir diesen Bewegungsstörungen der Augen die Affektionen des 
Augenhintergrundes und der optischen Leitungsbahnen gegenüber, so sind 
auch diese relativ häufig zu verzeichnen (ca. 67^), aber immerhin etwas 
seltener. Es stellen sich die Prozentzahlen der Mitbeteiligung des Augen- 
hintergrundes und der optischen Leitungsbahnen bei eigentlichen Hirn- 
blutungen auf 52^ und bei den Hirnerweichungen auf 57^, also auch 
relativ hohe Werte. Aber bei genauerer Betrachtung doch welch eine 
Verschiedenheit: Bei den basalen Blutungen aus den geplatzten Aneurysmen 
an der Hirnbasis fast nur Sehstürungen infolge von peripherer und basaler 
Beeinträchtigung des optischen Apparates (Stauungspapille, Neuritis optica, 



938 XXII. Teil II. Uhthoff. 

Sehnervenscheidenblutungen), während bei den Hirnerweichungen nur 6,5 % 
der Sehstörungen auf eine derartige periphere und basale Alteration ent- 
fallen und 51 % auf Affeklion der intracerebralen und centralen Sehbahnen 
unter dem Bilde der Hemianopsie. 

Bei den eigentlichen Apoplexien in die Gehirnsubstanz kommen 24 % 
auf periphere und basale Affektion der optischen Leitungsbahnen und 28 # 
auf die intracerebral und central gelegenen Abschnitte mit dem Symptom- 
komplex der Hemianopsie. 

Derartige Ergebnisse der Statistik über die Verschiedenartigkeit der 
Sehstörungen bei diesen in Betracht kommenden Krankheitsgebieten sind 
wohl geeignet, uns bei der Differentialdiagnose zu nützen. 

9. Trigeminusstörungen wurden bei den basalen Blutungen aus 
geplatzten Aneurysmen in ausgesprochener Weise nur selten angetroffen 
(ca. ?,%). 

In der Beobachtung von Czerhak (410) war es sogar zu einer Kera- 



■o 



titis neuroparalytica gekommen ; aber hier hatte sich das subdural liegende 
Aneurysma der Carotis interna, ausgehend vom Abgangspunkt der Arteria 
ophthalmica, im Verlaufe von mehreren Jahren entwickelt und allmählich 
die einseitigen Trigeminusstörungen hervorgerufen, während die Ruptur des 
Aneurysmas sich offenbar erst zuletzt eingestellt hatte. Ich glaube auch 
nicht, dass ein größerer akuter basaler Bluterguss aus einem geplatzten 
Aneurysma jemals an und für sich im stände sein wird, eine so schwere 
und andauernde Trigeminusaffektion herbeizuführen, die zu einer Keratitis 
neuroparalytica Veranlassung geben könnte. Eine solche Wirkung würde 
meines Erachtens mit dem Leben des Patienten unverträglich sein. 

10. Die Anomalien der Pupillen haben keine besondere Bedeutung 
auf diesem Krankheitsgebiet, sie wurden in \t% der Augenerscheinungen 
beobachtet. Gelegentlich einseitige Erweiterung und Reaktions- 
losigkeit der Pupille (Lindboe 186) bei starkem basalen Bluterguss auf 
derselben Seite, spec. in der Gegend der Fossa Sylv. Lichtstarre, enge 
Pupillen sah Kretz (296) bei seinem Fall, der mit Hydrocephalus und 
Stauungspapille kompliziert war, und Vogel (300) bei gleichzeitiger aus- 
giebiger Blutung in die Ventrikel und die Hirnsubstanz. Enge Pupillen 
mit Coma geben Legg und Ormerod (132) bei geplatztem Aneurysma der 
Arteria communicans anterior an. Pupillendifferenz wurde gelegentlich 
verzeichnet, wie in dem Falle von Coürmont und Cade (369) u. A., jedoch 
kann diesem Symptom an und für sich kein erheblicher diagnostischer 
Wert beigelegt werden, soweit ausgesprochene Anomalien in der Licht- 
reaktion fehlen. 



Hirnblutungen und geplatzte Hirnaneurysmen. 939 

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Hirnblutungen und geplatzte Hirnaneurysmen. 943 

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tracture du bras gauche, sans anesth^sie. — Absence de lösions 
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date. (Soc.-anat. Sitzung am 11. Nov. 1881.) Progr. med. 1882. No. 22. 
166a. Hunnius, H., Zur Symptomatologie der Brückenerkrankungen und 
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du meme cöt6; douleur occipitale bien localisee; sensibilitö generale 
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449. Liebrecht, Über die Entstehung und klinische Bedeutung der Stau- 

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S. 118. 

451. Marie, P. et Idelsohn, Un cas de lesion linöaire limitee ä la sub- 

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rieure. — Hemiplegie. — Etüde de la degenöration secondaire pyra- 
midale. Revue neurol. No. 20. 

452. Minea, J. und S. Borhina, Ein Fall von Hirnblutung. Spitalul. 

No. 21/22. 

453. Raviart et Chardon, Hemorrhagie de l'ergot de Morand gauche 

avec deviation conjuguees des yeux et de la tete. (Soc. centrale de 
med. du Nord.) Revue gen. d'Opht. S. 521. 

454. Rotissy et Gauckler, Deviation conjuguee des yeux avec rotation 

en sens oppose" de la tete. (Soc. de neurol. de Paris. Juli.) Ref. 
Arch. de neurol. II. Ser. XVIII. Aug. No. 104. S. 1 6 3. 

455. Uhthoff, W., Zur Frage der Stauungspapille. (Erweiterte Diskussions- 

bemerkungen zu dem Saenger'schen Referat »über Stauungspapille« 
auf der 76. Vers, deutscher Naturforscher und Ärzte am 21. Sept.) 
Neurol. Centralbl. No. 20. 
1908. 456. Boldt, Über einen Fall von Kleinhirnblutung. (Med.-naturwissensch. 
Ges. in Jena. Sekt. f. Heilk. 23. Febr.) Ref. Deutsche med. Wochen- 
schrift. XXXI. 20. Juli. No. 29. S. 1174. 

457. Bonvicini, Giulio, Über subkortikale sensorische Aphasie. Jahrb. 

f. Psychiat. u. Neurol. XXVI. S. 1.26. 

458. Bouchaud, Un cas de surdite verbale avec cecite complete, hemi- 

plegie et convulsions epileptiformes. Arch. gen. de med. I. No. 4. S.217. 



960 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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18. Sitzung. Lüttich. 11. Juni.) Klin. Monatsbl. 43. Jg. II. S. 296. 

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de Lyon. 29. Mai. Ref. Revue gön. d'Opht. S. 21. 

461. Frey, Ernst, Beiträge zur Lehre der posthemiplegischen Bewegungs- 

störungen. Neurol. Centralbl. XXIV. I.Dez. No. 23. S. 1104. 

462. Hallipre, Aphasie amnestique. Nouv. Iconogr. de la Salpetriere. No. 1. 

463. Kampherstein, Beitrag zur Pathologie und Genese der Stauungs- 

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I. April. S. 449. Mai. S. 588 und Juni S. 728. 

464. Lochte, Über einen Fall von sensorischer Aphasie und doppelseitiger 

homonymer Hemianopsie nach Kohlendunstvergiftung. Münchener 
med. Wochenschr. LH. No. 33 u. 45. S. 1611 u. 2204. (Sitzungsbericht.) 

465. Löwy, Max, Mikrographie durch hemiplegischen Anfall wahrschein- 

lich infolge auf die Schreibkoordination beschränkter Rigidität. Mo- 
natsbl. f. Psych. III. Ergänzungshefte. S. 372. 

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Rom. IV. 

467. Mireli, Considerazioni sopra un caso di oftalmoplegia. Arch. di Ottalm. 

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468. Müller, Friedrich, Über Störungen der Sensibilität bei Erkrankungen 

des Gehirns, Volkmann's Sammlung klinischer Vorträge. No. 394/95. 
XIV. Ser. Heft 45. Innere Med. No. 118 19. S. 377. Sept. 

469. Paterson, J. V., Three cases of word-blindness with remarks. The 

Scott Med. and Surg. Journ. Juli. XVII. S. 21. 

470. Rindfleisch, W., Zur Kenntnis der Aneurysmen der basalen Hirn- 

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1906. 471. Babinski, M. J. und Toufesco, S., Cyanose der Retina, maladie 
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Ztg. No. 31. 

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473. Deutschmann, Polemik gegen Saenger bez. Ursache der Stauungs- 

papille. (Biol. Abteil, des ärztl. Vereins zu Hamburg. 27. Febr.) Ref. 
Neurol. Centralbl. 16. Mai. No. 10. S. 487. 

474. Dinkler, Zur Lokalisation im Großhirn. (3t. Wandervers, der südwest- 

deutschen Neurol. u. Irrenärzte in Baden-Baden. 26. u. 27. Mai.) Ref. 
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475. Fraenkel, Demonstration von Gehirnen nach frischen Apoplexien. 

Disk. Saenger. (Biol. Abteil, des ärztl. Vereins zu Hamburg. 27. Febr.) 
Ref. Neurol. Central. XXV. 16. Mai. No. 10. S. 489. 

476. Friedenreich, A., Beitrag zur Diagnostik der Apoplexie. Hospitalsti- 

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1907. Heft 3. S. 189. 

479. Krause, In der Diskussion zu Rinnö's Vortrag: Operative Behandlung 

der genuinen Epilepsie. (Freie Vereinigung der Chirurgen Berlins. 
12. März.) Ref. Deutsche med. Wochenschr. XXXII. 5. Juli. No. 27. S.1097. 



Hirnblutungen und geplatzte Hirnaneurysmen. 961 

1906. 480. Laignel-Lavastine et Halbron, P., Hemorrhagie ceröbelleuse avec 

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481. Liebrecht, Biol. Abteil, des ärztl. Vereins zu Hamburg. 27. Febr. 

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482. Luce, Biol. Abteil, des ärztl. Vereins zu Hamburg. 13. Febr. Ref. 

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483. Meyer, Cerebrale Schwangerschaftslähmung. (Verein f. wissensch. 

Heilkunde in Königsberg i. Pr. 30. April.) Ref. Deutsche med. Wochen- 
schrift. 32. Jahrg. No. 30. 26. Juli. S. 1221. 

484. Nonne, Präparate einer ausgedehnten Hirnblutung. Disk. Saenger. 

(Biol. Abteil, des ärztl. Vereins zu Hamburg. 1 3. Febr. Ref. Neurol. 
Centralbl. XXV. I.Mai. No. 9. S. 425. 

485. Ohm, J., Einiges über die diagnostische Bedeutung des Blutgehaltes 

und der Lymphocytose im Liquor cerebrospinalis. (Zugleich ein 
Beitrag zur Kasuistik der basalen Hirnaneurysmen.) Deutsche med. 
Wochenschr. XXXII. 18. Okt. No. 42. S. 1695. (Citiert einen Fall 
von Kraus.) 

486. Porot, A., Destruction isolee par hömorrhagie d'nn pedoncule cerö- 

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487. R ohmer, Die Arteriosklerose des Auges. (18. Kongr. d. franz. ophth. 

Ges. Mai. Disk.: Trousseau, Sulzer, A. Terson (cit. Keuder) PiSchin.) 
Ref. Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. 44. Jahrg. (N. F. I. Bd.) Juni. S. 553. 
(Führt Artigalas, Groenouw an.) 

488. Rotky, Hans, Ein Fall von akuter Phosphorvergiftung mit Hirn- 

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489. Starr, Allen, Cerebellar apoplexy. Med.Record. LXIX. No. 19. S. 743. 

490. Trömner, Fall von Stauungspapille bei Encephalomalacie. (Biol. Abt. 

d. ärztl. Vereins zu Hamburg. 1 3. Febr.) Ref. Neurol. Centralbl. XXV. 
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491. Wingenroth, E., Abducensparese infolge von Menstruationsstörungen. 

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1907. 492. Baginski, A., Vollkommene Erblindung, Vertaubung und beginnende 

Idiotie nach Keuchhusten bei einem kleinen Kinde. (Berl. med. Ges. 
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S. 201. 

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494. Bernheim, Observation d'aphasie motrice sans lösion de la troisieme 

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hörber hjorte in Ksomhed. Norsk Mag. f. Lägevidensk. S. 793. 

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Handtuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 61 



962 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1907. 502. Händly, Paul, Hemianopsie und Hemianästhesie als direkte Herd- 

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803. Inglis, H. M. and O.Clennell-Fenwich, A case of cerebellarhaemor- 
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504. Lemierre u. Gougerot, Meningeale Blutung, Enophthalmie, Ver- 

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Vortrage in der Provinzialärztevers. von Hessen am 2. Juni.) Münchener 
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Hirnblutungen und geplatzte Hirnaneurysmen. 963 

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Arch. f. Ophth. LXX, 2. 1 3. April. S. 340. 

533. Dana, The symptomatology and funetion of the optic thalamus. Journ. 

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534. Hinze, Viktor, Schwere Wurstvergiftung. Berliner klin. Wochenschr. 

46. Jahrg. 11. Okt. No. 41. S. 184 4. 

535. Klauber, Erwin, Einige histologische Besonderheiten der präretinalen 

Hämorrhagie. v. Graefe's Arch. f. Ophth. LXX, 2. 1 3. April. S. 299. 

536. Krause, Fedor, Hirnphysiologisches im Anschluß an operative Er- 

fahrungen. (Berliner medizinische Gesellschaft. 15. Dezember.) Ref. 
Deutsche med. Wochenschr. XXXVI. 6. Januar 1910. No. 1. S. 49. 
(Vgl. 1910.) 

537. Kümmell, R., Untersuchungen über das hämorrhagische Glaukom. 

v. Graefe's Arch. f. Ophth. LXXII, 1. 5. Okt. S. 86. 

538. Pal, J., Über permanente Hypertonie. Med. Klinik. V. 29. Aug. No. 35. 

S. 1312. 

539. Poulard u. Baufle, Nystagmus und seitliche Drehung infolge Klein- 

hirnblutung. (Soc. d'opht. de Paris. 7. Dez.) Ref. klin. Monatsbl. f. 

Augenheilk. 48. Jahrg. (N. F. IX. Bd.) Febr. 1910. S. 207. 
840. Sauvineau, Ch., Nouvelle th^orie pathogenique du nystagmus. Arch. 

d'opht. XXIX. Juli. S. 416. (Führt an: Badaud, 1869. These.) 
541. Uhthoff, W., Über die Augensymptome bei Hirnblutungen und Hirn- 
erweichungen. (Vortrag, geh. in der neurol. Sektion d. 89. Vers. 

deutscher Naturf. u. Ärzte in Salzburg. Sept.) Ref. klin. Monatsbl. f. 

Augenheilk. 48. Jahrg. (N. F. VIR. Bd.) Okt. S. 454 u. Neurol. Centralbl. 

XXVIII. 16. Okt. No. 20. S. H0 6. (Autoreferat.) (Disk. Forel, Redlich, 

Elschnig.) 

1910. 542. Barany in der Disk. zu Manassa, Die Folgezustände der Verletzungen 

des Schläfenbeins, in der 19. Vers, der otol. Ges. zu Dresden. Mai. 
Ber. in Zeitschr. f. Ohrenheilk. LXI, 1. I.Juni. S. 90. 
543. Behr, Carl, Der Reflexcharakter der Adaptationsvorgänge, insbeson- 
dere der Dunkeladaptation, und deren Beziehungen zur topischen Dia- 
gnostik und zur Hemeralopie, v. Graefe's Arch. f. Ophth. LXXV, 2. 
10. Mai. S. 201. 

61* 



964 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1910. 54 4. Franke, Felix, Vorschlag zur operativen Behandlung des Hirnschlages 
(der Hirnblutung). (Nach einem Vortrage im ärztl. Kreisverein zu Braun- 
schweig am 30. April.) Deutsche med. Wochenschr. 36. Jahrg. 28. Juli. 
No. 30. S. 1396. 

345. Geis, Die Beziehungen der Netzhautgefäßerkrankungen bzw. Blutungen 
zu den Gehirngefäßen. (82. Vers, deutscher Naturf. u. Ärzte. Königs- 
berg. Sept. Gemeinsch. Sitzung der Abteil, f. Pathol., innere Med., 
Kinderheilk., Psychiat., Augenheilk.) Ber. klin. Monatsbl. f. Augenheilk. 
48. Jahrg. (N. F. X. Bd.) Okt. S. 495. 

54G. Krause, Fedor, Hirnphysiologisches im Anschluß an operative Er- 
fahrungen. Berliner klin. Wochenschr. XLVII. 3. Jan. No. 1. S. 1. 
(Vgl. 1909.) 

517. Krusius, Franz F., Klinische Beiträge zur Frage des topischen Wertes 
des hemianopischen Prismenphänomens und der Hemikinesie bei 
hemianopischen Störungen. Arch. f. Augenheilk. LXV, 4. März. S. 383. 

548. Posey u. Farr, Left homonymous hemianopsie in a worker in lead. 

iCollege of physicians of Philadelphia, section on Ophth. 20. Jan.) 
Ber. klin. Monatsbl. f. Augenheilk. 48. Jahrg. (N. F. Bd. X.) S. 142. 

549. Roux, Hemiplegie oculaire double. Abolition de tous les mouvements 

volontaires avec conservation des mouvements sensorio-reflexes. 
Revue neurol. No. 2. 

550. Saenger, Alfred, Über die Areflexie der Cornea. Neurol. Centralbl. 

XXIX. 16. Jan. No. 2. S. 6«. (Vortrag, geh. in der 3. Jahresvers, 
deutscher Nervenärzte in Wien, 18. Sept. 1909, mit Hinzufügung einiger 
neuer Beobachtungen.) 

551. Uhthoff, W., Über zwei bemerkenswerte Fälle von plötzlicher doppel- 

seitiger Erblindung im höheren Lebensalter. (Krankenvorst. auf dem 
klin. Abend am 3. Juni in der med. Sekt, der Schlesischen Ges. f. 
vaterländ. Kultur.) Berliner klin. Wochenschr. 47. Jahrg. 27. Juni. 
No. 26. S. 1215. (Disk. Bonhoefl'er in Berliner klin. Wochenschr. 4. Juli. 
No. 27. S. 1297.) 



IV. Hirnerweichung (Encephalomalacie). 

§ 201. Auf gewisse differentiell-diagnostische Merkmale zwischen Hirn- 
blutungen und Encephalomalacie ist schon oben unter dem Kapitel Hirn- 
blutungen eingegangen worden. Der Endeffekt, ob embolischer oder throm- 
botischer Prozess im Bereich der Hirnarterien, ist derselbe, er findet seinen 
Ausdruck in der Hirnerweichung (rote, gelbe und weiße). Die Folge der 
eintretenden Ischämie ist die von einfacher ödematüser Quellung bis zur 
völligen Nekrobiose gehende Veränderung der Hirnsubstanz; letztere tritt 
um so sicherer ein, je mehr es sich um eigentliche Endarterien handelt 
und je länger die Dauer der völligen Blutabsperrung anhält. Nach 
v. Monakow (422) kann die Hirnsubstanz wohl nur ca. \ — 2 Stunden eine 
totale Absperrung der Blutzufuhr ertragen, bei längerer Absperrung ver- 
fällt sie der Nekrose und Erweichung, ca. 24 Stunden später treten makro- 
skopisch sichtbare Veränderungen der Hirnsubstanz ein. Wernicke (162) 
lässt den eigentlichen Zerfall nach 36 — 48 Stunden beginnen, ähnlich Bernhardt 
(Eulenburg's Realencyklopädie Bd. VIII S. 89). Marcuand (364) nimmt die 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 965 

Zeit der Widerstandsfähigkeit des Gehirns und besonders der Hirnrinde 
gegen Blutabsperrung viel kürzer an und ist geneigt, mit Rücksicht auf 
die Beobachtung v. Cohn (23) und die Experimente an Hingerichteten von 
Laborde, Hayem und Barrier (Arch. de physiol. 1887 II. S. I) (dekapitierten 
Hunden), sowie die Experimente von Spronck, Brieger und Ebrlich, 
Singer (364), schon nach Minuten langer Dauer der Blutabsperrung für die 
Ganglienzellen der Hirnrinde ein Zugrundegehen anzunehmen. 

Zur Entwicklung eines hämorrhagischen Infarktes kommt es im Ge- 
hirn, besonders im Bereich der eigentlichen Endarterien eigentlich niemals 
(Schmaus), wenn sich auch nicht selten kleine Blutextravase in der Peri- 
pherie des Erweichungsherdes finden (Oppenheim). Wir werden später auf 
die Analogie dieser Verhältnisse auf dem Gebiete der Embolie und der 
Thrombose der Arteria centralis retinae zurückkommen. 

Man kann eine Hirnerweichung vielleicht nicht immer (Virchow) als embo- 
lischen oder thrombotischen Ursprungs ansehen, aber doch fast durchweg. 
Auf alle Fälle ist die Ansicht der älteren Autoren (Durand-Fardel 16 u. A.) 
von der Hand zu weisen, die in der Hirnerweichung einen entzündlichen 
Prozess sehen. Jedenfalls haben die Lehre Virchow's und seiner Schüler und 
vor allem Cohnheim's experimentelle Arbeiten hier grundlegend für eine 
richtige Erkenntnis gewirkt. 

Es liegt in der Natur der embolischen und thrombotischen Erweichungs- 
prozesse des Gehirns, dass hier die Frage der Lokalisation für gewisse 
Augensymptome (so besonders der Hemianopsie) einer genaueren Bestim- 
mung zugänglich ist, als auf dem Gebiete der Hirnblutungen, bei denen in 
so hervorragendem Maße mit den Symptomen der Fernwirkung zu rechnen 
ist. Insulterscheinungen, Coma u. s. w., fehlen aber auch bei den Ence- 
phalomalacien nicht, besonders wenn die betroffenen Hirnterritorien sehr 
umfangreich sind. v. Monakow erklärt sie in erster Linie durch Reizung 
der vasomotorischen Centren und dadurch bedingte sofortige, vorübergehende 
allgemeine Hirnanämie in beiden Hirnhemisphären (unmittelbare Ursache 
des Comas). Auch sieht er das Moment der negativen Druckschwankung, 
welches durch die plötzliche lokale Anämie hervorgebracht wird, in dieser 
Hinsicht als wichtig an. 

Die Symptomatologie der Augenerscheinungen hängt in erster Linie 
von den betroffenen Hirnterritorien ab, sie sind hier durchweg noch mehr 
als direkte Ausfallserscheinungen anzusehen als bei den Hirnblutungen. In 
zweiter Linie aber fehlen auch hier die Augensymptome auf dem Wege 
der Fernwirkung nicht ganz; doch bleibt zu berücksichtigen, dass bei sehr 
ausgedehnten frischen Erweichungsprozessen, wenn z. B. der größte Teil 
einer Hemisphäre betroffen ist, die Kranken oft eher ihrem Leiden erliegen, 
als ausgesprochene Augensymptome sich entwickeln können. In allen Fällen 
von Verschluss größerer Hirnarterien, gleichviel, ob sie auf Embolie oder 



966 XXII. Teil IL Uhthoff, 

Thrombose beruhen, erfolgt eine starke seröse Durchtränkung der betroffenen 
Hirnterritorien mit starker Volumszunahme und Hirndrucksteigerung, wie 
das von Lancereaux, Cobn, Wernicke, Bircu-Hirschfeld, Marchand (364) 
u. A. in treffender Weise geschildert wird. Ich verweise hier auf eine sehr 
instruktive Abbildung Marchand's von einem Fall, den ich selbst noch intra 
vitam zu untersuchen Gelegenheit hatte (s. Fig. 70 auf Taf. XXIII) und der eine 
Thrombose der ganzen Carotis interna nach Unterbindung mit Fortsetzung 
der Thrombose in die Arteria fossae Sylvii betrifft mit tödlichem Ausgang 
nach 24 Stunden. Marchand hebt dabei hervor, dass die gewöhnliche 
Methode der Hirnsektion diese topographischen Verhältnisse nicht klar 
genug hervortreten lässt, um ein deutliches Bild von der gewaltigen Ver- 
schiebung der Hemisphären unter dem Einfluss der Schwellung zu liefern. 
Er empfiehlt daher zur Demonstration dieser Verhältnisse den Horizontal- 
durchschnitt durch das Gehirn noch in situ in der Schädelkapsel. Marchand 
weist ferner auf die wichtige Thatsache hin, dass die verschlossenen 
größeren Hirnarterien in der ersten Zeit nach eingetretener Obturation noch 
keine hochgradige Verengerung und Entleerung der abgesperrten Arterien- 
äste zeigen, wie man wohl früher geneigt war anzunehmen. Er weist des- 
halb auch die WERMCKE'sche Erklärung von einem »traumatischen Moment«, 
infolge der plötzlichen Entleerung der abgesperrten Arterien, für das Zustande- 
kommen der anfänglichen Insulterscheinungen bei Thrombose und Embolie der 
Hirnarterien zurück und ebenso die Erklärung Geigel's(364), welche gleichfalls 
die plötzliche Entleerung der verstopften Hirnarterien zur Voraussetzung hat. 

Für die direkten Störungen im Bereich der Augensphäre sind die 
einzelnen Abschnitte der betroffenen Hirnarteriengebiete maßgebend. 

Bei Verschluss der Carotis interna kommt es sehr darauf an, wie weit 
der Thrombus hinaufreicht und ob die Abgangsstelle der Arieria Ophthal- 
mia und der Circulus arteriosus Willisii frei bleibt. Erstreckt sich die 
Thrombose bis in die Arteria ophthalmica, so können schwere Sehstörungen 
des betreffenden Auges die Folge sein, betrifft die Verstopfung bei Carotis- 
thrombose auch noch die Arteria fossae Sylvii, so kann auch Hemianopsie 
infolge von Ischämie im tiefen Mark des untern Scheitelläppchens eintreten 
neben Aufhebung des Bewusstseins, Hemiplegie, Hemianästhesie u. s. w. 

Die Arteria fossae Sylvii ist an und für sich speziell bei der Embolie 
besonders häufig der Sitz eines Verschlusses (nach v. Monakow von 100 Em- 
bolien 80 mal), und die linke Seite ist noch häufiger betroffen als die rechte, 
weil die linke Carotis direkt aus der Aorta entspringt und die Arteria fos- 
sae Sylvii ihre direkte Fortsetzung bildet. Die Arteria cerebri anterior und 
posterior werden schwerer vom Embolus erreicht, weil sie zur Carotis in 
einem spitzen Winkel liegen. Verstopfungen des I. und IL Astes der Art. 
foss. Sylv. kommen für das Auftreten von Augensymptomen nicht in Be- 
tracht. Bei Verschluss des III. Astes, der zum untern Scheitelläppchen 



Graefe-Saemiseh, Handbuch, 2. Aufl., H.Teil, XXII. Kap. 



Tafel XXIII. 

Zu S. 966. 




Fig. 70. 

Nach Marchand. Thrombose der linken Carotis 
interna. Schwellung der linken Großhirn-Hemisphäre. 



Verlag von "Wilhelm Engelmann in Leipzig. 



- 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 967 

geht, tritt Erweichung im Bereich des Markes des Gyrus angularis und in 
geringerem Grade des Gyrus supramarginalis ein und damit bei links- 
seitigem Sitz der Affektion relativ häufig Alexie meistens in Verbindung 
mit rechtsseitiger Hemianopsie. Ist auch der IV. Ast der Art. foss. Sylv. 
gleichzeitig mit betroffen, dann kann auch noch kortikale Hemianopsie auf- 
treten, wenn die Sehstrahlung mit lädiert wurde, und zuweilen auch Be- 
einträchtigung der seitlichen Bewegungen der Augen nach der dem Herde 
entgegengesetzten Seite. Gleichzeitige Verstopfung des III. und IV. Astes 
führt zu Herden im Gyrus supramarginalis, angularis und den hintern Par- 
tien der I. und II. Temporalwindung. 

Ganz isolierte Thrombose des IV. Astes der Art. foss. Sylv. scheint 
kaum beobachtet zu sein. Rechtsseitige Verstopfungen des IV. und V. Astes 
können latent verlaufen. 

Die Affektion der vordem Hirnarterie bedingt gewöhnlich keine 
Augenerscheinungen. 

Die Verlegung der hintern Hirnarterie (Art. cerebr. post.) ist seltener 
als die der Art. foss. Sylv. Wird der kortikale Ast der hintern Hirnarterie 
betroffen, so führt das zu ziemlich ausgedehnter Zerstörung, welche den 
Gyrus occipitotemporalis, den Gyrus Hippocampi, den Lobulus lingualis, 
den Cuneus und die Rinde der Fissura calcarina betrifft. Eine Thrombose 
der Art. occipitalis allein jenseits ihrer Abgangsstelle bedingt nur Erweichung 
der Rinde der Fissura calcarina, des Cuneus und des Lobulus lingualis. 
Auch kann die Art. calcarina isoliert befallen werden. In allen diesen 
Fällen tritt ziemlich konstant Hemianopsie ein, die bei isolierter Erkrankung 
der Art. calcarina keine wesentlichen Allgemeinerscheinungen mit sich zu 
führen braucht. Es liegt in den anatomischen Verhältnissen der arteriellen 
Blutversorgung des Gehirns, dass hierbei nicht eine isolierte Degeneration 
der Rinde zu Stande kommt, sondern dass gleichzeitig die zuführende Seh- 
strahlung mit ergriffen wird. 

Bei der Thrombose dieser Arteriengebiete ist das doppelseitige und 
symmetrische Auftreten in beiden Hemisphären nicht ganz selten, während 
es bei embolischen Vorgängen als äußerst selten bezeichnet werden muss. 
Eine doppelseitige Hemianopsie ist die klinische Folge. 

Die basalen (centralen) Hirnarterienzweige, welche die Partien 
der basalen Hirnganglien versorgen, sind mehr Prädilektionsstellen für Hirn- 
blutungen als für thrombotische Vorgänge. Bei Verstopfung der äußeren 
hintern Sehhügelarterie (Zweig der Arteria chorioidea), welche das Corp. 
geniculatum externum und das Pulvinar versorgt, ist Hemianopsie denk- 
bar, doch scheint sie nur selten vorzukommen. Ebenso liegt die Sache 
bei Erweichung des hintern Teils der innern Kapsel, welcher hauptsächlich 
von der Arteria chorioidea versorgt wird , während der vordere Schenkel 
und die mehr dorsalen Abschnitte des hintern von der Sylvischen Arterie 



968 XXII. Teil II. Uhthoff, 

ernährt werden (v. Monakow). Im Ganzen sind thrombotische Vorgänge im 
Bereich einzelner Äste der basalen Hirnarterien jedenfalls selten und nicht 
geeignet, isolierte Sehstürungen, speziell Hemianopsie, hervorzurufen. 

Im Bereich der Arteria basilaris sind embolische Vorgänge sehr 
selten, thrombotische schon häufiger. Das schwere Krankheitsbild kann 
sich mit Augensymptomen komplizieren, welche hauptsächlich durch Pons- 
beteiligung bedingt werden, so seitliche Blicklähmung bei Verlegung der 
Basilararterie im untern Drittel, auch die Erscheinungen einer Ophthalmo- 
plegie können die Folge sein, sie scheinen durchweg noch eine relativ 
günstige Prognose zu haben und oft der Rückbildung zugänglich zu sein, 
wahrscheinlich infolge günstigerer kollateraler Kreislaufverhältnisse. 

Bei Verstopfung der Arteria vertebralis kommen neben den 
Bulbärerscheinungen Augensymptome nicht in Betracht, gelegentlich viel- 
leicht Nystagmus. 

Augensymptome. 

§ 202. Auch bei der Hirnerweichung sind intraokulare ophthalmos- 
kopische Veränderungen und speciell auch Papillenveränderungen relativ 
selten. Das, was oben in bezug auf die Entstehungsbedingungen für patho- 
logische Papillenerscheinungen bei den Hirnblutungen gesagt wurde, gilt 
auch im Ganzen und Großen für die Hirnerweichung. Das Moment der 
intrakraniellen Drucksteigerung kommt hier noch weniger in Betracht. 
Wir haben oben gesehen, dass es bei ausgedehnten Hirnarterienthrombosen 
infolge von ödematöser Schwellung der betroffenen Hirnpartien nicht fehlt, 
aber es müssen dabei, wenn stärkere llaumbeengung in der Schädelhöhle 
eintreten soll, schon größere Arterienstämme betroffen sein, und unter 
diesen Umständen tritt dann häufig schon frühzeitig der Exitus letalis ein, 
so dass es nicht mehr zu Veränderungen an den Papillen kommen konnte. 
Dass gelegentlich auch bei der Hirnerweichung die pathologischen Erschei- 
nungen des Augenhintergrundes nicht direkt den intrakraniellen Verände- 
rungen zuzuschreiben sind, sondern begleitenden pathologischen Momenten 
(wie Gefaßveränderungen, Herzfehler, Nephritis, Diabetes, pathologischer 
Blutbeschaffenheit u. s. w.), unterliegt keinem Zweifel. 

Sehstörungen, welche auf direkter Affektion der Gehirnsubslanz be- 
ruhen, sind naturgemäß bei der Hirnerweichung erheblich häufiger als 
intraokulare pathologische Veränderungen. 

Die Neuritis optica sah ich in meiner klinischen Beobachtungsreihe 
von embolischen und thrombotischen Erweichungsprozessen des Gehirns in 
ca. $%. Es ist das eigentlich relativ viel. Bei dem klinischen Sektions- 
material aus der Litteratur nur in 2,2 %, was mir auch wiederum den 
thatsächlichen Verhältnissen nicht ganz zu entsprechen scheint, zumal wenn 
wir bedenken, dass das Sektionsmaterial sich ja nur aus solchen Fällen 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 969 

zusammensetzte, welche thatsächlich Augensymptome irgendwelcher Art auf- 
wiesen. Es ist durchaus, meines Erachtens, anzunehmen, dass die ophthal- 
moskopischen Veränderungen in diesen Fällen nicht immer hinreichende 
Berücksichtigung fanden, wenn die Auswahl der für die Statistik heran- 
gezogenen Beobachtungen auch schon mit einer gewissen Kritik erfolgte. 

Als derartige einschlägige Fälle von Hirnerweichung mit Neuritis optica 
sind anzuführen diejenigen von Jacobs (142), Culbertson (390), Pitt (213), 
Mackenzie (123), Buffum (130) u. A. Sehr selten aber bleibt das Vorkom- 
men derartiger Beobachtungen auf alle Fälle, und eine Neuritis optica bei 
einem intrakraniellen Prozess spricht eher gegen Hirnerweichung. 

Die Stauungspapille sah ich in meiner klinischen Beobachtungs- 
statistik nicht ein einziges Mal bei Hirnerweichung, während unsere Sek- 
tionsstatistik 1,4^ aufweist. Hierher zu rechnen sind die Fälle von 
Wurst (116), Wilbrand (21 6), Trümner (648), Ziehen (649) u. A.. in letz- 
terem Falle allerdings ohne Bestätigung durch eine Sektion. Die Fälle von 
Leyden und Knapp sind auf syphilitische Prozesse der Hirnarterien zurück- 
zuführen und finden daher bei der Besprechung der Hirnsyphilis ihren Platz. 

Also auch die Stauungspapille ist auf dem Gebiete der Hirnerweichung 
ein sehr seltenes Vorkommnis und jedenfalls noch viel seltener als bei der 
Hirnblutung. Ihr Vorkommen spricht somit bei Hirnprozessen viel mehr 
gegen als für einen Erweichungsprozess. Was wollen diese vereinzelten, 
wenn auch sicher konstatierten Fälle gegen das unendlich häufigere Vor- 
kommen von Neuritis optica und Stauungspapille bei andern Hirnprozessen 
(Tumor, Hirnlues, Meningitis, Abscess, Hydrocephalus u. s. w.) bedeuten! 
In meiner Beobachtungsserie von 204 Fällen von Stauungspapillen habe 
ich eine solche auf Grundlage von embolischer oder thrombotischer Hirn- 
erweichung nicht gesehen. 

Eine einfache Opticusatrophie ist bei der Hirnerweichung, 
sei sie embolischen oder thrombotischen Ursprungs, fast niemals be- 
obachtet worden; ich habe sie bei meiner klinischen Beobachtungsreihe 
nie gesehen. Die ganz vereinzelten Fälle der Art bei der zusammengestell- 
ten Sektionsstatistik sind nicht beweisend für den Zusammenhang einer 
einfachen Opticusdegeneration mit dem Prozess der Hirnerweichung. Es 
fehlt hier auch tatsächlich an einem Erklärungsmodus, wie einfache Seh- 
nervendegeneration auf Grundlage von embolischen und thrombotischen 
Erweichungsprozessen des Gehirns zu stände kommen sollte (selbstverständ- 
lich abgesehen von den Fällen mit Verlegung der Art. centr. retin.). Zwei 
Möglichkeiten für eine partielle atrophische Degeneration der Opticusstämme 
bei Arteriosklerose sind ja allerdings gegeben. Die eine ist das gelegent- 
liche Vorkommen von partieller Druckatrophie des Opticusstammes, da wo 
er der Carotis interna unmittelbar anliegt bei seinem Eintritt in den knö- 
chernen Canalis opticus (vgl. die Mitteilungen von Otto 527, Bernheimer 295 



970 XXII. Teil II. Uhthoff, 

u. A.). Doch führt die Veränderung der Wandungen der Carotis interna 
hier nur immer zu partieller Druckatrophie der anliegenden Opticuspartien, 
und eine solche partielle Degeneration des Sehnervenstammes im intra- 
kraniellen Teil giebt fast niemals Veranlassung zu einer ausgesprochenen 
atrophischen Verfärbung des intraokularen Sehnervenendes. 

In zweiter Linie gibt es meines Erachtens vereinzelte Fälle, wo bei 
Sklerose der Hirnarterien gleichzeitig sklerotische Veränderungen kleiner 
Äste der Arteria centralis retinae auf der Papille dieselben mehr oder 
weniger zur Verlegung bringen und dadurch das Bild einer einfachen atro- 
phischen Abblassung der Papille hervorrufen, ohne die Funktion des Opticus 
hochgradig zu schädigen und eine weiter fortschreitende Sehstürung zu be- 
dingen. Aber auch dieses Vorkommen einer so hervorgerufenen mäßigen 
atrophischen Verfärbung der Papille ist meines Erachtens sehr selten, könnte 
aber gelegentlich zu der Diagnose einer einfachen absteigenden Sehnerven- 
atrophie auch bei Hirnerweichung Veranlassung geben : an und für sich 
aber stellt der Prozess den Folgezustand einer ganz lokal auf den Seh- 
nerveneintritt beschränkten Anomalie der kleinen Gefäße dar, während die 
Hauptstämme der Iletinalarterien gut durchgängig geblieben sind, so dass 
er nicht im eigentlichen Sinne zur Embolie oder Thrombose der Arteria 
centralis retinae gerechnet werden kann. Ich bin der Ansicht, dass in dieser 
Weise gelegentlich im hühern Alter einfach atrophische Verfärbung der Papillen 
entstehen kann, ohne dass daraufhin der Begriff einer eigentlichen senilen 
Sehnervenatrophie aufgestellt zu werden braucht in dem Sinne, dass das 
vorgeschrittene Greisenalter thatsächlich im stände sei, als Ernährungsstörung 
eine eigentliche weitgehende Sehnervenatrophie hervorzurufen. Ich glaube 
mich in einigen Fällen bestimmt von dieser Entstehungsweise einer atro- 
phischen Verfärbung der Papille durch Verlegung der kleinsten Gefäße in 
ihr überzeugt zu haben, es ist das natürlich etwas Anderes als der Ein- 
tritt einer weitgehenden Atrophie des Sehnerven und der Netzhaut auf 
Grundlage von Thrombose und Embolie der Arteria centralis retinae. Letz- 
tere wird in ihrem Vorkommen bei Hirnerweichung jetzt besonders be- 
sprochen werden. 

Embolie resp. Thrombose der Arteria centralis retinae. 

Das klinische und ophthalmoskopische Bild der Embolie resp. der 
Thrombose der Arteria centralis retinae ist auf dem Gebiete der Hirn- 
erweichung doch relativ selten (ca. Z% in dem zusammengestellten Sek- 
lionsmaterial und ca. %% bei meiner klinischen Beobachtungsreihe). Bei 
den Hirnblutungen fehlte es ganz. 

So wie bei dem klinischen Bilde der Abschneidung der arteriellen Blut- 
zufuhr im Bereich der Arteria centralis retinae sicher viel häufiger throm- 
botische als embolische Vorgänge zu Grunde liegen, so ist das auch auf 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 971 

dem Gebiete der Hirnervveichung der Fall, und diese Tatsache findet auch 
in der Häufigkeit des Vorkommens der Embolie und der Thrombose bei 
der Hirnerweichung ihren Ausdruck. Ich möchte nach dem in der Litte- 
ratur vorliegendem Material von Hirnerweichungen I Embolie der Arteria 
centralis retinae auf ca. 3 Thrombosen rechnen, indem ich z. B. die Be- 
obachtungen von Landesberg (53), Gowers (82), Sicbel (68) nach Maßgabe 
des objektiven Befundes der Embolie der Arteria centralis retinae bei 
Ilirnerweichung zurechne und die Beobachtungen von Mauthner (73), 
Parinaud (172), Jocqs (591;, v. Esmarch (1 6), Fränkel (I 40), v. Rotiiihund 
und Eversbusch (175), v. Michel (155), Gowers (320), Williamson (703), der 
Thrombose. 

Es kann hierbei der Verschluss der Retinalarterie zum Teil dem Prozess 
in den Hirnarterien vorangehen (Landesberg, Sichel, Parinaud u. A.), zum 
Teil gleichzeitig auftreten (Gowers, Jocqs u. A.) und zum Teil nachfolgen 
(Siegrist 462, Fränkel, v. Rothmund, y. Michel u. A.). In den letzteren 
Fällen handelt es sich hauptsächlich um Carotisthrombose mit Fortsetzung 
des Thrombus in die Arteria ophthalmica. 

Es erhebt sich hierbei die Frage, wie weit Verstopfung der Carotis 
interna schon im stände sein kann, das Bild der gleichseitigen Ischämie 
des Augenhintergrundes hervorzubringen und somit das Bild der Embolie 
oder Thrombose der Arteria centralis retinae zu bedingen. In dieser Hin- 
sicht muss zunächst als feststehend angesehen werden, dass lediglich Ver- 
schluss der Carotis interna unterhalb der Abgangsstelle der Arteria oph- 
thalmica bei Offenbleiben der Arteria communicans anterior und posterior 
in keiner Weise im stände ist, eine Ischämie der gleichseitigen Retina her- 
vorzurufen. Es scheint der plötzliche Verschluss der Carotis (z. B. Unter- 
bindung) nur eine ganz vorübergehende Verminderung der arteriellen Blut- 
zufuhr des betreffenden Auges hervorrufen zu können, wie ich mich selbst 
gelegentlich beim Ophthalmoskopieren eines Patienten im Moment der 
Carotisunterbindung an dem Auftreten einer geringen Abblassung der Papille 
überzeugen konnte. Der Ausgleich dieser Störung aber erfolgte sehr bald. 
Ich erinnere hier auch an andere Mitteilungen aus der Litteratur und an 
die experimentellen Untersuchungen von Wessely und Noll (701), welche 
den Einfluss der Carotisunterbindung beim Tier in bezug auf die Blutver- 
sorgung des Auges studierten, und dabei einen nur verhältnismäßig ge- 
ringen Einfluss beim Affen konstatierten, eine Thatsache, die auch vielleicht 
für den Menschen Gültigkeit hat, während bei andern Tieren (Hunden, 
Kaninchen) dieser Einfluss schon ein ausgesprochenerer war und sich in 
der veränderten Produktion und Beschaffenheit des Kammerwassers nach- 
weisen ließ. 

Anders gestaltet sich das Verhältnis schon, wenn die Thrombose der 
Carotis interna über die Abgangsstelle der Arteria ophthalmica hinausreicht 



972 XXII. Teil II. Uhthoff, 

oder sich in sie hineinerstreckt. Hier scheint es in der That gelegentlich 
vorkommen zu können, dass dann das Bild der arteriellen Ischämie der 
Netzhaut auftritt. Die Beobachtung von v. Michel, Fränkel, v. Rothmund 
und Eversbuscb u. A., wo keine Thrombose im Bereich des Opticus ge- 
funden wurde, sind wohl in diesem Sinne zu deuten. Ich selbst verfüge 
über eine Beobachtung von Thrombose der Carotis interna über die Ab- 
gangsstelle der Arteria ophthalmica hinaus, wo Erblindung des gleichseitigen 
Auges unter dem Bilde der Ischaemia retinae eintrat, während die Serien- 
untersuchung des Orbitalinhaltes keinen Verschluss der Ophthalmica und 
ihrer Äste und auch nicht der Arteria centralis retinae aufwies. In einem 
andern analogen Falle dagegen war eine Sehstörung und ein ophthalmo- 
skopischer Befund nicht zu konstatieren. Es scheint sich somit die Sache 
hier verschieden zu verhalten und individuellen Schwankungen unterworfen 
zu sein, je nachdem die Anastomosen im vordem Gebiete der Arteria oph- 
thalmica mit der Maxillaris interna und externa in mehr oder weniger aus- 
gedehntem Maße vorhanden sind. Auch Elschnig (339) sah in 2 Fällen 
von Carotislhrombose mit Fortsetzung des Thrombus bis in das Anfangs- 
stück der Arteria ophthalmica und in die Arteria fossae Sylvii hinein keine 
Sehstörung und anatomisch normalen Befund, ebenso verhielt es sich in 
1 Falle von Virchow(14). 

In den Beobachtungen von Siegrist, v. Esmarch, Jocqs u. A. wurde 
neben der Carotisthrombose gleichzeitig auch eine solche der Ophthalmica 
und der Arteria centralis retinae gefunden. Elschnig, Siegrist u. A. be- 
tonen, dass bei Thrombose der Carotis und der Ophthalmica der Thrombus 
ein Ausgangspunkt für einen Embolus in die Arteria centralis retinae 
werden könne. 

Gowers (320) berichtet, nach Thrombose der Arteria ophthalmica sogar 
einmal eine Nekrose des Augapfels gesehen zu haben. 

Jedenfalls ist die Komplikation der Hirnerweichung mit Embolie oder 
Thrombose der Arteria centralis retinae im Ganzen selten, aber es wäre 
nicht richtig, daraus den Schluss zu ziehen, dass ausgesprochene sklero- 
tische Veränderungen an den Retinalarterien oder die Erscheinungen der 
Thrombose der Arteria centralis retinae durchweg keine ungünstige prog- 
nostische Bedeutung für das gleichzeitige Verhalten der Hirnarterien hätten. 
Wir dürfen nur daraus schliessen, dass sklerotische Veränderungen der 
Hirnarterien relativ häufig ohne solche der Retinalarterien vorkommen. 
Liegen aber umgekehrt ausgesprochene Erscheinungen von Sklerose oder 
Thrombose der Retinalarterien vor, so haben wir durchweg auch mit 
solchen im Bereich der Hirnarterien zu rechnen. Nach meinem eignen von 
Dr. Geis (1910 s. Kap. Blutung) zusammengestellten langjährigen und hin- 
reichend verfolgten Beobachtungsmaterial zeigten 1 7 Patienten mit ausge- 
sprochenen sklerotischen Veränderungen der Retinalarterien alle bis späte- 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 973 

stens nach 4 Jahren die Erscheinungen von Gehirnerkrankung (Schlag- 
anfall), die durchweg, soweit die klinische Diagnose es gestattete, auf 
Erweichungen zurückzuführen war und auch meist zum Tode führte. 
Ebenso erkrankten von 35 Fällen der Thrombose und Embolie der Arteria 
centralis retinae, welche hinreichend lange beobachtet werden konnten, 1 7 
später an Schlaganfall und zwar meistens in 1 — 2 Jahren, einige auch 
erst nach bis zu 6 Jahren. Diese Patienten waren alle über 40 Jahre alt 
und zeigten kein sonstiges besonderes ätiologisches Moment wie z. B. Vitium 
cordis. Da wo Herzfehler, namentlich bei jugendlicheren Personen, wahr- 
scheinlich embolische Vorgänge im Bereich der Betinalarterien bedingten, war 
die Prognose in bezug auf nachfolgende Hirnkomplikationen viel günstiger. 
Anders lagen auch die Verhältnisse bei dem klinischen Bilde der Throm- 
bose der Vena centralis retinae (sogenannte Betinitis apoplectica), hier 
konnten 44 Fälle über 5 Jahre beobachtet werden und von ihnen erkrank- 
ten im Ganzen 20 nachträglich an Schlaganfall, meist in 1 — 2 Jahren, 
einige auch erst nach 9, 10 und 12 Jahren. Die übrigen 24 Patienten 
blieben in o— 1 2jähriger Beobachtungszeit gesund, also in über §ü % der 
Fälle war die Veränderung der Betinalvene offenbar als rein lokal und 
nicht kompliziert mit Anomalien der Hirngefäße aufzufassen. Ließen sich 
in den Fällen von Venenthrombose der Betina gleichzeitig ausgesprochene 
Arterienveränderungen der Netzhaut nachweisen, so erwies sich die Prog- 
nose in bezug auf Hirngefäßanomalien als wesentlich schlechter. 

Ausgesprochene Sklerose der Chorioidealgefäße scheinen keine ungün- 
stigen Schlüsse auf das Verhalten der Hirngefäße zu gestatten. 

Dass im Übrigen die Netzhautgefäße viel seltener als die Hirngefäße 
Sitz pathologischer Veränderungen sind, haben wir auch auf dem Gebiete 
der Hirnsyphilis gesehen, wo die häufige Endarteriitis syphilitica der Hirn- 
arterien sich nur relativ selten mit einer solchen der Netzhautarterien 
kompliziert (vgl. meine Arbeit v. Graefe's Arch. f. Ophth., Bd. XXXIX u. XL). 
Lehrreich ist auch ein Vergleich der Vorgänge bei der Embolie und 
Thrombose der Arteria centralis retinae mit den analogen im Bereich der 
Hirnarterien. Es sind ja die Beobachtungsbedingungen für diese Verände- 
rungen im Augenhintergrunde so außerordentlich günstig, und die Cirku- 
lationsbedingungen im Bereich der Netzhaut gleichen denen in der Hirn- 
substanz in weitgehender Weise. In Beiden das charakteristische Verhalten 
der Endarterien im Sinne Cohnheims, wenigstens soweit die basalen Hirn- 
arterien, welche in erster Linie das Gebiet der großen Hirnganglien ver- 
sorgen, in Betracht kommen, wenn auch für die Hirnarterien der Hirnrinde 
Anastomosen untereinander gegeben sind, die bei den Betinalarterien fehlen. 
Es war eine dem Ophthalmologen längst bekannte Thatsache, dass 
nach Verschluss des Betinalarterienstammes die peripher davon gelegenen 
Arterienäste nicht sofort kollabieren, sondern unter Stillstand der Blutsäule 



974 XXII. Teil II. Uhthoff, 

noch bis zu einigen Tagen ein relativ normales Kaliber behalten. Auf 
diesen Umstand ist für die Embolie und Thrombose der Hirnarterien erst 
viel später hingewiesen worden (Marchand 364). 

Ebenso entspricht es von jeher der ophthalmologischen Erfahrung, 
dass zum Bilde des reinen Verschlusses der Relinalarterie irgendwie reich- 
lichere Retinalblutungen nicht gehören, sondern höchstens gelegentlich ver- 
einzelt auftreten, in der Regel aber ganz fehlen. Auch diese Thatsache ist 
erst allmählich für die Embolie und Thrombose der Hirnarterien, wenig- 
stens soweit die eigentlichen Endarterien in Betracht kommen, vom patho- 
logischen Anatomen immer mehr betont worden (Schmaus). Der eigentliche 
hämorrhagische Infarkt mit zahlreichen Blutungen (»Retinitis apoplectica 
seu haemorrhagica«) gehört nicht zu den Folgeerscheinungen eines isolierten 
arteriellen Verschlusses in der Retina, er setzt eine ausgesprochene patho- 
logische Veränderung in den Relinalvenen mit mehr oder weniger hoch- 
gradiger Verlegung des Lumens voraus. 

Isolierte Retinalblutungen ohne gleichzeitige neuritische oder reti- 
nitische Veränderungen sind bei der Hirnerweichung selten. Es ergibt sich 
hier bei meinen statistischen Zusammenstellungen des Sektionsmaterials und 
meiner klinischen Beobachtungen eine gewisse Dillerenz. Ich fand für 
letztere ungefähr das gleiche Verhältnis des Vorkommens isolierter Retinal- 
blutungen für Hirnblutung und Hirnerweichung {'*%)i a ' s0 relativ selten 
und in der großen Sektionsstatistik von Hirnerweichung fehlen die Retinal- 
blutungen ganz, während sie bei den Hirnblutungen in ca. 'i% vorhanden 
waren. Ich möchte wohl annehmen, dass bei meiner klinischen Statistik 
der Zufall eine gewisse Rolle gespielt hat, und dass bei der Sektions- 
statistik eine nicht immer hinreichende Berücksichtigung des ophthalmo- 
skopischen Befundes vorlag. Den Schluss aber halte ich für berechtigt, 
dass isolierte Retinalblutungen bei Hirnerweichung überhaupt sehr selten 
sind und bei den Hirnblutungen häufiger angetroffen werden. 

Im Übrigen, glaube ich, was die Prognose und die diagnostische Be- 
deutung der Retinalblutungen u. s. w. in bezug auf den cerebralen Prozess 
angeht, hier auf meine Ausführungen in dem Kapitel Hirnblutungen ver- 
weisen zu dürfen. 

Hemianopsie. 

Bei der Hirnerweichung, sei sie auf embolischer oder thrombotischer 
Basis entstanden, ist die homonyme Hemianopsie die bei Weitem häutigste 
Augenstörung in den Fällen, wo Augenerscheinungen überhaupt zur Be- 
obachtung kommen (51 %), und dabei trat totale homonyme Hemianopsie in 
36,4%', partielle in 3,5^ und doppelseitige in \\,k% auf. Eine reine 
Hemianopsie nur für Farben, wurde bei diesem zusammengestellten Sek- 
tionsmaterial von 368 Fällen von Hirnerweichung nicht angetroffen. 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 975 

Sehr selten liegt die Ursache für die homonyme Hemianopsie bei Hirn- 
erweichung in einer Erkrankung des Tractus opticus (1,2$), es waren die 
Fälle von Marchand (1 70) und Bleuler (335). In beiden Beobachtungen 
jedoch fanden sich gleichzeitig noch Erweichungsprozesse der Nachbarschaft. 
In 22^ betrafen die Erweichungsherde, welche die homonyme Hemianopsie 
bedingten, die primären Opticusganglien resp. den Anfangsteil der Sehstrah- 
lung in der Gegend der innern Kapsel und in ca. 77 % handelte es sich 
um ein Befallensein der centralen Sehstrahlung und der optischen Rinden- 
gebiete. Bei den Hirnblutungen mit homonymer Hemianopsie verhalten 
sich diese Prozentzahlen anders: 58^ für Affektion der Sehbahnen central- 
wärts von den primären Opticusganglien und k<$,% für diejenige der pri- 
mären Opticusganglien. 

Die obigen Zusammenstellungen ergeben nur das relative Häufigkeits- 
verhältnis der homonymen Hemianopsie bei Hirnerweichung im Vergleich 
zu den anderen vorkommenden Augensymptomen, während Zusammen- 
stellungen über absolute Häufigkeit (d. h. Aufstellungen ohne Rücksicht auf 
bie vorkommenden Augenerscheinungenj eigentlich nicht existieren. Ich 
habe versucht, wenigstens meine klinischen Beobachtungen in dieser Hin- 
sicht zu verwerten und fand bei Hirnerweichung \Q% homonymer Hemi- 
anopsie, bei Hirnblutung %% (vgl. die Statistiken). Am häufigsten kommt 
bei Affektion der Arteria cerebri posterior die Hemianopsie bei Hirnerweichung 
zur Beobachtung (v. Monakow 422) und zwar relativ selten durch Embolie 
ca. 2^, viel häufiger durch thrombotische Vorgänge; besonders bezieht 
sich das auf die doppelseitige Hemianopsie. Hirnblutung ist bei der 
doppelseitigen Hemianopsie viel seltener (ca. h%) als die Hirnerweichung 
(ca. W %). 

In seltenen Fällen führt auch Embolie der Carotis interna zur Hemi- 
anopsie (v. Monakow) infolge von Ischämie des unteren Scheitelläppchens, 
(Lücke 59) nach Unterbindung der linken Carotis communis neben Aphasie 
rechtsseitige Hemianopsie. Bemerkenswert ist eine Beobachtung von 
Yamagiva (292) von linksseitiger Sehstörung infolge Embolien kleiner Gefäße 
des rechten Hinterhauptlappens mit Distomumeiern. 

Ein- und doppelseitige Hemianopsien wohl infolge von thrombotischen 
oder embolischen Vorgängen im Anschluss an Blutungen wurden beobachtet 
von Ghevallereau (277) und Arnos (433), Wilbrand und Sänger (die Neuro- 
logie des Auges), Janot (These de Montpellier 1892), Gendron (These de 
Paris 1890), Terson (Journal des practitiens 18. Dec. 1897) [angeführt bei 
W. u. S.] u. A. 

Vielleicht gehören hierher auch die sehr seltenen Fälle, wo nach oft 
wiederholten typischen Anfällen von Flimmerscotom schließlich eine par- 
tielle homonyme Hemianopsie dauernd zurückbleibt, ich selbst verfüge über 
3 derartige sichere Beobachtungen (vgl. auch Lenz 708). 



976 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Dass bei der Hirnerweichung sehr selten der Grund für die homonyme 
Hemianopsie in einer basalen All'ektion des Tractus opticus gelegen ist, 
wurde schon oben hervorgehoben, häufiger kommen schon andere Tractus- 
affektionen für homonyme Hemianopsie in Betracht, wie Tumoren (Samei.sohn, 
Uhthoff, Hirschberg, Oliver u. A.), welche zum Teil nur in sekundärer 
Weise durch Druckwirkung den Tractus geschädigt hatten. 

Auch die Fälle, wo durch die Sektion bestätigte Befunde von Er- 
weichungsprozessen im Bereich der primären Opticuscentren und dem An- 
fangsteil der Sehstrahlung als Grund für homonyme Hemianopsie vorliegen, 
sind relativ selten (Henschen 282, Marchand, Müller G2i u. A.). Häufiger 
sind in der Region der primären Opticusganglien und dem Anfangsteil der 
Sehstrahlung als Ursache für homonyme Hemianopsie 1 . Blutungen (Henschen 
282, Pflüger, Richter, Dreschfeld u. A.). 2. Tumoren (Henschen, Pooley, 
Dreschfeld, Dbrclm u. A.). 3. Gelegentlich Abscesse (Knapp, Wernicke und 
Hahn u. A.). 

In bezug auf die klinische Erscheinungsweise der homonymen Hemi- 
anopsie, soweit sie durch Läsionen des Tractus und der primären Opticus- 
ganglien sowie des Anfangsteiles der Sehstrahlung hervorgerufen wird, ist 
hervorzuheben, dass die sogenannte makulare Aussparung des Gesichts- 
feldes nach den defekten Hälften hin hier kaum vorzukommen scheint. Es 
ist dabei zu bemerken , dass von einer makularen Aussparung nur ge- 
sprochen werden darf, wenn das Gesichtsfeld in der Gegend des Fixier- 
punktes um mindestens 5 — 1 U in die blinden Hälften hinüberragt. Eine 
Überschreitung in dieser Hinsicht in ganz geringem Umfang von 1 — 3° 
sollte nicht als eigentliche Aussparung gerechnet werden und ist zum Teil 
auch wohl auf Prüfungsfehler zurückzuführen. Ebenso dürfen die seltenen 
Befunde nicht im Sinne einer Aussparung der Macula gedeutet werden, 
wenn die erhaltenen Gesichtshälften die vertikale Trennungslinie in ganzer 
Ausdehnung um einige Grad überschreiten. Ich verweise hier auch auf 
die Ausführungen von Lenz an der Hand unseres Materials, der zu dem 
Schlussresüme kommt, »dass es eine ganze Reihe guter Sektionsfälle gibt, 
wo bei Läsion der Gegend der primären Centren resp. des Anfangsteiles der 
Sehstrahlung die Trennungslinie sicher durch den Fixierpunkt ging, in 
andern Sektionsfällen war dies wenigstens wahrscheinlich der Fall. Es giebt 
ferner Sektionsfälle, wo anscheinend der Defekt nicht den Fixierpunkt er- 
reichte, ohne dass man indessen den Eindruck einer typischen makularen 
Aussparung gewinnen konnte«. 

Bei Erweichung im hintern Teil der Sehstrahlung und deren 
kortikaler Endigung, wie die Sektionsfälle von Curschmann (131), 
Delepine (279), Wilbrand (321, S. 304, Nr. 99), Seguin (225), Henschen- 
Nordenson (282), Wernicke und Förster (162) u. A. wurde bei der be- 
gleitenden Hemianopsie eine makulare Aussparung nachgewiesen und, 



Hiraerweiehung (Encephalomalacie). 



977 



wenn wir unsere großen klinischen Erfahrungen ohne Sektionsbefund mit 
heranziehen, wo wir eine Affektion des hinteren Teiles der Sehstrahlung 
und deren kortikalen Endigungen anzunehmen berechtigt sind, tritt uns 
das Erhaltenbleiben makularer Gesichtsfeldteile auch in den blinden Hälften 
so häufig entgegen, dass wir es als durchweg der Regel entsprechend be- 



L.XII A. 



Fig. 7t. 




R.ar A. 




Fig. 7-2. 



L.ar A. 




R. 31 A. 




zeichnen müssen. Lenz schätzt nach der Zusammenstellung unseres klini- 
schen Materials die makuläre Aussparung bei kortikalen und subkortikalen 
Affektionen der Sehbahnen mit Hemianopsie auf ca. 83^". 

Gelegentlich jedoch kann auch bei Affektionen des Occipitallappens mit 
homonymer Hemianopsie die Trennungslinie des Gesichtsfelddefektes gerade 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. (> 2 



978 



XXII. Teil II. UhthoiT, 



durch den Fixierpunkt gehen, worauf schon Wilbiund (291) hinweist. Als 
einschlägige Beobachtungen mit Sektionsbefund können gelten die von 
Dejerine (315), Westphal (181), Kast-SXnger (272), Fere (207), Verrey 
(Arch. d'opht. 1888, VIII. S. 288, s. Kap. Blutung.), Hun (236) U.A., im 
Ganzen sind sie aber als sehr selten zu bezeichnen gegenüber den Fällen 
von Läsion der centralen Sehbahnen im Bereich des Hinterhauptlappens 
mit makularer Aussparung. Demgegenüber überwiegt bei Affektion der 
primären Opticusganglien und des Anfangsteiles der Sehstrahlung sowie bei 

Fig. 73. 




(Aus Graefk's Arch. f. Ophth. LSXII. 1 u. 2. S. 65: Lenz, Zur Pathologie der cerebralen Sehbahn. I 



Autorenverzeichnis der eingetragenen Fälle von Hemianopsie, mediale Fläche 

der rechten Hemisphäre. 

I . Haar, 2. Marchand, 3. Bicüter, 4. Seguin, 5. Bouveret, 6. IIenschen. 
7. Hun, 8. Sänger, 9. Henschen, 10. Lunz, 11. v. Monakow, 12. Wilurand 
13. Dejerine und Vialet, 14. Vialet, 15. Vialet, 16. Yialet, 17. Mollisset 
18. Beülich, 19. Laqueur, 20. St. Marie und Creuzon, 21. v. Monakow 
22. Jonkowsky, 23. Marie und Guillain, 24.Perdran, 25. Beevor und Collier 
26. Gollet und Gruber, 27. Sachs. 



Affektion des Tractus und des Chiasma bei weitem die gerade durch den 
Fixierpunkt gehende Trennungslinie der hemianopischen Gesichtsfelddefekte. 
Die Grenze zwischen dem häufigen Auftreten der makularen Aussparung 
und ihrem häufigen Fehlen entspricht etwa dem mittleren Drittel des Parie- 
tallappens. Herde in dieser Gegend sind es offenbar auch, die gelegentlich 
durch weitere Ausdehnung nach vorn eine anfangs vorhandene Aussparung 



zum Verschwinden bringen können. 



Wahrscheinlich zweigen somit auch 



die doppelversorgenden Fasern der Macula in dieser Gegend von der Seh- 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 



979 



bahn ab und nehmen ihren weiteren Weg voraussichtlich durch den hin- 
tern Teil des Balkens zur Sehsphäre der gegenüberliegenden Seite (Heine, 
Arch. f. Ophthalm. LI.; Lenz). 

Es seien hier 2 typische Bilder von Gesichtsfeldern der homonymen 
Hemianopsie mit und ohne Aussparung der Macula lutea aufgeführt (Fig. 71 
und 72). 

Fig. 74. 




(Aus Graefe's Arch. f. Ophth. LXXII, 1 u. 2, S. 71 : Lenz, Zur Pathologie der cerebralen Seilbahn.) 

Autorenverzeichnis der eingetragenen Fälle von kortikaler bezw. subkortikaler 
Läsion der Konvexität ohne Hemianopsie. 

1. Mingazzini, 2. Byrom Bramwell, 3. Byrom Bramwell, 4. Bruzelius, 
5. Henschen (24), 6. Oppenheim, 7. Ackermann, 8. Henschen (9), 9. Berkhan, 
10. Hun III, 1 1. Henschen (27), 12. Reinhard IV, 13. Reinhard II, 14. Byrom 
Bramwell, 15. Byrom Bramwell, 16. Pick, 17. Wilrrand, 18. Crameii, 
19. Oppenheim und Krause, 20. Henschen ( Wallgreen). 



Gerade die Sektionsbefunde bei Hirnerweichung sind es ja in erster 
Linie gewesen, welche uns eine bestimmtere Lokalisation des Sehcentrums 



ermöglichten. 



In bezug auf eine geschichtliche Darstellung der verschie- 



denen Anschauungen über die Lokalisation des Sehcentrums verweise ich 
vor allem auf Henschen's (500) ausgezeichnete Darstellung (Revue critique 
de la doctrine sur le centre cortical de Ia vision XIII. Congres inter- 
national de Med. Paris 1900). Sehr anschaulich ist in dieser Hinsicht die 
jüngst von Lenz gegebene bildliche Darstellung der geeigneten Sektions- 

62* 



980 XXII. Teil II. Uhthoff, 

resultate, indem die Lokalisation der erkrankten Hirnterritorien der Hinier- 
hauptslappen bei homonymer Hemianopsie in Ilirnschemata eingetragen 
wurde (vgl. Fig. 73 u. 74). 

Ich verweise in bezug auf die Auswahl und die Kritik der benutzten 
Fälle auf die eingehenden Ausführungen von Lenz, denen ich nur zustim- 
men kann, und betone ebenfalls die große Wichtigkeit speciell der Henschen- 
schen und WiLBiuND'schen Ausführungen. 

Bei isolierten Läsionen der Rinde und des subkortikalen Markes der 
Konvexität des Ilinterhauptslappens werden hemianopische Störungen durch- 
weg vermisst, und somit können diese Partien auch nicht zum Sehcentrum 
gehören (vgl. Fig. 74). 

Lenz hat 20 derartige Beobachtungen mit Sektionsbefund in ein Ge- 
hirnschema eingetragen [Fig. 5 seiner Arbeit] (Fig. 74), und unter ihnen 
befinden sich Hirnerweichungen in den Fällen von Henschen, Reinhard (223), 
Byrom-Bramwell (Brain 1899), Pick (379), Wilbrand (291) u. A. Als fest- 
stehend darf angesehen werden, dass eine specifisch optische Funktion 
durch andere Faserbahnen und Rindenpartieen nicht übernommen werden 
kann. 

An der Hand des bisher vorliegenden Materials aus der menschlichen 
Pathologie darf man schließen, dass die laterale konvexe Oberfläche des 
Occipitallappens nicht zum Sehcentrum gehört. Das Gebiet vor der Fis- 
sura parieto-occipitalis und der Fissura calcarina gehört wahrscheinlich 
auch nicht dazu. Das für Hemianopsie beweisende Sektionsmaterial grup- 
piert sich fast ausschließlich um und an die Fissura calcarina, allerdings 
findet sich kein Fall von rein kortikaler Erweichung in dieser Gegend, es 
liegt in den Cirkulationsverhältnissen begründet, dass die Sehstrahlung 
immer mitbeteiligt war. 

Überdies zeigt das Gebiet der Fissura calcarina anatomische Besonder- 
heiten in Form eines Markstreifens innerhalb der Rinde (Gennari, Vicq 
d'Azvr und B.ullarger) und besonders eine eigenartige histologische Be- 
schaffenheit der Rinde, wie sie von anderen Autoren in jüngster Zeit, 
namentlich durch die sorgfältigen Untersuchungen von Brodmann festgestellt 
worden ist (vgl. die Fig. 6, 16 u. 17 der LENz'schen Arbeit). 

Über die Läsion der Gegend der innern Kapsel mit hemiplegischen 
Erscheinungen gibt Lenz folgende Statistik: 

I. Auf 101 Fälle von Hirnblutung mit Augensymptomen: 

Mit Hemianopsie 1 2 Fälle [a) 10 komplette, b) 2 partielle]. 
Ohne Hemianopsie 29 Fälle. 
II. Auf 369 Fälle von Hirnerweichung mit Augensymptomen: 

Mit Hemianopsie 34 Fälle [a) 31 komplette, b) 3 partielle]. 
Ohne Hemianopsie 34 Fälle. 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 981 

Es wird somit bei einer Affektion der Capsula interna mit hemiplegi- 
schen Symptomen eine Hemianopsie sehr oft vermisst, sie wird nur dann 
eintreten, wenn die Läsion sehr tief greift und bis in die optische Bahn 
hineinreicht. 

Die Frage einer Projektion der Retina auf die Hirnrinde 
dürfte nach dem vorliegenden Material im Sinne von Henschen, Wilbrand 
u. A. sicher als im positiven Sinne entschieden anzusehen sein und ebenso 
die Frage der Projektion der Macula lutea auf eine bestimmte Stelle der 
Hirnrinde in der Gegend der Fissura calcarina. Lenz hat in jüngster Zeit 
diese Frage noch einer sehr eingehenden kritischen Diskussion an der 
Hand des in der Litteratur vorliegenden Sektionsmaterials unterzogen und 
stimmt daraufhin besonders Henschen im Wesentlichen zu. Nur in bezug 
auf die Vertretung der Macula lutea weicht er insofern ab, als er die 
Lokalisation der Macula lutea in der Hirnrinde dem hintern Ende der Fis- 
sura calcarina zuschreibt, gestützt auf Fälle von Henschen, Wilbrand, 
Christiansen, Inouye (708) u. A., welche wenigstens zum Teil Encephalo- 
malacie, meistens aber Hirnverletzungen betreffen; günstig, wenn auch nicht 
beweisend, erscheinen ihm auch für eine Lokalisation im hintern Teil der 
Fissura calcarina noch Fälle von Brünnicke (388), Lunz(418), Moore (230), 
Berger (203), Laqueur-Schhidt (476) , Henschen, Dejerine (31 5), Beevor 
und Collier (575), Wilbrand, Joxeowsky (524), Collet und Grüber (610), 
Inouye, die ebenfalls meistens Erweichungsprozesse betreffen. Es liegt in 
der Natur der Sache, dass Blutungen wegen ihrer Fernwirkung durchweg 
nicht für die Entscheidung dieser Frage geeignet sind. Ich möchte mich 
den Ausführungen von Lenz durchweg anschließen. 

Halbseitige Störung des Farbensinnes (Hemiachromatopsie) 
wurden bei unserm Hemianopsiematerial in ca. §% beobachtet, und an der 
Hand des Sektionsmaterials scheinen für derartige Störungen hauptsächlich 
Hirnblutungen in Betracht zu kommen (Verrey, 1888, s. Kap. Blutung; 
Garcia Calderon 1888, s. Kap. Blutung), bei denen wohl in erster Linie 
eine Fernwirkung auf die optischen Leitungsbahnen im Hinterhauptslappen 
eine Rolle spielt. Dass bei einer solchen hemianopischen Störung des 
Farbensinnes Raumsinn und Lichtsinn für gewöhnlich gleichzeitig erheblich 
gestört sind, spricht vielleicht gegen die Annahme eines besonderen Farben- 
sinncentrums und für eine Beeinträchtigung derjenigen Elemente, welche 
Raumsinn, Lichtsinn und Farbensinn gleichzeitig vermitteln und deren 
Schädigung die Farbenperception zuerst leiden lässt. Endgültig entschieden 
ist die Frage noch nicht. 

Die doppelseitige Hemianopsie ist viel seltener als die einseitige 
bei Hirnerweichungen und Hirnblutungen , und bei ersteren relativ häu- 
figer. Sie verhält sich zur einseitigen homonymen Hemianopsie bei Hirn- 
erweichungen wie 1 : 3,5 und bei Hirnblutungen wie 1 : 5. Dieses Verhältnis 



982 XXII. Teil II. Uhthoff, 

ist an der Hand des Sektionsmaterials für die doppelseitige Hemianopsie 
entschieden noch zu hoch gegriffen. Bei einer klinischen Zusammen- 
stellung von homonymer Hemianopsie infolge von Ilirnerweichung oder 
Hirnblutung stellt sich das Verhältnis der doppelseitigen zur einseitigen 
ca. 1 :13. In ungefähr der Hälfte der Fälle trat die doppelseitige Hemi- 
anopsie beiderseits gleichzeitig ein, in der andern Hälfte nacheinander in 
2 Insulten. In ca. 25^" der doppelseitigen Hemianopsie kommt es zur 
völligen Erblindung, während in der Mehrzahl der Fälle kleine centrale 
Gesichtsfeldabschnitte restieren. 

Bei den totalen Erblindungen nach doppelseitiger Hemianopsie kommt 
es zuweilen vor, dass die Kranken von ihrer Erblindung kein Bewusstsein 
haben (Anton 469, Bedlicm u. Bonvicini 668). Lokal diagnostisch ist speciell 
für die Lokalisation des Prozesses in die Hinterhauptslappen mit diesem 
Symptom nicht viel anzufangen, »es stellt in der Begel eine Teilerscheinung 
einer allgemeinen und hochgradigen Störung der Ilirnfunktionen bei be- 
stehender Blindheit dar«. 

Subjektive Lichterscheinungen und Gesichtshallucination bei 
Hirnerweichungen und -Blutungen. 

Derartige Erscheinungen treten am häufigsten bei Hirnerweichungen 
mit Hemianopsie auf in 2^', und in keinem der bisherigen Sektionsfälle 
handelte es sich um reine Bindenläsion, die Sehstrahlung war immer mehr 
oder weniger mitbeteiligt (Schirmer 385, Henscben, Wilbrand u. A.). Vor- 
auszusetzen ist dabei, dass die Sehrinde jedenfalls zur Zeit der Erschei- 
nungen noch nicht vollständig vernichtet ist. Bei Hirnblutungen scheinen 
derartige Symptome kaum beobachtet zu sein. 

Ilemianopische Hallucinationen sind bei Erkrankungen des Hinterhaupt- 
lappens keine seltenen Erscheinungen und sie treten dann in der Regel in 
den blinden Gesichtsfeldhälften auf, wie in den Fällen von Ilirnerweichung 
von Pützel (253), Bianchi 296 u. 353), Henschen (Falunesek, Abrams), 
Uhthoff (488) u. A. 

In den sehenden Hälften sind sie sehr selten (Henschen). Ebenso sind 
einseitige Hallucinationen ohne Hemianopsie bei Ilirnerweichung und -Blu- 
tung (Henschen, sehr selten. Henschen vertritt die Ansicht, dass die Ge- 
sichtshallucinationen nicht im Sehcentrum selbst gebildet werden, sondern 
außerhalb des Gebietes der Fissura calcarina durch Vorgänge, welche die 
laterale Fläche des Occipitallappens oder seiner Umgebung reizen. Tntsäch- 
lich betraf in den meisten Fällen die Läsion den Occipitallappen und seine 
nächste Nachbarschaft. Ilemianopische Hallucinationen besitzen somit einen 
erheblichen lokalisatorischen Wert. 

Die hemianopischen Gesichtshallucinationen betreffen erheblich häufiger 
die rechten Gesichtsfeldhälften als die linken und sind somit häufiger bei 



Hirnerweichung Encephalomalacie). 983 

Erkrankung des linken Hinterhauptslappen (1 : 5). Daraus aber zu schließen, 
dass die optischen Erinnerungsbilder hauptsächlich nur in der linken Hemi- 
sphäre abgelagert werden (Behr, Peters 399), erscheint nicht gerechtfertigt. 

Durchweg erscheinen die hallucinatorisch gesehenen Dinge ganz und 
nicht halb, dies gibt nur IIenschem in einer seiner Beobachtungen an, ebenso 
sind sie fast immer farblos, gelegentlich erscheinen sie aber auch farbig, 
wie in einer meiner Beobachtungen. 

Einige Alterationen bei Hemianopikern, wie Störung des Augenmaßes 
bei Halbierung horizontaler Linien Liepman und Kalmus *), sowie der ge- 
legentlich vorkommende Verlust der Entfernungsschätzung (Westphal), ferner 
mangelhafte räumliche Orientierung der optischen Eindrücke (Kramer 2 ) 
und Fremdartig-Verzerrtsehen und Metamorphopsie der gesehenen Objekte 
(Lenz 709, Uhthoff, Oppenheim und Krause, Berl. med. Gesell. 7. Nov. 1906) 
seien hier nur noch kurz erwähnt. Ob zur Erklärung der letzteren Erschei- 
nung eine Verschiebung und Dislokation der percipierenden Rindenelemente 
in Betracht gezogen werden kann, möge dahingestellt bleiben. 

Der ophthalmoskopische Befund bleibt bei Hemianopsie infolge 
von Hirnerweichung und Hirnblutung durchweg negativ, besonders wenn 
die Läsion die centralen optischen Bahnen jenseits der primären optischen 
Ganglien betrifft. Dafür spricht auch unsere Statistik über die ophthal- 
moskopischen Befunde bei Hirnblutungen und -Erweichungen, wo die ein- 
fache atrophische Verfärbung des Sehnerven nur sehr selten vertreten ist. 
Dass eine Störung des primären Teils der optischen Leitungsbahnen nach 
längerer Zeit des Bestehens auch eine ophthalmoskopisch sichtbare Ab- 
blassung der Papillen herbeiführen kann, ist nicht zu bezweifeln. Anders 
liegt die Frage bei Läsionen der Sehstrahlung und der optischen Rinden- 
bezirke im Hinterhauptslappen. liier gibt es eine Anzahl positiver Be- 
funde von partieller Atrophie der basalen optischen Leitungsbahnen 
[v. Monakow, Moeli (265), Hosch (523), Wilbrand, Berkhan (293), Wickel, 
Berl. klin. Wochenschr. 1898, Peters u. A.], welche anatomisch festgestellt 
werden konnten, und wo es sich um alte Prozesse im Bereich der Hinter- 
hauptslappen handelte (Porencephalie). Diese positiven Befunde müssen 
aber als sehr selten angesehen werden und scheinen nur aufzutreten, wenn 
die Läsion der Hinterhauptslappen bis in die früheste Jugend zurückreicht; 
durchweg kann als feststehend angenommen werden, dass besonders bei 
Läsionen des Hinterhauptlappens im spätem Leben eine absteigende atro- 
phische Degeneration der Sehbahnen peripherwärts über die primären 
optischen Ganglien hinaus nicht eintritt. 



1) Über eine Augenmaßstörung bei Hemianopikern. - Berliner klin. Wochen- 
schrift. S. 838. 1900. 

2) Monatsschr. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXII, 3. 1907. 



984 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Dass lediglich klinische Beobachtungen ohne Sektionsbefund in dieser 
Hinsicht mit großer Zurückhaltung gedeutet werden müssen, liegt auf der 
Hand, zumal wenn der Eintritt der cerebralen Erkrankung sehr weit zurück- 
liegt. Komplizierende periphere Opticusläsionen (abgelaufene Neuritis, peri- 
phere Druckatrophie, Basalfrakturen u. s. w.) dürften hier doch nicht immer 
sicher auszuschließen sein. 

Die Daten über Alexie, Seelenblindheit, optische Aphasie und 
Dyslexie bei Hirnerweichung werden im Folgenden kurz angeführt, indem 
den Symptomen der Alexie und der Seelenblindheit Gehirnschemata bei- 
gegeben sind, in die von Dr. Lenz die einschlägigen Sektionsfälle eingetragen 
wurden. Die Namen der berücksichtigten Autoren sind hinzugefügt. Ich 
glaube, dass eine derartige bildliche Darstellung instruktiv und übersicht- 
lich sein dürfte '). 

Alexie. 
(32 Fälle von 36S Fällen von Hirnerweichung.) 
Verwertet sind nur diejenigen Sektionsfälle ohne allzugroße Herde, 
wo das Symptom der Wortblindheit als hervorstechendstes Hauptsymptom 
in im Wesentlichen reiner Form zur Beobachtung kam, wo also Erschei- 
nungen von Seelenblindheit, ferner aphasische Störungen irgend welcher 
Art, abgesehen etwa von einer leichten Paraphasie entweder niemals auf- 
traten oder nur vorübergehend waren. Die Fälle ohne Hemianopsie tragen 
römische Zahlen, die mit Hemianopsie arabische Zahlen. 

Ohne Hemianopsie: 
I. Eldeii, II. Serieux, III. Lambrior, IV. Broadbent, V. Sigaud, VI. Halipre. 

Mit doppelseitiger Hemianopsie: 
12. Redlich. 

Mit rechtsseitiger Hemianopsie: 
LBramwell, 2.Dejerine, 3. Vialet, 4. Dejerine und Thomas, 5. Kuffner, 
6. Touche, 7. Bonvicini und Pötzl, 8. Bruns und Stölting, 9. Hosch, 
10. Wernicke und Förster, 11. Redlich, 12. siehe doppelseitige Hemianopsie, 



1) Das zu Grunde liegende Schema entspricht keinem genauen, anatomisch 
richtig orientierten Durchschnitt des Gehirns, sondern ist eine Projektion der 
praktisch wichtigen und für den vorliegenden Zweck in Betracht kommenden 
Hirnterritorien auf eine mittlere Horizontalebene. Die Eintragung der Fälle ist 
derartig erfolgt, daß in jedes ganz oder teilweise okkupierte Territorium, welches 
eine besondere anatomische Bezeichnung führt, die Zahl des betreffenden Falles 
eingeschrieben wurde. Auf diese Weise wird es möglich, aus der Häufigkeit und 
Anordnung der betreffenden Zahlen einen Anhaltspunkt nicht nur für die Lokali- 
sation, sondern auch für die Ausdehnung des Prozesses zu gewinnen. — Bei der 
großen Menge des vorliegenden Materials dürfte eine derartige schematische Dar- 
stellung der Krankheitsbilder im Interesse der Übersichtlichkeit sehr zweckmäßig 
erscheinen. 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 
Fig. 75. 



985 



Mexie. 




Querschnittsschema der Alexie. 

a) 6 Fälle ohne Hemianopsie (römische Zahlen), b) 26 Fälle mit rechtsseitiger Hemianopsie (arabische Zahlen), 

davon 1 Fall mit doppelseitiger Hemianopsie (Fall 12). Nie linksseitige Hemianopsie. 

13. Wyllie, 14. Collins, 15. v. Monakow, 1 6. v. Monakow, 47. Bramwell, 
18. Bard, 19. Brissaud, 20. Gibson, 21. Mendel, 22. Quensel, 23. Osler, 
24. Bianchi, 25. Souques, 26. Hinshelwood. 

Das Schema zeigt eine Gruppierung der Herde einmal in das Gebiet 
des Gyrus angularis und zweitens auf die Innenfläche des Occipitallappens 
etwa entsprechend dem Gebiet der Sehsphäre, wobei aber immer das Mark 
in mehr oder minder großer Ausdehnung mitlädiert war. Das Verhalten 



986 XXII. Teil II. Uhthoff, 

der Schrift wurde bei der Aufstellung des Schemas nicht mitberücksichtigt. 
Die Frage nach der Existenz eines speciellen Wortbildcentrums resp. nach 
der Lokalisation desselben lässt sich naturgemäß allein aus einem solchen 
Schema nicht beantworten. 

Nur 1 mal ist auch die rechte Hemisphäre im Bereich des Hinter- 
hauptlappens mit betroffen, jedoch gleichzeitig mit einer ausgedehnten 
Affektion der medianen Fläche des linken Ilinterhauptslappen, welche ziem- 
lich tief in die Marksubstanz übergreift. Auch hier bedingt wohl zweifellos 
die Alteration des linken Occipitallappens das Symptom der Alexie unter 
gleichzeitiger Zerstörung der Associationsbahnen vom Ilinterhauptslappen 
zum linken Temporallappen. 

Eine gleichzeitige Hemianopsie kommt bei der Alexie um so häufiger 
zur Beobachtung, je weiter der Herd nach hinten und namentlich nach 
der inneren Hirnfläche des Ilinterhauptlappens gelegen ist. 

Bei 101 Sektionsfällen von Hirnblutungen wurde das Symptom der 
Alexie im oben angegebenen Sinne nicht beobachtet, ein sehr wichtiges 
differentiell-diagnostisches Moment bei Hirnerweichungen gegenüber den 
Hirnblutungen. 

Erscheinungen von Seelenblindheit. 
(21 Fälle von 368 Fällen von Hirnerweichung.) 

Bei 1 der Fälle (9, 10, 13, 14) handelte es sich um die specielle Teil- 
form der Orientierungsstörungen. Die Fälle ohne Hemianopsie tragen 
römische, die mit Hemianopsie arabische Zahlen und zwar die mit nur 
einseitiger (rechtsseitiger) Hemianopsie ohne besonderes Kennzeichen, die 
mit doppelseitiger Hemianopsie sind unterstrichen. Finden sich bei einem 
Fall Herde in beiden Hemisphären, so ist er, ganz gleich zu welcher 
der vorigen Gruppen er gehört, durch einen punktierten Kreis gekenn- 
zeichnet. 

Ohne Hemianopsie: 

I. Bernheim, II. Amidon, III. Maünan, IV. Seppilli, V. Serieux, VI. Freund, 
VII. Freund. 

Mit rechtsseitiger Hemianopsie: 

1. Pick, 2. Liepmann, 3. Hahn (Lissauer), 4. Nodet. 

Mit doppelseitiger Hemianopsie (alle mit punktiertem Kreis): 

5. Reinhard, 6. Reinhard, 7. Wilbrand, 8. Lunz, 9. v. Monakow, 

10. Sachs (Förster), 11. Peters, 12. Liepmann, 13. Bouveret, 14. Touche. 

Das Schema Fig. 76 zeigt neben den Alterationen des Temporal- und 
Parietallappens das bevorzugte Befallensein des Occipitallappens speciell der 
Gegend der Sehsphäre immer mit tiefer Beteiligung des Markes. Dement- 



Hirnerweichung (Encephalomalacie]. 



987 



sprechend findet sich häufig Hemianopsie und zwar, da meistens doppelseitige 
Herde vorliegen, doppelseitige Hemianopsie. Auch bei Einseitigkeit der 
Hemianopsie finden wir in 2 von 4 Fällen (i und 2) die Herde doppelseitig. 



Fig. 76. 



SeelenbTmdlieit . 

Falle 9T013W Orienäerwgsstoriwgcn . 
Doppels. Herde .- C } 

0hneBe7ni/uwpsie:Eiröm2.l 
Wt ■■ - • Uardb") 
einseitig rrechtssK-z. 
doppelseitig urtferstrrS. 




fi.occt 



Querschnittssehema der Seelenblindheit. 

a) 7 Fälle ohne Hemianopsie (römische Zahlen), b) 4 Fälle mit rechtsseitiger Hemianopsie (arabische Zahlen), 

c) mit doppelseitiger Hemianopsie (arabische Ziffern unterstrichen in punktiertem Kreis). 



Das gleiche gilt von den Fällen ohne Hemianopsie, wobei hervorzuheben 
bleibt, dass bei dem Zustand der Kranken der Nachweis der Hemianopsie 



988 XXII. Teil II. Uhthoff, 

nicht immer mit Sicherheit geführt werden kann. Bei Einseitigkeit des 
Herdes ist an Läsion des Balkens zu denken (3 und 4). Die Fälle 9, 1 0, 
13, 14 zeigten nur Orientierungsstörungen, bei den Fällen 7, 8 und 11 
bestanden solche neben Zeichen der Seelenblindheit. 

Das Symptom der Seelenblindheit resp. der Orientierungsstörungen 
kam bei der Hirnerweichung erheblich häufiger zur Beobachtung (ca. 8,0#) 
als bei den Hirnblutungen (in Z%). Über die Hälfte der Fälle von Seelen- 
blindheit bei Hirnerweichung war mit Hemianopsie kompliziert und zwar 
meistens mit doppelseitiger, zum kleineren Teil mit rechtsseitiger, nie mit 
linksseitiger. Dagegen war bei Hirnblutungen die Störung der Seelenblind- 
heit 2 mal ohne Hemianopsie und nur I mal mit einer solchen und zwar 
linksseitigen kompliziert. Es ist somit als feststehend in differentiell-dia- 
gnostischer Beziehung anzusehen, dass Seelenblindheit und centrale Orien- 
tierungsstürungen, besonders wenn sie mit Hemianopsie kompliziert sind, 
auf Hirnerweichung in erster Linie hinweisen, während diese Symptome 
bei Hirnblutungen viel seltener beobachtet werden. 

Es ist einleuchtend, dass die Fälle von Seelenblindheit ohne Hemi- 
anopsie auf eine räumliche Trennung des optischen Wahrnehmungs- und 
Erinnerungsfeldes hindeuten. Die meisten Thatsachen weisen für das optische 
Erinnerungsfeld auf die Konvexität des Occipitallappens. Es dürfte nicht 
statthaft sein, aus dem vorliegenden Sektionsmaterial den Schluss zu ziehen, 
dass die optischen Erinnerungsbilder nur in der linken Hemisphäre ihren 
Sitz haben, denn in den Beobachtungen von Seelenblindheit mit rechts- 
seitiger Hemianopsie waren durchweg auch gleichzeitig rechtsseitige (also 
doppelseitige) Hemisphärenstörungen vorhanden. Allerdings wurde bei 3C8 
Sektionsf,ällen von Hirnerweichung kein Fall von Seelenblindheit mit links- 
seitiger Hemianopsie beobachtet. 

Die optische Aphasie im Sinne einer Behinderung der Wortfindung 
vom optischen Gebiete aus kam als isolierte Erscheinung, wobei von den 
anderen Sinnesgebieten die Benennung noch ausgelöst werden konnte, sehr 
selten zur Erscheinung. Sie war fast immer kompliziert mit aphasischen 
und alektischen Störungen. Entsprechend der Lage des Herdes im linken 
Temporal-, Parietal- und Occipitallappen war die optische Aphasie fast immer 
mit rechtsseitiger Hemianopsie kompliziert. 

Bei Hirnerweichungen . . . . 368 Fälle 

Ohne Hemianopsie 2 » 1 7 Fälle 

Mit rechtsseitiger Hemianopsie . 5 » J \fi%. 

Bei Hirnblutungen wurde kein Fall bei dem herangezogenen Material 
beobachtet. 

Das Symptom der sogenannten Dyslexie (Berlin) wurde 8mal 
beobachtet und war nur 1 mal mit rechtsseitiger Hemianopsie kompliziert. 



Hirnervveichung (Encephalomalacie). 989 

Es scheint, dass auch Erschöpfungszustände des Gehirns ohne Herdläsionen 
das Symptom der Dyslexie bedingen können. Der lokalisatorisch-diagno- 
stische Wert dieses Symptoms ist somit relativ gering zu veranschlagen. 
Durchweg war die linksseitige Hemisphäre Sitz der Veränderungen 5 mal, 
davon 1 mal gleichzeitig auch die rechte (Berlin 229, Bruns 244, Sommer 347). 
In dem Falle von Bruns handelte es sich um 3 apoplektische Herde in 
der Gegend des linken Corpus striatum. 

Augenmuakelstörungen. 

§ 203. Lähmungen einzelner Augenbewegungsnerven treten bei der 
Hirnerweichung fast ganz in den Hintergrund, wie ein Blick auf die oben 
gegebene Statistik lehrt: Oculomotoriuslähmung in 2,4^ (abgesehen 
von isolierter Ptosis), Abducens in 0,3^, Trochlearis gar nicht. 
Es sind dies viel geringere Prozentzahlen als bei den Hirnblutungen, und 
auch die einfache Betrachtung des Wesens der Erweichungsprozesse im 
Gehirn lässt ja diese Thatsache von vornherein erklärlich erscheinen. 
Ja, man kann sagen, dass das Vorhandensein ausgesprochener ein- 
und doppelseitiger Augenmuskellähmungen, wenn wir von den associ- 
ierten und dissociierten Augenbewegungsstörungen und denen, welche auf 
Hirnschenkel-, Pons-, Vierhügelaffektionen deuten, absehen, bei einem 
intrakraniellen Prozess direkt gegen die Diagnose eines embolischen und 
thrombotischen Erweichungsprozesses im Bereich der Großhirnhemisphären 
spricht. 

Eine etwas eingehendere Besprechung sollen auch hier die isolierte 
Ptosis und die Deviation conjuguee erfahren, speciell auch ihre Lokali- 
sationsfrage. Die Resultate sind zum Teil in Gehirnschemata der besseren 
Übersichtlichkeit wegen eingetragen. 

Isolierte Ptosis. 

Die Frage der kortikal oder subkortikal bedingten isolierten Ptosis 
tritt auf dem Gebiete der Hirnerweichung schon mehr in den Vordergrund 
als bei den Hirnblutungen, und die Affektion ist auch hier eher einer be- 
stimmten Lokalisation zugängig, als auf dem Gebiete der Hirnblutungen, 
wo die Fernwirkung des Herdes mehr zur Geltung kommt. Eine einheit- 
liche Lösung der Lokalisationsfrage ist aber auch auf dem Gebiete der 
Hirnerweichungen keineswegs möglich. Ich verweise auch hier auf meine 
schon früher gegebenen Ausführungen unter dem Kapitel Hirnblutungen 
und habe es für nützlich erachtet, die einschlägigen sicheren Sektionsfälle 
von Großhirnerweichungen mit isolierter einseitiger und auch doppel- 
seitiger Ptosis in einen schematisierten Horizontaldurchschnilt des Gehirns 
einzutragen (Dr. Lenz), um so eine anschauliche Übersicht über die 



990 XXII. Teil II. UhthofT, 

bisherigen Sektionsresultate zu gewinnen. Es sind dies die Fülle von Hardv 
(105), Knecht (169), Drodza (166), Spitzka (177), v. Monakow, Lemoine (238), 
Chauffard (151), Sigaud (242), Brissaud (336), Herter (374), Lodato (396), 
Reicu (598), v. Bechterew (606), Ferrer (26), Walther (22), Waters (27), 
Landouzy (109), Rendu (113), Grasset (94), Petrina (157), Bennett (5), 
Laquer (136), Tripier (149), Surmont (226). In das Schema sind ferner 
8 Fälle von Hirnblutungen mit aufgenommen und durch besondere Zahlen 
(römische) als solche markiert. 

Nach Maßgabe des beigegebenen schematisierten horizontalen Hirn- 
durchschnittes (s. Fig. 77) treten in erster Linie 2 Hirnterritorien im Sinne 
einer centralen Innervation des Levator palpebrae superioris zu Tage. 
I. Der Gyrus angularis resp. supramarginalis in 12 von 25 Fällen. 2. Der 
Sulcus centralis mit vorderer und hinterer Windung in 9 Fällen. 

Ganz kleine Herde sind selten, sie betreffen dann aber in erster Linie 
den Gyrus angularis, in zweiter Linie scheinen aber auch kleinere Herde 
in der Gegend der Centralwindung geeignet, Blepharoptosis hervorzurufen. 

Die ganz vereinzelten Herde im Stirnhirn bestehen nicht für sich isoliert, 
sondern sind Ausläufer von ausgedehnteren Affektionen, welche die Gegend 
der Centralfurche und gelegentlich auch den Gyrus angularis betreffen. 
Analog steht es mit den vereinzelten Herden, welche in der Inselgegend 
ihren Sitz haben. 

Gelegentlich gehen auch einzelne isolierte Erweichungsherde in den 
großen Hirnganglien mit dem Symptom der Ptosis einher, häufiger aber 
handelt es sich in dieser Gegend um Blutungen, bei denen wohl eine Fern- 
wirkung in erster Linie angenommen werden muss. 

Bei Occipitallappenherden wurde die Ptosis nur ganz vereinzelt be- 
obachtet. 

Bei Blutungen in die Ventrikel kommt Ptosis gelegentlich vor, wobei 
2 mal der IV. Ventrikel und 1 mal der III. Ventrikel nebst den Seiten- 
ventrikeln betroffen waren. Bei Ventrikelblutungen scheint man wohl in 
erster Linie eine Beeinträchtigung des Oculomotoriuskerngebietes für den 
Levator palpebrae in Betracht ziehen zu müssen, zumal Zertrümmerung 
der angrenzenden Hirnsubstanz gelegentlich erwähnt wird. 

Auch bei doppelseitiger Blutung in das Centrum semiovale wurde 1 mal 
isolierte Ptosis beobachtet, ebenfalls wohl infolge von Fernwirkung. 

Hirnblutung: 
I. Wilson, II. Quincke, III. Mazurkiewicz, IV. ToucnE, V. Andrae, 
VI. Brodeur, VII. Hadi.ey, VIII. Nicolai. 

Hirnerweichung: 
1. Hardy, 2. Knecht, 3. Drodza, 4. Drodza, 5. Spitzka, 6. v. Monakow, 
7. Lemoine, 8. Chauffard, 9. Sigaud, 10. Brissaud, 11. Herter, 



Corp gen : 13. 
-Pous.&M 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 
Fig. 77. 



991 



Isolierte Ptosis. 



Corp -gen: 
Pons: 




Centr.semtin 

l.parirl.si 

JQeinhvvi 



Centr.semiov:¥) 
L. parkt. sap: 23. 
J2einlurn:JT.I[W. 



G.occtpJJJ. 

JT.Yentr:JT.W. 



Querschnittsschema der cerebralen Blepharoptosis. 



Fälle von Hirnblutung römische Zahlen, von Hirnerweichung arabische Zahlen, bei doppelseitiger Ptosis 
unterstrichene Zahlen, bei doppelseitigem Sitz des Herdes Zahl in punktiertem Kreis. 



42. Lodato, 13. Reich, 14. v. Bechterew, 15. Landouzy, 16. Ferber, 
47. Waters, 18. Landouzy, 19. Rendu, 20. Grasset, 21. Petrina, 22. Bennett, 
23. Laquer, 24. Tripier, 25. Surmont. 



992 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Die seitliche Ablenkung der Augen im associierten Sinne (Deviation 

conjuguee). 

Indem ich auf meine allgemeinen Bemerkungen in bezug auf Geschichte 
und Wesen des Symptoms in dem Kapitel Hirnblutungen verweise (S. 924), 
soll hier zunächst der Versuch gemacht werden, der Frage nach der Loka- 
lisation an der Hand brauchbarer und in ihrer Deutung sicherer Sektions- 
fälle näher zu treten. Die Sektionsfälle sind, wie früher erörtert, in einem 
schematisierten Horizontaldurchschnitt des Gehirns eingetragen, und zwar 
sowohl Fälle, welche Hirnblutungen (römische Zahlen), als solche, welche 
Hirnerweichungen (arabische Zahlen) betreffen (s. Fig. 78). Die Zahlen der 
doppelseitigen Herde sind mit einem punktierten Kreise umschrieben. Es 
kamen hierfür im Ganzen 55 Fälle in Betracht und zwar 27 Hirnblutungen 
und 28 Hirnerweichungen. Gewählt wurden die Beobachtungen folgender 
Autoren, welche hinreichend genau beschrieben worden sind. 

Hirnblutung: 
I. Lepine, II. Lepine, III. Broadbent, IV. Broadbent, V. Broadbent 
VI. Ollivier, VII. Ollivier, VIII. Baumgarten, IX. Grasset, X. Blanc 
XI. Remak, XII. Hale White, XIII. Neumann, XIV. Kooyker, XV. Kooyker 
XVI. Mazurkiewicz, XVII. Norris, XVIII. Grasset, XIX. Roussy, XX. Miller 
XXI. Rotky, XXII. Minkowski, XXIII. Pierret, XXIV. Pitres, XXV. Senator 
XXVI. Bristowe, XXVII. Bamberger. 

Hirnerweichung: 
I . Goltdammer, 2. Hutin, 3. Marchand, 4. Demange, 5. Greife, 6. Hanot 
7. Mader, 8. Pitt, 9. Wernicke, 10. Dejerine, 11. Mosher, 12. Leyden 
13. Pick, 14. Tribe, 15. Marie und Guillain, 16. Touche, 17. Dufour 
18. Dufour, 19. Nicolas und Cade, 20. Dejerine und Roussy, 21. Dufour 
22. Dupre und Camus, 23. Cotard. 21. Klaas, 25. Müller, 26. Hutin 
27. Charcot und Pitres, 28. Ballet. 

Aus dieser bildlichen Zusammenstellung ergiebt sich zunächst, dass 
Affektionen der Stirn- und Hinterhauptslappen wenig bei dem Sym- 
ptom der Deviation conjuguee in Betracht kommen, und dass da, wo sie 
angetroffen werden, sie nur Ausläufer größerer Krankheitsherde darstellen, 
welche auch andere Hirngebiete in Mitleidenschaft gezogen haben. Es gilt 
dies in erster Linie von den Erweichungsherden, wo reine isolierte Ilinter- 
hauptsherde fast ganz wegfallen, weil meistens gleichzeitig noch anderweitig 
lokalisierte llirnherde vorhanden sind oder die Erkrankungsherde, welche 
den llinterhauptslappen in Mitleidenschaft ziehen, über das Terrain des- 
selben hinausgreifen. Ebenso fehlen isolierte Blutungen im Occipitallappen 
so gut wie ganz. In einem Falle z. B. handelte es sich wohl um einen 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 



993 



Fig. 78. 



Deviation conjuguee. 



Ped.cerebriMe. 

Pons: 

CarpquaärigXlL. 



Peä.eereortK. 

Pons:i 

Corp.qimdrig:M. 




Praeamms: 

CentrsemürfiXa 

KUinliirnrW. 



Praecaneus: ZG 
Centr. semiür.-snrJS'.f. 
Meinhirn. 



ß.ocapM. 

jr}entrul. 



Querschnittsschema der Deviation conjugue'e. 

Fälle von Hirnblutung römische Zahlen, von Hirnerweichung arabische Zahlen, bei Doppelseitigkeit des 

Herdes Zahlen in punktiertem Kreis. 



Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 



63 



994 XXII. Teil II. Uhthoff, 

isolierten Herd im Occipitallappen, doch zeigte sich bei näherer Betrach- 
tung auch noch der Hirnschenkel beteiligt. Ebenso lag in einer anderen 
Beobachtung ein isolierter Herd in der rechten Fissura calcarina vor, gleich- 
zeitig aber auch ein zweiter im vorderen Abschnitt des Nucleus caudatus; 
nur 1mal handelte es pich um eine ganz isolierte Erkrankung der linken 
Fissura calcarina. 

Der Gyrus angularis ist isoliert relativ selten Sitz der Erkrankung 
bei Deviation conjuguee, rechts noch etwas häufiger als links. Fast alle 
Herde, welche den Gyrus angularis betreffen, sind von größerer Aus- 
dehnung und betreffen namentlich auch das Sehstrahlungsgebiet resp. 
den Temporallappen. Auch der WERNiCKE'sche Fall repräsentiert keine 
isolierte Affektion des unteren Scheitelläppchens, sondern zeigt gleichzeitig 
einen Herd in der Brücke, sowie eine Erkrankung des Hirnstammes am 
Fuße der Insel. 

Im Bereich des Gyrus parietalis superior finden sich keine isolier- 
ten Herde, welche Beziehungen dieser Hirnpartie zur Deviation conjuguee 
nahelegten. 

Der Gyrus supramarginalis weist ebenfalls keinen einseitigen iso- 
lierten Herd bei der Deviation conjuguee auf, in einem Falle war die Er- 
weichung doppelseitig und 1 mal fand sich links eine Blutung, welche jedoch 
nach vorn und hinten eine größere Ausdehnung gewonnen hatte. Ebenso 
hatte in einem dritten Falle eine Blutung nach hinten auch den Gyrus 
angularis in Mitleidenschaft gezogen, und überdies bestand eine zweite Blutung 
in den großen Hirnganglien. 

Die Herde, welche den Temporallappen betreffen, stellen ebenfalls 
keine isolierte Erkrankung desselben in unsrer Statistik dar, die Erweichung 
greift auf andre Territorien über, resp. ein weiterer Herd okkupiert ein 
anderes Hirngebiet (wie Nucleus caudatus, Mark des Occipitallappens, Cap- 
sula interna, Gyrus supramarginalis und angularis, Centralwindung, Nucleus 
lentiformis, Insel u. s. w.). Blutungen in die Gegend der Temporallappen 
waren viel seltener als Erweichungen und nie isoliert vorkommend als 
Grund für Deviation conjuguee verzeichnet. 

Etwas anders liegt die Sache für die Centralfurche resp. die 
vordere und hintere Centralwindung. Hier war 2 mal ein iso- 
lierter Herd der Grund für die Deviation conjuguee, während in den 
übrigen Fällen (7 mal) die Erkrankung über das Bereich der Central- 
windungen, sei es der Fläche oder der Tiefe nach, hinausging. Es kam 
fast ausschließlich die Erweichung in Betracht, die Blutung fast gar nicht 
\ mal). 

Bei weitem am häufigsten findet sich das Symptom der Deviation 
conjuguee bei Erkrankungen der großen Ilirnganglien (speciell Linsenkern, 
Claustrum, innere Kapsel, Thalamus opticus, Nucleus caudatus), und zwar 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 995 

handelte es sich 12 mal um Erweichungen und 1 1 mal um Blutungen. Bei 
den 12 Fällen von Encephalomalacie waren lediglich die großen Hirngang- 
lien 3 mal betroffen, in den übrigen Beobachtungen ging die Affektion über 
diese Territorien hinaus, oder es handelte sich um multiple Herde, welche 
andere Hirnregionen, besonders auch die Rindengebiete, betrafen. Bei den 
Hirnblutungen war die Affektion meistens auf die Gegend der Centralgang- 
lien beschränkt (9 mal) und nur 3 mal reichte dieselbe bis ins Stirnhirn, 
Rinde und Occipitalmark. 

Blutungen in die Ventrikel führten nicht selten (8mal bei dem 
zusammengestellten Material) zu dem Symptom der conjugierten Abweichung 
der Augen; es war hierbei 4 mal der III. Ventrikel betroffen, 1mal das 
Vorderhirn und 2 mal isoliert der linke Seiten Ventrikel, 1 mal der IV. Ven- 
trikel: — Vereinzelt kam das Symptom dann noch bei Blutungen und Er- 
weichung im Centrum semiovale zur Beobachtung und Imal bei Erweichung 
im Praecuneus. 

Die Beobachtungen bei Affektionen in den Vierhügeln, Hirnschen- 
keln haben schon früher Berücksichtigung gefunden. 

Die eben gegebene Übersicht des benützten Sektionsmaterials zeigt 
zunächst das starke Hervortreten der Hirnblutungen als ätiologisches Moment 
für die D6viation conjuguee speciell in der Gegend der großen centralen 
Hirnganglien. Eine bestimmte genauere Lokalisation des Symptoms in 
bezug auf den Sitz der Herderkrankung im Großhirn ist nicht immer mög- 
lich. Wenn auch von den Rindenpartien Läsionen der Centralwindung 
und des Gyrus angularis in erster Linie in Betracht zu ziehen sind, so 
sehen wir auf der andern Seite, wie auch bei Erkrankungen anderer Rinden- 
partien und besonders auch bei Erkrankungen der großen centralen Hirn- 
ganglien (letzteres besonders bei Blutungen) das Phänomen recht häufig 
beobachtet wird. 

Mit Recht werden auch gegen den WERNicKE'schen Fall im Sinne einer 
strengen Lokalisation der Deviation conjuguee in das Gebiet des Gyrus 
angularis Einwände erhoben, wie schon oben ausgeführt wurde. 

Im ganzen sprechen auch unsere Zusammenstellungen über Erkran- 
kungen des Großhirns (Blutungen und Erweichungen) für den alten Prevost- 
schen Satz, dass der Kranke seinen Herd bei der Deviation conjuguee an- 
sieht und ebenso für die spätere Modifikation dieses Satzes von Landouzy und 
Prevost u. A., dass er den Blick vom Krankheitsherd abwendet, wenn es 
sich nicht um halbseitige Lähmungserscheinungen, sondern um Reizerschei- 
nungen handelt, wobei die Augen nach den im Krampfzustand befindlichen 
Gliedern gerichtet sind. 

Ein besonders begünstigendes Moment und häufige Begleiterscheinung 
der conjugierten Abweichung ist das Coma, wo ausgleichende Faktoren 
-auch von Seiten anderer Hirnteile, welche in ausgedehntem Maße ebenfalls 

63* 



996 XXII. Teil II. Uhthoff, 

einen regulierenden Einlluss auf die Seitwärtsbewegungen der Augen üben, 
in Wegfall kommen. 

Eine länger bestehenbleibende Deviation conjuguee hat auch auf dem 
Gebiete der Hirnerweichung sowohl quoad restitutionem als quoad vitam 
eine ernste Prognose. 

In keiner Weise ist die Döviation conjuguöe bei llirnerweichungen 
und -Blutungen immer von Hemianopsie begleitet, und umgekehrt gibt 
es zahlreiche Fälle von Hemianopsie, wo eine conjugicrte Abweichung der 
Augen nicht vorhanden ist. Damit fällt auch schon die Erklärung der 
Deviation conjuguee aus einer bestehenden Hemianopsie, derzufolge die 
Patienten das Bestreben hätten, nach der Seite der erhaltenen Gesichts- 
feldhälften hinzublicken und dementsprechend Kopf und Augen dorthin zu 
drehen. 

Inbetreff der eigentlich associierten Augenmuskellähmung in seitlicher 
Richtung bei Ponserkrankungen siehe dieses Kapitel. 

Pupillenstörungen. 

§ 204. Das Verhalten der Pupillen bietet auf dem Gebiete der Gehirn- 
erweichung für die Diagnostik keine typischen Anhaltspunkte und wenig 
charakteristische Erscheinungen, und die alten Angaben von Lallemand (2), 
dass bei Hirnerweichung Verengerung der Pupillen, bei der Hirnblutung 
aber Erweiterung vorhanden sei, haben keine Bestätigung gefunden. Schon 
Dirand-Fardel (6) bestreitet die Wichtigkeit dieser Angaben, er sah gele- 
gentlich Erweiterung und gelegentlich Verengerung der Pupillen bei Hirn- 
erweichung ungefähr gleich häufig. Ebenso ist bei B. Cohn (23) der Pupillen- 
befund bei Embolie der Hirnarterien im Wesentlichen negativ, ähnlich nach 
Erlenmeyer (bei Robin I 47). Eine Beobachtung inbetreff des Verhaltens der 
Pupillen während des Cheyne-Stokes Atmungsphänomens (Verengerung wäh- 
rend der allmähligen Vertiefung der Atmung und Erweiterung in der Atem- 
pause) hat auch auf dem Gebiete der embolischen und thrombotischen 
Hirnerweichung ihre Bestätigung gefunden (Merkel 66, Terrier 463 u. A.). 
Letzterer betont noch besonders, dass während der Atempause mit der Er- 
weiterung der Pupillen auch Herabsetzung der Sensibilität im Bereich des 
Trigeminus und Aufhören des Lidschlagreflexes eintrete. 

Über Differenz in der Pupillengröße wird wiederholt berichtet. 
Barety (70), Mingazzini (421), Eichhorst(656) u. A. fanden die weitere Pupille 
auf der der Herderkrankung im Gehirn gleichen Seile. Letzterer glaubt, 
dass Anomalien in der Pupillarreaktion mit Erweichung des Linsenkernes 
gelegentlich in Zusammenhang zu bringen sind und zwar in der Art, dass 



die Pupille auf der dem erkrankten Linsenkern entgegengesetzten Seite 
träger reagiere und Verengerung aufweise. Haumond (bei Robin 147) be- 
tont das verschiedene Verhalten der Pupillen bei embolischen Prozessen 



Hirnerweichung (Encephalomalacie). 997 

der Hirnarterien: gelegentlich Miosis, gelegentlich Mydriasis und zum Teil 
auch Pupillendifferenz. 

Pupillenstarre auf Licht ist bei Hirnerweichung (Alquier-Ciovini 
650 u. A.) jedenfalls eine sehr seltene Erscheinung und geht dann durch- 
weg mit tiefer Benommenheit einher. Sänger (271) ist geneigt, in seiner 
Beobachtung von Erweichung in der rechten innern Kapsel und im rechten 
Thalamus mit gleichzeitiger Zerstörung der vordem Vierhügel und der hin- 
tern Commissur das Aufhören der Lichtreaktion auf die Beteiligung der 
hintern Commissur zurückzuführen. 

Gerade das seltene Vorkommen der Lichtstarre der Pupille bei Hirn- 
erweichung kann differenliell diagnostisch andern Prozessen gegenüber 
wichtig sein. 

Die sogenannte hemianopische Pupillenreaktion (Webmcke) gibt 
uns auch bei der homonymen Hemianopsie infolge von Hirnerweichungen 
und -Blutungen höchst selten einen definitiven lokalisatorischen Anhaltspunkt. 
Ich habe schon wiederholt Gelegenheit gehabt, auf die Fehlerquellen bei 
der Beleuchtung der betreffenden Retinalhälften hinzuweisen (Lichtzerstreuung, 
direkte Durchleuchtung der Sclera u. s. w.), vielleicht, dass Modifikationen 
in der Pupillarprüfung, wie sie neuerdings von Hess (Arch. f. Augenheilk. 
LVIH. 2/3), Behr (703) u. A. empfohlen werden, die Diagnose der hemi- 
anopischen Pupillenreaklion zu etwas größerer Sicherheit zu führen ge- 
eignet sind. 

Erwähnt sei noch der WiLBRANü'sche Prismenversuch (Zeitschr. f. 
Augenheilk. I. 1899. S. 125), der ebenfalls dazu dienen soll, die Differential- 
diagnose zwischen Affektion der primären optischen Leitungsbahnen und 
derjenigen der centralen, im Hinterhauptslappen gelegenen zu fördern und 
dem von Wilbrand und seinem Schüler Behr ein erheblicher Wert beigelegt 
wird. Einschlägige Fälle, welche durch die Sektion bestätigt worden wären, 
liegen jedenfalls speciell auf dem Gebiete der Hirnerweichungen und -Blu- 
tungen nicht vor. Der Versuch beruht darauf, dass durch Vorsetzen eines 
Prismas vor jedes Auge mit gleich und geeignet gerichteter Basis, das Bild 
aus dem Bereich des Netzhautcentrums hinaus in die blinden Netzhauthälften 
verlegt wird. Erfolgt jetzt eine unwillkürliche Einstellung der Augen auf 
das Objekt, so würde das für ein Erhaltenbleiben des Reflexbogens zwischen 
Retina und dem betreffenden Seitwärtsbewegungscentrum der Augen sprechen, 
also für centralen Sitz der Leitungsunterbrechung, während, wenn die 
unbewusste Einstellungsdrehung ausbleibt , eine periphere Leitungsunter- 
brechung im Bereich des Tractus bis zu den primären Opticusganglien an- 
zunehmen wäre. 

Wichtig ist sodann noch das Verhalten der direkten Lichtreak- 
tion der Pupillen bei centraler Erblindung infolge von doppel- 
seitiger Hemianopsie. Redlich und Bonvicini (692, 711, 728) sowie 



998 XXII. Teil II. UhthofT, 

Lenz haben in dieser Hinsicht statistische Erhebungen vorgenommen. Von 
den verwertbaren 56 Fällen (teils nur klinisch, teils mit Sektionsbefund) von 
centraler Amaurose infolge von doppelseitiger Hemianopsie, fand sich in 
40 Fällen relativ gute Pupillenreaktion auf Licht, träge Reaktion in 10 Fällen 
und Pupillenstarre in 6 Fällen (Benöbr 607, Berger 537, Josserand 543, 
Pauly 5i9, Peltzer 67, Touche). Von diesen C Fällen kam der Josserand- 
sche Fall zu Autopsie, welche beiderseits eine Erweichung der Sehsphäre 
ergab. Das Erhaltenbleiben der Lichtreaktion ist somit fast die Regel und 
differentiell diagnostisch wichtig, während ein Fehlen der Lichtreaktion 
noch nicht unbedingt gegen einen centralen Sitz der Läsion spricht. 



V. Anhang. 

Bemerkungen zu den Augenveränderungen bei allgemeiner Sklerose 

der Hirnarterien ohne größere Herderkrankungen des Gehirns. 

§ 205. Es erscheint mir richtig, im Anschluss an die Encephalomalacie 
speciell thrombotischen und embolischen Ursprungs die Augenveränderungen 
bei allgemeiner Sklerose der Hirnarterien ohne größere Herdbildungen im 
Gehirn noch einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. 

In erster Linie interessiert hier die Frage nach dem Wechselver- 
hältnis von krankhaften sklerotischen Veränderungen der oph- 
thalmoskopisch sichtbaren Netzhautgefäße zu einer ausgespro- 
chen nachgewiesenen Sklerose der Hirngefäße. 

Dass bei einer ausgesprochenen Sklerose der Hirngefäße auch im 
Augenhintergrunde in einer Anzahl von Fällen deutliche pathologische 
Veränderungen der Netzhautgefäße im Sinne einer Sklerose (abnorme 
Schlängelung, Unregelmäßigkeit des Gefäß-, besonders des Arterienlumens, 
weißliche Einscheidung der Gefäße, direkte weißliche Degeneration und 
Trübung der Gefäßwand, Thrombose der Retinalarterie u. s. w.) ophthal- 
moskopisch nachweisbar sind, ist allbekannt und ebenso ist anerkannt, dass 
derartige ophthalmoskopisch sichtbare, pathologische Veränderungen der 
Retinalgefäße, besonders wenn sie doppelseitig auftreten, einen wichtigen 
Rückschluss auf das Verhalten der Gehirngefäße gestatten, speciell im Be- 
reich der Carotis interna. Einseitige derartige Befunde an den Retinal- 
gefäßen sind in dieser Hinsicht schon mit größerer Vorsicht zu beurteilen, 
und das gilt auch bis zu einem gewissen Grade nach meiner Ansicht von 
der sogenannten Retinitis apoplectica (Retinalvenenthrombose), die ja fast 
stets einseitig beobachtet wird und auf rein lokalen Veränderungen beruhen 
kann, ohne immer auf eine weitgehende Sklerose der Hirngefäße einen 
Schluss zu gestatten, wenn sie auch häufig in diesem Sinne zu deuten ist. 



Anhang. Augenveränderungen bei allgemeiner Sklerose der Hirnarterien. 999 

Jedenfalls sind doppelseitige ausgesprochene sklerotische Veränderungen der 
Netzhautarterien in prognostischer Beziehung viel ernster aufzufassen. 

Im ganzen aber ist es geradezu als auffallend zu bezeichnen, wie 
häufig bei ausgesprochener und auch durch die Sektion erhärteter Sklerose 
der Hirnarterien an den Retinalgefäßen mit dem Augenspiegel nichts Patho- 
logisches nachgewiesen werden kann. Ich erinnere hier auch besonders 
an die Ausführungen von Hertel (501) u. A. und an meine eignen speciell 
inbetreff der Endarteriitis syphilitica. Hertel legt auch auf Grund seiner 
sorgfältigen Untersuchungen dar, dass gewisse pathologische Veränderungen 
der Retinalgefäße (Vermehrung der elastischen Fasern in den Wandungen, 
Verbreiterung der Elastica u. s. w.) speciell als Altersveränderungen vor- 
handen sein können, ohne einen Rückschluss auf Angiosklerose der Hirn- 
gefäße zu gestatten und auch ohne sich ophthalmoskopisch zu verraten. 

Ausgesprochene End- und Periarteriitis sowie Endo- und Periphlebitis 
mit chronischer Verdickung der Gefäßwandungen sind natürlich auch mit dem 
Augenspiegel als pathologisch wahrnehmbar, sie finden sich aber im Bereich 
der relativ kleinen Retinalgefäße viel seltener als in den grüßern Hirngefäßen. 

Aus relativ geringfügigen ophthalmoskopischen Erscheinungen (lebhaf- 
terem Gefäßreflex, Schlängelung der Gefäße, geringeren Kaliberschwan- 
kungen) schon eine ausgesprochene pathologische Beschaffenheit der Retinal- 
gefäße diagnostizieren zu wollen, erscheint mir nicht richtig, da das 
physiologische Verhalten der Netzhautgefäße in dieser Hinsicht außerordent- 
lich differiert. Ich glaube, daß einzelne Autoren in dieser Hinsicht zu weit 
gegangen sind (Raehlmann 269, Lurge 343, Gunn 440, Seggel, Hutcbings 
State hosp. bullet. 1896, ref. Neur. Centralbl. 1 898 u. s. w.), und habe diese 
Überzeugung auf Grund umfangreicher statistischer Kontrolluntersuchungen 
bei ganz gesunden Menschen gewonnen. Speciell geht, meines Erachtens, 
Gunn (440) in bezug auf eine ernste Prognose für das allgemeine Verhalten 
des Gefäßsystems zu weit, wenn er diesen relativ geringfügigeren Verände- 
rungen bei Patienten im Alter von 40 — 50 Jahren schon eine schwerere 
prognostische Bedeutung beilegt. 

Ein negativer ophthalmoskopischer Befund der Retinalgefäße beweist 
natürlich nichts für eine normale Beschaffenheit der Hirngefäße. Selbst 
bei hochgradiger Arteriosklerose der Carotis und der Ophthalmica ist die 
Arteria centralis retinae in vielen Fällen ganz frei. 

Auch die beiden Beobachtungen von Fürstner (521) von hochgradiger 
Verbreiterung und Schlängelung der Netzhautgefäße (gorgonenhauptartig) 
Vorspringen derselben in den Glaskörper und abnorm dunkler Färbung der 
Arterien mit gleichzeitig anatomisch nachgewiesenen Gefäßwandverände- 
rungen müssen als seltene Ausnahmefälle angesehen werden. Der Befund 
hat jedenfalls nichts Typisches für eine Sklerose der Hirngefäße, und es 
dürfte eine kongenitale Anomalie der Retinalgefäße nicht ausgeschlossen sein. 



1000 XXII. Teil II. Uhthoff, 

In zweiter Linie steht die Frage zur Erürterung, wieweit die sklero- 
tischen Hirnarterien den Sehnerven resp. die basalen optischen 
Leitungsbahnen durch Kompression direkt zu schädigen im 
Stande sind. 

Das Vorkommen einer derartigen direkten Läsion der optischen Leilungs- 
bahnen ist als festgestellt anzusehen, seit besonders Tlrck zuerst die Auf- 
merksamkeit auf eine solche Einschnürung durch sklerotische Arterien ge- 
lenkt hat. Ich erinnere hier speciell an die Untersuchungen von Krupp (71), 
Leber, Otto (344), Bernheimer (295), Sachs (345), Liebrecht (525), Bull (578), 
Rosenfeld (599) u. A., welche diese Druckläsion besonders des intrakrani- 
ellen Opticusstammes durch die sklerotische Carotis interna resp. der Arteria 
ophthalmica anatomisch nachgewiesen haben. Das Vorkommen einer der- 
artigen Schädigung des Sehnerven bei Arteriosklerose unterliegt keinem 
Zweifel, aber doch glaube ich, dass auch hier eine gewisse Vorsicht in der 
Deutung der Befunde geboten ist. Nicht jede Einbuchtung des intrakrani- 
ellen Sehnervenstammes entsprechend der anliegenden sklerotischen Arterie 
und die etwa dadurch bedingte bohnenarlige Einschnürung ist als eine 
Sehstörung bedingende Läsion anzusehen. Es kann zum Teil der Opticus- 
stamm schon eine derartige congenital anomale Form haben, zum Teil 
kann eine solche Einbuchtung tatsächlich durch das erkrankte Arterienrohr 
bedingt sein, braucht aber deshalb bei der langsam entstandenen Einwir- 
kung der Kompression noch nicht zum Untergang von Nervensubstanz mit 
Sehstörung geführt zu haben. Wir wissen, wie sehr gelegentlich auch die 
Nervensubstanz sich einer langsam eintretenden Druckwirkung anpassen 
kann, ohne dabei direkt zu Grunde zu gehen. Auch Elschnigs (540) War- 
nung verdient in einem Teil dieser Fälle Berücksichtigung, artificiell ent- 
standene, postmortale Veränderungen des Sehnerven nicht als während 
des Lebens entstandene pathologische Vorgänge zu deuten. Aber auch bei 
Berücksichtigung aller dieser Momente unterliegt es keinem Zweifel, dass 
an der Kompressionsstelle partielle atrophische Degeneration des Opticus 
entstehen kann, die sich zum Teil auch in der Form der auf- und ab- 
steigenden Atrophie weiter verbreitet und dadurch nicht nur Gesichtsfeld- 
beschränkung, sondern auch atrophische Verfärbung der Papille bedingen 
kann. Auf diese Weise erklärt sich wohl gelegentlich das Vorkommen 
einer atrophischen Papillenverfärbung im höhern Alter (senile Sehnerven- 
atrophie), ich halte dieses Vorkommen aber für sehr selten und glaube 
nicht, dass dadurch völlige Erblindungen unter dem Bilde der Opticus- 
atrophie hervorgerufen werden. Das beweisen auch unsere Statistiken 
über die Ätiologie der einfachen doppelseitigen progressiven Sehnerven- 
atrophie, die ja fast ausnahmslos durch Tabes oder Paralyse bedingt sind. 

Liebrecht beschäftigt sich eingehender mit der Frage, an welcher 
Stelle der Opticusstamm einer solchen Läsion in erster Linie ausgesetzt ist 



Anhang. Augenveränderungen bei allgemeiner Sklerose der Hirnarterien. 1001 



und kommt zu dem Schluss, 



dass die SchädiguDg 



gewöhnlich nicht im 



knöchernen Kanal selbst stattfinde, da die Arteria ophthalmica hier schon 
in die Duralscheide eingetreten sei und keinen so direkten Druck mehr 
ausüben könne. Am häufigsten erfolge die Kompression in der fibrösen 
Fortsetzung des knöchernen Kanals nach der Schädelhöhle zu, wo die 
Ophthalmica sich in den Opticus einbohre, sodann aber auch durch die 
Quetschung der aufsteigenden Carotis interna und schließlich in der Mitte 
zwischen Canalis opticus und Chiasma, wo Carotis und Art. cerebri ant. 



Fig. 79. 




Schädigung des intraliraniellen Opticusstammes durch die sklerotische Arteria Ophthalmia und Carotis 

interna. (Nach Otto.) 

sich ober- und unterhalb des Opticus kreuzen. Die Atrophie sieht Liebrecht 
als eine anfängliche reine Druckatrophie an, die sich in descendierender 
und ascendierender Richtung fortpflanzen und sekundär Bindegewebsver- 
mehrung und Gefäßneubildung zeigen kann. Die funktionellen Störungen 
sind bisher wenig eingehend untersucht worden (Fig. 79). 

Als sehr vereinzelt dastehend und in der Deutung wohl unsicher 
(Plenk) muss die Beobachtung von Knapp bezeichnet werden, der eine 
nasale Hemianopsie mit starker Amblyopie und Papilloretinitis als durch 
hochgradiges Atherom des Circulus arteriosus Willisii bedingt ansah, indem 



1002 XXII. Teil II. Uhthoff, 

stark rigide Arterien auf beiden Seiten das Chiasma und die Abgangsstellen 
der Optici komprimierten und partielle Atrophie dieser Teile hervorriefen. 

Außer den gelegentlich auf Grundlage direkter Sehnervenkompression 
durch sklerotische Gefäße (Carotis interna, Arteria ophthalmica) vor- 
kommenden Sehstürungen wird noch von einigen Autoren (Vogt 554, 
Weber 699 u. A.) auf eine mehr oder weniger regelmäßige kon- 
zentrische Gesichtsfeldbeschränkung hingewiesen, die bei allgemeiner 
Sklerose der Hirnarterien ohne ausgesprochene Herderscheinungen vorkom- 
men soll. Die cerebralen Symptome sind hierbei mehr vager Natur und 
bilden ein Krankheitsbild, wie es in erster Linie von Windscbeid als Folge 
einer ausgedehnten Sklerose der Hirnarterien gezeichnet worden ist, und 
welches in Kopfschmerz, Schwindel, Abnahme der geistigen Regsamkeit 
u. s. w. seinen Ausdruck findet. Vogt gibt an, dass fortgeschrittenere 
Fälle mit diesen Symptomen häufig eine konzentrische Gesichtsfeldbeschrän- 
kung aufweisen, die allerdings ein dauerndes Symptom sein müsse, um 
diagnostisch für die Sklerose der Hirnarterien verwendet zu werden, und 
die ein feines Reagens hinsichtlich des Status nervosus darbiete. Auch 
Weber legt diesem Symptom diagnostische Bedeutung bei und konnte das 
Vorkommen einer solchen Gesichtsfeldbeschränkung bei progressiver Para- 
lyse, die sonst eventuell differentiell diagnostisch in Betracht kommen kann, 
nicht nachweisen. Plenk (96) konnte bei einer Reihe von alten Leuten 
von 70 — 83 Jahren mit ausgesprochenem Atherom der Hirnarterien peri- 
metrisch eine solche Gesichtsfeldbeschränkung nicht nachweisen. Ich möchte 
auch glauben, dass eine derartige konzentrische Gesichtsfeldbeschränkung 
wohl mehr in das Gebiet der funktionellen konzentrischen Einengung zu 
verweisen ist, wie wir sie bei Neurasthenie, Hysterie u. s. w. sehen, ohne 
dass sie einen direkten diagnostischen Schluss auf allgemeine Sklerose der 
Hirnarterien gestattet. 

Augenmuskellähmungen lediglich durch Druck basaler sklerotischer 
Hirnarterien, ohne dass es zu eigentlicher Aneurysmenbildung oder Herd- 
veränderungen des Gehirns gekommen wäre, sind jedenfalls als sehr selten 
anzusehen, wie in dem Falle v. D'Alloco (404) u. A. 

Dagegen scheint die reflektorische Pupillenstarre auf Licht und 
auch eventuell auf Convergenz und Akkommodation gelegentlich bei 
diffuser Sklerose der Hirnarterien ohne ausgesprochene Herderscheinungen 
vorzukommen (Alzheimer 350, Weber 699 u. A.). Letzterer Autor legt be- 
sonderes Gewicht auf den Umstand, dass die Pupillenstürungen bei Sklerose 
der Hirnarterien nicht konstant bleiben und nicht mit dem Krankheits- 
verlauf Schritt halten, wie bei der progressiven Paralyse. Das Schwan- 
ken der Lichtstarre, ihre zeitweise Kombination mit akkommodativer Starre 
spreche im ganzen gegen die Diagnose progressive Paralyse, die sonst 
differentiell diagnostisch gelegentlich in Betracht kommen könne. 



Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1003 



Litteratur. 

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des choses. Revue de m6d. V. Aug. S. 62.3. 

207. Fe"r6, Ch., Trois autopsies pour servir ä la localisation des troubles 

de la vision d'origine cerebrale. Arch. de neurol. No. 26. März. S. 222. 

208. Goldflam. S., Beitrag zur Lehre von den Gehirnlokalisationen. Moto- 

rische und sensorische Aphasie. Medycyna. No. 9 — 14. 

209. Hebold, Otto, Kasuistische Mitteilungen. Arch. f. Psychiatrie u. Ner- 

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210. Krömer, Zur Kasuistik der Linsenkernaffektion. Deutsche med. Wochen- 

schr. XI. 7. Mai. No. 19. S. 321. 

211. Mader, Embolische Erweichung der linken vorderen Centralwindung 

mit rechtsseitiger Parese und Aphasie. Wiener med. Presse. No. 3. 

212. v. Monakow, Einiges über die Ursprungscentren des N. opticus und 

über die Verbindungen derselben mit der Sehsphäre. Sitzung am 
30. Jan. Verhandlungen der Physiolog. Ges. in Berlin, No. 6, 7, 8. Expe- 
rimentelle und pathologisch -anatomische Untersuchungen über die 
Beziehungen der sogenannten Sehsphäre zu den infracorticalen Opticus- 
centren und zum N. opticus. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XIV, 3. 
1883. S. 697; XVI, 1. S. 151 U. XVI. 2. S. 317. 

213. Pitt, A., A case of extensive cerebral softening, with descending scle- 

rosis in the lateral columns. Guy's Hosp. Rep. XLII. S. 351. 

214. Richter, A., Über die optischen Leitungsbahnen des menschlichen 

Gehirns. (Jahresvers, des Vereins deutscher Irrenärzte in Leipzig. 
Sept. 1884.) Allg. Zeitschr. f. Psychiatrie. XVI, 4/5. S. 636. 
2l4a. Zur Frage der optischen Leitungsbahnen des menschlichen Gehirns. 
Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XVI, 3. S. 639. 






Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1013 

1 SS5. äl4b. Über sekundäre Atrophie der optischen Leitungsbahnen von den Occi- 
pitalwindungen aus nach dem Pulvinar. (Berliner Ges. f. Psychiatrie 
u. Nervenkr. n. Mai.) Neurol. Centralbl. IV. I.Juni. No. U.S. 262. 
215. Seguin, E. C, A contribution to the pathology of hemianopsia of 
central origin: case with specimen. Med. News. XCIII. 14. Nov. S. 179. 
2(6. Wilbrand, Hermann, Ein Fall von rechtsseitiger lateraler Hemi- 
anopsie mit Sektionsbefund, v. Graefe's Arch. f. Ophth. XXXI, 3. S. 1 1 9. 
2l6a. Wilbrand, Hermann, Über einen Fall von Gehirnembolie. (Vortrag 
im Hamburger ärztl. Verein am 6. Okt.) Deutsche med. Wochenschr. 
XI. 17. Dez. No.,51. S. S80. 
1886. 2 17. Berlin, Weitere Beobachtungen über Dyslexie mit Sektionsbetund. 
(XL Wandervers. d. südwestdeutschen Neurol. u. Irrenärzte. 22. u. 23. Mai 
zu Baden-Baden.) Bef. Neurol. Centralbl. V. 1. Aug. No. 15. S. 355. 
2IS. Buss, Otto, Beitrag zur Lehre von der Ätiologie des Tic convulsif. 
Neurol. Centralbl. V. 15. Juli. No. 14. S. 3I3. 

219. Endocardite latente: embolies, attaques apoplectiformes et hömiplegies 

chez les enfants. Gaz. des Höp. 59. Jahrg. 3. Juli. No. 77. S. 613. 
(Berichtet über einen früher von Bouchut veröffentlichten Fall in 
Gaz. des Höp. 1869. S. 233 u. 241.) 

220. Henschen, S. E., Till läran om afasi. Upsala läkarefören. förh. 

XXI, 7. S. 380. 

221. Hess, J., Zur Degeneration der Gehirnrinde. Wiener med. Jahrb. 

222. Luciani u. Seppilli, Die Funktionslokalisation auf der Großhirn- 

rinde. (Übers, v. Fraenkel.) Leipzig. 

223. Reinhard, C, Zur Frage der Hirnlokalisation mit besonderer Berück- 

sichtigung der cerebralen Sehstörungen. Arch. f. Psychiatrie u. Ner- 
venkr. XVII, 3. S. 717 U. 1887, XVIII, 1. S. 240; XVIII, 2, S. 449. 

224. Rosenbach, P., Zur Lehre von der Innervation der Ausdrucksbewe- 

gungen. Neurol. Centralbl. V. No. 11. I.Juni. S. 241. 

225. Seguin, A clinical report of eight cases of hemianopsia. Med. News. 

XL1X. S. 1 8. 
225a. Seguin, E. C, A contribution to the pathology of hemianopsia of 
central origin (cortex -hemianopsia.) Journ. of nerv, and ment. dis. 
XIII. Jan. S. 1— 3S u. Arch. de neurol. XI. S. 176. 

226. Surmont, Hippolyte-0 ctave-Justin-Augustin, De la blepha- 

roptose d'origine cerebrale au point de vue de sa localisation. These 
de Lille. 

227. Wigleswoorth, J., A case of sensory aphasia with necropsy. Lancet. 

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18S7. 228. Bechterew, W., Zur Frage über die sekundären Degenerationen des 
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229. Berlin, R., Eine besondere Art der Wortblindheit (Dyslexie). Wies- 

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230. Bouveret, L., Observation de cecite totale par lesion corticale; 
ramollissement de la face interne des deux lobes occipitaux. Lyon 
med. No. 46; Rev. gen. d'Opht. VI. No. 11. Nov. S. 481. 

231. F arges, Aphasie chez une tactile. L'Encephale. No. 15. 

232. Ferrier, D., Cerebral hemianaesthesie. Lancet. 26. Nov. S. 1156. 

233. Hecht, Geoffroy-Louis -Emile, Contribution k l'etude de l'aphasie. 

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234. Henschen, S. E., Bericht über das akademische Krankenhaus zu Upsala. 

(Deutscher Anhang.) S. 15. 

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236. Hun, H., A clinical study of cerebral localisation, illustrated by seven 

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1014 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1887. 237. Leclerc, F., Vaste ramollissement cortical du cerveau etc. Lyon m£d. 

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Lyon (1887)1888. XXVII, 2. S. 118— 1-24. 

238. Lemoine, Georges, De la blepharoptose cerebrale. Rev. de med. 

VII. Juli. S. 579. 

239. Nieden, Ein Fall von Lesescheu, Dyslexie (Dysanagnosie) mit Sekti- 

onsbefund. Arch. f. Augenheilk. XVII, 2. S. 162 u. Tagebl. d. 59. Vers, 
deutscher Naturf. u. Ärzte in Berlin. S. 156. 

240. Nothnagel, H. u. Naunyn, B., Über die Lokalisation der Gehirn- 

krankheiten. (Verhandl. des VI. Kongr. f. innere Med. zu Wiesbaden.) 
Wiesbaden, J. F. Bergmann. 

241. Siemerling, Kasuistischer Beitrag zur Lokalisation im Großhirn. 

(Vortr. in der Berliner Ges. f. Psychiatrie u. Nervenkr. 14. März.) 
Arch. f. Psychiatrie. XVIII, 3. S. 877. 

242. Sigaud, C, Note sur un cas d'amne^sie verbale visuelle (avec autopsie). 

Progr. möd. 15. Jahrg. 2. Serie VI. No. 36; 3. Sept. S. 177. 

1888. 243. Breese, Gust., Ein Beitrag zur Statistik und pathologischen Anatomie 

der Hirnblutung. Inaug.-Diss. Kiel. 
214. Bruns, Ludwig, Ein Fall von Dyslexie (Berlin) mit Störungen der 
Schrift. Neurol. Centralbl. VII. 15. Jan. No. 2. S. 3S u. 1. Febr. No.3. 
S. 68. 

245. Bruns, L. u. B. Stoelting, Ein Fall von Alexie mit rechtsseitiger 

homonymer Hemianopsie (»subcortikale Alexie«, Wernicke). Neurol. 
Centralbl. VII. l.Sept. S. 4 81. No. 17 u. 15. Sept. No. 18. S. 509. 

246. Csapodi, Ein Fall von geheilter Hemianopsie. (Ges. der Ärzte in 

Budapest. Wiener med. Presse. No. 12. Disk. Szili.) 

247. Eisenlohr, Demonstration einer Erkrankung des Occipitallappens. 

(Ärztl. Verein in Hamburg.) Münchener med. Wochenschr. XXXV. 
27. März. No. 13. S. 223. 

248. Freund, C. S., Über optische Aphasie und Seelenblindheit. Arch. f. 

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Jahrb. d. Ges. f. Natur- u. Heilk. in Dresden. S. 147. 

250. Handford, H., Empyema: loss of vision in the right eye, afterwards 

in both. Hemiplegia: Death: cerebral softening, involving especially 
the angular gyri and occipital lobes. Clinical Society of London. 
26. Okt.; Brit. med. Journ. Okt. S. 992 u. 3. Nov. 

251. Landolt,E., De la cecite' verbale. (Festschr. f. Donders. Vgl. Dejerine 

1892.) Utrecht. 27. Mai. 

252. Laqueur, Leopold, Zur Lokalisation der sensorischen Aphasie. 

Neurol. Centralbl. VII. 15. Juni. No. 12. S. 337. 

253. Putzel, L., A case of cortical hemianopia, with autopsy. New York 

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254. Renvers, Zur Gehirnlokalisation. (Vortrag im Verein f. inn. Med.) 

Deutsche med. Wochenschr. XIV. 26. April. No. 17. S. 332. 

255. Sachs, Theodor, Ungewöhnliche Formen hemianopischer Gesichts- 

störung. Wiener klin. Wochenschr. I. 30. Aug. No. 22. S. 453; 6. Sept. 
No. 23. S. 477. 

256. Schütz, Kasuistischer Beitrag zur Aphasie und Paraphasie. Char.-Ann. 

XIII. S. 471, 484. 

257. Wernicke, C, Herderkrankung des unteren Scheitelläppchens. Arch. 

f. Psychiatrie u. Nervenkr. XX, I. S. 243. 

1889. 258. Bernard, De Faphasie. Paris. 

259. Betz, Fr., Zur Kasuistik der traumatischen Epilepsien. Memorabilien. 

4. Juli. 

260. Bullen, A case of amnesia with post-mortem appearances. Brain. Jan. 



Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1015 

1889. 261. Doyne, R., Recovery from hemianopsia with subsequent necropsy. 

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Journ. 23. Nov. S. 11 54; Ophth. Rev. S. 377. 

262. Eisenlohr, C, Beiträge zur Lehre von der Aphasie. (Nach einem 

Vortrage im ärztl. Verein zu Hamburg.) Deutsche med. Wochenschr. 
XV. 5. Sept. No. 36. S. 737. 

263. Förster, Über einen Fall von doppelseitiger Hemianopsie. (Jahresber. 

der Schlesischen Ges. f. vaterl. Kultur. Med. Sekt. 1 7. Sitz, vom 1 3. Dez.) 

264. Illers, Robert, Über einen Fall von Aphasie mit Sektionsbefund. 

Inaug.-Diss. Berlin. 

265. Moeli, Über Befunde bei Erkrankung des Hinterhauptlappens. (Berliner 

Ges. f. Psychiatrie u. Nervenkr. Disk. Oppenheim , Ulithoff , Solger.) 
Ref. Neuro]. Centralbl. VIII. 15. Juli. No. 14. S. 439. 

266. v. Monakow, C, Makroskopisch-pathologisch-anatomische Hirnpräpa- 

rate. (14. Wandervers, der südwestdeutschen Neurol. u. Irrenärzte in 
Baden-Baden am 25. u. 26. Mai 1889.) Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr., 
XXI, 2. S. 651 u. (Jahressitzung des Vereins deutscher Irrenärzte zu 
Jena). Neurol. Centralbl. No. 1 3. 
266a. v. Monakow, Über Hemianopsie und Alexie. Correspondenzblatt f. 
Schweizer Ärzte. No. 14. 

267. Oulmont, Cecite' subite par ramollissement des deux lobes occipitaux. 

Gaz. hebdom. No. 38. S. 607. 

268. Pick, A., Kasuistischer Beitrag zur Lehre von der Lokalisation in der 

Großhirnrinde. Zeitschr. f. Heilk. X. 

269. Rählmann, Über ophthalmoskopisch sichtbare Erkrankung der Netz- 

hautgefäße bei allgemeiner Arteriosklerose, mit besonderer Berück- 
sichtigung der Sklerose der Hirngefäße. Zeitschr. f. klin. Med. XVI, 
H. 5/6 u. Vortrag in der 1 3. Waudervers. südwestdeutscher Neurol. u. 
Irrenärzte in Freiburg. 9. u. 10. Juni 1888: Über sklerotische Verände- 
rungen der Netzhautgefäße. 

270. Le Revilliod, Hemiplegie gauche chez une gauchiere. Embolie du 

tronc brachiocephalique. Signe de Forbiculaire. (Zit. Broadbent, Char- 
cot, Simoneau, Grasset, Strümpell.) Rev. möd. de la Suisse romande. 
20. Okt. S. 12. 

271. Saenger, Alfred, Ein Fall von cerebraler Hemianaesthesie mit Seh- 

störungen und Pupillenanomalien. Jahrb. d. Hamburger Staatskranken- 
anstalten. 1. Jahrg. Teil 2. S. 127. 

272. Saenger, Alfred, Ein Fall von kortikaler Hemianopsie mit Sek- 

tionsbefund. (Festschr. z. Eröffnung d. neuen allgem. Krankenhauses 
zu Hamburg-Eppendorf.) S. 1 72. 

273. Schweninger, E. u. Buzzi, J., Kasuistische Beiträge. II. Blasen- 

ausschlag bei Gehirnembolie. Char.-Ann. XIV. S. 728. 

274. Siemerling, Ein Fall von sogenannter Seelenblindheit nebst ander- 

weitigen cerebralen Symptomen. (Nach einem in der Ges. f. Char.- 
Ärzte am 7. Febr. geh. Vortrage.) Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. 
XXI, 1. S. 284. 

1890. 275. Adler, A., Ein Fall von »subcorticaler Alexie (Wernicke)«. Berliner 

klin. Wochenschr. 17. Jahrg. 21. April. No. 16. S. 336. 

276. Brunelle, Cäcite verbale et hömianopsie latente droite. Bullet. m6d. 

du Nord. No. 24. S. 635. 

277. Che vallereau, Deux cas d'hemianopsie ä la suite d'hömorrhagies 

uterines. Soc. franc. d'opht. 8. Mai. — Arch. d'Opht. No. 3; X. S. 476; 
La frang. med. 23. Mai. 

278. Dejerine, J., Sollier, P. et Auscher, E., Deux cas d'hemianopsie 

homonyme par lösions de l'öcorce du lobe occipital. Arch. de physiol. 
norm, et path. XXII. S.Serie. II. No. 1. S. 177. 



1016 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1890. 279. Delepine, Case of,right lateral homonymous hemianopsia. Arterio- 

sclerotic softening of left cuneus. Path. soc. of London. Mai. Brit. 
med. Journ. I. 24. Mai. S. H94. 

280. Eisenlohr, C, Muskelatrophie und elektrische Erregbarkeitsverände- 

rungen bei Hirnherden. Neurol. Centralbl. IX. No. 1. S. 1. 

281. Förster, Über Rindenblindheit, v. Graefes Arch. f. Ophth. XXXVI, 1. 

S. 94. (Vgl. Sachs 1895 u. Wilbrand 1895.) 

282. Henschen, Klinische und anatomische Beiträge zur Pathologie des 

Gehirns. I.Teil. Upsala. Vgl. 321, 392, 556. 

283. Lacroix, Un cas d'aphasie motrice et sensorielle. Lyon med. LXV. 

S. 107 u. 117. 

284. Lewis, M. J., Bracchio-facial monospasm, following probable em- 

bolism. Journ. of nerv, and ment. dis. No. 11. S. 718. 
283. Lis sauer, Ein Fall von Seelenblindheit nebst einem neuen Beitrag 
zur Theorie derselben. (Nach einem Vortrag in der 48. Sitzung des 
Vereins ostdeutscher Irrenärzte zu Breslau am 2S. Nov. 1888.) Arch. 
f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXI, 1. S. 220. 

286. Marchisio, B., Ambliopia bilaterale, afasia ed emiplegia destra tran- 

sitoria con perdita di coscienza da embolismo cerebrale. Gaz. med. 
di Torino. XLI. S. 858. 

287. Mazza, Osservazioni di emianopsia otnonima con afasia, emianestesia 

e sorditä del lato opporto. Ann. di Ottalm. XIX, 5, 6. S. 500. 
287a. Mazza, Osservazioni cliniche di emianopsia omonima. (XII. congr. 
deü' Assoc. ottalm. Hai.) Ann. di Ottalm. 1891. XX. S. 3. 

288. Moeli, C, Veränderungen des Tractus und Nervus opticus bei Erkran- 

kungen des Occipitalhirns. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXII, 1. 
S. 73. 

289. v. Monakow, Zur pathologischen Anatomie kortikaler Sehstörungen. 

(10. Internat. Kongr. in Berlin. 6. Aug. Disk. Bruns.) Ref. Neurol. 
Centralbl. IX. 15. Aug. No. 16. S. 508. 

290. Mosher, J. M., A case of cerebral thrombosis, with conjugate deviation 

of the head and eyes. Amer. Journ. of the med. scienc. S. 375. 

291. Wilbrand, Hermann, Die hemianopischen Gesichtsfeldformen und 

das optische Wahrnehmungszentrum. Wiesbaden, J. F. Bergmann. 

292. Yamagiwa. K., Beitrag zur Ätiologie der Jackson'schen Epilepsie. 

Virchow's Arch. f. path. Anat. u. s. w. CXIX, 3. S. 447. 

1891. 293. Berkhan, O., Ein Fall von subcorticaler Alexie (Wernicke). Arch. f. 

Psychiatrie u. Nervenkr. XX11I, 2. S. 55S. 

294. Bernheim, Contribution ä l'ötude des aphasies. Rev. de möd. XI. 

Mai. No. 5. S. 372. 

295. Bernheimer, Stefan, Über Sehnervenveränderung bei hochgradiger 

Sklerose der Gehirnarterien. v.Graefe's Arch. f. Ophth. XXXVII, 2. S.37. 

296. Bianchi, L., Contributo clinico ed anatomo-patologico alla dottrina 

della cecita verbale Afasia ottica). Ann. di Nevrol. Neue Serie. 
9. Jahrg. 

297. Bidon, H., Hemianopsie avec hallucination dans la partie invisible 

du champ visuel. Rev. de med. XI. Dez. S. 1014 u. Assoc. franc. 
pour l'avancement des sciences. Congres de Marseille 17. — 24. Sept. 
— Progres m£d. 19. Jahrg. 2. Serie. XIV.; 26. Sept. No. 39. S. 221. 

298. Brunelle, Cöcite' verbale et Hemianopsie latente droite. Gaz. hebd. 

de med. et de chir. No. 11. S. 129. 

299. Bruns, Ein Fall von sensorischer Aphasie. (25. Vers, der Mitglieder 

des Vereins d. Irrenärzte Niedersachsens und Westfalens zu Hannover. 
1. Mai.) Ref. Neurol. Centralbl. X. I.Juni. No. 11. S. 347. 

300. Darkschewitsch, L., Ein Fall von frühzeitiger Muskelatrophie bei 

einem Hemiplegiker. Neurol. Centralbl. X. 15. Okt. No. 20. S. 622. 



Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1017 

391. 301. Dejerine, Cöeite' verbale avec agraphie, autopsie. Mercredi med. 
No. 12. S. 140. 

301a. Dejerine, Sur un cas d'aphasie sensorielle (surdite et cecite) suivi 
d'autopsie. Compt. rend. hebdom. des seances de la soc. de biol. III. 
No. 10. S. 167. 

301b. Dejerine, Sur un cas de cecite" verbale avec agraphie suivi d'au- 
topsie. Soc. de biol. S. 197. 

302. Edinger, L., Gibt es central entstandene Schmerzen? Mitteilungeines 

Falles von Hämorrhagie in den Nucleus externus, Thalami optici und 
in das Pulvinar, dessen wesentliche Symptome in Hyperästhesie und 
furchtbaren Schmerzen der gekreuzten Seite, außerdem in Hemiathetose 
und Hemianopsie bestanden haben. Deutsche Zeitschr. f. Nervenhk. 
I, 3/4. S. 262. 

303. Goldscheider, Über einen Fall von Hemianopsie und Hemianästhesie 

mit ataktischer Hemiparese durch Embolie. Ges. der Char.-Ärzte zu 
Berlin. 5. März. Ref. Berliner klin. Wochenschr. XXVIII. 15. Juni. 
No. 24. S. 593. 

304. Groenouw, Über doppelseitige Hemianopsie centralen Ursprungs. Arch. 

f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXIII, 2. S. 139. 

305. Karplus, Richard, Ein Fall von penetrierender Herzwunde mit Em- 

bolie des Gehirns. Wiener klin. Wochenschr. IV. 17. Sept. No. 3S. S. 699. 

306. Leyden, Beitrag zur topischen Diagnostik der Gehirnkrankheiten. 

Internat. Beitr. z. wissensch. Med. Berlin. 

307. Löwenfeld, L., Über zwei Fälle von amnestischer Aphasie nebst Be- 

merkungen über die centralen Vorgänge beim Lesen und Schreiben. 
Deutsche Zeitschr. f. Nervenhk. 11,1. S. 1. 

308. Mills, On the localisation of the auditory centre. Brain. 

309. Moran, Hemiplegie gauche avec h^mianesthesie complete et hömi- 

anopsie gauche. Gaz. hebd. No. 18. S. 212. 

310. Osler, W., A case of sensory aphasia, word-blindness with hemian- 

opsia. Amer. Journ. of the med. scienc. März. 

311. Schweigger, C, Ein Fall von beiderseitiger Hemiopie. Arch. f. Augen- 

heilk. XXII. S. 336. 

312. Swanzy u. Werner. A case of double hemianopsia. Trans, ophth. 

Soc. Unit. Kingd. XI. S. 183. 

313. Zacher, Theodor, Beiträge zur Kenntnis des Faserverlaufs im Pes 

pedunculi sowie über die corticalen Beziehungen des Corpus genicu- 
latum internum. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXII, 3. S. 654. 
892. 314. Dejerine, J., Contribution ä Fetude anatomo-pathologique et clinique 
des differentes Varietes de cöcite" verbale. (Sitzung 27. Febr.) Memoires 
de la Soc. de Biol. Paris, Masson. 

315. Dejerine M. et Mme, Contribution ä FeHude de la degenerescence 

des fibres du corps calleux. Soc. de biol. 25. Juni. Bull, de med. No. 53. 

316. Delepine, Sheridan, A case of aphasia and right hemiplegia with 

temporary spasmodic conjugate deviation of the eyes. Brit. med. Journ. 
IL 10. Sept. S. 571. 

317. Elzholz, A., Ein Fall von Hirnarterienthrombose als interkurrierende 

Begleiterscheinung einer Stenose des Ostium mitrale und Insuffizienz 
seiner Klappen. (Aus der I. med. Abt. des Herrn Primarius Neusser 
der k. k. Krankenanstalt »Rudolfstiftung«'. Ref. Neurol. Centralbl. 
XI. S. 251. 

318. Fischer, Dan., Thrombosis arteriae parietalis ant. cerebri. Hygiea. 

LIV, 11. S. 4 58. 

319. Gierlich, Über Gliose bei Gehirnerweichung. (17. Wandervers. u. s.w. 

zu Baden-Baden. Mai 1892.) Ref. Neurol. Centralbl. XI. I.Juli. No. 13. 
S. 423. 



1018 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1892. 320. Gowers, W. R., Handbuch der Nervenkrankheiten. (Deutsch v. Dr. Karl 

Grube.) II. Bonn, Friedrich Cohen. 

321. Henschen, Klinische und anatomische Beiträge zur Pathologie des 

Gehirns. II. Teil. Upsala. — On symbanans anatomi ur diagnostic 
synpunkt. Separat ur Upsala Läkaref. Förhandl. XXIX, 1 u. 2. 

322. Koch, Ernst, Zur Encephalomalacie nach Kohlenoxydvergiftung. 

Inaug.-Diss. Greifswald. 

323. Leyden, E., Über die hemiopische Pupillenreaktion Wernickes. (Hemi- 

anopische Pupillenstarre.: Deutsche med. Wochenschr. XVIII. 7. Jan. 
No. 1. S. 3. 

324. Mader, Kasuistische Mitteilungen. Wiener med. Blätter. No. 4 u. 6. 

325. v. Monakow, C, Experimentelle und pathologisch-anatomische Unter- 

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weiteren Verlauf und die anatomische Untersuchung des unter Titel 
in No. 17 u. 18 dieses Centralbl. 1888 veröffentlichten Falles. Neurol. 
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1020 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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bestand in Seelenblindheit und Aphasie. Wiener med. Bl. No. 8. 

363. Magnus, H., Ein Fall von Rindenblindheit. Deutsche med. Wochenschr. 

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Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1021 

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des Sehvermögens durch Zerstörung der Rinde beider Hinterhaupts- 
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1022 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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452. Manz, Kasuistik der doppelseitigen homonymen Hemianopsie. Fall 

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23. Mai. — Ann. d'Ocul. 61. Jahrg. CXX. Sept. S. 229. 

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457. Pontoppidan, Klinische Vorlesungen über Nervenkrankheiten. Kopen- 

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458. Pugliese, V., Sul centro psico-motore dei muscoli superiori della 

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459. Rau, Über sektorenförmige Gesichtsfelddefekte. Berliner ophth. Ges. 

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Febr. S. 53. 

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4 61. Sachs, Moriz, Klinische Beiträge zur Lehre von den Augenmuskel- 
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Arch. f. Augenheilk. XXXVII. S. 9. 

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interna für das menschliche Sehorgan. Bericht über die 27. Vers. 
der ophthalm. Ges. Heidelberg. Wiesbaden, J. F. Bergmann. 1899. 
Disk.: Nieden, Uhthoff, Axenfeld, Silex, Pflüger, Hirschberg, Zimmer- 
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regulier avec modifications des pupilles paralleles aux mouvements 
respiratoires et anesthesie regulierement intermittente de la face dans 
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464. Touche, Deux cas de ramollissement des centres corticaux de la vision 

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465. Tournier, C, Double Hemiplegie, trismus persistant. Syndrome de 

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Journ. S. 1973. 

467. Vorster, Johannes, Beitrag zur Kenntnis der optischen und taktilen 

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467a. Vorster, Johannes, Über einen Fall von optischer und taktiler 
Aphasie. (28. Vers, der südwestdeutschen Irrenärzte in Karlsruhe. 
Nov. 1897.) Neurol. Centralbl. XVII. 15. Jan. No. 2. S. 89. 

468. Zimmermann. W., On ocular affections in puerperal eclampsia. Arch. 

of Ophthalm. XXVII. No. 5. 



Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnaiterien. 1025 

1 899. 469. Anton, G., Über die Selbstwahrnehmung der Herderkrankungen des 
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Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. XXXII, 1. S. 86. 

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Journ. IV. No. 2. 

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473. Jolly, Über Aphasie. (71. Vers, deutscher Naturf. u. Ärzte in München. 

Sept.). Ref. Neurol. Centralbl. XVIII, 20. S. 952. 

474. Köster, H., Afasi hos vänsterhändt med ordblindhet, lesion af högra 

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475. Langdon, F. W., Paranomia Visual and myotactic. The Philadelphia 

med. Journ. 4. März. S. 504. 

476. Laqueur, L. u. Schmidt, Martin B., Über die Lage des Centrums 

der Macula lutea im menschlichen Gehirn. Virchow's Arch. f. path. 
Anat. u. Physiol. u. für klin. Med. CLVIII, 3. S. 466. 

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(Schles. Ges. f. vaterländ. Kultur. S. Juli 1898.) Ref. Deutsche med. 

Wochenschr. XXV. 9. Febr. No. 6. S. 31. 
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Jan. No. 37. S. 1. 

484. Nodet, Victor, Les agnoscies. la cecite' psychique en particulier. 

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Hemianopsie. Zeitschr. f. Augenheilk. II. S. 141. 

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48S. Uhthoff, W., Beiträge zu den Gesichtstäuschungen (Hallucinationen, 

Illusionen u. s. w.) bei Erkrankungen des Sehorgans. Monatsschr. f. 

Psychiatrie u. Neurol. V, 4. S. 241. 
489. Zimmermann, Über Augenerkrankungen bei puerperaler Eklampsie. 

Arch. f. Ophth. XXVII, 5, abgekürzt übersetzt im Arch. f. Augenheilk. 

XXXVIII. S. 393. 
1900. 490. Anton, G. , Befunde bei einseitiger Kleinhirnataxie mit gekreuzter 

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491. Bernard, Henry, Ramollissement cerebral; cecite. Soc. d'anat. 

23. Febr. Ref. Revue gener. d'opht. S. 334. Ramollissement bilateral 

et symmötrique des deux lobes occipitaux: cöcite par double hemi- 

anopsie. Bull, de la soc. d'anatom. S. 3. 

Handbuch aer Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. (35 



1026 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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due to cerebral lesions. Amer. Joum. of med. sciences. Dez. 

497. Greidenberg, Des psychoses consecutives ä l'intoxication oxycar- 

bonique. Ann. möd.-psychol. VIII. S. 38. 

498. Hammond, Graeme M., Two unusual cases of aphasia, with special 

reference to the so-called naming centre. Med. Record. LVIII. S. 1011. 

499. Henderson, John, Case of total aphasia and right hemiplegia in 

a patient, who had previously lost his left arm by accident. Glasgow 
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300. Henschen, S. E., Revue critique de la doctrine sur le centre cortical 

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301. Hertel, E., Veränderungen der Netzhautgefäße bei Arteriosklerose. 

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Facialislähmung. Wiener med. VVochenschr. No. 5 — 6. 

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505. Meyer, Otto, Ein- und doppelseitige homonyme Hemianopsie mit 

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506. v. Monakow, C, Pathologische und anatomische Mitteilungen über 

die optischen Centren des Menschen. (25. Wandervers, der südwest- 
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Neurol. Centralbl. XIX, 14. S. 880. u. Arch. f. Psychiatrie u. Nerven- 
krankh. XXXIII, 2. S. 696. (Siehe Wehrli 1904 u. 1905., 

507. Murri, A., Origine della deviazione oculo-cefalica e della rigidita 

muscolare precoce nelle malatie cerebrali. Riv. crit. di clin. med. 
No. 4 6—49. 

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anopsie verbunden mit taktiler Aphasie und Orientierungsstörungen. 
In. Diss. Marburg. 

509. Purtscher, Über die Einwirkung von Leuchtgasvergiftung auf das 
Sehorgan. Centralbl. f. prakt. Augenheilk. XXIV. Aug. S. 225. 

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retinae. In. Diss. Gießen. 

511. Siegrist, August, Die Gefahren der Ligatur der großen Halsschlag- 

ader für das Auge und das Leben des Menschen, v. Graefes Arch. 
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513. Touche, R., Treize observations de ramollissement du cervelet, de la 

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Arch. gönör. de med. IV. S. 66. 

514. Veraguth, Otto, Über einen Fall von transitorischer reiner Wort- 

taubheit. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XVII, 3— 4. S. 177. 






Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1027 

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1901. 517. Ballaban, Erfahrungen auf dem Gebiete der modernen Augenheilkunde 

auf Grund von 12 000 Fällen eigener Beobachtung. (Polnisch.) Krakau. 
Univ. Druckerei. 
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520. Bikeles, G., Ein Fall von oberflächlicher Erweichung des Gesamt- 

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No. 7. S. 296. 

521. Fürstner, C, Über Schlängelung und Erweiterung der Retinalgefäße. 

(Nach einem auf der Versammlung südwestdeutscher Neurologen und 
Irrenärzte zu Baden-Baden gehaltenen Vortrage.) Münchener med. 
Wochenschr. No. 31. 

522. Hertel, E., Beitrag zur Kenntnis der Angiosklerose der Centralgefäße 

des Auges, v. Graefes Arch. f. Ophth. LH, 2. S. 191. 

523. Hosch, Ein Fall von sog. kortikaler Hemianopsie und Alexie. Zeitschr. 

f. Augenheilk. V, 1 . S. 3. 

524. Joukowsky, Contribution ä l'etude de l'anatomie pathologique de 

Fhemianopsie d'origine intracerebrale. Nouv. Iconogr. de la~Salpe- 
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525. Liebrecht, Sehnerv und Arteriosklerose. Arch. f. Augenheilk. XLIV. 

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Sehnerven. Biol. Abt. d. ärztl. Vereins Hamburg. Ref. Münchener med. 
Wochenschr. S. 279 u. Arteriensklerose u. Sehnerv. (73.Vers. deutscher 
Naturf. u. Ärzte zu Hamburg. 23. Sept.) Ref. Arch. f. Augenheilk. XLIV. 
S. 254. 

526. Marie, Pierre et Freund, Jan., Deux nouveaux cas d'atrophie des 

tubercules mamillaires en relation avec un ramollissement des cen- 
tres corticaux de la vision. (Soc. de neurol. de Paris. 10. Jan.) Revue 
neurol. IX. 15. Jan. No. 1. S. 63. 

527. Otto, R., Sehnervenveränderungen bei Arteriosklerose und Lues. Arch. 

f. Augenheilk. XLIII. S. 104. 
32S. Pick, A., Über Symptomenkomplexe, bedingt durch die Kombination 
subkortikaler Herdaffektionen mit seniler Hirnatrophie. Wiener klin. 
Wochenschr. XIV. 14. Nov. No. 46. S. 1121. 

529. Probst, M., Zur Kenntnis des Sagittalmarks und der Balkenfasern des 

Hinterhauptlappens. Jahrb. f. Psychiatrie u. Neurol. XX. S. 320. 
529a. Probst, M., Über arteriosklerotische Veränderungen des Gehirnsund 
deren Folgen. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkrankh. XXXIV, 2. S. 570. 

530. Siegrist, A., Über wenig bekannte Erkrankungsformen des Sehnerven. 

Arch. f. Augenheilk. XLIV. Ergänzungsheft. S. 178 u. Heidelberger 
Ophth. Ges. Bericht. S. 83. 

531. Touche, Contribution ä l'etude anatomo=clinique des aphasies. 28obser- 

vations inedites suivies d'autopsie. Arch. göner. de med. VI. S. 379, 
326 u. 412. Hemorrhagie cebrale bilaterale; deviation conjuguee 
unilaterale (Soc. anat.) Rec. d'opht. S. 594. 

532. Valentin, Paul, Les paralysies de la coqueluche. These. Paris. 
333. Wilbrand, Demonstration von Gesichtsfeldern partiell-hemianopischer 

Patienten. (73. Vers, deutscher Naturf. u. Ärzte in Hamburg. Sept.) 
Ref. Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. XXXIX. S. 82'. 

63* 



1028 XXII. Teil II. ühthoff, 

1901. 534. Zacher, Über einen Fall von doppelseitigem, symmetrisch gelegenen 

Erweichungsherd im Stirnhirn und Neuritis optica. Neurol. Centralbl. 

XX. I.Dez. Heft 23. S. 1074. (Nach einem im psychiatr. Verein der 
Rheinlande geh. Vortrage.) 

1902. 535. Alberto, Crispolti Carlo, Centro corticale della visione. Bolletino 

d'oculistica. XXI. No. 13. S. 193. 

536. Bard, L.. Un cas d'alexie d'origine operative. La semaine me^dic. 

XXII. 30. April. No. 18. S. 145. 

537. Berger, Über einen Fall von Rindenblindheit mit Sektionsbefund. 

Naturwissenschaft!. -med. Ges. zu Jena. (Sekt. f. Heilk.) 13. Febr. 
Münchener med. Wochenschr. XLIX. No. 16. S. 693. 22. April. 

538. Brissaud, Cecite verbale pure. Nouvelle Iconographie de la Salpe- 

triere. No. 4. S. 28 t. 

539. Dide, Maurice et Botcazo, Amnesie continue, cöcite' verbale pure, 

perte du sens topographique, ramollissement double du lobe lingual. 
Revue neurol. No. 14. S. 676. 

540. A. Elschnig, Histologische Artefakte im Sehnerven. Klin. Monatsbl. 

f. Augenheilk. XL. Sept. u. Heidelberger Ophth. Ges. Bericht. S.33. 

541. Hartmann, Fritz, Die Orientierung. Die Physiologie, Psychologie 

und Pathologie derselben auf biologischen und anatomischen Grund- 
lagen. Leipzig. 

542. Hedren, Zur Kenntnis der nervösen Nacherkrankungen bei akuter 

CO-Vergiftung nebst einigen Bemerkungen über ihre forensische Be- 
deutung. Nordisk med. Arkiv. Abt. II. 25. März. 4. 

543. Josserand, Cecite' corticale. — Absence de reaction pupillaire. 

(Soc. des sciences med. de Lyon. März.) Annal. d'ocul. CXXVII. Mai. 
S. 381. 

544. Kirchhoff, Ein mimisches Centrum im medialen Kern des Sehhügels. 

Arch. f. Psychiatrie. XXXV, 3. S. 814. 

545. Kuffner, K., Ein Fall von Alexie. Cas. ees. 16k. S. 90. 

546. Liepmann, Über Seelenblindheit und sensorische Asymbolie. (Psychi- 

atrischer Verein zu Berlin. 21. Juni. Disk. Jastrowitz.) Neurol. Centralbl. 

XXI. 16. Juli. No. 14. S. 686. (Vgl. 1903.) 

547. Marie et Guillain, Ramollissement du genou du corps calleux. 

Compt. rend. Soc. de neurol. 13. März. 

548. Mendel, K., Über Alexie. (Berl. med. Ges. 29. Jan). Münchener med. 

Wochenschr. XLIX. 4. Febr. No. 5. S. 205. 

549. Pauly, Ramollissement occipital double. — Absence du reflex pupillaire. 

(Sociöte" des sciences m^dieales de Lyon. März. Disk. Josserand.) 
Ann. d'ocul. CXXVII. Mai. S. 381. 

550. Pick, Beiträge zur Lehre von der Echolalie. I. Echolalie als Begleit- 

erscheinung von Schläfenlappenläsion. (Wandervers, des Vereins f. 
Psychiatrie u. Neurol. in Wien. Okt. 1901.) Jahrb. f. Psychiatrie u. 
Neurol. XXI. S. 283. 

551. Ranney, Ten instructive cases for the general practitioner of medi- 

ane with remarks upon the detection and relief of eyestrain. New 
York med. Journ. 22. Nov. 

552. Raymond, P., Sur trois cas d'hemianopsie. Arch. de neurol. XIII. 

S. 433. 

553. Touche, Hemiplegie droite. Cecite verbale, ramollissement de l'hömi- 

sphere cörebelleux droit et du lobe occipital gauche. Bull. Soc. anat. 
de Paris. IV. S. 345. 
553a. Touche, Troubles trophiques consöcutifs ä la ligature de la carotide 
primitive droite et de la sous-claviere droite. Ann. d'ocul. CXXVII. 
S. 380. 






Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1029 

1902. 553b. Touche, Cecite cerebrale et däviation conjuguee de la tete et des 

yeux. (Soc. de neurol. de Paris. 13. März.; Ref. Ann. d'ocul. CXXVII. 
Mai. S. 379. 
534. Vogt, Über Gesichtsfeldeinengung bei Arteriosklerose. (Jahresvers. d. 
Vereins der deutschen Irrenärzte in München. April.) Ref. Neurol. 
Centralbl. XXI. I.Mai. S. 424. No. 9. (Führt an Windscheid.) 

1903. 555. Ballet, Gilbert, Un cas de surdite' verbale par lesion sus-nucleaire 

(sous-corticale) avec atrophie secondaire de l'ecorce de la premiere 
temporale. Revue neurol. No. 14. S. 685. 

556. Becke, Arthur, Die bei Erkrankungen des Hinterhauptlappens be- 

obachteten Erscheinungen mit spezieller Berücksichtigung der okularen 
Symptome. Inaug. Diss. Marburg. 

557. Henneberg, Über chronische progressive Encephalomalacie und über 

den «harten Gaumenreflex». (Berl. Ges. f. Psychiatrie u. Nervenkrankh. 
9. Nov.) Ref. Neurol. Centralbl. XXII. I.Dez. No. 23. S. 1134. 

558. Henschen, S. E., Die Projektion der Retina auf die Gehirnrinde usw. 

s. Litt.-Verz., Kap. Blutung. 

559. Hirsch, William, Arterierosclerosis of the spinal cord. Journ. of 

nerv, and ment. disease. Febr. 

560. Jackson, Edward. Cortical hemianopsie and sector defects of Visual 

field. Medical Record. LXXXII. S. 386 u. Med. News. 28. Febr. 

561. Krüger, Albert Hermann, Die bei Erkrankungen des Schläfen- 

lappens und des Stirnlappens beobachteten Symptome mit besonderer 
Berücksichtigung der okularen Symptome. Zeitschr. f. Augenheilk. X, 6. 
Dez. S. 505. 

562. Liepmann, Demonstration des Gehirns von dem am 21. Juni 1902/3 

in dem Verein vorgestellten Seelenblinden (Psychiatr. Verein zu 
Berlin. 19. Dez. 1903.) Ref. Neurol. Centralbl. XXIII. 16. Jan. 1904. 
No. 2. S. 83. 

563. Marchand, L., Un cas de sclärose symetrique des lobes occipitaux. 

Nouv. Iconogr. de la Salpetriere. No. 2. S. 100. 

564. Mörchen, Friedrich, Die Erscheinungen bei Erkrankungen des 

Sehhügels mit specieller Berücksichtigung der okularen Symptome. 
Zeitschr. f. Augenheilk. X, 4. Okt. S. 272. 

565. Naunyn, B. , Über die Beziehungen der arteriosklerotischen Hirn- 

erkrankung zur Pseudosklerosis multiplex senescentium und zur Abasia 
senescentium. Sammlung klin. Vorträge. (N. F. No.391.) Serie 1 4. Heftl. 

566. Perdrau, J. Arthur, Softening about the right calcarine fissure, 

associated with left hemiopia. Edinburgh, med. Journ. XIII. S. 45. 

567. Pick, A., Über eine eigentümliche Schreibstörung. Mikrographie, infolge 

cerebraler Erkrankung. Prager med. Wochenschr. XXVIII. I. Jan. 
No. 1. S. 1. 
567a. Pick, A.. Fortgesetzte Beiträge zur Pathologie der sensorischen 
Aphasie. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkrh. XXXVII, 1. S. 216 u. 
XXXVII, i. S. 468. 

568. Rost, Konrad, Ein Fall von progressiver Paralyse mit eigentümlichen 

Erscheinungen von Seelenblindheit. Inaug.-Diss. Kiel. 

569. Sibelius, Chr., Zur Kenntnis der Gehirnerkrankungen nach Kohlen- 

oxydvergiftung. Zeitschr. f. klin. Med. XLIX. S. 111. 

570. Siemon, Wilhelm, Weitere Beiträge zu den Beziehungen zwischen 

Gehirn und Auge. Inaug.-Diss. Marburg. 

571. Wernicke, C, Ein Fall von isolierter Agraphie. (Nach einem in der 

79. Sitzung des Vereins ostdeutscher Irrenärzte gehaltenen Vortrag.) 
Monatsschr. f. Psychiatrie u. Neurol. XIII, 4. S. 241. 
571a. Wernicke, C, Der aphasische Symptomenkomplex. Deutsche Klinik. 
Berlin u. Wien, Urban u. Schwarzenberg. S. 487 — 556. 



1030 XXII. Teil II. Uhthoff, 

19(14. 572. Abraham. Vorstellung eines Kranken mit Hemianopsie und Rotgrün- 
blindheit im erhaltenen Gesichtsfeld. (Psychiatr. Verein zu Berlin. 
■18. Juni. Disk. Liepmann.) Ref. Neurol. Centralbl. XXIII. 16. Juli. 
No. 14. S. 662 und Centralbl. f. Nervenheilk. u. Psychiatrie. XXVIII. 
No. 180. (N. F. XVI. Bd.) 1. Jan.1905. S. 18. 

573. Ascher, Max, Die bei Erkrankungen des Corpus striatum beobachteten 

Symptome mit besonderer Berücksichtigung der okularen Symptome. 
Zeitschr. f. Augenheilk. XI, 6; Juni. S. 501. 

574. Becke, Arthur, Die bei Erkrankungen des Hinterhauptlappens be- 

obachteten Erscheinungen mit spezieller Berücksichtigung der okularen 
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Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1031 

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Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1033 

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Comby, Arnozau, Barthelemy. Bourdon, Hubert, Haidane, Friedenwald, 
Purtscher, Brose, Sölder, Simon, Schwabe, Emmert, Knapp, Gnauck, 
Greidenberg, Stockes, Behr, Finkeinstein. ) 

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Verein in Danzig. 26. Okt.) Ref. Deutsche med. Wochenschr. XXXII. 
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XIX. März. No. 111. S. 177. 

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1903.) Deutsche med. Wochenschr. XXXII. No. 12. 22. März. S. 484. 

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Münchener med. Wochenschr. LIV. 10. Dez. No. 50. S. 2500. 

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Münchener med. Wochenschr. No. 35. S. 1736. 27. Aug. 54. Jahrg. 

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Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarteiien. 1035 

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(Vorgetr. i. d. Sekt. f. Neurol. u. Psychiatrie d. Naturforscher- u. Ärzte- 
Vers, in Dresden.) Neurol. Centralbl. XXVI. 16. Okt. No. 20. S. 945. 
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kgl. Ärztevereins. 22. April.) Ref. Centralbl. f. Nervenheilk. u. Psy- 
chiatrie. XXXI. No. 254. (N. F. 19. Bd.) 1908. Heft 3. (1. Februarheft.) 
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674. Souques, A., Un cas d' alexie ou cöcite' verbale dite pure, suivie 

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(Sitzung: 4. März. Disk. Pierre Marie.) Ann. d'ocul. 70. Jahrg. CXXXVII. 
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1907. G79. v. Willebrand, Fall af cerebral hemianopsi. (Ein Fall von cere- 

braler Hemianopsie.) Finska Läkaresälls-kapets bandlingar. XLIX. 2; 
Dez. S. 791. Autoreferat in ibidem. S. 34. 

1908. G80. Bielschowsky, A., Über ungewöhnliche Erscheinungen bei Seelenblind- 

heit. (35. Vers. d. deutsch, ophth. Ges. in Heidelberg. Aug. 1908. Disk. 
Bartels, Uhthoff.) Bericht. J. F. Bergmann, Wiesbaden. 1909. S. 174. 

68). Bonvicini, Giulio u. Pötzl, Otto, Einiges über die reine Wort- 
blindheit. Arb.a.d. Wiener neurol. Institut. (Obersteinersche Festschrift.) 
XVI. S. 522. 

nsi. Brandt, Über Sprachstörungen nach Unfällen. Inaug. Diss. Bonn. 

683. Courmont, Paul et Cade, A., Cöcite chez un brightique: ramollis- 

sements cortico-occipitaux et atrophie optique. Lyon med. CX. S. 4 4 57. 
(Sitzungsbericht.) 

684. Deny, G. u. G. Maillard, Apraxie motrice bilaterale avec hömiparesie 

droite et apraxie des muscles des yeux. (Soc. de Psychiatr. de Paris. 
16. Juli. (Bericht nach L'Enc6phale.) Ber. Centralbl. f. Nervenheilk. u. 
Psychiatrie. I.Januarheft. 32. Jahrg. No. 287. (N. F. XX), 11. S. 406. 

685. deFourmestraux, Gehirnerweichung und Augenstörung nach Unter- 

bindung der Carotis communis. XXI. Französisch. Chirurgenkongreß. 
5.— 10. Okt. (Revue de chir. XXVIII. No. 11.) Ref. Centralbl. f. Chirurg. 
S. 803. 

686. Guthrie, L. u. S. Mayou, Rechtsseitige Hemiplegie mit Verstopfung 

(? Thrombose; der linken Carotis communis und Arteria centralis retinae 
mit Erhaltung der Lichtperception. (Ophth. Soc. of the Unit. Kingd. 
30. Jan.) Arch. f. Augenheilk. LXI, 4. Okt. S. 423. 
686a. Guthrie, Right hemiplegia and atrophy of left optic nerve. Procee- 
dings of Royal soc. of. med. Mai. S. 180. 

687. Jacobsohn, Fall von Encephalomalacie. (Berl. otol. Ges. 14. Jan.) 

Ref. Zeitschr. f. Ohrenheilk. LV, 3. Febr. S. 276. 
6ss. Lewandowsky, M., Über Abspaltung des Farbensinnes. Monatsschr. f. 
Psychiatrie u. Neurol. XXIII. Juni. Heft 6. S. 488. 

689. Mingazzini, G., Les aphasies de conduction en rapport avec Ia 

nouvelle thßorie de Pierre Marie. IvEncöphale. 3. Jahrg. No. 1. S. 1. 

690. Niessl v. Mayendorf, Erwin, Einige Bemerkungen zu dem Aufsatz 

des Herrn Dr. C. T. van Valkenburg: «Zur Kenntnis der gestörten 
Tiefenwahrnehmung» im 34. Bd. dieser Zeitschr. S. 322 — 337. Deutsche 
Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXV. 30. Juli. S. 4 65. 

694. Quensel, F.. Über Erscheinungen und Grundlagen der Worttaubheit. 

Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXV, 4— 2. 30. Juli. S. 25. 

692. Redlich und Bonvicini, Über das Fehlen der Wahrnehmung der 

eigenen Blindheit bei Hirnkrankheiten. Deuticke, Wien. 4. Jahrbuch 
f. Psychiatrie. XXIX. 

693. Rhein, H. W., A case of apraxia, with autopsy. Journ. of. nerv, and 

rnent. dis. Okt. No. 4 0. 
C94. Rönne, Henning, Zur Entstehung der konjugierten Deviation der 
Augen. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXV. 30. Juli. S. 18. 

695. Schaffer, Cerebrale Schmerzen. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkr. 

XLIV, 1. 

696. Skala, Ein klinischer Beitrag zur Pathologie des Occipitallappens. 

Sbornik Lekarsky. No. 5 — 6. 

697. von Valkenburg, C. T., Zur Anatomie der Projektions- und Balken- 

strahlung des Hinterhauptlappens sowie des Cingulums. Monatsschr. 
f. Psychiatrie. XXIV, 4. S. 320. 

698. van Valkenburg, C. T., Zur Kenntnis der gestörten Tiefenwahr- 

nehnrung. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXIV, 3 — 4. April. 
S. 322. 



Hirnerweichung und allgemeine Sklerose der Hirnarterien. 1037 

1908. 698a. van Valkenburg, C. T., Kurze Erwiderung auf die Bemerkungen 

des Herrn Dr. E. Niessl v. Mayendorf etc. (Siehe No. 690.) Deutsche 
Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXV, 5— 6. 30. Nov. S. 472. 

699. Weber, Über arteriosklerotische Psychosen. (14. Vers, mitteldeutscher 

Psychiater u. Neurol. in Halle a. S. Okt.) Ref. Deutsche med. Wochen- 
schrift. XXXIV. 10. Dez. No. 50. S. 2199. 
699a. Weber, L. W., Zur Klinik der arteriosklerotischen Seelenstörungen. 
Monatsschr. f. Psychiatrie u. Neurol. XXIII. Ergänzungsheft. S. 175. 

700. Weber, L.W. u. J. H. Schultz. Zwei Fälle von «Pseudotumor cerebri» 

mit anatomischer Untersuchung. Monatsschr. f. Psychiatrie u. Neurol. 
XXIII. Ergänzungsheft. S. 212. 

70 1. Wessely, Über den Einfluß der Karotisunterbindung auf die Blut- 

versorgung des Auges. (Nach gemeinsam mit Noll ausgeführten 
Untersuchungen.) (80. Vers, deutscher Naturf. u. Ärzte in Köln. Sept. 
Abt. f. Augenheilk.) Ref. klin. Monatsbl. f. Augenheilk. 46. Jahrg. 
(N.F. VI.) Okt. S. 468. 

702. Westphal, A., Über einen Fall von motorischer Apraxie (mit Sektions- 

befund;. Med. Klinik. IV. 1. März. No. 9. S. 283 u. Allgem. Zeitschr. 
f. Psychiatrie u. psychisch-gerichtl. Med. LXIV. S. 452. 
702 a. Williamson, R. T., A clinical lecture on hemiplegia with unilateral 
optic atrophy. Brit. med. Journal. I. S. 1345. 

1909. 703. Bälint, Rudolf, Seelenlähmung des «Schauens», optische Ataxie, 

räumliche Störung der Aufmerksamkeit. Monatsschr. f. Psychiatrie 
u. Neurol. XXV, 1. S. 51. 
703a. Behr, Carl, Zur topischen Diagnostik der Hemianopsie, v. Graefes 
Archiv, f. Ophth. LXX, 2. 13. April. S. 340. 

704. Boudet, Gabriel, Hemianopsie laterale homonyme droite; perte du 

sens d'orientation; ramollissement du lobe occipital gauche. Revue 
neurol. XVII. No. 21. S. 1318. 

705. Buchholz, Bilder von der Außenfläche der linken Hemisphäre und 

von Frontalschnitten des Gehirns. (Ärztl. Verein in Hamburg. 15. Juni.) 
Offiz. Protokoll : Deutsche med. Wochenschr. XXXV. 23. Dez. No. 51. 
S. 2297. 
70 6. Cramer, A. , Die nervösen und psychischen Störungen bei Arterio- 
sklerose (Referat erstattet auf d. XVI. intern, med. Kongr. in Budapest.) 
Deutsche med. Wochenschr. 35. Jahrg. 16. Sept. No. 37. S. 1595. 
Disk. Oläh. Bericht in Neurol. Centralbl. XXVIII. I. Okt. No. 19. 
S. 1070. 

707. Foerster, Otfrid, Über den Lähmungstypus bei kortikalen Hirnherden. 

Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXVII, 5— 6. S. 349. 21. Okt. 

708. Inouye, Die Sehstörungen bei Schußverletzungen der kortikalen Seh- 

sphäre. Leipzig. 

709. Lenz, Georg, Zur Pathologie der cerebralen Sehbahn unter besonderer 

Berücksichtigung ihrer Ergebnisse für die Anatomie und Physiologie. 
Breslauer Habilitationsschr. Wilhelm Engelmann, Leipzig. 

7)0. Raviart, G. u. M. R. Cannac, Cecite" corticale par ramollissement 
bilateral des lobes occipitaux; hemiparesie gauche avec hemianopsie 
homonyme laterale gauche dues ä un ramollissement du lobe occi- 
pital droit. Echo med. du Nord. XIII, 3. S. 25. 

711. Redlich, Emil u. Giulio Bonvicini, Über das Fehlen der Wahr- 
nehmung der eigenen Blindheit bei Hirnkrankheiten. Leipzig u. Wien, 
Deuticke. 

711 a. Redlich, Emil u. Giulio Bonvicini, Anatomischer Befund in 
einem Falle cerebraler Blindheit. (Verein f. Psychiatrie u. Neurol. in 
Wien. 9. Nov.) Ber. Wiener klin. Wochenschr. XXIII. 13. Jan. 1910. 
No. 2. S. 79. 



1038 XXII. Teil II. Uhthoff, 

(9ii9. 712. Russell, William, A post-graduate lecture cm intermittent closing 
of cerebral arteries: its relation to temporary and permanent paralysis. 
Brit. med. Journ. II. S. 1109. 

713. Serog, Rechtsseitige homonyme Hemianopsie mit Dyslexie. (Med. 

Verein in Greifswald. 20. Nov.) Offiz. Prot, in Deutsche med. Wochen- 
schrift. 36. Jahrg. 21. April 1910. No. 1 6. S. 779. 

714. Wilhelm Freiherr v. Stauffenberg, Zwei Fälle von Hemianaesthesie 

ohne Motilitätsstörungen. Arch. für Psychiatrie und Nervenkrankh. 
XLV, 2. S. 683. 

715. Uhthoff, W., Über die Augensymptome bei Hirnblutungen und Hirn- 

erweichungen. (Vortrag gehalten in der neurol. Sekt, der 81. Vers, 
deutscher Naturf. u. Ärzte in Salzburg. Sept.) Ref. Klin. Monatsbl. 
f. Augenheilk. XLVII. (N. F. VII.) Okt. S. 154 u. Neurol. Centralbl. 

XXVIII. 16. Okt. No. 20. S. 1)06. (Autoreferat). 

716. Weber, L. W., Arteriosklerotische Verstimmungszustände. Münchener 

med. Wochenschr. 56. Jahrg. -27. Juli. No. 30. S. 1524. 
1910. 717. Auerbach, Siegmund, Zur Lehre von der centralen Zungeninner- 
vation. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXXIX, 1—2. 25.April. S.109. 
7 IS. Berg er, Embolie einer Arteria cerebri posterior. (Naturw. med. Ges. 
zu Jena. Sekt. f. Heilk. 9. Juni.) Offiz. Protokoll in Münchener med. 
Wochenschr. 57. Jahrg. 16. Aug. No. 33. S. 1762. 

719. C a n t o n n e t, A., Hemianopsie par ramollissement localis^ de la 

bandelette optique au cours d'une meningite aigue. Arch. d'opht. 
XXX. April. S. 233. 

720. v. Economo, Beitrag zur Kasuistik und Erklärung der posthemi- 

plegischen Chorea. Wiener klin. Wochenschr. XXIII. No. 12. S. 429. 

721. Kraus, Inkomplete Alexie usw. (Nürnberger med. Ges. u. Poliklinik. 

9. Juni.) Offiz. Prot, in Münchener med. Wochenschr. 

722. Kutzinski, Fall von Rindenblindheit. (Berliner Ges. f. Psychiatrie u. 

Nervenkrankh. 14. Nov. Disk. Liepmann, Kempner.) Ber. Neurol. 
Centralbl. XXIX. 1. Dez. No. 23. S. 1324. 

723. Lenz, Zwei Fälle von doppelseitiger Hemianopsie. (82. Vers, deutscher 

Naturf. u. Ärzte in Königsberg i.Pr. Sept.) Ref. Klin. Monatsbl. f. Augen- 
heilk. 48. Jahrg. (N. F. X.) Okt. S. 494. 

724. Long, E., Deux observations anatomo-clinique de Syndrome thalamique 

Revue neurol. No. 4. 

725. Lüdin, Über Thrombose der Arteria vertebralis. (35. Wandervers, der 

südwestdeutschen Neurol. u. Irrenärzte in Baden-Baden. Mai.) Ber. im 
Neurol. Centralbl. XXIX. I.Juli. No. 13. S. 713. 
72G. Mahaim, A., Un cas d'aphasie motrice et sensorielle sans hömiplegie 
avec integnte de l'opercule, de l'insula et du noyau lenticulaire. 
Bulletin de l'Acadömie royale de med. de Belgique. Brüssel. 

727. Pilcz, Alexander, Die psychischen und nervösen Erscheinungen bei 

Arteriosklerose des Gehirns. (Vortrag i. Verein d. Ärzte d. 2. Bezirks in 
Wien.) Wiener med. Wochenschr. 60. Jahrg. 12. März. No. M. S. 625. 

728. Redlich, E., Weiterer Fall von cerebraler Blindheit mit Mangel der 

Wahrnehmung der Blindheit. ;Verein f. Psychiatrie u. Neurol. in Wien. 
8. Febr.) Ber. Med. Klinik. VI. 15. Mai. No. 20. S. 807. 

729. Redlich u. Bonvicini, Fehlen der Wahrnehmung der Blindheit. 

(4. Jahresvers. d. Ges. deutscher Nervenärzte. Berlin. Okt.) Ref. Deutsche 
med. Wochenschr. 36. Jahrg. 20. Okt. No. 42. S. 1977. 

730. Saenger, Alfred, Über die Areflexie der Cornea. Neurol. Centralbl. 

XXIX. 16. Jan. No. 2. S. 66. (Vortrag in der 3. Jahresvers. Deutscher 
Nervenärzte in Wien. 18. Sept. 1909) mit Hinzufügung neuer Be- 
obachtungen. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1039 

1910. 731. Wallenberg, Adolf, Beitrag zur Lehre vom Ursprung des Levator 
palpebrae superioris und seinen angeblichen Beziehungen zur Groß- 
hirnrinde. Neurol. Centralblatt. XXIX. 16. April. No. 8. S. 402. (Vortrag 
am 18. Nov. 09 im Danziger ärztl. Verein.) 
732. Windenberg, Hirnerweichung. (45. Vers, des Vereins der Irrenärzte 
Niedersachsens und Westfalens in Hannover. 7. Mai.) Ber. Neurol. 
Centralbl. 29. Jahrg., 1. Aug. No. 15. S. 837. 



VI. Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 

§ 206. Die außerordentliche Rolle, welche die Syphilis auf dem Ge- 
biete der Erkrankungen des Centralnervensystems spielt, ist hinlänglich 
bekannt und in jeder Hinsicht als sichergestellt anzusehen, und doch ist 
die völlige Klarstellung dieser Frage noch relativ jungen Datums bis in die 
erste Hälfte des 1 9. Jahrhunderts zurückdatierend. Aber auch die jüngste 
Zeit hat uns noch sehr wertvolle Aufschlüsse über die ätiologische Bedeutung 
der Syphilis in der Pathologie des Nervensystems gebracht, und ich will 
hier vor Allem an die Entdeckung des Syphilis-Erregers, der Spirochaeta 
pallida (Schaudinn, Hoffmann), sowie an die große diagnostische Bedeutung 
der Wassermann-, Neisser-B ruck' sehen Serodiagnose der Syphilis, welche 
sich an die Arbeiten von Bürdet, Pfeiffer u. A. angliederte, erinnern, ferner 
an die Bedeutung der cytologischen Befunde in der Lumbalflüssigkeit, an 
die neueste therapeutische Errungenschaft durch Ehrlichs konsequente und 
hochbedeutsame Arbeiten u. s. w. Die Förderung der Diagnose einer frühern 
syphilitischen Infektion war auch geeignet, unsere Kenntnisse von den 
syphilitischen Erkrankungen des Nervensystems zu vertiefen. 

Auch wenn wir von den häufigen sogenannten metasyphilitischen Er- 
krankungen des Nervensystems wie Tabes, progressive Paralyse absehen, 
deren Augensymptomatologie schon früher besprochen ist und zum Teil 
noch besonders besprochen werden wird, so bleibt der eigentlichen syphi- 
litischen Erkrankung des Centralnervensystems doch noch ein beträchtlicher 
Raum in der Pathologie. So gibt Nonne (667) an, daß er bei einem 
Material von 5500 Nervenkranken 85 mit eigentlicher Syphilis des Central- 
nervensystems fand, und daß nach seinen Erfahrungen die echt syphi- 
litischen Erkrankungen des Nervensystems ungefähr doppelt so häufig 
vorkommen wie Tumor cerebri und multiple Sklerose. Hjelmann schätzt 
die Häufigkeit der eigentlichen Hirnsyphilis auf 1,5—2,5 % aller syphilitisch 
infizierten Patienten. Henschen (273) sah 112 Fälle von Hirnsyphilis bei 
754 im Krankenhause behandelten Syphilitikern. 

Es ist wohl keine Frage, dass nun gerade die Syphilis des Central- 
Nervensystems zu den Erkrankungen gehört, welche sich am häufigsten 
mit Augenerscheinungen komplizieren, die sehr mannigfacher Natur sein 
können und für die Lokalisation der Krankheitsprozesse oft eine ausschlag- 



1040 XXII. Teil II. Uhthoff, 

gebende Bedeutung haben. Die ersten Angaben über Augenstörungen bei 
syphilitischen Hirnerkrankungen finden sich in der ausführlichen Arbeit von 
Astkuc (1) 1740, wo auch eine Anzahl früherer Beobachtungen referiert wird, 
in denen sich gelegentlich Blindheit und Taubheit neben anderen Hirn- 
stürungen bei Syphilis vorfanden. Es wurde hier der Knocheneilerung auf 
Grundlage von Syphilis besonderes Gewicht beigelegt. Die Anschauung, 
dass in erster Linie eine syphilitische Erkrankung der Schädelknochen erst 
sekundär Gehirn und Gehirnnerven in Mitleidenschaft ziehe, war damals sehr 
fest gewurzelt und reicht bis in das 1 6. Jahrhundert zurück (Fracastor, 
Fernel). Vor Allem gebührt Lallehand (2) das Verdienst, in erster Linie 
darauf hingewiesen zu haben, wie nicht nur syphilitische Erkrankungen 
der Schädelknochen sekundäre Störungen im Bereich des Gehirns und 
der Hirnnerven hervorrufen, sondern wie in Folge der Syphilis Erkrankungen 
der Hirnhäute und der Hirnsubstanz selbst zu Stande kommen. Noch 
Ende des 18. Jahrhunderts lehrte John Hunter 1787, daß die inneren Organe 
des Menschen nicht von der Syphilis befallen würden, auch die erste Hälfte 
des 19. Jahrhunderts bringt abgesehen von den Arbeiten Lallemands nichts 
Wesentliches über die Augenstörungen bei Hirnsyphilis. Erst Ende der 
vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts sind die ersten fruchtbringenden 
Arbeiten über diesen Gegenstand zu verzeichnen, von welchem Zeitpunkt 
ab dann aber ein großer Fortschritt in der Klarstellung der einschlägigen 
Verhältnisse zu konstatieren ist. Es sind hier zunächst die Arbeiten von 
Virchow (18), Ricori) (6) und seiner Schule, Dittrich (4), Knorre (5) 
Yvaren (1 9) u. A. besonders zu erwähnen. Der Beginn der modernen ophthal- 
mologischen Ära in den fünfziger Jahren mit der Einführung der Ophthal- 
moskopie (Helmholtz), einer genaueren Funktionsprüfung der erkrankten 
Augen und der eingehenderen Berücksichtigung der pathologischen Anatomie 
brachte auch der Lehre von den Augensymptomen bei der Syphilis des 
Centralnervensystems einen mächtigen Aufschwung. Zahlreich sind die Mit- 
teilungen in den darauffolgenden Decennien der zweiten Hälfte des vorigen 
Jahrhunderts, welche geeignet waren, die Lehre von den Augenerscheinungen 
bei der Syphilis des Centralnervensystems zu fördern, und in das Jahr 1894 
fällt meine größere monographische Bearbeitung der bei der Syphilis des 
Centralnervensystems vorkommenden Augenstörungen (298), welche auf 
einem großen Material von 100 Fällen mit 17 Sektionsbefunden beruhte, 
das ich in der Charite und in Krankenhäusern zu Berlin sowie in der 
ScHöLERSchen Augenklinik sammeln konnte und bei dessen Verwertung ich 
mich der vielfachen Mitarbeit und des freundlichen Entgegenkommens von 
Westphal, Siemerlin(., Oppenheim, Moeli, Thomsen, Remak, Wollenberg, 
Boedeker u. A. erfreute. Ich habe seit jener Zeit mein Beobachtungs- 
material weiter sorgfältig gesammelt und in den folgenden Darlegungen 
mit verwertet, so dass, wie ich hoffe, der Überblick über die in Betracht 






Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1041 

kommenden Verhältnisse ein einigermaßen vollständiger sein wird. Die 
Tabes und die progressive Paralyse, sowie die isolierte Ophthalmoplegia 
interna und externa auf syphilitischer Basis sind von diesen Erörterungen 
ausgeschlossen, und ich verweise hier auf die Besprechungen in den ein- 
schlägigen Kapiteln. 

In Bezug auf die allgemeinen klinischen und pathologisch-anatomischen 
Erscheinungen der Syphilis des Centralnervensystems verweise ich hier auf 
die einschlägige Literatur und besonders auf die Arbeiten von Virchow (3), 
Lancereaux (27), I Zambaco (32), Naunvn (209), Heubner (49), Oppenheim (244), 
Hutchinson (17), Fournier (106), Hjelman, Wunderlich (79), Erb (68), 
Rumpf (200), Nonne (622), Gowers (280), Siemerling (264), Henschen (273), 
Oppenheim (668) u. A. Es geht aus ihnen hervor, wie außerordentlich 
vielgestaltig sich das Bild der Syphilis des Centralnervensystems darstellen 
kann, und wie häufig gerade bei der Abgrenzung des Krankheitsgebietes 
gegenüber anderen Erkrankungen des Nervensystems alle differentielldia- 
gnostischen Hilfsmittel herangezogen werden müssen. Ich erinnere hier nur 
an die Krankheitsbilder der progressiven Paralyse, der Tabes, des Hirn- 
tumors, Meningitis aus anderer Ursache, der multiplen Sklerose, der nicht- 
syphilitischen thrombotischen Erweichungsprozesse des Gehirns u. s. w. 
Gerade die Augensymptomatologie ist hier berufen, oft Aufschluß zu geben, 
ja nicht selten das entscheidende Wort zu sprechen. Ich werde daher 
die einzelnen Augenveränderungen, soweit sie den Augenhintergrund, die 
optischen Leitungsbahnen, die Seh- und Gesichtsfeldstörungen, den Augen- 
bewegungsapparat, das Verhalten der Pupillen und der sensiblen Nerven des 
Auges betreffen, der Reihe nach an der Hand der eigenen Beobachtungen 
und des in der Literatur niedergelegten Materials durchzunehmen und ihren 
diagnostischen Wert zu beleuchten suchen. In erster Linie habe ich dabei 
aus der Literatur die Fälle mit Sektionsbefund berücksichtigt und den rein 
klinischen Beobachtungen gegenüber eine gewisse Auswahl und Kritik walten 
lassen. Ich habe geglaubt, so eine reinere und festere Basis für die Oph- 
thalmo-Semiotik bei der Lues des Centralnervensystems zu gewinnen, als 
bei einer mehr gleichmäßigen Verwertung des ganzen enormen, klinischen 
Materials, bei dem die Kontrolle durch den Sektionsbefund nicht gemacht 
werden konnte. Auch das Literaturverzeichnis wird dementsprechend nicht 
alle einschlägigen Mitteilungen enthalten können, es sollen aber zum Schluss 
die größeren Werke besonders angeführt werden, die umfassende Literatur- 
verzeichnisse enthalten, um dem Leser somit doch das Gesammtmaterial an 
die Hand zu geben. 

Wie mannigfach die Augensymptome bei der Syphilis des Central- 
nervensystems sein müssen, leuchtet von vornherein ein, wenn wir die 
verschiedenen pathologisch-anatomischen Faktoren in Betracht ziehen, welche 
dieses Krankheitsbild bedingen. 

Handtmch der Augenheilkunde. 2. Aufl. 51. Bd. XXII. Kap. Teil IL 66 



1042 XXII. Teil II. Uhthoff, 

1. Die syphilitische Erkrankung der Hirngefäße: Endarteriitis syphilitica 
(Heubner), Arteriitis, Periarteriitis und Mesarteriitis syphilitica (Baum<;arten 119, 
Marchand 169, Gowers 234, Lancereaux 27, Eichhorst, Joffroy und Letieme, 
Rumpf 200, Gerhardt 178, Schmauss u. A.) mit ihren Folgezuständen (Throm- 
bose, Erweichung u. s. w.). 

2. Die syphilitische Neubildung, die Gummigeschwulst (Virchow), das 
Syphilom (Wagner 33), welche in Form einer cirkumskripten Geschwulst- 
bildung oder auch in Form multipler Geschwülste auftreten kann und damit 
die Symptome des Hirntumors hervorzurufen geeignet ist. 

3. Die mehr flächenhaft und diffus sich ausbreitende syphilitische gum- 
möse Meningitis, welche hauptsächlich an der Hirnbasis ihren Sitz hat und 
meist, vom Subarachnoidalgewebe ausgehend, an gewissen Partien der Hirn- 
basis (Gegend des Chiasma, Raum zwischen den Hirnschenkeln) in erster 
Linie lokalisiert ist, aber auch über die ganze Hirnbasis sich mehr regellos 
ausbreiten kann. An der Convexität des Gehirns hat die gummöse Meningitis 
viel seltener ihren Sitz und kann daselbst auch relativ symptomlos ver- 
laufen. 

4. Die Neuritis gummosa der Hirnnerven, welche in erster Linie für 
die basalen optischen Leitungsbahnen und den Oculomotorius in Betracht 
kommt, aber auch die übrigen Hirnnerven in Mitleidenschaft ziehen kann. 
Hierbei kann sich der Prozeß oft auf eine große Strecke hin in der be- 
treffenden Nervenbahn fortpflanzen, ohne wesentlich auf die Umgebung 
überzugreifen. 

5. Als seltener Befund ist die encephalitische Erweichung im Gehirn 
zu verzeichnen, welche nicht nachweisbar mit einer syphilitischen Gefäß- 
erkrankung in Zusammenhang steht. 

Wenn wir ferner bedenken, wie oft die aufgeführten verschiedenen 
pathologisch-anatomischen Vorgänge gleichzeitig neben einander vorkommen, 
wie dieselben in ihrer Erscheinungsweise, entsprechend den anatomischen 
Eigentümlichkeiten syphilitischer Neubildungen und Prozesse, einem gewissen 
Wechsel und Intensitätsschwankungen sowie Rückbildung und Proliferation 
unterworfen sind, wie ferner der Hirnlues sich relativ häufig spinale 
syphilitische Erscheinungen hinzugesellen, so wird das außerordentlich viel- 
gestaltige Symptombild verständlich und ebenso, wie der Prozeß von einer 
relativ leichten cirkumskripten Erkrankungsform bis zu den allerschwersten 
Prozessen schwanken kann. 

Unter Erweiterung meiner frühern Bearbeitung werde ich zunächst 
meine frühere Statistik über 1 00 eigne Beobachtungen von Lues des Central- 
nervensystems zu Grunde legen und unter Berücksichtigung der spätem 
Literatur einen vollständigen Überblick über die einschlägigen Verhältnisse 
zu geben suchen. Auf meine eigene Statistik lege ich um so größeres 
Gewicht, nicht nur weil relativ viel Sektionsfälle dabei sind, sondern auch, 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1043 

weil die klinischen Fälle sehr genau neurologisch kontrolliert wurden und 
die Untersuchungsreihe somit geeignet ist, einen richtigen prozentarischen 
Überblick über das Vorkommen der Augenstürungen bei Syphilis des Central- 
nervensystems überhaupt zu geben, zumal das Material zum größten Teil 
der Nervenklinik der Charite und anderen Krankenabteilungen entstammte, 
wo nicht gerade die Sehstörungen ausschlaggebend für die Aufnahme ge- 
wesen waren. 



I. Über die ophthalmoskopischen Befunde bei der Syphilis 
des Centralnervensystems. 

§ 207. Tabelle über die ophthalmoskopischen Veränderungen des 
Augenhintergrundes bei 1 00 Fällen von Hirnsyphilis (eigener Beobachtung). 

1. Stauungspapillen resp. Atrophie nach Stauungspapille 14 mal 

(fast stets doppelseilig, nur 1 mal einseitig, I mal rezi- 
divierend.) 

2. Neuritis optica resp. Neuritische Opticus-Atrophie . 12 mal 

(7 mal doppeselitig, 5 mal einseitig.) 

3. Einfach atrophische Verfärbung der Papillen . . . 14 mal 

(1 mal doppelseitig, 4 mal einseitig, 4 mal komplete 
atrophische Verfärbung, 7 mal deutliche atrophische Ab- 
blassung der ganzen Papillen, jedoch zeigen die inneren 
Sehnervenpartien noch Spuren von rötlichem Reflex, 3 mal 
partielle atrophische Verfärbung nur der temporalen Papillen- 
hälften.) 

4. Sonstige ophthalmoskopische Veränderungen . . . 8 mal 

a) AbgelaufeneChorioiditisresp.Iridochorioiditis 4 mal 
(wohl in allen 4 Fällen die Affektion auf Grundlage 

der früheren Infektion entstanden.) 

b) Iritis condylomatosa (sicher syphilitischen Ur- 
sprungs) 2 mal 

c) Diffuse alte Hornhauttrübung (beiderseits nach 
früherer Keratitis parenchymatosa auf Grundlage von 

Lues congenita) 1 mal 

d) Leucoma corneae adhaerens beiderseits (nicht 
syphilitischen Ursprungs) 1 mal 

5. Ophthalmoskopisch normaler Befund 52 mal 

(Von diesen 52 Fällen betreffen jedoch noch 7 Hemi- 

. anopsien und zwar 5 homonyme und 2 temporale, wo der 

ophthalmoskopische Befund während der Beobachtungsdauer 

negativ blieb. Eine ausgesprochene Sehstörung, welche auf 



1044 XXII. Teil II. Uhthoff, 

eine Affektion der Opticus- Stämme peripherwärls vom 
Chiasma zu beziehen war, mit negativem ophthalmosko- 
pischen Befunde bei längerer Beobachtungsdauer konnte nur 
ganz vereinzelt konstatiert werden. Dagegen fanden sich in 
3 Autopsiefällen ohne Sehstörungen und ohne ophthalmosko- 
pischen Befund deutliche pathologisch anatomische Ver- 
änderungen an den basalen optischen Leitungsbahnen.) 

Es ergibt sich zunächst aus dieser Tabelle über den ophthalmoskopischen 
Befund bei unsern 100 Beobachtungen, daß der Augenspiegel in bQ% der 
Fälle pathologische Veränderungen der Papillen nachwies und zwar Stau- 
ungspapillen, Neuritis optica resp. neurilische Atrophie und einfache atro- 
phische Verfärbung der Papillen in ziemlich gleichem Prozentsatz. Es kamen 
hierzu nun noch in 7 Fällen Sehstörungen ohne pathologisch -ophthal- 
moskopischen Befund und zwar 5 mal homonyme und 2 mal temporale 
Hemianopsie, sowie ferner in 3 Autopsiefällen deutliche anatomische Ver- 
änderungen an den basalen optischen Bahnen, ohne daß dieselben während 
des Lebens zu Sehstörungen und ophthalmoskopischen Veränderungen geführt 
hatten. Somit war also der optische Leitungsapparat 50 mal (50#) in 
Mitleidenschaft gezogen, wobei noch zu berücksichtigen bleibt, daß unter 
den 83 nicht zur anatomischen Untersuchung gekommenen Fällen wohl 
noch verschiedene anatomische Veränderungen der optischen Leitungsbahnen 
an der Hirnbasis bestanden haben werden, die aber weder durch die Funktions- 
prüfung noch durch die Augenspiegeluntersuchung nachgewiesen werden 
konnten. Also in über der Hälfte der Fälle waren die optischen Leitungs- 
bahnen als in Mitleidenschaft gezogen anzusehen. Es geht dies sogar noch 
über die Häufigkeit des Vorkommens von Upticusbeteiligung bei der dis- 
seminierten Herdsklerose des Gehirns und Rückenmarks hinaus, wo ich 
ungefähr in der Hälfte der Fälle eine Mitbeteiligung der optischen Faser- 
bahnen fand (s. Kap. XXII, Teil 2, S. 337). Es dürfte wohl von den intra- 
kraniellen Erkrankungen nur der Hirntumor dies Verhältnis an Häufigkeit 
übertreffen. Somit bestätigen meine Untersuchungsresultate auch in hohem 
Masse die Angaben Fourniers, der ganz besonders auf die Häutigkeit der 
Opticusaffektion bei Hirnsyphilis hinweist. 

Sonstige ophthalmoskopische Veränderungen am Bulbus selbst fanden 
sich nur in relativ wenig Fällen, und durchweg waren sie ebenfalls auf 
die frühere syphilitische Infektion zurückzuführen, zeitlich aber gewöhn- 
lich dem Ausbruch des cerebralen Leidens vorangegangen. 

Es soll hier nun eine Besprechung der einzelnen Gruppen der ophthal- 
moskopischen Veränderungen folgen unter gleichzeitiger Berücksichtigung 
des in der Literatur vorliegenden Sektionsmaterials. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1045 

1. Die Stauungspapille. 

Es zeigt sich zunächst, dass die Lues des Centralnervensystems und 
speziell die Hirnlues von den intrakraniellen Erkrankungen wohl diejenige 
ist, wo nächst dem Hirntumor die Stauungspapille mit am häufigsten vor- 
kommt. Von besonderem Interesse ist die Frage, welche Formen der Hirn- 
lues am häufigsten zu dem typischen Bilde der prominenten Stauungspapille 
Veranlassung geben. Zu diesem Zwecke habe ich das eigene und fremde 
Sektionsmaterial von Stauungspapille bei Hirnlues unter Beiseitelassung der 
nur klinisch beobachteten Fälle zusammengestellt, wobei sich folgendes ergibt. 

Es lagen zu Grunde: 

1. Wirkliche gummöse syphilitische Neubildungen des 
Gehirns und seiner Häute (Schott 88, Pooley 94, Wilson 219, 
Pagenstecher, Paetsch 109, Allen Starr 170, Herxheimer 174, 
Hulke 39, Uhthoff 218, Henschen 273, Koester 352, Habart, 
Homen 420, F. Mendel 463, Beeling Brouwer en le Nobel, Breg- 
mann und Oderfeld 555, Nebelthau 502, Levy, Siemerling 264, 
Pechin, B. Weber, Bratz 484, Drozynski 858, Lloyd 426, Oppen- 
heim, Ziehen 791 u. A.) 65^ 

2. Gummöse Meningitis basalis, gelegentlich auch der Kon- 
vexität (Haenel, von Bechterew, Nonne, Muratoff 535, Schmick 201 , 
Gajkiewicz 271, Uhthoff u. A.) 23^ 

3. Syphilitische Veränderungen der Hirngefässe mit ihren 
Folgezuständen (Thrombose, Erweichung) (Leyden 144, Knapp, 

1 Fall aus dem Londoner Hospital) %% 

4. Doppelseitige syphilitische Periostitis orbitae mit ein- 
seitigem Exophthalmus (Schott 88) 2^ 

5. Hydrocephalus internus auf syphilitischer Basis (Lasch- 
kiewitz) (Vierteljahrsschr. für Dermatol. u. Syphilis 6. Jahrg.) . 'i.% 

Diese Zusammenstellung zeigt in Übereinstimmung mit anderen Autoren 
(Teissier et Boux 439), dass da, wo im Verlaufe der Hirnsyphilis das Bild 
der Stauungspapille auftrat, in der bei Weitem grüßten Anzahl der Fälle 
die tumorartige syphilitische Neubildung als pathologisches anatomisches 
Substrat in erster Linie zu Grunde lag. Es bestätigt somit dieses Ergebnis 
ausgesprochen das, was von vornherein zu erwarten war, nämlich, dass 
dort, wo die tumorartige syphilitische Neubildung das Bild der Hirnsyphilis 
beherrscht oder wenigstens kompliziert, wo also die analogen Verhältnisse, 
wie beim Tumor cerebri gegeben sind, auch die Stauungspapille in erster 
Linie auftritt. In einem Teil dieser Fälle fanden sich neben den eigent- 
lichen tumorartigen gummösen Neubildungen auch gummöse meningitische 



1046 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Veränderungen und syphilitische Gefässalterationen. Selten war im Ganzen 
auf diesem Krankheitsgebiete die Komplikation der gummösen Affektion der 
Opticusstämme selbst, wie in den Beobachtungen von Hulke (39) und 
Bratz, wo in dem letzteren Falle beide Opticusstämme hinter dem foramen 
opticum stark verdickt und aufgetrieben waren. 

In der Beobachtung von Hui.ke war die Stauungspapille nur einseitig, 
und bei der Sektion fand sich ein gummöser Tumor in der Gegend des 
Türkensattels, der Umgebung der Hypophysis, der Gegend des Ganglion 
Gasseri und des sinus cavernosus. Die Dura war mit dem erweichten 
linken Vorderlappen fest verwachsen und der linke Opticus zwischen foramen 
opticum und Chiasma 2'/ 2 mal dicker als der rechte durch Infiltration mit 
gummöser Geschwulstmasse. Der Grund für die einseitige Stauungspapille 
war hier wohl in erster Linie in der einseitigen retrobulbären gummösen 
Erkrankung des betreffenden Opticusstammes zu suchen. 

Viel seltener schon kommt die Stauungspapille bei der gummösen 
Meningitis vor, die dann durchweg basal ihren Sitz hat und somit geeignet 
ist, eine direkt komprimierende und einschnürende Wirkung auf die Opticus- 
stämme zu üben. Nur in den Fällen von v. Bechteüew' und Nonne handelt 
es sich um Sitz der syphilitischen gummösen Meningitis an der Konvexität 
des Gehirns. Durchweg erklärt sich auch hier das Zustandekommen der 
Stauungspapillen in der gewöhnlichen Weise analog wie beim Hirntumor. 
Die genaueren anatomischen Angaben über die Veränderungen des Sehnerven 
bei der Stauungspapille in Folge von Hirnsyphilis sind relativ sparsam. 
Ich habe in 3 einschlägigen Beobachtungen 2 mal das gewöhnliche Verhalten 
ähnlich wie beim Hirntumor, d. h. Scheidenhydrops, massige entzündliche 
Veränderungen im vordem Abschnitt des Sehnervenscheidenraumes, während 
der hintere orbitale Teil ziemlich frei von Veränderungen war, konstatieren 
können und zwar in einem Fall von intrakranieller gummöser Neubildung 
und in einem Fall von basaler gummöser Meningitis. Es zeigt sich somit, 
dass auch bei der letzteren Erkrankung die Stauungspapille nicht im eigent- 
lichen Sinne die Folge einer descendierenden Neuritis zu sein braucht, ja 
meiner Überzeugung nach sogar gewöhnlich nicht ist. Dass aber auch das 
Hinabwandern des gummösen meningitischen Prozesses am Opticusstamm 
entlang in die Orbita (also eigentliche Neuritis descendens) das Bild der 
typischen Stauungspapille bedingen kann, beweist meine dritte Beobachtung 
von basaler gummöser Meningitis mit einseitiger prominenter Stauungspapille 
und einfacher nicht prominenter Neuritis optica auf dem zweiten Auge. 
Hier ließ sich nachweisen, daß auf der Seite der Stauungspapille mächtige 
perineuritische Veränderungen des Sehnerven in der Orbita vorhanden waren, 
welche sich im ganzen Verlauf des Sehnerven entwickelt hatten und sich 
gleichmässig bis in die Schädelhöhle fortsetzten (s. Fig. 80), während auf 
dem zweiten Auge mit weniger markantem Papillenbefunde auch die retro- 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 



1047 



bulbären perineuritischen Veränderungen geringfügiger waren. Es erscheint 
mir somit wohl möglich, dass eine einseitige Stauungspapille bei Hirnsyphilis 
gelegentlich so zu Stande kommt, dass in absteigender Richtung sich zunächst 



Fig. 80. 





vs&££ 



i&ti- 



SS 



'■- 



% 



Neuritis und Perineuritis descendens "bei Meningitis basalis gummosa. 



mächtige Sehnervenscheidenveränderungen am orbitalen Oplicusteil ent- 
wickeln, und daran sich die eigentliche Stauungspapille erst anschließt 
gleichsam aus orbitaler Ursache; so kam es auch in unserm Falle auf der 



1048 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Seite, wo die Veränderungen im Sehnervenscheidenraum geringer waren, 
nicht zu einer eigentlichen Stauungspapille. 

Dass eine doppelseitige syphilitische Periostitis der Orbita den Anlaß 
für das Auftreten einer beiderseitigen Stauungspapille bieten kann, wie in 
dem Fall von Schott, muß jedenfalls als ein ganz ausnahmsweises Vor- 
kommnis angesehen werden und war auch in der betreffenden Beobachtung 
mit rechtsseitigem Exophthalmus kompliziert. 

In einer Beobachtung von Laschkiewitz ist der Autor geneigt in erster 
Linie einen Hydrocephalus internus für das Auftreten der Stauungspapille 
verantwortlich zu machen; jedoch fanden sich gleichzeitig eine Beihe von 
anderen Veränderungen in der Schädelhöhle (Osteophyten, Gefäßerkrankung, 
Erweichung, mäßige basale meningitische Erscheinungen), während in einem 
zweiten von demselben Autor gleichzeitig mitgeteilten Falle von mehr 
reinem Hydrocephalus auf syphilitischer Basis die Sehstörung auf dem Wege 
der einfachen descendierenden Opticusalrophie und nicht unter dem Bilde 
der Stauungspapille eingetreten war. Es erscheint mir bisher nicht sicher 
nachgewiesen, dass Hydrocephalus auf syphilitischer Grundlage, der nicht 
mit anderweitigen intrakraniellen syphilitischen Veränderungen kompliziert 
war, Anlaß zu Stauungspapillen gegeben hat, so häufig, ja fast regelmäßig, 
im übrigen die Erweiterung der Hirnventrikel bei Hirnsyphilis mit Stauungs- 
papille gefunden wird. 

Dass syphilitische intrakranielle Gefäßveränderungen mit ihren Folge- 
zuständen (Thrombose, Erweichungen) zum Auftreten von Stauungspapillen 
Veranlassung geben, ist relativ selten, doch sind die Fälle von Leyden (144), 
Knafi- (175b) und eine Beobachtung aus dem London Hospital 1877 wohl 
als beweisend anzusehen. In meiner Beobachtungsreihe von 1 00 Fällen 
findet sich keiner, wo mir ein derartiges Vorkommen nachgewiesen erschiene. 
Gowebs (234) [1890] hält es noch für zweifelhaft, ob es lediglich auf Grund- 
lage von intrakraniellen syphilitischen Gefäßveränderungen mit Erweichungs- 
prozessen zur Neuritis optica resp. Stauungspapille kommen kann, und 
erachtet auch in dieser Hinsicht den LEYDENSchen Fall nicht für ganz sicher. 
Nun, ich glaube, die Möglichkeit eines solchen Vorkommens kann nicht ganz 
in Abrede gestellt werden, wenn sie auch als sehr selten angesehen werden 
muß. Wenn auch in dem LiiYDENSchen Fall zu bedauern bleibt, dass die 
Angaben über den ophthalmoskopischen Befund sehr kurz gehalten sind 
»Neuroretinitis mit Stauungspapille«, so kann ich doch den anschließenden 
LEYDENSchen Ausführungen nur zustimmen, der zur Erklärung seines Befundes 
bei Thrombose der Arteria basilaris mit sekundärer Erkrankung des Pons und 
des rechten Crus cerebri darauf hinweist, wie die betreffenden Gehirnpartien 
bei derartigen thrombotischen Vorgängen eine Schwellung und üdematöse 
Durchtränkung erfahren mit Druckzunahme in der Schädelhöhle und eventuell 
auch Erweiterung der Ventrikel, also ähnliche Bedingungen, wie sie beim 



Augensymptome bei der Syphilis des Centraluervensystems. 1049 

Hirntumor eintreten können. Leyden verweist hierbei auch auf die Ergeb- 
nisse der experimentellen Untersuchungen v. Cohniieim und Litten über Em- 
bolie und Infarktbildung. Freilich halte ich es nicht für richtig, den Augen- 
hintergrundsbefund lediglich als ein Ödem der Retina und der Papille analog 
dem Gehirnödem zu erklären, da ja die Anastomosen der Hirnarterien unter- 
einander an der Basis sehr ausgiebig sind (Arteria communicans anterior 
und posterior), so dass eine Ischämie der Retina auch bei ausgedehnten 
Thrombosen, besonders doppelseitig, fast nie eintritt. Ich verweise hier 
auf meine Ausführungen unter dem Kapitel (Thrombose der Hirnarterien 
und Erweichungen). Ihre Erklärung findet meines Erachtens diese selten 
auftretende Stauungspapille oder Neuritis optica bei Hirnarterienthrombose 
und Erweichung auch hauptsächlich in der intrakraniellen Drucksteigerung, 
und sicher würden derartige Augenhintergrundsveränderungen bei sehr 
ausgedehnten Thrombosen und Erweichungen häufiger sein, wenn die 
Patienten länger am Leben blieben. 

Der Fall von Knapp gehört vielleicht gar nicht hierher im Sinne 
einer Stauungspapille bei intrakraniellen syphilitischen Gefässveränderungen 
mit Thrombose und Erweichungsvorgängen. Es zeigten sich namentlich 
spinale und bulbäre Erscheinungen mit Erweichung, Hyperämie und ent- 
zündlichen Vorgängen in Rückenmark und seinen Häuten sowie im Bereich 
des Chiasma, der Traktus und der nervi optici mit ausgedehnter hyaliner 
Verdickung der Intima der in Betracht kommenden Arterien. Auch ist 
sehr merkwürdig, wie dem Auftreten der Stauungspapillen ein Stadium der 
Anämie und abnormer Blässe der Papillen vorausging. Der Fall steht ganz 
vereinzelt da und muß wohl aus der weitverbreiteten Gefässdegeneration 
erklärt werden. 

Die Frage, ob typische Stauungspapillen als isolierte Erkrankung auf 
Grundlage von Syphilis vorkommen ohne komplizierende intrakranielle oder 
orbitale syphilitische Veränderungen, ist vielfach diskutiert worden. Manz 
spricht sich 1872 noch im negativen Sinne aus. Gowers [1 890] hält dies 
Vorkommen für außerordentlich selten. Es ist hier sehr zu bedenken, dass 
die intrakraniellen syphilitischen Veränderungen, welche Anlaß zur Stauungs- 
papille geben, nur sehr geringfügige sonstige Symptome machen können, 
die eventuell nur vorübergehend vorhanden sind und somit gelegentlich 
übersehen werden können. Vereinzelte derartige Fälle sind jedoch wohl 
als sicher anzusehen (Pflüger, Förster). Ich möchte jedoch Förster darin 
nicht beistimmen, wenn er meint, dass dies häufiger vorkomme, indem 
gummöse Wucherungen im Zwischenscheidenraum ohne intrakranielle .syphili- 
tische Veränderungen den Grund für die Stauungspapillen abgeben. Es 
steht nach dem Ausgeführten außer Frage, daß in vereinzelten Fällen eine 
Stauungspapille auf Grund starker gummöser Veränderungen des Opticus 
selbst und seiner Scheiden zu Stande kommen und unter diesen Umständen 



1050 XXII. Teil II. Uhthoff, 

die Stauungspapille sich auch einseitig finden kann. Aber es muß nach 
den bisherigen Untersuchungsergebnissen dieser Modus der Entstehung für 
die Stauungspapille doch als selten angesehen werden, und ebenso ist 
typische Stauungspapille auf Grundlage von Syphilis ohne komplizierende 
intrakranielle Veränderungen nur als vereinzelt vorkommend anzusehen. 
Ich sah z. B. bei einem eigenen Material von 200 Stauungspapillen diese 
Art der Entstehung niemals, und ebenso berichten Wilbrand und Staelin bei 
ihren umfangreichen Untersuchungen über Augenhintergrundsveränderungen 
in der Frühperiode der Syphilis nicht über das Vorkommen typischer Stauungs- 
papillen. 

Hervorzuheben ist noch die gelegentlich eintretende vollständige Rück- 
bildung der Veränderung bei der Stauungspapille in Folge von Hirnsyphilis. 
(Perles, Oppenheim, Nonne u. A.) Eventuell kann eine atrophische Ver- 
färbung der Papillen zurückbleiben, trotzdem das Sehen aber wieder relativ 
normal werden. Nach A. Foerster (8) kommt es nur bei syphilitischer 
Stauungspapille vor, dass sich die Veränderungen binnen wenigen Wochen 
fast bis zur Norm zurückbilden , und auch das Sehvermögen fast bis 
zur Norm zurückkehrt. Meines Erachtens jedoch darf man eine solche 
Rückbildung der Stauungspapille nicht ausschließlich für Syphilis resp. 
Hirnsyphilis in Anspruch nehmen, zuweilen kommt dieselbe auch auf 
anderen Krankheitsgebieten vor (Anämie, Meningitis serosa, Hydrocephalus, 
Hirnabsceß u. A). Auch Nonne betont, dass derartige nichtsyphilitische 
Erkrankungen des Opticus bei Hg-Behandlung sich gelegentlich bessern 
können. Zuweilen kann es bei Hirnsyphilis zu einem Rezidiv der Stauungs- 
papillen kommen. In einer unserer Beobachtungen rezidivierte der Prozeß 
sogar 2 mal unter Rückbildung auch der letzten Attaque fast bis zur Norm. 
Ein solches Rezidivieren legt gewiss zumal bei stattfindender antisyphili- 
tischer Behandlung den Gedanken an Hirnsyphilis in erster Linie nahe. 

2. Die Neuritis optica resp. die neuritische Opticusatrophie. 

Auf Grund der aus der Literatur gesammelten Seklionsfälle und 
meines eigenen Beobachtungsmaterials wurde das ophthalmoskopische Bild 
der nicht prominenten Neuritis optica resp. der neuritischen Opticusatrophie 
etwas seltener beobachtet, als das der typischen Stauungspapille. Es darf 
hierbei nicht unberücksichtigt bleiben, dass unter dem folgenden Abschnitt, 
betreffend das Bild der einfachen Opticusatrophie, wohl sicher noch eine 
Anzahl Fälle gerechnet sind, wo zwar zur Zeit der Untersuchung das Bild 
der einfachen Opticusatrophie bestand, wo aber früher neuritische Er- 
scheinungen an den Papillen vorhanden waren, die sich, ohne charakteri- 
stische Residuen zu hinterlassen, zurückbildeten, so dass ein neuritischer 
Ursprung der Opticusatrophie nicht mehr diagnostiziert werden konnte. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centrain er vensystems. 1051 

In Bezug auf die anatomische Natur des zu Grunde liegenden, syphili- 
tischen Prozesses in der Schädelhühle gestalten sich hier die Verhältnisse 
prozentarisch schon wesentlich anders als bei der Stauungspapille, wo die 
eigentlichen gummösen Neubildungen in erster Linie in Betracht kommen. 
Hier findet sich die syphilitische Geschwulstbildung zum Teil kompliziert 
mit gummösen meningitischen Erscheinungen, Gefäßerkrankung und Er- 
weichung in 38 % der Fälle, gegenüber 65 % bei der Stauungspapille. 
Dahin gehören die Beobachtungen von Knapp, Moore (182), Hutchinson (92), 
Jastrowitz (194), Brasch (253), Barbar (62), Hüghlings- Jackson (76), 
Mtratow (871), Schulte, Bratz und Lüth (485) Mills u. A. — In 62^ 
der Fälle mit Neuritis optica oder neuritischer Atrophie lagen keine syphili- 
tischen Tumoren im eigentlichen Sinne, sondern in erster Linie nur die 
Veränderungen der basalen syphilitischen Meningitis vor (Boettiger, 
Rvbalkin 507, Nonne, Schaffer 249, Wullenweber, Siemerling 214, 
Uhthoff 218, Dreschfeld u. A.), gummöse Convexitätsmeningitis gelegent- 
lich (Henneberg, Nonne u. A). Ebenso waren prävalierende Gefäßveränderungen 
mit Folgezuständen relativ selten, wie in den Fällen von Henneberg (494), 
Mills (620), Mingazzini (533), Nonne, die eigentliche Ursache des neuritischen 
Prozesses, so oft sie sonst in Verbindung mit syphilitischer Meningitis ge- 
funden wurden. In den Beobachtungen von Mills, Uhthoff sind syphilitisch 
neuritische oder perineuritische Veränderungen der Opticusstämme selbst 
noch speziell hervorzuheben. Besonders ist noch die Beobachtung von 
Charcot und Gombault (64) zu erwähnen, wo eine multiple entzündliche 
Herderkrankung des Centralnervensystems vorlag. Neben ausgesprochenen 
syphilitischen Rückenmarksveränderungen fand sich multiple Degeneration 
der Gehirnnerven und ferner über die basalen Gehirnteile zerstreut einzelne 
kleinere und größere Herde unmittelbar unter der pia mater in den ober- 
flächlichen Schichten der Hirnsubstanz sich in die Tiefe erstreckend. Die 
basalen Hirnarterien waren dabei frei von atheromatüsen Veränderungen. 
Der Entstehungsmodus der Neuritis optica blieb unaufgeklärt, zumal An- 
gaben über das Verhalten der orbitalen Opticusstämme fehlen. 

Schon etwas häufiger tritt die Neuritis optica einseitig auf. Die ent- 
zündlichen Veränderungen an den Papillen waren zum Teil nur geringfügig 
und relativ vorübergehend, und hierbei konnten die retrobulbären perineu- 
ritischen Erscheinungen sehr ausgesprochen sein, wie ich mich in einigen 
Sektionsfällen überzeugen konnte. Auch den deszendierenden Charakter dieser 
retrobulbären Veränderungen konnte ich 2 mal nachweisen, da dieselbe nach 
dem Auge an Intensität allmählig abnahmen. Gelegentlich bestand schon 
vor Eintritt der ophthalmoskopischen Veränderungen der Neuritis stärkere 
Sehstörung, ein Umstand, der dafür spricht, daß in den betreffenden Fällen 
die eigentliche Ursache der Sehstörung weiter rückwärts hinter dem Bulbus zu 
suchen war, und dass die ophthalmoskopischen entzündlichen Erscheinungen 



1052 XXII. Teil II. Uhthoff, 

an der Papille keine eigentliche Bedeutung für die Sehstürung hatten, sondern 
dass sich leichtere anatomische Veränderungen namentlich in dem Seh- 
nervenscheidenraum von der ursprünglich weit zurückgelegenen erkrankten 
Stelle bis zum Bulbus fortgesetzt hatten. Es ist somit bei dem ophthal- 
moskopischen Befunde einer Neuritis optica infolge von Hirnsyphilis oft nicht 
statthaft, aus der Intensität der ophthalmoskopischen Veränderungen einen 
direkten Bückschluß auf die Höhe der anatomischen Veränderungen im 
Opticusstamm zu machen, namentlich wenn diese Veränderungen weit zurück, 
etwa an der Schädelbasis liegen. 

3. Die einfach atrophische Verfärbung der Papillen. 

Das ophthalmoskopische Bild der einfachen Sehnervenatrophie mit 
scharfen Grenzen und ohne Reste eines früher voraufgegangenen entzünd- 
lichen Prozesses war etwas seltener als das der Stauungspapille und der 
Neuritis optica, und in der Mehrzahl der Fälle war der Prozeß doppel- 
seitig. Am häufigsten waren die Papillen in ganzer Ausdehnung atrophisch 
verfärbt, jedoch meistens so, dass ein Teil der Oberfläche, durchweg der 
innere, noch einen leicht rötlichen Reflex zeigte. Es sprach sich somit schon im 
ophthalmoskopischem Bilde aus, dass die Nervenfasern nicht völlig degeneriert 
waren. In ungefähr dem dritten Teil der Fälle war die atrophische Ver- 
färbung eine ganz komplete zu nennen. Am wenigsten häufig fand sich 
eine ganz partielle Atrophie der Papillen in deren temporalen Hälften, ein 
Befund, wie er gerade auf dem Gebiete der Intoxicationsamblyopie und 
der multiplen Sklerose so häufig vorkommt, und eine meiner einschlägigen 
Beobachtungen mit diesem ophthalmoskopischen Befunde auf beiden Augen 
war höchstwahrscheinlich als eine solche Komplikation von Intoxications- 
amblyopie (Tabak- und Alkoholmißbrauch) mit Hirnsyphilis aufzufassen. 
In den Fällen mit kompleter Atrophie der Papillen bestanden auch hoch- 
gradige Seh- und Gesichtsfeldstörungen, welche meistens auf eine periphere 
und basale Opticusstamm- oder Chiasmaerkrankung hindeuteten. Da, wo es 
sich um nur unvollkommene atrophische Abblassung der Papillen handelte, 
waren auch durchweg ausgesprochene Sehstörungen zu verzeichnen, die 
aber ihrer Beschaffenheit nach auf einen Sitz der Erkrankung weiter rück- 
wärts, centralwärts vom Chiasma, deuteten (so mehrfach homonyme Hemi- 
anopsie). 

In circa der Hälfte dieser Fälle von einfacher Opticusatrophie bei Hirn- 
syphilis prävalierte als anatomisches Substrat die eigentliche gummöse 
Geschwulstbildung, zum Teil kompliziert mit anderen Veränderungen der 
Hirnsyphilis, syphilitischer Meningitis, Gefäßerkrankung und gelegentlich 
auch Erweichung. Es sind dies die Fälle von Heubner, L. Meyer (30), 
v. Graefe (25), Henschen (273), Rousseau, Siemerling, Muratow, Koester, 
Nonne, Wollenberg u. A. Gummöse basale syphilitische Meningitis meist 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1053 

mit syphilitischen Gefäßveränderungen fand sich in 40^' der Seklionsfälle 
als Ursache der Opticusatrophie (Goldborough, Spiller und Camp, Uhthoff, 
Rumpf, Judson-Bury und Greiff, Weygandt 368 u. A.). — Hydrocephalus 
internus bewirkte in dem Fall von Lascbkiewitz durch Druck auf die basalen 
Opticus- Bahnen die absteigende Atrophie, und ganz besonders, meines 
Erachtens als seltene Ausnahme, ist die Beobachtung von Nonne anzuführen 
wo sich auf Grund von Syphilis Epilepsie entwickelte, die aber auf anti- 
syphilitische Behandlung heilte. Sonst fehlten cerebrale und spinale Er- 
scheinungen, dagegen stellte sich allmählich zur Erblindung führende progres- 
sive Opticusatrophie ein, die sich auch anatomisch als solche charakterisierte; 
sonstige Veränderungen im Gehirn und Rückenmark wurden nicht gefunden. 
Es ist somit fraglich, ob wir diesen Fall noch zur eigentlichen Hirnsyphilis 
rechnen dürfen. Nonne sieht in ihm den Beweis, dass die einfache pro- 
gressive Sehnervenatrophie, wenn auch in seltenen Fällen, auf Grundlage 
von Syphilis vorkommen kann ohne komplizierende Hirn- und Rückenmarks- 
veränderungen. Er führt dafür auch noch einige klinische Beobachtungen 
an. Auf Grund meiner eigenen Erfahrungen möchte ich dieses Vorkommen 
wenn ich es auch nicht absolut bestreiten will, als ein außerordentlich 
seltenes ansehen, und ich halte es für möglich, dass es auch in der oben 
angeführten Beobachtung Nonne's trotz des Zeitraumes von 6 Jahren, wenn 
Patient länger am Leben geblieben wäre, noch zu tabischen Erscheinungen 
gekommen wäre. Ich kann den Anschauungen von Charcot und Gowers u. A. 
nur beistimmen, dass zwischen dem Eintritt der progressiven Atrophie und 
dem Hinzutreten von tabischen Veränderungen ein großer Zeitraum bis zu 
1 Jahren und darüber vergehen kann, und dass die Prozesse trotzdem 
noch als ein gemeinsames Krankheitsbild angesehen werden müssen. Ich 
verweise in dieser Hinsicht auf meine Ausführungen unter dem Kapitel der 
tabischen Augenveränderungen (S. 183, Kap. XXII, 2 Teil) und auf meine 
früheren Arbeiten über Sehnervenatrophie in Graefe's Arch. f. Ophth. 
Bd. XXVI, I und in den Beiträgen von Sehnerven- und Netzhauterkrankungen 
von Schoeler und Uhthoff 1 885. 

Bei meinem eigenen Untersuchungsmaterial habe ich in keinem einzigen 
Falle die Überzeugung gewinnen können, dass die bei Hirnsyphilis vor- 
kommende einfach atrophische Verfärbung der Papille als primäre graue 
Sehnervendegeneration aufzufassen gewesen wäre, und in den Fällen, wo 
durch die Sektion eine Kontrolle ausgeführt werden konnte, zeigte sich die 
Opticusatrophie stets als eine sekundäre, durch einen weiter zurück im 
Opticusstamm liegenden Krankheitsprozeß bedingte (gummöse Neuritis der 
Opticusstämme und des Chiasma, ja auch des Tractus u. s. w.). Aber auch 
in den nicht durch die Autopsie kontrollierten Fällen zeigte die Eigenart 
der Funktionsstörungen, namentlich der Gesichtsfeldanomalien, dass es sich 
nicht um primäre einfache graue Sehnervenatrophie (wie bei Paralyse und 



1054 XXII. Teil H. Uhthoff, 

Tabes) handeln könne, und ähnlich liegt die Sache bei dem in der Literatur 
niedergelegten Material anderer Autoren, nur dass hier zum Teil eine hin- 
reichend genaue Untersuchung sowohl in klinischer als anatomischer Hinsicht 
vermißt wird. 

Am Besten wird sich dies an der Hand meines eignen und des in der 
Literatur niedergelegten Sektionsmaterials nachweisen lassen, dessen Er- 
örterung jetzt susammenfassend folgen soll. 

Dass die Form der Atrophie der Papille an und für sich nichts für 
die Syphilis Typisches und Charakteristisches hat, ist zweifellos, und es sind 
z. B. die früheren Angaben von Galezowski in dieser Hinsicht, dass eine 
Konservierung der capillaren Gefäße der Papille bei Atrophie der Central- 
gefäße der syphilitischen Atrophie der Papillen eigentümlich sei, unzutreffend. 



4. Die pathologisch-anatomischen Veränderungen im Bereich 
des optischen Leitungsapparates bei Hirnsyphilis. 

Anatomische Veränderungen im Bereich der Sehnerven und der optischen 
Leitungsbahnen sind noch häufiger als intra vitam nachweisbare Seh- und 
Augenhintergrundsstürungen. Nach meinen Erfahrungen auf Grundlage des 
Sektionsmaterials blieben in ungefähr 18^ wirklich vorhandene pathologisch- 
anatomische Veränderungen im Bereich des optischen Leitungsapparates 
symptomlos. 

Was nun zunächst die syphilitischen Veränderungen der Hirn- 
arterien anbetrifft, so sind dieselben sehr häufig bei der Lues des Central- 
nervensystems, und doch sind beweisende Befunde dafür, dass Verschluß 
oder Endarteriitis syphilitica direkt zu eigentlichen Sehstörungen Veranlassung 
gaben, sehr selten. Heubner (69) hebt zunächst hervor, dass in den Fällen 
von reiner syphilitischer Hirnarterienerkrankung Lähmungen von Hirnnerven 
fast völlig fehlen, in keinem der von ihm angezogenen Fälle lag eine Alte- 
ration des Sehens oder des Gesichtsfeldes vor, die auf basale Affektion des 
optischen Leitungsapparates direkt durch syphilitische Gefäßerkrankung 
hätte schließen lassen. Nur vereinzelte Autoren sind geneigt an der Hand 
ihrer Seklionsfälle Sehstörungen direkt und allein auf Verschluß arterieller 
basaler Hirngefäße und damit Abschneidung der arteriellen Blutzufuhr zu 
den basalen Teilen des optischen Leitungsapparates zurückzuführen. Ob 
wir den Fall Virchow's von basaler gummöser Meningitis mit dem Sitz 
der größten Neubildung in der linken Schädelgrube mit Kompression und 
Atrophie des Opticus und gleichzeitiger Thrombose der verdickten Carotis 
bei Freibleiben der Arteria ophthalmica als beweisend für einseitige Er- 
blindung im Sinne des Autors ansehen können, erscheint wohl mehr als 
fraglich. Es liegt hier wohl näher, an eine einseitige Erblindung durch 
Kompression des Opticus zu denken. Überdies gehört der Fall der vor- 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1055 

ophthalmoskopischen Zeit an, es fehlen genauere Angaben, und die Erfahrung 
lehrt, dass eine Carotis-Thrombose noch nicht im Stande ist eine einseitige 
Erblindung hervorzurufen, speziell, wenn der Thrombus nicht über die Ab- 
gangsstelle der Ophthalmica hinausgeht. Aber selbst in dem Falle, dass 
die Thrombose die Abzweigungsstelle der Arteria ophthalmica erreicht, 
braucht noch keine Erblindung des betreffenden Auges einzutreten, wenn 
sie auch gelegentlich eintreten kann, wie ich selbst glaube, in einem Falle 
konstatiert zu haben. In der Regel scheinen, die Anastomosen der Arteria 
ophthalmica in ihren peripheren Zweigen mit den oberflächlichen und tiefen 
Gesichtsarterien auszureichen, um selbst unter diesen Umständen die ein- 
seitige Erblindung hintenanzuhalten. Ich verweise hier auch auf meine 
Auseinandersetzungen (vgl. Kap. Thrombose und Erweichung). 

Am bemerkenswertesten ist in dieser Hinsicht wohl die Beobachtung 
von Treitel und Baumgarten (217), wo einseitige temporale Hemianopsie 
direkt auf syphilitische gummöse Arteriitis der rechten Arteria cerebri anterior 
zurückgeführt wird; da im Bereich der arteriellen Gummosität sämmtliche 
abgehenden Seitenäste durch endarteriitische Wucherung gänzlich oder bis 
auf ein minimales Restlumen verschlossen sind. Als eigentlichen Sitz der 
Schädlichkeit sieht Treitel in diesem Falle die inneren Partien des rechten 
intrakraniellen Opticusstammes bei seinem Austritt aus dem Chiasma an, 
und denkt sich die Störung entstanden durch Oblileration der die betreffenden 
Partien versorgenden kleinen Endarterien (Heubner, Duret). Auffallend 
bleibt es immerhin in diesem Falle, dass, trotzdem die Läsion ca. 3 Wochen 
bestanden hatte, keine wesentlichen Veränderungen in dem rechten intra- 
kraniellen Opticusstamm nachweisbar waren, übrigens fehlten entzündliche 
Erscheinungen im Bereich der intrakraniellen Optici und des Chiasma nicht ganz. 

Ich habe in unseren Sektionsfällen derartige zirkumskripte Erweichungen 
oder Infarkte auf thrombotischer oder embolischer Grundlage im basalen 
optischen Leitungsapparat nicht beobachtet, welche die vorhandene Seh- 
störung lediglich auf Grundlage von Gefäßverschluß erklären könnten. Die 
Funktionsstörungen waren immer neben den Gefäßanomalien mitbedingt 
durch gleichzeitige direkte syphilitische (entzündliche, gummöse u. s. w.) 
Veränderungen der Nervenbahnen und nicht allein durch Absperrung der 
arteriellen Blutzufuhr. Selbst in der einen unserer Beobachtungen (Oppenheim) 
von gummöser basaler Meningitis mit temporaler Hemianopsie und Oblite- 
ration der Arteria cerebri ant. einer Seite und hochgradiger Verengerung 
der anderen Seite dürfte die Erklärung der Sehstörung aus den gummösen 
Veränderungen des Chiasma selbst durchaus das Gegebene sein und nicht 
die Obliteration der Arterien die eigentliche Ursache. Auch scheint mir 
die Frage noch nicht definitiv entschieden zu sein, wie der Verschluß kleiner 
zuführender Arterien, selbst wenn sie Endarterien sind, im Verlauf der 
optischen Leitungsbahnen auf das Sehen direkt einwirkt, da nur ein Teil 



1056 XXII. Teil II. Uhthoff, 

der Nervenfaser ihrer Blutzufuhr beraubt wird, aber nicht die Nerven- 
faser in ganzer Ausdehnung, wie etwa bei Verschluß eines retinalen 
Arterienastes. 

Auch Sehstörungen in Folge direkter Einschnürung einer Stelle des 
basalen optischen Leitungsapparates durch pathologisch veränderte Arterien- 
stämme scheinen bei Hirnsyphilis nur außerordentlich selten vorzukommen. 
Unter unseren Sektionsfällen ist kein derartiger Befund zu verzeichnen, und 
ebenso finde ich unter den Sektionsfällen aus der Literatur nur einen Fall, 
der wenigstens in mancher Beziehung hierher gehört. Schmick erklärt die 
Sehstörung (es besteht gleichzeitig Stauungspapille mit Übergang in Atrophie) 
in erster Linie aus dem Druck des Bodens von dem stark ausgedehnten 
III. Ventrikel auf das Chiasma, erwähnt aber gleichzeitig als ätiologisches 
Moment eine starke Kompression der beiden Tractus in ihrem die pedunculi 
cerebri kreuzenden Verlauf durch die daselbst entlang den Arteriae choroi- 
deae und den communicantes posteriores gelegenen Schwarten. Die fibrös- 
käsigen Veränderungen an der Basis folgen ausschließlich einzelnen Arterien 
an der Hirnbasis und der vena magna Galeni. 

Bekanntlich hat Türck (I i) in erster Linie auf Sehstörungen durch 
arterielle Einschnürung einzelner Stellen der basalen optischen Leitungs- 
bahnen bei cerebralen Erkrankungen hingewiesen. Wenn wir auf dem 
Gebiete der Hirnsyphilis eine Sehstürung durch direkten Arteriendruck auf 
die basalen optischen Leitungsbahnen zu gewärtigen haben, so glaube ich, 
dürfte dies immer noch zuerst durch direkten Druck von Seiten der er- 
krankten Carotis interna geschehen, dort, wo dieselbe der Untertläche des 
intrakraniellen Opticusstammes direkt anliegt. Gerade die Mitteilungen von 
Michel, Bernheimer, Otto u. A. weisen eine schädliche Druckwirkung der 
atheromatösen und erweiterten Carotis interna auf den intrakraniellen Opticus- 
stamm nach. Unter ihren Beobachtungen findet sich aber keine sichere 
von Hirnsyphilis. 

In zweiter Linie stehen die anatomischen Veränderungen der 
orbitalen und intrakraniellen Opticusstämme zur Erörterung. Bei 
einigen Fällen mit typischen Stauungspapillen [\ %% unseres Sektionsmaterials) 
linden sich auch anatomisch die Veränderungen im Scheidenraum, wie sie 
auch sonst bei der symptomatischen Stauungspapille bei Hirntumor am 
häufigsten angetroffen werden (Scheidenhydrops, mäßige perineuritische 
Veränderungen besonders im Bereich des vordem Opticusabschnittes u. s. w.), 
jedenfalls anatomische Befunde, welche zu der Diagnose einer eigentlichen 
Neuritis oder Perineuritis descendens nicht berechtigen. In ebenfalls 18 % 
unserer Autopsiefälle mit entzündlichen Papillenveränderungen besteht das 
ausgesprochene Bild der Neuritis descendens, indem die retrobulbären ent- 
zündlichen neuritischen und perineuritischen Veränderungen sich in der 
ganzen Länge des orbitalen Verlaufes nach hinten fortsetzen und direkt mit 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnerveusystems. 



1057 



den basalen meningitischen Prozessen in Zusammenhang stehen; dabei ist 
auch die Intensität dieser Veränderungen größer als bei der symptomatischen 
Stauungspapille des Hirntumors und oft auch die Sehstörung stärker. In 
den Fällen von ausgesprochener Neuritis descendens bei Hirnsyphilis kommt 
es in der Regel auch zu entzündlichen Erscheinungen an den Papillen, 
welche oft ihrer Intensität nach mit den retrobulbären Veränderungen in 
einer gewissen Korrespondenz stehen, wie in dem schon früher erwähnten 
Falle von einseitiger Stauungspapille mit hochgradiger Neuritis descendens 
(s. Fig. 80) und geringerer Neuritis optica mit weniger ausgebildetem retro- 



bulbären entzündlichen Prozeß auf dem zweiten Auge. 



Gelegentlich aber 



kann auch bei ausgesprochener Neuritis descendens ophthalmoskopisch nur 



Fig. St. 




•^ 



y 



Gummöse Degeneration der linken Chiasmahälfte. (Eigene Beobachtung.) 



das Bild der einfachen Opticusatrophie auftreten, wenn die Veränderungen 
sich hauptsächlich in den hinteren Opticusabschnitten spec. den intrakraniellen 
Teilen abspielen. 

Die intrakraniellen Opticusstämme zwischen Canalis opticus 
und Chiasma zeigen bei unserm Sektionsmaterial eine deutliche Prädis- 
position für pathologische Veränderungen, die sich auf der einen Seite als 
ausgesprochen entzündliche, neuritische und perineuritische, auf der andern 
als wirklich gummöse, z. T. mit mächtiger Volumszunahme der Opticus- 
stämme, darstellen. In einem Teil dieser Fälle war gleichzeitig Atrophie der 
Sehnervenfasern vorhanden und zwar einerseits als Folge des interstitiell 
neuritischen Prozesses, andererseits als absteigende Atrophie bei intensiver 
Erkrankung des Chiasma und der Tractus. 

Im Wesentlichen gesund wurden die intrakraniellen Opticusstämme in 
noch nicht 1 / 3 unseres Sektionsmaterials gefunden, bei den übrigen Fällen 
fanden sich pathologische Veränderungen am intrakraniellen Teil der Optici 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Ed. XXII. Kap. Teil II. gy 



1058 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



und eigentlich stets in Verbindung mit Erkrankung des Chiasma oder 
der Tractus. Durchweg boten diese Fälle gleichzeitig das Bild einer 
mehr oder weniger ausgedehnten basalen gummösen Meningitis; jedoch in 

Fig. 8ä. 












-- 



Neuritische Opticusatrophie mit Thrombose der Arteria ophtualmica. (Eigene Beobachtung.) 



einigen Fällen fehlte diese Komplikation, ein Umstand, der mir besonders 
bemerkenswert erscheint. Es ist hier besonders eine Beobachtung hervor- 
zuheben, wo die Sektion eine Erweichung des ganzen linken Schläfenlappens 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1059 

und in der Spitze desselben außerdem noch eine Gummigeschwulst ergab. 
Die Basis cranii aber war sonst frei von Veränderungen bis auf den linken 
Opticus und die linke Hälfte des Chiasma (Fig. 81 und 82). Der linke intra- 
kranielle Opticusstamm war vom Chiasma bis zum Canalis opticus stark 
verdickt und gleichmäßig cylindrisch aufgetrieben, und diese Veränderungen 
erstreckten sich weit in die linke Hälfte des Chiasma hinein. Hier lag 
offenbar eine wirkliche primäre gummöse Neuritis des Opticusstammes vor, 
wo also der Prozeß den Sehnervenstamm in erster Linie befallen hatte und 
nicht von der Scheide aus hineingewuchert war; denn die perineuritischen 
Veränderungen waren nur von relativ geringer Intensität, und die Scheide 
saß zum Teil nur ganz locker um den Opticusstamm. Mit dem Eintritt 
des Opticus in den Canalis opticus und in die Orbita hörte diese starke 
Verdickung des Sehnervenstammes auf, und er bot in seinem orbitalen 
Verlauf nur das Bild kompleter neurilischer Atrophie mit perineuritischen 
Veränderungen und Erweiterung des Sehnervenscheidenraumes; der orbitale 
Opticusstamm selbst dagegen zeigte sich stark verdünnt, gleichzeitig fand 
sich eine komplete Obliteration der Arteria ophthalmica im hintersten Ab- 
schnitt (s. Fig. 82). Dieser anatomische Befund erinnert an die KAHLEit'sche 
Beschreibung der sogenannten syphilitischen Wurzelneuritis. 

Ich glaube es übrigens als Regel bezeichnen zu dürfen, daß eine starke 
gummöse Neuritis mit mächtiger Verdickung des intrakraniellen Opticus- 
stammes sich nicht als solche, d. h. mit gleichzeitiger mächtiger Volums- 
zunahme des Sehnervenstammes selbst in die Orbita fortsetzt. Ich habe 
ein solches Verhalten weder an meinem noch an dem Sektionsmaterial in 
der Literatur nachweisen können. 

In den übrigen, bei weitem meisten Fällen unseres Sektionsmaterials 
waren, wie erwähnt, die intrakraniellen Opticusveränderungen immer kom- 
pliziert mit basalen gummösen Prozessen ; sie repräsentieren sich auch hier 
z. T. als relativ geringfügigere Alterationen (Perineuritis, leichte interstitielle 
Neuritis namentlich der peripheren Zone und mäßige Schwellung). In dem 
größeren Teil der Fälle aber waren die Veränderungen der intrakraniellen 
Opticusstämme sehr bedeutend und führten in einigen zu einer sehr beträcht- 
lichen Verdickung des Nervenstammes, die aber immer am Canalis opticus 
als solche endete und von hier aus sich in der Regel auf dem orbitalen 
Opticusstamm als Perineuritis und interstitielle Neuritis mit und ohne se- 
kundäre Atrophie der Nervenfasern fortpflanzte, aber ohne je wieder in 
der Orbita die mächtige Dickenzunahme des Sehnervenstammes selber zu 
bieten. In einzelnen Fällen aber zeigten sich die intraorbitalen Opticus- 
stämme auch dann noch im wesentlichen normal, wenn selbst am intra- 
kraniellen Teil hochgradige Veränderungen vorhanden waren. Ebenso 
konnte auch unter diesen Umständen der ophthalmoskopische Befund 
normal bleiben. 

67* 



1060 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Es handelte sich nun aber bei dieser letzten großen Gruppe von Fällen 
offenbar nicht um einen primären, gummösen Prozeß im Opticusstamm, wie 
in der früher erwähnten Beobachtung, sondern der neuritische Prozeß hat 
hier von der Peripherie, d. h. von der Scheide aus auf den Nerven selbst 
übergegriffen. Man erkennt in der Regel sehr deutlich, wie eine ausge- 
sprochene interstitielle Wucherung sich allmählig von allen Seiten her in 

Flg. 84. 




Neuritis und Perineuritis gummosa des intrakraniellen Opticusstarames bei Lues congenita 

mit Hirnsyphilis. 



den Opticus vorschiebt, die Opticusfasern zerstörend und z. T. durch neu- 
gebildetes Gewebe ersetzend, welches durch seine Massenhaftigkeit eine 
mächtige Volumszunahme des Opticus-Querschnittes veranlassen kann (siehe 
Fig. 83 [Tafel XXIV] und 84). 

Es verdient ferner noch hervorgehoben zu werden, dass in einzelnen 
Fällen die Optici an der Schädelbasis völlig in die basalen gummösen Massen 



Graefe-Saemisch, Handbuch, 2. Aufl., II. Teil, XXII. Kap. 



Tafel XXIV. 

Zu S. 1060. 




Fig. 83. 

Uli th off, Neuritis und Perineuritis gummosa 
(intracranieller Opticus - Stamm , basale Hirnlues). 



Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 



1061 



eingebettet sein kön- 
nen, ohne dass der 
Prozessim eigentlichen 
Sinne auf den Sehner- 
ven übergegriffen und 
eine erhebliche Funk- 
tionsstörung gesetzt 
hat. Fig. 85 zeigt, 
wie die intrakraniellen 
Optici vollständig von 

einer gummösen 
Schwarte umschlossen 
sind, ohne dass der 
Prozess auf dieselben 
direkt übergreift. Die 
partielle Atrophie der 
Sehnervenstämme ist 
hier bedingt durch ab- 
steigende Degeneration 
von einer gummösen g 
Erkrankung des rech- &j> 
len Tractus opticus ^ 
(Siemerlwg). 

In vielen Bezie- 
hungen den Verände- 
rungen der intrakra- 
niellen Opticusstämme 
analog gestalteten sich 
die Erkrankungen 
des Chiasma bei 
Hirnsyphilis , und ich 
hob schon hervor, 
dass in unserer Unter- 
suchungsreihe beide 
Erkrankungen immer 
Hand in Hand gehen 
und gleichzeitig vor- 
kommen. Nach dem 
sonstigen anatomischen 
Befunde möchte ich 
aber wohl 
dass in der Mehrzahl 



glauben, 




1062 XXII. Teil II. Uhthoff, 

der Fälle unseres Sektionsmaterials von Hirnsyphilis mit Erkrankung des 
Chiasma und der intrakraniellen Optici ersteres den Ausgangspunkt der 
Veränderungen gebildet hat. Es verrät sich das z. T. in der Anordnung 
des Prozesses, der vom Chiasma auf die Opticusstämme übergehend 
rasch an Intensität abnimmt. Die intrakraniellen Opticusstämme waren 
nach meinen Erfahrungen nur in ca. \1% derartiger Fälle der Ausgangs- 
punkt der Veränderungen. Das Chiasma bildet demnach einen Prädilek- 
tionssitz für das Auftreten gummöser Prozesse, wie sich das auch in 
verschiedenen Beobachtungen durch das anfängliche Auftreten einer tem- 
poralen Hemianopsie kund tat. Sehr lehrreich ist in dieser Hinsicht die 
OppENHEisi'sche Beobachtung, wo das Chiasma völlig von einer gummösen 
Masse umlagert war, welche hauptsächlich an seinem vordem Winkel in 
die Substanz hineinwucherte und dasselbe stark verdickt hatte. In einem 
Teil der Fälle waren die Veränderungen des Chiasma wie die der intra- 
kraniellen Opticusstämme nicht sehr erheblich, und es ließ sich hier auch 
nicht mit Sicherheit sagen, welcher von beiden Teilen zuerst erkrankte. 
Auch am Chiasma können unter Umständen die Veränderungen sehr deut- 
lich pathologisch sein, ohne dass zur Zeit eine Sehstürung nachzuweisen 
ist. In verschiedenen unserer Fälle wurde unter solchen Bedingungen 
neben ausgesprochenen perineuritischen Veränderungen auch eine erhebliche 
Schwellung des Chiasma konstatiert. 

Die Tractus optici waren bei unserm Untersuchungsmalerial relativ 
selten in größerer Ausdehnung in Mitleidenschaft gezogen; es ist leicht zu 
verstehen, dass geringfügigere Affektionen der vorderen Tractusteile bei 
Chiasmaerkrankungen, eben von diesem übergreifend, häufiger beobachtet 
wurden. Dagegen lag nur in einem unserer Sektionsfälle eine primäre, 
hochgradige gummöse Tractus-Erkrankung vor, es war der linke Tractus 
in seinem ganzen Verlauf einschließlich der Corpora geniculata und des 
Pulvinar in einen gummösen Tumor verwandelt, der zu einer mächtigen 
Verdickung geführt hatte, sich aber sonst doch im Wesentlichen auf die 
Bahn des Tractus beschränkte. Der Fall zeigt sehr instruktiv, wie sich 
die gummöse Degeneration unter Umständen, auch im Sinne der Kahler- 
schen Wurzelneuritis, streng auf eine Nervenbahn beschränken und in 
deren Verlauf ausbreiten kann. 

Im Ganzen sind jedenfalls die Tractus, schon wegen ihrer geschützten 
Lage, viel weniger einer direkten Erkrankung bei basaler Hirnsyphilis aus- 
gesetzt als das Chiasma und die intrakraniellen Opticusstämme. 

Nach dem in der Literatur vorliegenden Sektionsmaterial sind die 
anatomischen Veränderungen der orbitalen Opticusstämme nur unzureichend 
berücksichtigt worden. Die Angaben beschränken sich in der Regel darauf, 
perineuritische und interstitiell neuritische Alterationen, teilweise mit sekun- 
därer Atrophie der Nervensubstanz und relativ häufiger Erweiterung des Seh- 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1063 

nervenscheidenraumes anzugeben (v. Graefe, Hohner 56, Barrar 62, Schott 88, 
Dreschfeld 139, Buttersack 176, Hecbner, Moore, Leber, Brasch, Eisen- 
lohr 222, Pagenstecher, Siemerling, v. Michel 134, Mills U.A.). Eine 
starke gummöse Verdickung der orbitalen Opticusstämme wird auch in der 
Literatur nicht angegeben, wohl aber gelegentlich für den intrakraniellen 
Teil des Sehnerven, in dieser Hinsicht scheint in der Tat der knöcherne 
Kanal des Opticus eine Grenze zwischen den beiden Abschnitten des Seh- 
nerven zu bilden. Für die einfach atrophische Verfärbung der Papille läßt 
sich auch bei dem Sektionsmaterial der Literatur durchweg annehmen, dass 
der atrophische Prozeß des orbitalen Opticusstammes ein sekundärer ab- 
steigender war und keine primäre graue Degeneration darstellte. Meistens 
sind es basale gummöse Prozesse, welche Chiasma und intrakranielle Optici 
oder die Traclus in Mitleidenschaft ziehen und so zu sekundärer absteigen- 
der Atrophie führen, gelegentlich auch Hydrocephalus mit Druck des aus- 
gebuchteten III. Ventrikels auf die basalen Opticusbahnen. In einigen Fällen, 
die in dieser Hinsicht einen Zweifel aufkommen lassen, muß auf das Un- 
zureichende der anatomischen Untersuchung besonders hingewiesen werden. 
Ich möchte den sichern Beweis dafür, dass genuine primäre graue Seh- 
nervenatrophie wie bei Tabes oder progressiver Paralyse sich in Verbindung 
mit typischen Veränderungen der Hirnsyphilis entwickelt hat, eigentlich in 
keinem Falle des gesamten Sektionsmaterials als erbracht ansehen. A priori 
ist die Möglichkeit eines solchen Vorkommens natürlich nicht in Abrede zu 
stellen ; denn ebenso, wie sichere Fälle von Lues cerebrospinalis kompliziert 
mit wirklichen tabischen Erscheinungen bekannt geworden und durch die 
Sektion erhärtet worden sind (Oppenheim, Eisenlobr, Nonne u. A.j, könnte 
es vorkommen, dass sich einfache, graue und tabische Sehnervendegeneration 
mit Lues cerebrospinalis kompliziert. Jedenfalls aber muß das als ein 
außerordentlich seltenes Ereignis angesehen werden, während umgekehrt 
eine absteigende Opticusatrophie in Folge von Veränderungen der Hirn- 
syphilis bei Tabes gelegentlich beobachtet ist. Der letztere Umstand gibt 
auch die Erklärung für die gelegentliche Angabe der Autoren, dass einfache 
Opticusatrophie bei Tabes zur Heilung resp. zur Besserung geführt worden 
sei. Die eigentlich tabische Opticusatrophie ist einer Heilung nicht zu- 
gängig. 

In Bezug auf das anatomische Verhalten der Sehnervenbahnen bei 
Hirnsyphilis, so weit sie an der Basis liegen (intrakranielle Optici, Chiasma, 
Tractus) bestätigt das Sektionsmaterial im wesentlichen unsere Befunde; 
die Angaben sind hier schon genauer und ausführlicher als inbetreff der 
orbitalen Opticusstämme. In über der Hälfte der Fälle war das Sehorgan 
(Bulbus, orbitale und intrakranielle Opticusstämme, Chiasma, Traclus und 
die intracerebral verlaufenden Sehnervenfaserbahnen) in Mitleidenschaft ge- 
zogen, und davon hatten in 25^ die krankhaften Veränderungen an der 



1064 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Hirnbasis ihren Sitz. Am häufigsten trat die Erkrankung der basalen 
Opticusbahnen in der Weise ein, dass dieselben durch Übergreifen eines 
syphilitischen, basalen, gummösen Prozesses aus den benachbarten Partien 
in Mitleidenschaft gezogen wurden (ca. \7 %). In erster Linie kamen 
hierbei in Betracht syphilitische gummöse Wucherungen in der Umgebug 
des Chiasma (Wagner 33, Virchow, v. Graefe, Jürgens 175a, Buttersack 176, 
Hülse 39, Bruberger 67, Heubner, Leudet, Schottelius und Bluth, Owen 
Rees, Prost, L. Meyer 30, Oppenheim, Greiff 127, Henscben, Moxon, Dixon, 
Eisenlohr, Schulte 359, Weygandt 368, Goldsborough u. A.). 

Erheblich weniger häufig war der Ausgangspunkt der Veränderungen 
von anderen basalen Hirnteilen zu konstatieren, und noch viel seltener waren 
die intrakraniellen Optici und das Chiasma isoliert gummös erkrankt, ohne 
dass es in der Umgebung dieser Gebilde zur Entstehung von syphilitischen 
Wucherungen gekommen war: es mußte somit in diesen seltenen Fällen der 
basale, optische Faserapparat als der eigentliche primäre Sitz des gummösen 
Prozesses angesehen werden. Es gehören hierher die Beobachtungen von 
Horner und Barbar, Arcoleo (53), Knorre (5), Schott, Henry Power (66), 
Dixon (16) u. A., in denen sich im Ganzen die Vorgänge mit den von 
Kahler als syphilitische Wurzelneuritis beschriebenen decken. In manchen 
Fällen von Hirnsyphilis besteht eben auch für den basalen optischen Leitungs- 
apparat eine ausgesprochene Neigung auf größere Strecken hin unabhängig 
von der Umgebung gummös zu degenerieren. Am häufigsten werden hier- 
bei, wie es scheint, noch die intrakraniellen Opticusstämme betroffen und 
zwar nicht selten einseitig, in zweiter Linie das Chiasma und gelegentlich 
die Tractus (Siemerling). 

Von einer abnormen Rötung, Schwellung und Weichheit der 
ganzen basalen optischen Gebilde wird in einzelnen Fällen berichtet (Knapp 
175 b, Clifford Albutt 38). 

5. Sonstige ophthalmoskopische Veränderungen. 

Sowohl nach unserem Untersuchungsmaterial als auf Grund der aus 
der Literatur zusammengestellten Sektionsfälle zeigt sich, dass, abgesehen 
von den Veränderungen des Sehnerveneintritts, sonstige ophthalmoskopische 
Veränderungen des Augenhintergrundes oder pathologische Erscheinungen 
an den vorderen Bulbus -Abschnitten sich nur in einer relativ kleinen An- 
zahl von Fällen fanden. Durchweg waren es Veränderungen der Augen, 
die gleichfalls wohl auf die vorausgegangene syphilitische Infektion zu be- 
ziehen waren, aber mit dem Hirnleiden in keinem direkten Zusammenhang 
standen: Iritis resp. Iridochorioiditis (v. Graefe, Engelstedt 29, Burnet, 
Eaton Power, Uhthoff u. A.), Chorioiditis resp. Chorioretinitis 
(Doergens 113, Findeisen 154, Herxheimer 174, Jcdson Bury, Barlow, 
Uhthoff u. A.), Retinitis syphilitica (Rosenthal, Heubner, Mingazzini 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1065 

U.A.), Keratitis paren chymatosa (Zappert 444, Uhtboff U.A.). Für 
mein eigenes Untersuchungsmaterial erscheint mir bemerkenswert, dass in 
ungefähr 1 / z dieser Fälle von Hirnsyphilis mit gleichzeitigen peripheren 
Bulbusveränderungen Lues congenita vorlag, während sonst angeborene 
Syphilis als ätiologisches Moment für die cerebrale Erkrankung nur in einer 
sehr kleinen Anzahl der Fälle konstatiert wurde (ca. 5 %). Es war fast 
die Hälfte der Fälle von Hirnsyphilis auf Grundlage von kongenitaler Lues 
mit solchen peripheren Veränderungen des Bulbus kompliziert. 

Nach Alledem scheint es gar nicht so sehr häufig zu sein, dass Patienten, 
die später an Hirnsyphilis erkranken, vor Ausbruch ihrer cerebralen Er- 
krankung oder gleichzeitig mit derselben von einer peripheren syphilitischen 
Affektion des Bulbus selbst (Iritis, Chorioiditis, Retinitis, Keratitis paren- 
chymatosa u. s. w.) befallen werden. Es liegen auch in der Literatur Angaben 
verschiedener Autoren (Gros, Lancereaux 27, Braus 63, Buzzard, Moxon, 
Broadbent u. A.) vor, welche besonders betonen, dass gerade bei Syphilis 
des Zentralnervensystems nicht selten die Erscheinungen ohne vorauf- 
gegangene oder nach nur sehr flüchtigen sekundären Erscheinungen auftreten. 

Bemerkenswert sind in dieser Hinsicht die Angaben von Motais, der 
nach voraufgegangener Iritis die Erkrankungen des nervösen Centralapparates 
nur relativ selten fand 15^, die der Knochen etwas häufiger 20^, nach 
Chorioiditis oder Chorioretinitis sind Erkrankungen des Zentralnervensystems 
schon häufiger 22^, die der Knochen 8,3_% , und nach Neuritis fast aus- 
schließlich Erkrankungen des Nervensystems; nur relativ selten blieb die 
Neuritis die einzige Lokalisation der Syphilis. Motais kommt zu dem 
Schluß, dass das Vorhandensein von Lokalaffektionen der Augen die Pro- 
gnose der Syphilis immer zu einer ernsten macht und eine intensive lang- 
dauernde Behandlung erfordert. 

Besonders hervorzuheben bleibt für unser Material und auch für die 
aus der Literatur gesammelten Sektionsfälle, dass ausgesprochene, ophthal- 
moskopisch sichtbare, pathologische Retinalgefäßveränderungen meistens 
fehlen, so oft auch krankhafte Alterationen der Hirnarterien angetroffen 
wurden. Ebenso ist an den orbitalen Gefäßen nach meinen Untersuchungs- 
ergebnissen Endarteriitis syphilitica viel seltener als an den Hirnarterien. 
In einem meiner Fälle war es zu einer Obliteration der Arteria ophthalmica 
im hintersten Abschnitt in Verbindung mit ausgesprochenen neuritischen 
und perineuritischen Veränderungen des Nervus opticus gekommen, aber 
auch hier zeigten die peripheren Äste der Ophthalmica in der Orbita und 
in der Netzhaut kein ausgesprochenes pathologisches Verhalten. 

Ich kann denen nicht beistimmen, welche eine syphilitische Erkrankung 
der Arterien der Netzhaut für eine relativ häufige Begleiterscheinung der 
Hirnsyphilis halten oder gar, wie Seggel, sie für ein sicheres diagnostisches 
Hilfsmittel bei der Hirnsyphilis ansehen. Derselbe möchte es sogar für 



1066 XXII. Teil II. Uhthoff, 

ein notwendiges Desiderat für die Feststellung der Diagnose Hirnsyphilis 
durch den Augenspiegel halten, dass die Erkrankung der Gefäße in Form 
heller Einlagerungen in die Wandung oder Umwandlung in weiße Streifen 
direkt sichtbar ist. Auch v. Hösslin und Rumpf (200) betonen die relativ 
häufige Retinalgefäßerkrankung bei Hirnsyphilis. 

Ausgedehnte Betinalhämorrhagien wurden ebenfalls bei Hirnsyphilis 
nur selten konstatiert (Mingazzini). 

Dass es überhaupt eine Arteriitis syphilitica in der Netzhaut gibt, unter- 
liegt keinem Zweifel, und über derartige Befunde sind ja von einer ganzen 
Reihe von Autoren beweiskräftige Mitteilungen gemacht worden (v. Michel, 
Haab I 80, HiRSCHHERr,, E. Meyer, Seggel u. A.). Ferner sind hier die ver- 
schiedenen Beobachtungen von krankhaften Arterienveränderungen in Ver- 
bindung mit Retinitis und Chorioretinitis syphilitica zu erwähnen (Schillinger, 
Hutchinson und Bader, Netti.esiiif, Edmunds und Brailey, Schöbl, Deyl, 
Ostwalt u. A.). Besonders der letzte Autor ventiliert auch die Frage von 
der Bedeutung der Retinitis, Chorioretinitis und Chorioiditis syphilitica als 
eventuelle Vorläufer später auftretender Hirnsyphilis und führt eine Anzahl 
von Beobachtungen aus der Literatur an, in denen ein solcher Zusammen- 
hang angenommen wurde (Heub.ner 69, Barlow 91, Baumgarten 119, 
Hirschberg 143, E. Meyer 258, Ziemssen 20, Seggel 227, Haab 254 u. A.). 
Aber nur in einigen dieser Fälle ist von ausgesprochenen Retinalgefäß- 
veränderungen die Rede (Haab, Hirschberg, Ziemssen 20, Barlow). Ob 
aber diese Betinalgefäßveränderungen identifiziert werden können mit der 
HEUBNER'schen Endarteriitis syphilitica der Hirnarterien, ist noch die Frage. 

Demnach möchte ich glauben, dass dem Auftreten syphilitischer Cho- 
rioidal- und Retinalveränderungen oder Retinalgefäßalterationen nach den 
bisherigen Untersuchungen kein allzu großer diagnostischer und progno- 
stischer Wert in Bezug auf später nachfolgende Hirnlues beizulegen ist. 
Auch ist ja die Anzahl von einschlägigen Fällen inbetreff des Zusammen- 
vorkommens von Hirnlues mit Retinalgefäßalterationen in Anbetracht der 
unendlich großen Zahl von Fällen der Lues des Centralnervensystems über- 
haupt nur als sehr klein zu bezeichnen. Mir ist gerade bei der Durchsicht 
der Literatur und bei meinen eignen Beobachtungen aufgefallen, wie selten 
doch im ganzen periphere Bulbusveränderungen (Retinitis , Chorioiditis, 
Iritis, Chorioretinitis und Retinalgefäßalterationen) dem Ausbruch der cere- 
bralen Störungen vorausgegangen waren. Ähnlich sahen auch Teissier und 
Roux bei syphilitischen Hirnarterienerkrankungen nur relativ selten Ver- 
änderungen der Retinalgefäße. 

Zum Schluß sei noch erwähnt, dass ophthalmoskopische Befunde, wie 
sie von einigen Autoren (Ole Bull 164, Schenkl 158, Lang und Schnabel 132 
u. A.) bei relativ frischer Infektion als » Netzhautreizung «, leichteste retinitische 
Erscheinungen, Hyperämie der Papillen als ziemlich häufig vorkommend 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1067 

angegeben worden sind, in unserer Beobachtungsreihe von 100 Fällen von 
Hirnsyphilis durchweg nicht festgestellt werden konnten. Besonders aber 
möchte ich hier auf die Untersuchungen von Wilbrand und Stalin nach 
einem großen Material verweisen, die gleichfalls für die Frühperiode der 
Syphilis hyperämische Zustände der Papille, welche dann zu leichler Neuritis 
resp. Neuroretinitis führen können, als nicht selten vorkommend angeben. An 
der Breslauer Klinik sind einschlägige statistische Augenspiegeluntersuchungen 
in der Frühperiode der Syphilis bei nicht bestehenden Erscheinungen der 
Hirnsyphilis gleichfalls durchgeführt worden, die aber nur selten das Vor- 
kommen derartiger leichterer pathologischer Sehnerven- und Netzhautver- 
änderungen ergaben in Übereinstimmung mit anderen Untersuchern (Hansen, 
Alexander -I 89), so dass ich glaube, diese bei frischer Syphilis gelegentlich 
beobachteten Augenhintergrundsveränderungen haben keine besondere dia- 
gnostische Bedeutung. 

II. Über die klinische Erscheinungsweise der Sehstörung. 

§ 208. Bei einer genaueren klinischen Analyse der Funktionsstörungen 
im Bereich des optischen Leitungsapparates steht zunächst im Vordergrunde 
des Interesses das Verhalten des Gesichtsfeldes. Bei unseren 1 00 Fällen 
finden sich im ganzen 37 mal genauere Angaben über Gesichtsfeldanomalien, 
die sich tabellarisch geordnet folgendermassen gruppieren; 

1. Hemianopsien. 

a) Homonyme 11 mal 

(Hiervon 4 mal offenbar basaler Natur, und in 2 von diesen Fällen 
ist es auch zu symmetrischer Beschränkung der andern Gesichts- 
feldhälften gekommen.) 

b) Temporale 6 mal 

(2 mal doppelseitig, 4 mal einseitig mit Amaurose des zweiten 

Auges.) 

2. Konzentrische Einengung (mehr oder minder regelmäßig) 5mal 

(2mal einseitig und hiervon I mal bei centralem Skotom auf dem 
zweiten Auge, 3 mal doppelseitig.) 

3. Erhalten-Bleiben nur eines peripher exzentrisch ge- 

legenen Gesichtsfeldabschnittes, sei es in Form eines 

Keiles oder eines Kreissegmentes 4 mal 

i. Centrale Scotome bei freier Gesichtsfeldperipherie . i mal 
(-2 mal einseitig und hiervon 1 mal mit konzentrischer Einengung 
auf dem zweiten Auge. — 2 mal doppelseitig, hiervon 1 Fall 
wohl als komplizierende Intoxikationsamblyopie anzusehen.) 

5. Ausgespro chene Vergrößerung des blinden Flecks bei 
relativ normalem Verhalten des übrigen Gesichts- 
feldes 7mal 

(Stets doppelseitig und bei Vorhandensein des ophthalmoskopischen 
Bildes der Stauungspapillen.) 



1068 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Wie aus dieser Tabelle erhellt, nimmt unter den Gesichtsfeldanomalien 
die Hemianopsie den ersten Platz bei der Hirnsyphilis ein und zwar sind 
ca. 2 / 3 der Fälle homonyme und i / 3 temporale. Verhältnismäßig oft, d. h. 
4 mal von 1 \ Fällen, konnte ein basaler Sitz der Ursache für die homonyme 



Fig. 86. 



L.SH A. 




R. XK A. 




Fig. 87. 



L.M A. 







R. Xtt A. 




Hemianopsie angenommen werden, und zwar war es durchweg eine Mit- 
beteiligung multipler Hirn- und besonders Augenmuskelnerven, welche die 
Annahme rechtfertigte, dass in dem Tractus opticus der eigentliche Sitz 
für die hemianopische Sehstörung zu suchen sei. In zwei Fällen jedoch 
deutete schon die Form des Gesichtsfeldverfalles an und für sich darauf 
hin, dass eine Tractuserkrankung den Ausgangspunkt für die Hemianopsie 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 



1069 



bildete. Es sind dies zwei seltene Fälle, wo sich an eine homonyme Hemi- 
anopsie in progressiver Weise auch eine Mitbeteiligung der beiden restieren- 
den Gesichtsfeldhälften anschloß. Das Ergriffenwerden dieser zweiten Ge- 
sichtsfeldhälften erfolgte dann allerdings nicht in absolut symmetrischer 



Fig. 88. 



L.M A. 




R.IA. 




Fig. 89. 



L.ar a. 



R. sr A. 








YI ^ 

Tractnshemianopsie in auf- und absteigender Phase. 

Weise, ein Umstand jedoch, der mir völlig erklärlich erscheint, wenn von 
dem zuerst ergriffenen einen Tractus der Prozess allmählich auf das Chiasma 
übergreift und so auch die zweiten Gesichtsfeldhälften in Mitleidenschaft 
zieht; denn nur so ist das allmähliche Übergehen einer homonymen Hemi- 
anopsie in eine progressive Sehstörung auch für die zweiten Gesichtsfeld- 



1070 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



inksseitiger Tractus- 
Die genaueren An- 



hälften denkbar. Es wird in solchen Fällen die zweite Gesichtsfeldhälfte 
des mit dem erkrankten Tractus gleichseitigen Auges die am stärksten be- 
fallene sein müssen, da zuerst das gekreuzte Bündel der entgegengesetzten 
Seite im Chiasma in Mitleidenschaft gezogen wird. 

Beifolgend die Gesichtsfelder eines Falles von 
affektion mit Übergreifen auf das Chiasma (s. Fig. 86). 
gaben über diesen interessanten Fall s. meine Arbeit S. 223, die Sehstörung 
hatte schon eine gewisse Rückbildung erfahren. 

Eine typische Tractus -Hemianopsie in auf- und absteigender Phase 
repräsentieren umstehende Gesichtsfelder eines Patienten während der anti- 
syphilitischen Behandlung (Fig. 87 — 89). 

Ein positiver ophthalmoskopischer Befund im Sinne einer atrophischen 
Abblassung der Papillen bei homonymer Hemianopsie, namentlich bei nicht 

allzulangem Bestehen der Seh- 
störung, legt von vornherein den 
Verdacht auf basalen Ursprung 
der Hemianopsie nahe. Dement- 
sprechend gelang es auch bei der 
Autopsie eine vom Tractus aus 
absteigende Degeneration bis in 
die Sehnerven hinein festzustellen, 
während eine solche bei der homo- 
nymen Hemianopsie aus weiter 
central gelegenen Ursachen durch- 
weg nicht nachgewiesen werden 
konnte. 

Die temporale heteronyme 
Hemianopsie wurde bei unserer 
Untersuchungsreihe im Ganzen 
6 mal beobachtet, also erheblich 
seltener als die homonyme (I I mal), und doch darf man mit vollem Recht 
behaupten, dass die temporale, also durch Chiasmaaffektion bedingte Hemi- 
anopsie relativ erheblich häufiger durch Hirnsyphilis hervorgerufen wird, als 
die homonyme. Man muß sich hierbei nur gegenwärtig halten, dass die 
homonyme Hemianopsie überhaupt sehr viel häufiger vorkommt, als die 
heteronyme. Wenn man nach dem in der Literatur vorliegenden Material 
von homonymer Hemianopsie das jeweilige ätiologische Moment berück- 
sichtigt, so zeigt sich, dass in ungefähr \Q% der Fälle Syphilis angegeben 
ist. Für die temporale Hemianopsie gestaltet sich nach dem Material aus 
der Literatur das Verhältnis schon anders, ca. \*ä% beruhen auf Syphilis, 
und wenn ich meine eignen Beobachtungen zu Grunde lege, so wird der 
Prozentsatz noch erheblich höher für die temporale Hemianopsie (ca. ' 3 




Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 



1071 



der Fälle), und rechne ich mein Material mit dem aus der Literatur, so 
komme ich auf ca. 19 — 20^ der temporalen Hemianopsie syphilitischen 
Ursprungs. 

Einige typische Gesichtsfelder meiner Beobachtungsreihe mögen hier 
Platz finden (Fig. 90 und 91). 

Besonders bemerkenswert ist in diesen beiden Beobachtungen eine 
vorübergehende völlige Erblindung selbst mit Verlust jeglichen Lichtscheins, 
welche sich dann bis zur temporalen Hemianopsie besserte. Auf dem Gebiete 
der Hirnsyphilis braucht man daher selbst bei völligem Verlust des Licht- 
scheins, insofern die Erblindung erst relativ kurze Zeit besteht, die Hoffnung 
auf Besserung durch eine antisyphilitische Behandlung nicht ganz aufzugeben. 



Fig. 91. 



L.TJI A. 




R. JJT A. 




Der ophthalmoskopische Befund war in y 3 unserer Fälle negativ und 
in 2 / 3 positiv (Neuritis optica oder Atrophie). Negativ kann der Befund 
bleiben, wenn die Sehstürung erst kurze Zeit besteht oder wenn sie nur 
vorübergehend vorhanden ist und die Gesichtsfeldanomalie sich bald zurück- 
bildet. Bei ausgesprochener und dauernd bestehender Gesichtsfeldanomalie 
gehört sonst der positive ophthalmoskopische Befund bei der temporalen 
Hemianopsie in Folge von Hirnsyphilis zur Regel und zwar meistens unter 
dem Bilde der einfach atrophischen Verfärbung, gelegentlich aber auch dem 
der Neuritis optica resp. Stauungspapille. 

Was den Zeitpunkt anlangt, wann bei ständiger temporaler Hemianopsie 
eine atrophische Verfärbung der Papillen eintritt, so wird das nach der 
Intensität der Affektion natürlich wechseln. Wilbrand (1 38) resümiert seine 
Untersuchungsergebnisse auf Grund des einschlägigen Materials in der Lite- 
ratur dahin, dass Erkrankungen des Chiasma vor Ablauf von 1 8 Monaten 



1072 XXII. Teil II. Uhthoff, 

nicht immer die ophthalmoskopische Veränderung der atrophischen Ver- 
färbung aufzuweisen brauchen. Bei unseren Beobachtungen mit positivem 
Befunde bestand die Sehstörung von 3 Monaten bis zu 1 Jahr, dagegen 
fand sich auch gelegentlich bei einer Zeitdauer von 2 — 4 Monaten noch 
normales ophthalmoskopisches Verhalten. 

Die relativ seltene Gesichtsfeldanomalie einer mehr oder weniger regel- 
mäßigen konzentrischen Beschränkung kam bei meinem Untersuchungs- 
material zum Teil in Verbindung mit Stauungspapille vor, zum Teil auf 
Grund retrobulbärer und intrakranieller gummöser Affektionen der Opticus- 
stämme. Besonders bemerkenswert erscheint mir eine meiner Beobachtungen 
mit Sektionsbefund, wo bei bestehender Stauungspapille auf dem einen 
Auge und Neuritis optica auf dem zweiten auf ersterem Auge konzentrische 
Gesichtsfeldbeschränkung und auf dem andern ein großes centrales Skotom 
mit relativ freier Gesichtsfeldperipherie vorhanden war, also ganz verschiedene 
Gesichtsfeldanomalien. Die Sektion ergab ein starkes Mitergriffensein der 
Opticusstämme selbst im Sinne einer deszendierenden Neuritis. Jedenfalls 
dürfte es bei typischer doppelseiliger Stauungspapille z. B. bei Hirntumor, 
der nicht an der Basis des Gehirns seinen Sitz hat, wohl kaum oder doch 
außerordentlich selten vorkommen, dass sich auf beiden Augen eine ganz 
verschiedene, ja geradezu entgegengesetzte Gesichtsfeldanomalie entwickelt, 
und ich möchte glauben, dass ein derartiges Vorkommen bei Hirnsyphilis 
immerhin den Verdacht auf Erkrankung der Opticusstämme selbst und 
somit eines basalen Prozesses nahe legt. 

Die vereinzelten Fälle meiner Beobachtungsreihe, in denen nur ein ganz 
peripher gelegenes keil- oder kreissegmentfürmiges Stück des Gesichtsfeldes 
erhalten geblieben ist, glaube ich, gestatten auch mit einiger Wahrscheinlich- 
keit einen Schluß auf eine direkte syphilitische Erkrankung des betreffenden 
Opticusstammes. In dem einen dieser Fälle handelte es sich um doppel- 
seitige Stauungspapille, wobei das eine Auge fast völlig zur Norm zurück- 
kehrte, während das zweite bis auf einen kleinen exzentrischen Gesichts- 
feldrest fast völlig erblindete. Ein solcher Vorgang müßte jedenfalls bei 
einer typischen, rein symptomatischen doppelseiligen Stauungspapille als 
äußerste Ausnahme angesehen werden. 

Centrale Skotome kamen bei unsern Fällen ebenfalls nur vereinzelt 
vor und deuten auf eine Opticusläsion vor dem Chiasma. Bei unserer 
jetzigen Kenntnis von der pathologischen Anatomie der retrobulbären Neu- 
ritis und der Lage des papillomaculären Opticusbündels im Sehnervenstamm, 
glaube ich, darf es uns nicht wundern, dass die Gesichtsfeldanomalie des 
centralen Skotoms relativ selten bei Hirnsyphilis mit sekundärer Opticus- 
affektion angetroffen wird. Das papillomaculäre Opticusbündel liegt in den 
hintern orbitalen und intrakraniellen Opticusabschnitten im Centrum des 
Sehnervenstammes. Es ist verständlich, wie ein gummöser Prozeß, der 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1073 

auf den Opticus aus der Umgebung übergreift, in der Regel andere Gesichts- 
feldanomalien als gerade das centrale Skotom zu Wege bringt. 

Die in meiner Statistik erwähnten Beobachtungen von Vergrößerung des 
blinden Fleckes bei sonst relativ normalem Gesichtsfeld kommen auf Fälle 
von doppelseitiger Stauungspapille. 

Das Material in der Literatur läßt in Bezug auf genaue Gesichtsfeld- 
untersuchung viel zu wünschen übrig und besonders auch bei dem von 
mir speziell berücksichtigten Sektionsmaterial. Von homonymer Hemianopsie 
führe ich die Fälle von Pooley (94), Henschen (273), Köster, Kohn, Rumpf (200) 
u. A. an, wo eine Affektion des Occipitallappens (Gumma, Erweichung) die 
Ursache der Hemianopsie war, ferner die von Nolan (290), Henschen, Möli, 
Nonne, Siemerling (264), Schaffer u. A., wo eine Tractuserkrankung an- 
zuschuldigen war; gelegentlich lag eine Alteration des äußern Kniehöckers 
zu Grunde (Henschen), und ebenso vereinzelt fand sich die Ursache in der 
Gegend der inneren Kapsel (Panichi). Also auch hier ergibt sich in Über- 
einstimmung mit unsern Untersuchungsergebnissen, dass eine basale Tractus- 
affektion bei Hirnsyphilis relativ häufig die Ursache der homonymen Hemi- 
anopsie war und jedenfalls sehr häufig gegenüber den homonymen Hemi- 
anopsien, die nicht auf der Basis von Hirnsyphilis entstanden waren. 
Wilbrand gibt in seiner Zusammenstellung von sonstiger homonymer Hemi- 
anopsie an, dass in 154 Fällen nur 6 mal eine basale Ursache anzunehmen war. 

Auch die temporale Hemianopsie findet sich bei dem Sektions- 
material in der Literatur im Verhältnis zu unserer Untersuchungsreihe nur 
selten erwähnt (Treitel und Baumgarten 217, Nonne 919a, Oppenheim 184, 
Siemerling u. A.). Bei den nur klinisch beobachteten, nicht durch die Sektion 
kontrollierten Fällen ist diese Gesichtsfeldanomalie schon häufiger angegeben. 
Wenn wir die früher erörterten pathologisch anatomischen Daten, speziell 
in Bezug auf basale Affektionen der optischen Leitungsbahnen in Betracht 
ziehen, so ist es meines Erachtens gar keine Frage, dass die Gesichtsfeld- 
anomalie der temporalen Hemianopsie bei Hirnsyphilis vielfach übersehen 
sein muß, so wichtige diagnostische Aufschlüsse sie auch zu geben imstande ist. 

Die nasale Hemianopsi-e wurde von mir bei Hirnsyphilis gar nicht 
festgestellt, und es scheint mir die HENSCHEN'sche Beobachtung die einzige 
beweiskräftige und durch die Sektion erhärtete geblieben zu sein. Das ganze 
Chiasma war hier in gummöses Meningealexsudat eingebettet; die eigent- 
liche Geschwulstmasse aber, welche die nasale Hemianopsie des rechten 
Auges hervorgerufen hatte, lag weiter nach hinten zu und hatte den rechten 
Tractus zerstört. Ebenso war gleichzeitig das ungekreuzte linke Bündel 
im äußern Winkel des Chiasma betroffen, so dass nur das gekreuzte linke 
Bündel relativ intakt geblieben war. Henschen weist darauf hin, was mit 
meinen und Anderer Erfahrungen übereinstimmt, dass man nicht immer eine 
gleichmäßige Ausbreitung eines basalen syphilitischen Prozesses erwarten 

Handtuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil H. G8 



1074 XXII. Teil II. Uhthoff, 

darf, und dass eine scheinbar gleichförmig ausgedehnte Neubildung doch 
an gaDZ vereinzelten und getrennten Punkten zerstörend einwirken kann. 

Unzureichend und spärlich sind auch die Angaben über anderweitige 
Gesichtsfeldanomalien bei Hirnsyphilis in der Literatur. Ich kann davon 
absehen, die einzelnen in dieser Hinsicht gemachten Mitteilungen hier an- 
zugeben. Erwähnen will ich nur vereinzelte einschlägige Fälle von centralem 
Skotom auf Grundlage von Opticuserkrankung bei Hirnsyphilis, wie sie von 
verschiedenen Beobachtern mitgeteilt worden sind, und wie sie im Ganzen 
als sehr selten angesehen werden müssen. 

Die Fälle von Anderson (200), Hertel (236), Eisenlohr, Baum<;arten 
scheinen auf eine partielle Erkrankung des Opticusstammes bei Hirnsyphilis 
zu deuten. In dem Falle des letzten Autors glaubt Ostwalt (212) an- 
nehmen zu müssen, dass derselbe nicht sicher für eine Stammaffektion 
spreche, sondern als alte Retinalaffektion zu deuten sei, obwohl die Sektion 
für den linken Opticusstamm perineuritische und interstitiell neuritische 
Veränderungen nachwies (die angrenzenden orbitalen Opticusabschnitte 
wurden nicht untersucht). Auch bei Eisenlohr (222) scheinen nur die intra- 
kraniellen Optici untersucht zu sein, und der Autor ist geneigt, die Alteration 
der Sehnerven auf eine nachgewiesene meningitische Verdickung der Scheiden 
zurückzuführen. Jedenfalls ist in den bisherigen Sektionsfällen eine Analogie 
mit den bekannten Befunden partieller retrobulbärer Neuritis mit centralen 
Skotomen nicht nachgewiesen. 



III. Motilitäts- und Sensibilitätsstörungen im Bereich des Auges bei 

Hirnsyphilis. 

§ 209. Dass die Bewegungsnerven und der sensible Nerv des Auges 
bei der Hirnsyphilis im Vergleich zu den hintern Hirnnerven unverhältnis- 
mäßig oft ergriffen werden, ist eine allgemein anerkannte Tatsache und 
nach dem bisher über die pathologische Anatomie der Lues cerebri Aus- 
geführten auch ohne Weiteres verständlich. Unsere eigenen Erfahrungen 
decken sich mit denen anderer Autoren in dieser Hinsicht in weitgehendem 
Maasse. Ich glaube, es darf uns auch nicht verwundern, wenn statistische 
Angaben über die Häufigkeit der einzelnen Augenmuskellähmungen nach 
syphilitischer Infektion ohne besondere Berücksichtigung etwaiger kompli- 
zierender cerebraler Erscheinungen ein ziemlich analoges Resultat liefern. 
Ich führe z. B. die Angaben von Schubert über 47 syphilitische Augen- 
muskelnervenlähmungen an, der den Nervus oculomotorius 27 mal, den Ab- 
ducens 1 3 mal und den Nervus trochlearis 1 mal erkrankt und 6 mal Kom- 
binationen verschiedener Augenmuskellähmungen fand. 

Durchweg tritt uns beim Studium der Litteratur des diesbezüglichen 
Gegenstandes die Anschauung entgegen, dass die Augenmuskellähmungen nach 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1075 

syphilitischer Infektion erst den späteren Stadien angehören und meistens 
erst nach 1 — 2 Jahren in die Erscheinung treten (Förster 81, Alexander 219 a 
u. A.). Im Ganzen und Großen haben diese Anschauungen ihre Berechtigung; 
dass aber unter Umständen schon viel früher nach der syphilitischen In- 
fektion die Erkrankungen des Centralnervensystems und damit auch die 
davon abhängigen Augenmuskellähmungen erfolgen können, darauf weisen 
verschiedene unserer Beobachtungen hin, und von einer Beihe von Autoren 
wird dieser Punkt in der Literatur ganz besonders betont (Naunyn 209, 
Fournier 1 06, Jeaffreson, Sänger, Oppenheim, Nonne u. A.). In der eigent- 
lichen Frühperiode der Syphilis jedoch sind Augenmuskellähmungen jeden- 
falls sehr selten (Sänger, Serebrennikowa), Wilbrand und Stalin fanden 
bei frischen Fällen von syphilitischer Infektion unter 200 Beobachtungen 
keine Augenmuskellähmung. 

Die Besultate bei unserem eigenen Untersuchungsmaterial inbetreff der 
Beteiligung der motorischen und sensiblen Nerven des Auges bei Hirn- 
syphilis gestalten sich folgendermaßen: 

A) Oculomotoriusaffektionen 34^ 

1. Doppelseitig 15^ 

2. Einseitig ohne gekreuzte Körperlähmung . \o% 

3. Einseitig mit gekreuzter Kürperlähmung . . k% 

B) Abducensaf fektionen 16^" 

1 . Doppelseitig \\% 

2. Einseitig ohne gekreuzte Kürperlähmung . . h% 

3. Einseitig mit gekreuzter Kürperlähmung . . 1 % 

C) Trochlearisaf fektionen . . h% 

1 . Doppelseitig \ % 

2. Einseitig h% 

D) Trigeminusaf fektionen (stets einseitig) .... \k% 



A) Daten über die Oculomotoriusbeteiligung. 

Unsere Untersuchungsergebnisse inbetreff der Oculomotoriusbefunde bei 
Hirnsyphilis decken sich im Ganzen mit dem aus der Literatur zusammen- 
gestellten Sektionsmaterial. Auch hier ist in ungefähr l / 3 der Fälle der 
Oculomotorius beteiligt, und ebenso ist das Verhältnis der doppelseitigen 
zur einseitigen Lähmung ein ganz analoges. Beide waren gleich häufig, und 
ähnlich stellte sich auch die Häufigkeit des Vorkommens der einseitigen 
Oculomotoriuslähmung mit contralateraler Kürperlähmung. Die letztere war 
bei den aus der Literatur zusammengestellten Fällen etwas häufiger als in 
unserer Beobachtungsreihe, ein Umstand, der sich, wie ich glaube, unge- 
zwungen daraus erklärt, dass derartigen Fällen, seitdem Nothnagel (108) 

68* 



1076 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



besonders darauf hingewiesen hatte, eine speziellere Berücksichtigung in 
den Publikationen zu Teil wurde. 

1. Was nun in erster Linie die doppelseitige Oculomotorius- 
lähmung angeht, so ist sie auf dem Gebiete der Hirnsyphilis so häufig, 
wie bei keiner anderen intrakraniellen Erkrankung, sie findet sich in 
unserer Beobachtungsreihe in 15# der Fälle. Sie war meistens durch 
einen syphilitischen basalen Prozeß bedingt, in 1 I von diesen 1 5 Fällen 
konnte die Diagnose auf einen solchen mit Sicherheit gestellt und 5 mal 
auch durch die Autopsie erhärtet werden. Durchweg sind der interpedun- 
culäre Raum (s. Fig. 92) und die Hirnbasis, gelegentlich auch ein Hirn- 

Fig. 92. 




Gammöse Wucherung zwischen den Oculomotoriusstämmen. (Eigene Beobachtung.) 



Schenkel als Ausgangspunkt für die doppelseitige Oculomotoriuslähmung 
anzusehen, das zeigen uns unsere Sektionsfälle und ebenso meistens die 
einschlägigen Sektionen aus der Literatur (Friedreich 10, Essmarch und 
Jessen 15, Vircdow 18, Ziemssen 20, v. Graefe 37, H.uiskill 41, Henry 
Power 66, Hughlings Jackson 76, Heubner 69, Greiff 127, Bigot 163, 
Thomsen 204, Biggs 220, Henschen, Gajkiewicz 271, Cassirer, Kohn, 
Homen 420, Mantegazza, Kopczynski 526 u. A.). 

In andern Beobachtungen lag der doppelseitigen Oculomotoriusaffektion 
gummöse Neuritis resp. Perineuritis der Oculomotoriusstämme selbst zu 
Grunde (Baumgarten, Ormerod 147, Bittersack 176, Kahler 195, Kohn, 
Mills u. A.) zum Teil in Verbindung mit basaler gummöser Meningitis 
s. Fig. 92, 93 und 94). 






Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 



1077 



Als sehr selten ist die Beobachtung von Schott anzuführen, wo auf 
beiden Seiten einzelne, vom Oculonaotorius versorgte Muskeln selbst von 
gummöser Geschwulstmasse durchsetzt waren. 

Die doppelseitige Oculomotoriusaffektion ist sehr häufig mit Läsion 
von andern besonders der vorderen Hirnnerven kompliziert. Die basalen 
optischen Leitungsbahnen resp. die Nervi optici fanden sich in über 1 / 3 
der Fälle beteiligt, der Abducens in 27^, der Nervus trochlearis in 16^", 
der Trigeminus in \$%, der Olfactorius in 8^, Facialislähmung in allen 
Zweigen &%. Die letzten 5 Hirn nerven waren bei der doppelseitigen 
Oculomotoriuslähmung selten in Mitleidenschaft gezogen. 

Fig. 93. 




Gummöse Neuritis des Oculomotoriusstammes. (Eigene Beobachtung.) 

Auch die homonyme Traclushemianopsie und ebenso die temporale 
Hemianopsie komplizierten sowohl in unsern als andern Fällen gelegentlich 
die doppelseitige Oculomotoriuslähmung, deren basaler Ursprung auch da- 
durch eine weitere Bestätigung erhielt. Ebenso deutete in einigen Fällen 
begleitende einseitige und doppelseitige Kürperlähmung auf basale Be- 
teiligung der Hirnschenkel. 

Nach Feststellung dieser Tatsachen steht noch die Frage zur Erörterung, 
wie es sich genauer in denjenigen Fällen verhielt, wo die doppelseitige 
Oculomotoriuslähmung bei Hirnsyphilis ohne wesentliche Komplikationen 
von Seiten anderer basaler Hirnteile (also ohne sonstige Affektionen basaler 



1078 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Himnerven, ohne Tractus- und temporale Hemianopsie, ohne hemiplegische 
Erscheinungen u. s.w.) auftrat. Von unseren 3 derartigen Fällen kam keiner 

Fig. 94. 






m 



! V 



-.-V 













>$$\M; 









Perineuritis und Neuritis gummosa des Oculomotoviusstainmes. (Eigene Beobachtung.) 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1079 

zur Autopsie, in dem einen jedoch war es möglich die Diagnose auf basalen 
Ursprung mit Sicherheit zu stellen, in den beiden anderen konnte der 
cerebrale Prozeß nicht genauer lokalisiert werden. Auch in der Literatur 
sind derartige Fälle von Hirnlues, in denen die doppelseitige Oculomotorius- 
affektion die einzige Hirnnervenerkrankung an der Basis cranii war, sehr 
selten (Biggs 220, Ormerod 147, Thomsen 187a). In den beiden ersteren 
handelte es sich anatomisch um direkte partielle gummöse Degeneration der 
Oculomotoriusstämme selbst und in dem letzten um eine Wucherung zwischen 
den beiden Oculomotoriusstämmen im interpedunculären Raum. In dem Fall 
von Greiff war auch noch das Chiasma mit beteiligt, wenn auch keine 
weiteren direkten Sehstörungen angegeben werden. Auch die sonstigen 
Mitteilungen aus der Literatur ohne Sektionsbefund sprechen für die große 
Seltenheit der doppelseitigen Oculomotoriusaffektion bei Hirnsyphilis ohne 
andere basale Funktionsstörungen im Bereich der Hirnnerven, wohl aber 
mit sonstigen cerebralen Beschwerden. Die Fälle von isolirten Nucleär- 
lähmungen der Augenmuskeln auf Grundlage von Syphilis (Hutchinson), 
speziell der nucleären Ophthalmoplegien ohne anderweitige Cerebralerschei- 
nungen, stehen hier nicht zur Erörterung, ich verweise auf die früheren 
Kapitel von tabischen Augenstürungen, nucleärer Ophthalmoplegie u. s. w. 
Aber ich möchte glauben, dass eine doppelseitige totale Oculomotorius- 
lähmung bei Syphilis, auch wenn zur Zeit der Beobachtung andere Symptome 
fehlen, wohl sehr selten als eine nucleäre aufzufassen ist, sondern fast 
immer auf basalen Prozessen (direkter gummöser Degeneration der Oculo- 
motoriusstämme, syphilitischer Wucherung zwischen den Nervenstämmen 
im interpedunculären Raum u. s. w.) beruht. 

In Bezug auf die Funktionsstörung bei der doppelseitigen basalen 
Oculomotoriuslähmung der Hirnsyphilis ist es das Häufigste, dass sowohl 
die äußere als die innere Augenmuskulatur ergriffen, ja in einer Anzahl 
von Fällen doppelseitig vollständig gelähmt ist. Hiervon gibt es aber Aus- 
nahmen, und besonders sind zunächst Beobachtungen hervorzuheben, wo 
bei doppelseitiger basaler Oculomotoriusaffektion nur vereinzelte symmetrische 
Muskeln auf beiden Augen betroffen sind, so z. B. doppelseitige Ptosis 
(Oppenheim, Uhthoff, Virchow, Kahler u. A.) zum Teil mit einseitiger 
Pupillenerweiterung, und trotz dieses partiellen symmetrischen Befallenseins 
einzelner Muskeln wurden durch die Autopsie doch die Oculomotorius- 
stämme sehr weitgehend erkrankt befunden. Ferner beiderseitige isolierte 
Lähmung der recti superiores in dem Falle von Thomsen (also das Bild der 
Blicklähmung nach oben) bei einer gummösen Wucherung zwischen den 
Hirnschenkeln gerade an der Austrittsstelle der Oculomotorii mit partieller 
symmetrischer Degeneration der Stämme dieser Nerven. Ähnlich liegt der 
Fall von Ormerod mit doppelseitiger gummöser Anschwellung der Nerven- 
stämme selbst bei ihrem Austritt an der Hirnbasis. Es kann also assoziierte 



1080 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Blicklähmung nach oben gelegentlich durch basale Prozesse in den Oculo- 
motoriusstämmen gleichsam vorgetäuscht werden und ebenso das Bild der 
doppelseitigen isolierten Ptosis. Es scheint mir hier immer die plausibelste 
Erklärung diejenige zu sein, daß der interpedunkuläre gummöse Prozeß 
symmetrisch nach beiden Seiten auf die Oculomotoriusstämme übergreift 
s. Fig. 92) und dann auch gleichartig für bestimmte Muskeln funktionierende 
Fasern der Nerven trifft. Ormerod verweist auch auf die Möglichkeit im 
Sinne von Felix Semon, Ferrier u. A., dass bei einer relativ gleich- 
mäßigen Affektion der Nervenstämme doch bestimmte Nervenfasern eher 
in ihrer Funktion leiden als andere, und so das Bild einer partiellen sym- 
metrischen Lähmung hervorgerufen wird. Auch die doppelseitige isolierte 
Ophthalmoplegia interna kann gelegentlich bei doppelseitiger Stamm- 
erkrankung des Oculomotorius vorhanden sein (Uhthoff) und ebenso auf 
dem einen Auge eine isolierte Ptosis und auf dem zweiten Ophthalmoplegia 
interna (Cassirer). 

In letzter Linie finden sich gelegentlich im Bereich beider Oculomotorius- 
stämme ausgesprochene anatomische Veränderungen ohne intra vitam nach- 
weisbare Funktionsstörungen (Baumgarten, Uhthoff u. A.). 

2. Die einseitige Oculomotoriusaffektion ohne gekreuzte 
Körperlähmung. Auch bei dieser Gruppe der einseitigen Oculomotorius- 
affektionen ohne gekreuzte Kürperlähmung muß in unserer Beobachtungs- 
reihe von 100 Fällen von Hirnsyphilis unter Berücksichtigung aller ein- 
schlägigen Momente in fast 3 / 4 der Fälle die Diagnose auf einen basalen 
syphilitischen Prozeß als Ursache für die Lähmung gestellt werden. In 
dem letzten Viertel der einschlägigen Beobachtungen war es nur mög- 
lich, einen intrakraniellen syphilitischen Prozeß festzustellen , ohne jedoch 
über Sitz und Natur desselben etwas Genaueres aussagen zu können. 
Ein Vergleich dieses Resultates mit den aus der Literatur gesammelten 
Sektionsfällen ergibt auch hier ziemlich analoge Daten (Virchow, v. Graefe, 
Dixon 16, Griesinger, Lancereaux27, Westphal 161, Wagner 33, Bristowe 152, 
Caracciolo, Clifford Albutt 38, Lawson Tait, Heubner, Schott, Duncan, 
Leudet, Naunyn, Treitel und Baumgarten, Engel, Chvostek 1 23, Rosenthal 1 85, 
Günther 173, Henry Power, Oppenheim, Siemerling, Nonne, Spitzka, Campbell 
u. A.). Es überwiegt auch bei diesen Beobachtungen wesentlich die ein- 
seitige Oculomotoriuslähmung aus basaler Ursache, sei es, dass es sich um 
basale syphilitische Wucherungen in der Umgebung des Nerven handelte, 
sei es, dass eine mehr selbständige basale gummöse Degeneration des Oculo- 
motoriusstammes selbst vorlag. Nur bei der Minderheit der Fälle kamen 
Thrombosen, Erweichungen und eigentliche Gummigeschwülste in den nicht- 
basalen Hirnteilen in Betracht. 

Des Weitern weisen auch hier die Komplikationen der einseitigen 
Oculomotoriuslähmung sowohl bei unserer Beobachtungsreihe als auch bei 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1081 

den Sektionsfällen aus der Literatur von vornherein schon intra vitam auf 
den vorwiegend basalen Sitz der syphilitischen Erkrankung in der großen 
Mehrzahl der Fälle hin. Es kommen dabei in Betracht in erster Linie 
die Affektionen der basalen optischen Leitungsbahnen in der Hälfte der 
Fälle, Abducens-Beteiligung in fast Vi der Beobachtungen, Trochlearis- 
lähmung relativ selten, etwas häufiger Trigeminusbeteiligung in ca. 20^. 
In ca. y 3 der Fälle war bei Hirnsyphiiis die einseitige Oculomotorius- 
affektion die einzige basale Hirnnervenlähmung, während sie in 2 / 3 m 't 
anderen Erscheinungen kompliziert auftrat. Wir haben früher gesehen, 
dass bei der doppelseitigen Oculomotoriuslähmung in Folge von Hirnsyphilis 
dieselbe noch erheblich seltener die einzigste basale Hirnnervenaffektion 
war (in ca. 16^"). 

In Bezug auf die Funktionsstörung dieser einseitigen Oculomotorius- 
lähmungen ist hervorzuheben, dass in über der Hälfte der Fälle alle Äste 
des Oculomotorius betroffen waren, ein Mal blieb jedoch der Sphincter 
pupillae verschont, während die Accommodation noch mit betroffen war, und 
ein Mal blieb lediglich der Levator palpebrae frei. Bei der Beteiligung 
aller Oculomotoriusäste war fast immer ein basaler Prozeß durch die 
Sektion nachgewiesen oder auf Grund der sonstigen klinischen Erscheinungen 
anzunehmen. Aber auch bei den Kranken mit nur partieller einseitiger 
Oculomotoriusparese zeigte sich noch in einem erheblichen Prozentsatz 
basale Ursache. 

Nur gelegentlich war isolierte Ptosis der Ausdruck einer basalen 
Oculomotoriusaffektion in unserer Beobachtungsreihe, nach den Mitteilungen 
in der Literatur soll das etwas häufiger vorkommen (Virchow, Duncan, 
Oppenheim, Koeppen, Wagner, Wilbrand und Sänger). 

Beim genaueren Studium der einschlägigen Fälle jedoch kann man 
sich der Ansicht kaum verschließen, dass zumal bei einigen älteren Be- 
obachtungen die Funktionsprüfung intra vitam nicht immer mit hinreichender 
Genauigkeit vorgenommen worden ist, und dass gelegentlich neben der 
Ptosis Störungen in anderen Asten des Nerven übersehen worden sind. Das 
Vorkommen einer isolierten Ptosis bei basaler Oculomotoriusaffektion muß 
als feststehend, aber als sehr selten angesehen werden. 

Eine isolierte Ptosis durch Läsion der Hirnrinde scheint bei der Hirn- 
syphilis sehr selten vorzukommen, vielleicht sind die Fälle von Günther (173) 
und Dowse (125) in diesem Sinne zu deuten, wo ein gummöser Tumor in der 
Hirnrinde (Gegend der motorischen Begion) als Sektionsbefund ohne sonstige 
Veränderungen im Bereich des Oculomotorius angegeben wird, das eine 
Mal auf der gleichen, das andere Mal auf der entgegengesetzten Seite. 

Es erscheint mir nicht ausgeschlossen, dass die Ptosis auch durch die 
Steigerung des Hirndruckes gelegentlich bedingt sein kann und nicht gerade 
als Ausfallserscheinung von Seiten der Hirnrinde aufgefasst zu werden braucht, 



1082 XXII. Teil II. Uhthoff, 

etwa analog wie beim Hirntumor ja basale Augenmuskellähmungen durch 
Druck gelegentlich vorkommen können, ohne dass man deutliche Verände- 
rungen der Nerven an der Basis nachzuweisen im Stande ist. Ich bin im 
Ganzen auch der Überzeugung im Sinne Mauthner's, dass isolierte Ptosis 
bei intrakraniellen Erkrankungen und speziell auch bei Hirnsyphilis meistens 
als nucleär oder fasciculär bedingt angesehen werden muß. 

Die alleinige Lähmung der innern Augenmuskulatur (Ophthalmoplegia 
interna) wurde nur selten in dem Gesammtmaterial von Oculomotoriusaffektion 
bei Hirnsyphilis angetroffen (ca. 5^). Sektionsbefunde derartiger Fälle 
fehlen bisher, doch waren vereinzelte Beobachtungen wohl als basal bedingt 
anzusehen, so in einem unserer Fälle in Verbindung mit temporaler Hemi- 
anopsie (also Chiasmaerkrankung), doch war die Ophthalmoplegia interna 
zeitlich der Sehstörung vorangegangen und auch wieder geschwunden, so 
dass auch diese Beobachtung nicht als absolut beweisend gelten kann. 
Nach den bisherigen Erfahrungen besteht der Satz Mauthner's durchweg 
zu Recht, dass eine Ophthalmoplegia interna als eine nucleäre oder 
gelegentlich als eine fasciculäre aufzufassen ist, dagegen so gut wie gar 
nicht bei basalen syphilitischen Stammerkrankungen des Oculomotorius 
beobachtet wird. Im ganzen aber ist die isolierte Ophthalmoplegia interna 
nach unsern Untersuchungsresultaten eine relativ seltene Komplikation der 
eigentlichen Hirnsyphilis. Sie tritt erheblich häufiger isoliert auf syphili- 
tischer Basis ohne cerebrale Komplikationen oder mit tabischen resp. 
paralytischen Symptomen zusammen oder als Vorläufer derselben in die 
Erscheinung. 

Analog gestalten sich die Verhältnisse für die isolierte Lähmung der 
äußeren vom Oculomotorius versorgten Muskeln ohne Beteiligung des 
Sphincter pupillae und der Accommodation; nur in "&% aller von uns zu- 
sammengestellten Fällen von Oculomotoriuslähmung bei Hirnsyphilis ließ 
sich das nachweisen und zwar bei Fällen von einseitiger Oculomotorius- 
läsion mit gekreuzter Kürperlähmung. 

Die typische periodisch rezidivierende Oculomotoriuslähmung scheint mit 
Hirnsyphilis Nichts zu tun zu haben, wenigstens ist unter den bisherigen 
Sektionsbefunden kein beweisender Fall und auch bei unserem Gesammt- 
material hat sich ein solcher nicht gefunden. 

3. Die einseitige Oculomotoriuslähmung mit gekreuzter 
Körperlähmung. In h% unserer Beobachtungsreihe fand sich die ein- 
seitige Oculomotoriusaffektion mit gekreuzter Körperlähmung, und in drei 
dieser Fälle, von denen allerdings nur einer zur Autopsie kam, mußte der 
Sitz der Erkrankung wohl sicher in typischer Weise an der Basis lokalisiert 
angenommen werden (Gegend des Oculomotoriusaustritts und des betreffenden 
Hirnschenkels resp. des vordem Ponsabschnittes). Nur einmal ergab die 
Sektion, als Ursache zwei verschieden lokalisierte Krankheitsherde (basale 



Augensymplome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1083 

Oculomotoriusstammerkrankung und gummöse Geschwulstentwicklung im 
vordem Drittel des Thalamus opticus fast bis in die innere Kapsel hinein- 
reichend). Ein solches Zusammentreffen scheint im Ganzen sehr selten 
zu sein, und es fand sich in dem zusammengestellten Sektionsmaterial 
aus der Literatur nur ein Mal (Kopczynski, basale gummöse Degeneration 
des Oculomotorius und zwei Erweichungsherde in der inneren Kapsel 
derselben Seite). In den übrigen Fällen (Wagner 33, Duchek 34, Hugh- 
lings-Jackson, Dörgens, Bristowe, Findeisen 154, Herxheimer, Dowse125, 
Alexander, Leyden, Pick, Cassirer, Moeli u. A.) lagen in über der Hälfte 
der Fälle gummöse Neubildungen in der Gegend des Hirnschenkels resp. des 
vorderen Abschnittes des Pons und fast ebenso oft Erweichungsherde in 
derselben Gegend zu Grunde. 2 mal fand sich ein syphilitischer Tumor in 
einer Großhirnhemisphäre, die Gegend der RoLANDo'schen Furche resp. das 
obere Drittel der Centralwindungen einnehmend. Die Hemiplegie der ent- 
gegengesetzten Körperhälfte erklärte sich wohl zwanglos aus einer derartigen 
Lokalisation des Krankheitsherdes, aber auch für die gleichseitige Mit- 
beteiligung des Oculomotorius konnte nach den Angaben im Sektionsbefund 
eine andere Ursache nicht nachgewiesen werden. 

In einer ganzen Anzahl dieser Fälle zeigte sich die basale Natur des 
Prozesses in der Mitbeteiligung einer Reihe anderer basaler Hirnnerven 
(Opticus, Abducens, Trochlearis, Trigeminus, Acusticus, Olfactorius und 
Facialis). Im Ganzen aber schien die Mitbeteiligung anderer Gehirnnerven 
nicht so häufig zu sein, wie bei den andern vorhin aufgeführten Gruppen 
der Oculomotorius-Paresen. In den meisten Fällen waren alle Äste des 
betreffenden Oculomotorius ergriffen, dagegen zeigte sich auch gelegentlich 
das Intaktbleiben der innern Augenmuskulatur (Hughlings-Jackson, Uhthoff). 
Diese Tatsache wurde erklärlich in den betreffenden Fällen durch den aus- 
gesprochenen fascikulären Charakter der Oculomotoriusaffektion im Sinne 
Mauthners. 

Eine isolierte einseitige Ptosis war ebenfalls gelegentlich zu verzeichnen 
(Duchek, Rosenthal, Bristowe 152) und fand wohl ihre Erklärung des- 
gleichen in einem fascikulären Ergriffensein der betreffenden Fasern; jeden- 
falls, glaube ich, ist die Tatsache nicht befremdend, dass bei der gekreuzten 
Oculomotorius- und Kürperlähmung mit dem Sitz des Krankheitsherdes in 
der Hirnschenkel- und vorderen Ponsgegend schon öfters derartige isolierte 
Astaffektionen des III. Nerven vorkommen, da die Vereinigung der Nerven- 
fasern aus dem ausgedehnten Kerngebiet doch erst beim Austritt an der 
Basis zu einem geschlossenen Stamm stattfindet. 

Die nachstehende tabellarische Übersicht erscheint mir geeignet, dem 
Leser einen Einblick in die verschiedenen Kombinationen der Funktions- 
störung im Bereich der einzelnen Oculomotoriusäste zu geben und ebenso 
in deren Ursachen. Der kleinere Teil der benutzten Fälle wurde nicht 



1081 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Tabelle über die Funktionsstörungen im Bereich der Nervi oculomotorii 
bei 90 Fällen von Ilirnsyphilis mit Oculomotoriusaffektion. 



Die affizierten Zweige des 
Oculomotorius. 



37Fälle einseitiger Oculomotorius- 
affektion ohne gekreuzte Körper- 
lähmung. 



16 Fälle einseitiger 
Oculomotoriusaffek- 
tion mit gekreuzter 
Körperlähmung. 



37 Fälle doppel- 
seitiger Oculomo- 
toriuslähmung. 



9. 
10. 
11. 

12. 

13. 

14. 

15. 
16. 

17. 
18. 



Alle Zweige des Oculo- 
motorius betroffen 



NurAllektion ilerZweige 
für die äußeren Augen- 
muskeln 

Nur die innere Augen- 
muskulatur (Ophthal- 
moplcgia interna) 

Alle Äste und Akkom- 
modation, Sphincter 
pupillae intakt 

Alle Äste des Oculomo- 
torius mit Ausnahme 
des Levator palpebrae 

Isolierte Ptosis 



LevatorpalpeLrae, Rec- 
tus inferior und internus 

Rectus internus, Sphinc- 
ter pupillae und Ak- 
kommodation 

Rect. internus u. super. 

Rect. internus u. inferior 

Lev. palpebr. u. innere 
Augenmuskulatur 

Rectus internus und in- 
nere Augenmuskulatur 

Rectus inferior und in- 
nere Augenmuskulatur 

Levator palpebrae und 
rectus superior 

Isolierter Rect. superior 

Levator palpebrae und 
Rectus internus 

Nur angegeben: par- 
tielle Parese des Ocu- 
lomotorius 

Keine Funktionsstörung 
bei deutlichen anatomi- 
schen Veränderungen 



19 mal ; 14 mal basale Ur- 
sache, 2 mal Arterienver- 
änderungen, 2mal Ursache 
unsicher) 



2mal (1 mal basal, 1 mal 
wohl nuklear) 

1 mal (unbestimmter Sitz der 
Ursache) 

I mal (unbestimmter Sitz der 
Ursache) 

Smal (3 mal basal, 4 mal un- 
sicher, 1 mal Läsion d. ent- 
gegengesetzten Hirnrinde) 

1 mal Nasal) 



1 mal (basal) 



3 mal (1 mal basal, 2 mal un- 
bestimmt) 

1 mal (basal) 



1 mal Oculomotorius 
grau verfärbt) 



blaß- 



8 mal 2 mal basal, 
6mal faseikulär; 
(4mal Hirnschen- 
kel, 2 mal Pons- 
affektion)] 

3 mal (t mal basal, 
2 mal faseikulär) 



4 mal (3 mal fasei- 
kulär, t mal Tu- 
mor d. Hirnrinde 



1 mal Syphilom 
der Hirnrinde 
(Druckwirkung?) 



3:; mal (3 3 mal ba- 
sal, 2 mal Sitz 
derUrsache nicht 
sicher) 



3 mal (unsichere 
Lokalisation) 



4 mal (stets basal) 



1 mal (basal) 

1 mal (basal) 

3 mal (2 mal basal, 
1 mal unbestimmt) 



Smal (basal) 

2 mal (basal) 
2 mal (basal) 

4 mal unbestimmt) j 



imal basale anat.- 
perineuritische i 
Veränderungen) 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1085 

durch Autopsie kontrolliert, soweit dieselben meiner BeobachtuDgsreihe von 
1 00 Fällen angehören, daher die gelegentliche Unsicherheit inbetreff des 
Sitzes der pathologischen Veränderungen. Aus der Literatur wurden nur 
Sektionsfälle berücksichtigt. Auf einzelne Punkte, wie z. B. das relativ 
häufige Vorkommen der isolierten Ptosis, bin ich früher schon eingegangen. 
Dieselben kamen hauptsächlich auf die aus der Literatur gesammelten 
Sektionsfälle, und ich möchte wohl glauben, dass hier zuweilen gleich- 
zeitige Alterationen anderer Äste des Oculomotorius übersehen worden 
sind. Des Weitern, glaube ich, erübrigt es sich der Tabelle noch weitere 
Erläuterungen hinzuzufügen. 

Eine Statistik über 50 genauere Sektionsbefunde über die anatomischen 
Oculomotorius Veränderungen bei Hirnlues ergibt folgendes: 



1. Neuritis und Perineuritis gummosa mit und ohne begleitende 
Meningitis basalis 18 mal 

a) Mit Meningitis basalis 10 mal 

b) Ohne Meningitis basalis 8 mal 

2. Direkte Druckläsion der Nervenstämme durch die syphilitischen 
Neubildungen 17 mal 

3. Völliges Aufgehen der Nervenstämme in benachbarte gummöse 
Neubildungen 8 mal 

4. Einfache Atrophie des Oculomotorius 4 mal 

5. Arteriitis syphilitica 1 mal 

6. Verdickung der Arteria basilaris und Granulationsbildung im 

IV. Ventrikel und im Aquaeductus Sylvii 1 mal 

7. Direkte syphilitische Muskelaffektion 1 mal 

B) Daten über die Abducensaffektionen. 

1. Die doppelseitige Abducensaffektion ist auf dem Gebiete der Hirn- 
syphilis eine relativ häufige Erkrankung (1 1 X unserer 100 Fälle) und sie 
übertrifft hier erheblich das Vorkommen der einseitigen Erkrankung. Bei 
dem aus der Literatur zusammengestellten Sektionsmaterial verhält sich die 
Sache wesentlich anders, das Verhältnis der doppelseitigen zur einseitigen 
ist hier ungefähr wie 1 : 4. Ziehen wir das Besultat aus dem berück- 
sichtigten Gesammtmaterial, so verhält sich die doppelseitige Abducens- 
lähmung zur einseitigen mit und ohne gekreuzte Körperlähmung noch immer 
wie ca. 1 : 1,5. Es bleibt somit die doppelseitige Erkrankung dieses Nerven 
auf dem Gebiet der Hirnsyphilis ein unverhältnismäßig häufiges Vorkommnis 
(Ziemssen, Dowse, Buttehsack, Tassi 202, Gajkiewicz 271, Oppenheim, 
Siemerling, Uhthoff, Hänel, Hoppe 281, Gianulli U.A.), wenn sie auch 
relativ etwas seltener auftritt als die doppelseitige Oculomotoriuslähmung. 
Durchweg war die Lähmungsursache der doppelseitigen Abducensaffektion 



1086 XXII. Teil II. Uhthoff, 

als eine basale anzusehen, wofür oft auch schon die begleitenden Erscheinungen 
von Seiten der übrigen Hirnnerven [Optici (56^), Oculomotorii (37^), 
Trochleares (18 %), Trigeminus (12^), Acusticus (3#), halbseitige Kürper- 
lähmung (18^)] sprechen. Die hinteren Hirnnerven waren relativ selten 
dabei beteiligt, etwas häufiger noch der Nervus facialis, eine Mitbeteiligung 
des Olfactorius wurde fast niemals nachgewiesen; ein Umstand, der wohl 
erklärlich ist, da sich bei diesen Fällen die Krankheitsprodukte mehr an 
dem hintern Teil der Gehirnbasis finden und in der Regel nicht bis auf 
den allervordersten Teil übergreifen. 

2. Die einseitige Abducenslähmung ohne gekreuzte Kürper- 
lähmung (Essmarch und Jessen, Dixon, vom Graefe, Wagner, Charcot und 
Gomiiauf.t 64, Ramskill, Rosenthal, Chvostek, Baumgarten, Henschen, 
Henry Power, Giannulli, Spitzka, Tooth, Lloyd 426, Nonne, Finkelnburg, 
Homen, Henneberg u. A.) war auf Grundlage des Gesamtmaterials ungefähr 
ebenso häufig wie die doppelseitige. Auch hier konnte in der größern 
Hälfte der Fälle die Ursache als eine basale sicher nachgewiesen werden 
sowohl durch die Sektion als durch die begleitenden Erscheinungen. Der 
Opticus resp. die optischen Leitungsbahnen an der Basis cerebri waren im 
Ganzen in etwas über der Hälfte der Fälle ergriffen, der Oculomotorius 
sogar in 2 / 3 , der Trochlearis in 25%, der Trigeminus in 45^" (stets ein- 
seitig), Acusticus in 12^, der Facialis in 1'i%, die letzten Hirnnerven sehr 
selten und ebenso der Olfactorius fast gar nicht. 

3. In Betreff der einseitigen Abducenslähmung mit contra- 
lateraler Körperlähmung ist zunächst eine große Differenz in der 
Häufigkeit des Vorkommens zwischen unserem und dem aus der Literatur 
gesammelten Sektionsmaterial zu konstatieren. In unserer Untersuchungs- 
reihe von 100 Fällen war nur 1 mal einseitige Abducenslähmung mit gekreuzter 
Kürperlähmung vorhanden, und ich glaube demnach, dass diese Affektion 
auf dem Gebiete Hirnsyphilis als eine relativ seltene zu betrachten ist. Die 
verhältnismässig größere Anzahl derartiger in der Literatur mitgeteilter 
Sektionsfälle (Engelstedt 29, Lautenbach 86, Nothnagel, Alexander, Rosenthal, 
Buss 190, Ballet 111, Bristowe, Rühle, Pasquale Ferraro 175e, Fr. Pick, 
Giannulli, Moeli und Marinesco 276 u. A.) glaube ich, erklärt sich im 
Wesentlichen wieder aus dem Umstände, dass diesen Fällen ein ganz 
besonderes Interesse entgegengebracht wurde und deren Mitteilung deshalb 
relativ viel häufiger erfolgte. 

Durchweg handelte es sich um eine Ponsaffektion und zwar besonders 
im hintern Abschnitt. Die Form der Komplikationen von Seiten anderer 
Hirnnerven gestaltet sich anders als bei den beiden ersten Gruppen; der 
Sehnerv ist fast gar nicht mehr mitbetroffen, der Oculomotorius auch 
relativ selten, der Trochlearis gar nicht, der Trigeminus selten, relativ häufig 
aber der Facialis. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1087 

Es ist im Ganzen als ein seltenes Ereignis auf dem Gebiete der Hirn- 
syphilis zu bezeichnen, dass der Abducens allein ohne Mitbeteiligung von 
Seiten anderer Hirnnerven befallen ist. 

Die nukleare Abducenslähmung scheint bei der eigentlichen Hirnsyphilis in 
dem früher definierten Sinne sehr selten vorzukommen, in unserem gesammten 
berücksichtigten Material ist sie eigentlich in keinem Falle sicher nachgewiesen. 
In den bei Weitem meisten Fällen ist die Ursache eine basale und in zweiter 
Linie eine intracerebrale durch Ponsaffektion. Besonders bemerkenswert ist 
in dieser Hinsicht die Beobachtung von Hoppe (281), wo bei doppelseitiger 
Abducens- und Facialislähmung sich akute Bulbärparalyse und Lähmung aller 
vier Extremitäten entwickelte auf Grundlage von ausgesprochenen gummösen 
Veränderungen der Arteria basilaris mit sekundärer Alteration des Pons. 

Abducenslähmung durch Einschnürung der anliegenden erkrankten 
Hirnarterien im Sinne Türcks u. A. konnte in unserem Gesamtmaterial nicht 
sicher nachgewiesen werden. 

C) Über die Trochlearisaffektion bei Hirnsyphilis. 

In unserm Beobachtungsmaterial war der Trochlearis in 5^ mit- 
betroffen, es ist das im Verhältnis zum Opticus, Oculomotorius und Ab- 
ducens relativ selten. Etwas häufiger fand sich eine Trochlearisbeteiligung 
in dem herangezogenen Sektionsmaterial aus der Literatur (v. Ghaefe, 
Friedreich 10, Ziemssen, Wagner, Thomas, Treitel und Baumgarten, Henry 
Power, Böttiger, Siemerling 228, Lannois und Porot, Kohn 392, Lloyd 426, 
Bouman, Cassirer, Homen 420 u. A.). In allen unseren Beobachtungen sowie 
in den herangezogenen Sektionsfällen aus der Literatur ist der Trochlearis 
nie isolirt ergriffen, sondern eine Reihe der übrigen Hirnnerven ist durch- 
weg ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Am häufigsten ist der Oculomotorius 
gleichzeitig mitbetroffen, fast in allen Fällen, in zweiter Linie die Optici 
resp. die basalen optischen Leitungsbahnen in über 2 / 3 der Beobachtungen, 
in dritter Linie der Abducens in ca. 30 %, oft doppelseitig und annähernd 
ebenso häufig Acusticus, Facialis und Trigeminus. In verschiedenen Fällen 
war die Trochlearislähmung eine Componente der totalen Ophthalmoplegie. 
Der anatomische Sitz der Lähmungsursache war durchweg basal, und zwar 
handelte es sich meistens um basale syphilitische Prozesse, welche die Hirn- 
nerven und mit ihnen den Trochlearis schädigten. Gelegentlich scheint 
auch die Trochlearislähmung durch Fernwirkung bei Sitz der syphilitischen 
Neubildungen in den Hemisphären entstehen zu können (H. Power), selten 
auch durch Kernalteration, wie in dem Fall von Bouman, wo Hirnsyphilis 
sich mit Polioencephalitis superior und inferior komplizierte. Direkte neu- 
ritische Alterationen der Trochlearisstämme scheinen ebenfalls sehr selten 
zu sein (Lannois und Porot, Thomas) und ebenso intramedulläre Wurzel- 
affektion (Cassirer 391). 



1088 XXII. Teil IL Uhthoff, 

Eine intracerebrale und nukleare Erkrankung scheint jedenfalls sehr 
selten die Ursache für eine Trochlearisaffektion bei Hirnsyphilis abzugeben, 
und auch eine Affektion im Hirnschlitz und im Bereich des Velum medulläre 
anticum im Sinne v. Pfungens, der auf diese Entstehungsmüglichkeit bei 
Meningitis, spec. der tuberculösen, hingewiesen hat, scheint bei der Hirn- 
syphilis kaum beobachtet zu sein. 

Dass die Trochlearislähmung auf dein Gebiete der Hirnsyphilis relativ 
selten ist, wird auch von andern Beobachtern (Rumpf, Wernicke u. A.) 
hervorgehoben, wenn auch zugegeben werden muß, dass gerade die Troch- 
learislähmung wegen einer gewissen Schwierigkeit der Diagnose wohl 
häufiger intra vitam übersehen worden ist. Jedenfalls ist eine isolierte 
Trochlearisaffeklion ohne Komplikation mit andern Hirnnervenlähmungen 
kaum jemals zu verzeichnen bei Hirnsyphilis, was ja auch bei der topo- 
graphischen Lage des Nerven und seiner besonderen Verlaufsweise erklär- 
lich erscheint. 

Das doppelseitige Befallenwerden beider Nervi trochleares ist bei der 
Hirnsyphilis recht selten (v. Graefe, Hohen, Böttiger u. A.), und gleichzeitig 
waren hierbei andere basale Hirnnerven beteiligt. Eine isolierte doppelseitige 
Trochlearislähmung ist eigentlich wohl nur denkbar, wie auch Mauthner 
mit Recht hervorhebt, bei einer Kernläsion und vor Allem bei einer Läsion 
im Velum medulläre anticum, in dem sich die austretenden Trochlearis- 
stämme kreuzen. Beides scheint aber gerade bei Hirnsyphilis sehr selten 
vorzukommen. 

D) Über die Affektion des Trigeminus bei Hirnsyphilis. 

§ 210. In \k% meines Beobachtungsmaterials fand sich der Trige- 
minus beteiligt, also fast so häufig wie der Nerv, abducens. Die klinische 
und anatomische Diagnose lautete in diesen Fällen durchweg auf einen 
basalen syphilitischen Prozeß. Von den übrigen basalen Hirnnerven waren 
am häufigsten mitbeteiligt die Optici resp. die basalen optischen Leitungs- 
bahnen (in 80%), sodann der Facialis (in 56#), Oculomotorius und Ab- 
ducens (in 43.%), Acusticus (in 36#), Olfactorius (in li#) und Trochlearis 
(in 7 %). Nur einmal sah ich in meinen 100 Fällen Keratitis neuroparaly- 
tica bei Trigeminusaffektion. Die Trigeminusalteration war stets einseitig. 
Auch nach dem Sektionsmaterial aus der Literatur ist doppelseitige Trige- 
minusaffektion bei Hirnsyphilis recht selten (Leudet, Lloyd, Babinski und 
Nageotte 550, v. Bechterew u. A.), und doppelseitige Keratitis neuroparaly- 
tica scheint nur von Leudet beobachtet zu sein. 

Bei dem aus der Literatur herangezogenen Sektionsmaterial (Leudet, 
Virchow, Friedreich 1 0, Essmarch und Jessen, Dixon, v. Graefe, Westphal, 
Basiskill, H.Power, Duncan, Broadrent, IIuguenin 75, Chvostek, Genkin 177, 
Rüble, Wagner, Rosenthal, Lautenbach, Duchek, Oppenheim, Pick, Siemerling, 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1089 

Nonne, Tooth, Bouman 554, Cassirer, Lloyd, Reeling Brouwer, Babinski 
und Nageotte 550, v. Bechterew 551, Tbomas 749, Wilbrand und Sänger 
u. A.) gestaltet sich die Mitbeteiligung der übrigen basalen Hirnnerven ähn- 
lich, wie bei unserer Untersuchungsreihe, nur scheinen hier gelegentlich 
Sehstörungen übersehen zu sein, da inbetreff der Opticus- und basalen Seh- 
bahnen-Beteiligung der Prozentsatz bei dem Literaturmaterial etwas geringer 
ist als bei dem unserigen. 

Eine Trigeminuslähmung lediglich als Drucklähmung bei entfernt in 
den Hemisphären sitzenden Tumoren scheint bei Hirnsyphilis sehr selten 
zu sein, dagegen ist direkte Ponserkrankung gewöhnlich in Verbindung mit 
basalen meningitischen Veränderungen in ca. 25^ der Fälle vorhanden. 
Auf die mittlere Schädelgrube beschränkte sich der basale syphilitische 
Prozeß in ca. 13^, eine direkte basale syphilitische Erkrankung der 
Nervenstämme war auch in ca. 13^ der Fälle mit Trigeminusaffektion 
vorhanden. 

Es muß als ein seltenes Vorkommnis bezeichnet werden, dass der 
Nervus trigeminus bei Hirnsyphilis von den basalen Hirnnerven isoliert erkrankt. 
Ich konnte dies in meiner Beobachtungsreihe von 100 Fällen garnicht 
konstatieren, auch in der Literatur sind die Beobachtungen relativ selten 
(Chvostek, Genkin, Huguenin, Pick, Alexander u. A.). Um eine primäre 
Kernerkrankung des Trigeminus scheint es sich bei Hirnsyphilis fast niemals 
zu handeln, Erkrankung der aufsteigenden oder absteigenden Trigeminus- 
wurzel wurde gelegentlich nachgewiesen (Siemerling, Cassirer, Thomas u. A.). 

Die gekreuzte Körperlähmung mit einer gegenseitigen Trigeminusaffektion 
ist ebenfalls selten (Rühle, Wagner, Rosenthal, Lautenbach, Duchek, Fr. Pick 
u. A.) und beruhte durchweg auf syphilitischer Ponserkrankung, gelegent- 
lich fand sie eine andere Erklärung (z. B. 2 getrennte Herde: Erweichungs- 
herd in der rechten innern Kapsel und Gummibildung am Austritt des 
rechten Nervus trigeminus) (Wagner). Ich habe bei meinen 100 Fällen 
Trigeminusaffektion mit gekreuzter Kürperlähmung nicht konstatieren können, 
jedenfalls doch ein Beweis für ihre Seltenheit. 

Die Keratitis neuroparalytica fand sich in meiner Beobachtungs- 
reihe von 100 Fällen, wo der Trigeminus 1 4 mal beteiligt war, nur 1 mal 
in Folge von ausgedehntem basalen gummösen Prozeß. Es ist dies ein 
auffallend geringer Prozentsatz und derselbe kontrastiert mit den sonstigen 
Angaben in der Literatur. Ich möchte mich hier auf die statistischen 
Zusammenstellungen vor Allem von Wilbrand und Sänger 1901 über Sektions- 
befunde berufen. Ihre Zusammenstellungen ergaben Keratitis neuroparalytica 
bei Gummigeschwülsten (Genkin, Westhoff), bei gummösen Neubildungen 
in Verbindung mit basaler gummöser Meningitis (Power, Walter); bei 
basaler gummöser Meningitis (Hitschmann 320, Leudet, Labarriere 98, 
Pick, Ramskill 41, Rühle, Stedtmann und Edes, Westphal, Wagner, 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 69 



1090 XXII. Teil II. ühthoff, 

Blessig 72); bei Trigeminusläsion in Folge von Hämorrhagien und Er- 
weichungen mit Arteriensyphilis (P. Meyer, Graff). Unter den letzteren Be- 
dingungen scheint somit Keratitis neuroparalytica sehr selten zu sein und 
dieselbe kommt bei Apoplexien, welche nicht auf Arteriensyphilis beruhen, 
so gut wie gar nicht vor. Am häufigsten führt zweifellos die basale 
gummöse Meningitis zu dieser Hornhauterkrankung. Die Gesammtstatistik 
von Wilbrand und Sanger ergibt für die Sektionsfälle: 

Bei basaler gummöser Meningitis 22 Fälle, 1 1 mal Keratitis neuroparalytica 
» solitären Gummata 18» 4 » » » 

» Arteriensyphilis 6 » 2 > » » 

Also in 37 % dieser Trigeminusaffektionen bei Hirnsyphilis mit Sektions- 
befund kam es zur Keratitis neuroparalytica. Es ist hier eine erhebliche 
Differenz mit unserm eigenen Sektionsmaterial (1 mal Keratitis neuropara- 
lytica bei 17 Sektionen und \k% Trigeminusläsionen bei 100 Fällen von 
Hirnsyphilis) nicht zu verkennen. 

Eine doppelseitige Keratitis neuroparalytica bei beiderseitiger Trigeminus- 
läsion in Folge von Hirnsyphilis, wie in der Beobachtung von Leudet, scheint 
nur ganz vereinzelt beobachtet zu sein. 

Durchweg ging die Keratitis neuroparalytica mit Anästhesie im Bereich 
des I. Astes des Trigeminus einher, nachdem gelegentlich eine Hyperästhesie 
voraufgegangen war (Rühle, Wagner, P. Meyer u. A.). Sehr selten ist 
jedenfalls das Vorkommen dieser Erkrankung ohne Sensibilitätsstörungen, 
mir erscheint auch in dieser Hinsicht der GRAFF'sche Fall (Graff, Ein Fall 
von Hemiatrophia facialis progressiva, verbunden mit neuroparalytischer 
Ophthalmie. Dorpat 1 886.) nicht sicher, und eine andere sichere Beobachtung 
habe ich nicht auffinden können. 

Dass gelegentlich Keratitis neuroparalytica bei Hirnsyphilis schon ein- 
treten kann, während noch Hyperästhesie besteht, beweisen die Fälle von 
Genkin, Pick u. A. 

Eine gleichzeitig bestehende Ptosis in Folge von Oculomotoriuslähmung 
ist jedenfalls nicht immer im Stande, den Eintritt einer Keratitis neuro- 
paralytica zu verhindern, wie die Beobachtungen von Westphal und auch 
wohl die von Lecdet, Power, Wagner u. A. zeigen, wenn auch im Sinne 
v. Graefe's zuzugeben ist, dass eine mit der Trigeminuslähmung gleichzeitig 
bestehende Ptosis geeignet ist, dem Eintritt der Hornhauterkrankung bis 
zu einem gewissen Grade schützend entgegen zu wirken. 

Bei der Keratitis neuroparalytica in Folge von Trigeminusläsion durch 
Hirnsyphilis ist der Krankheitsprozeß durchweg basal gelegen mit direkter 
Läsion des Nerven. Es gehört jedenfalls schon- zu den großen Ausnahmen, 
wenn, wie in dem Fall von Power, syphilitische Geschwülste der Großhirn- 
hemisphären durch Raumbeengung in der Schädelhöhle und basale Druck- 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1091 

Wirkung auf den Trigeminus sowie die meisten Hirnnerven derselben Seite 
zur Lähmung des Nerven (ohne anatomische Veränderungen desselben) und 
Keratitis neuroparalytica führten. 

E) Nystagmus und nystagmusartige Zuckungen bei Hirnsyphilis. 

§ 211. Der eigentliche typische Nystagmus war bei unserer Be- 
obachtungsreihe von 100 Fällen von Hirnsyphilis eine seltene Erscheinung 
(2^). Der syphilitische Prozeß war in beiden Fällen ein ausgedehnter und 
komplizierter (Meningitis gummosa, Hydrocephalus internus, Endarteriitis 
syphilitica u. s. w.), so dass es nicht möglich war, gerade eine bestimmte 
Herdläsion für den Nystagmus verantwortlich zu machen. Noch seltener 
waren die Angaben bei den berücksichtigten Sektionsfällen aus der Literatur. 
Auch hier war eine sichere Feststellung der Läsion, welche gerade den 
Nystagmus verschuldete, nicht möglich; 1 mal lag zugrunde Meningoen- 
cephalitis der Convexität und Endarteriitis der Rindengefäße mit hämor- 
rhagischem encephalitisehen Herd in der linken dritten Stirnwindung (Tugend- 
reich), 1 mal »acute disseminierte Myelitis bulbi nebst Encephalitis« mit einem 
Herd in der Haube des hinteren Hirnschenkelabschnittes und der vorderen 
Hälfte der Brücke (Buss), und 1 mal symmetrische gummöse Erkrankung beider 
Oculomotoriusstämme neben syphilitischen Veränderungen der Hirnarterien, 
besonders der Arteria basilaris. Im Ganzen fand sich bei ca. *&% eigent- 
licher acquirierter Nystagmus bei Hirnsyphilis, was als ein sehr geringer 
Prozentsatz bezeichnet werden muß, namentlich z. B. der disseminierten Herd- 
sklerose gegenüber, wo ich bei einer Untersuchungsreihe von 100 Fällen in 
12^ eigentlichen Nystagmus nachweisen konnte. Für die relative Seltenheit 
des Nystagmus bei Hirnsyphilis möchte ich an dieser Stelle auch noch an 
mein früheres Beobachtungsmaterial aus der ScHöLEß'schen Klinik verweisen, 
welches von Niedergesäss zusammengestellt wurde. Derselbe fand auf 20000 
Augenkranke 130 Fälle von Nystagmus, davon waren 120 angeboren resp. in 
frühster Kindheit erworben, nur 1 Fälle betrafen Nystagmus, der im spätem 
Alter acquiriert wurde, und hierunter war Hirnsyphilis 1 mal die Ursache. 

Etwas häufiger konnten nystagmusartige Zuckungen in den 
Endstellungen in unsern 100 Fällen von Hirnlues nachgewiesen werden (§%). 
Es handelt sich hier durchweg um basale Hirnsyphilis, und meistens waren 
die Augenmuskelnerven in ausgedehnterem Maße in Mitleidenschaft gezogen. 
6% ist z. B. auch wieder der disseminierten Sklerose (mit 46^ nach meinen 
Erfahrungen) gegenüber sehr wenig und, da diese Bewegungsanomalie auch 
sonst bei vielen Erkrankungen des Nervensystems beobachtet wird, (vgl. 
Kapitel disseminierte Herdsklerose S. 37I) so kommt ihr eine besondere dia- 
gnostische Bedeutung auf dem Gebiete der Hirnsyphilis nicht zu. In den 
Mitteilungen aus der Literatur finden sich fast gar keine Angaben über 



diesen Punkt, er ist offenbar wenig beachtet worden. 



69* 



1092 XXII. Teil II. Uhthoff, 

F) Die konjugierte Abweichung der Augen (Deviation conjuguee). 

Die konjugierte Abweichung der Augen (Deviation conjuguee) habe ich 
bei unseren 100 Fällen nur 1 mal angetroffen. Die Abweichung der Augen 
ging nach rechts, gleichzeitig bestand eine rechtsseitige Körperlähmung mit 
Kontraktur und linksseitige Hemianopsie. Der Fall kam nicht zur Autopsie. 

Auch bei dem aus der Literatur herangezogenen Sektionsmaterial wurde 
das Symptom der Deviation conjuguee in nur ungefähr 1% der Fälle be- 
obachtet. In 4 Fällen, wo ein Großhirnprozeß die Ursache für die konju- 
gierte Abweichung der Augen abgab, erfolgte dieselbe nach der Seite der 
Hirnläsion hin (Tiling, Gilles de la Tourette, Leclerc 197, Schaffer 709). 
Der Gehirnprozess bestand 2 mal in einem ausgedehnten oberflächlichen Er- 
weichungsvorgang der einen Großhirnhemisphäre, wobei auch die motorische 
Region in Mitleidenschaft gezogen war, 1 mal lag eine Gummigeschwulst in 
der linken dritten Stirn windung vor, den Paracentrallappen leicht bedrängend, 
und 1 mal Erweichung und Atrophie des Stirnhirns. In der Beobachtung 
von Bayerthal handelte es sich um JACKSON'sche Epilepsie mit Drehung der 
Augen und des Kopfes nach links bei MeniDgo-Encephalitis mit Schwarten- 
bildung am Pol des rechten Stirnhirns, hier war also entsprechend dem 
krampfartigen Vorgang die Ablenkung der Augen von dem Krankheitsherd 
weg gerichtet. 

In den beiden Fällen von Broadbent und Bristowe von Ponsaffektion 
(s. auch früher Ponserkrankung S. 568) zeigte sich die Ablenkung nach 
der dem Ponsherd entgegengesetzten Seite entsprechend den namentlich von 
Vulpian, Prevost, Landouzy, Grasset u. A. aufgestellten Sätzen. 

Die Deviation conjuguee der Augen ist somit auf dem Gebiete der 
Hirnsvphilis ein im Ganzen seltenes Vorkommnis, und es zeigt sich, dass 
sowohl Erweichungsprozesse , als auch wirkliche gummöse Geschwulst- 
bildungen der Gehirnsubslanz sowie auch meningitische Erscheinungen an 
der Konvexität einer Hemisphäre für die Entstehung der konjugierten Ab- 
weichung in Betracht kommen. Der letztere anatomische Faktor (menin- 
gitische Erscheinungen) dürfte wohl als der seltnere anzusehen sein. Im 
Übrigen haben unsere Untersuchungen Nichts ergeben, was mit den Forschungs- 
resultaten anderer Autoren über die konjugierte Abweichung und ihre 
diagnostische Bedeutung in Widerspruch stände. 



IV. Pathologische Erscheinungen von Seiten der Pupillen. 

§ 212. Zur richtigen Beurteilung der Pupillarerscheinungen bei Hirn- 
syphilis und ihrer diagnostischen Bedeutung erscheint es mir richtig, zuerst 
von einer einheitlichen grüßern Beobachtungsreihe auszugehen und zunächst 
meine Reihe von 1 00 Fällen in dieser Hinsicht zu analysieren. 



Augensympiome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1093 

1. Die typische reflektorische Pupillenstarre auf Licht mit 
erhaltener Konvergenzreaktion fand sich in \$% meiner Fälle 

a) Ohne sonstige funktionelle oder anatomische Veränderungen im 
Bereich der Nervi oculomolorii 4 mal [k%\ 

b) Mit anderweitigen funktionellen oder anatomischen Störungen der 
Oculomotorii 6 mal (6^). 



Es kommt somit die typische reflektorische Pupillenstarre auf Licht 
mit erhaltener Konvergenzreaktion bei der eigentlichen Hirnsyphilis viel 
seltener vor als bei gewissen andern Erkrankungen des Centralnervensystems, 
deren Ursprung wohl in erster Linie auch in der Syphilis zu suchen ist, 
die aber als metasyphilitische zu bezeichnen sind, so speziell bei der Tabes 
und der progressiven Paralyse, von denen die erstere in ca. 60 — 90^ 
und die letztere in ca 50^ typische reflektorische Lichtstarre aufweisen. 
Von den eigentlichen Hirnerkrankungen jedoch dürfte die Hirnsyphilis die- 
jenige sein, die mit ihren \$% noch am häufigsten zu dem Symptom der 
typischen reflektorischen Pupillenstarre führt. Bei Hirntumor, Hirnabscess, 
Blutungen, Erweichungen, Hydrocephalus, multipler Sklerose, Alkoholismus, 
Kopfverletzungen, Dementia senilis, Meningitis u. A. fand ich nach meinen 
Untersuchungen wohl gelegentlich das ARGYLL-RoBERTSON'sche Phänomen, 
aber jedenfalls erheblich seltener noch als bei der Hirnsyphilis. Hervor- 
zuheben als etwas Besonderes ist auch noch für unsere Untersuchungsreihe 
bei der typischen reflektorischen Pupillenstarre die relativ häufige Beteiligung 
einzelner Äste der Nervi oculomotorii, zum Teil aber waren auch an den 
betreffenden Augen mit Pupillenstarre früher ausgedehntere Lähmungs- 
erscheinungen im Bereich des Oculomotorius vorhanden gewesen, sie hatten 
sich aber so zurückgebildet, dass nur die Pupillenstarre bestehen blieb. 
Es scheint somit, als könne gelegentlich von einer frühern Oculomotorius- 
lähmung nur eine typische reflektorische Pupillenstarre mit erhaltener Kon- 
vergenzreaktion zurückbleiben. Eine genügende Erklärung für diese Thatsache 
zu geben, ist schwierig, und doch glaube ich, dieses Vorkommen gelegentlich 
sicher beobachtet zu haben, auch wenn ich von meinen Beobachtungen 
diejenigen abziehe , w-o gleichzeitig bestehende Tabes oder progressive 
Paralyse die reflektorische Pupillenstarre schon an und für sich zu erklären 
im Stande waren. 

Auch andere Autoren machen Mitteilungen über das Vorkommen des 
AitGYLL-RoBERTSON'schen Symptoms bei Hirnsyphilis: Cestan et Dupuy-Dutemps 
bei Meningitis syphilitica, AVolff bei einem Gumma der rechten Hirnhälfte 
und an der Grenze von Pons und Medulla oblongata, sowie im obern Hals- 
mark, Clarke Micdell betont das Vorkommen der reflektorischen Pupillen- 
starre bei Syphilis des Centralnervensystems, gleichzeitig aber auch ihre 
Seltenheit den parasyphilitischen Erkrankungen (Tabes, Paralyse) gegenüber, 



1094 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Crouzon bei Meningitis specifica, Kostemtsch (284) bei Hirnsyphilis mit klein- 
zelliger Infiltration des Hühlengraus im Gebiete des Oculomotoriuskernes und 
teilweiser Atrophie desselben, von Rad bei specifischer Endarteriitis, kleinen 
Erweichungsherden im Oculomotoriuskern und Encephalomeningitis chronica, 
Oppenheim u. A. 

Dass in einer Reihe von Beobachtungen von Hirnsyphilis die begleitende 
reflektorische Pupillenstarre nicht dem cerebralen Prozeß, sondern begleiten- 
den tabischen oder paralytischen Erscheinungen zuzuschreiben war, ist 
zweifellos, und die Mitteilungen von zahlreichen Autoren über das Zusammen- 
vorkommen von Hirnsyphilis und Tabes (Eisenlohr, Dejerine und Darkie- 
witsch, Rosenthal, Erb, Oppenheim, Hoffmann, Pusinelli, Reumont, Marinesco, 
Minor, Dinkler 377, Henneberg, Spiller und Camp 840, Tiedemann und 
Nambu 842, Uhthoff u. A.) lassen das ohne Weiteres erklärlich erscheinen. 

Auch die Fälle von sogenannter isolierter reflektorischer Pupillenstarre 
nach Syphilis (Finkelnbubg 603, Chvostek, Erb, Oppenheim, Nonne, Bumke 799, 
Moeli, Stolzenburg 159 u. A.) sind wohl sicher noch zum Teil zu den 
mit Tabes und Paralyse komplizierten zu rechnen und nicht lange genug 
beobachtet worden, um mit Sicherheit nachfolgende Veränderungen des 
Centralnervensystems auszuschließen. Dass Syphilis gelegentlich reflektorische 
Pupillenstarre dauernd als einzige Erscheinung im Gefolge haben kann, 
möchte ich nicht bezweifeln, zumal ich glaube, einige derartige sichere Fälle 
beobachtet zu haben; aber für sehr selten halte ich dieses Vorkommen. 

Auf die diagnostische Bedeutung der reflektorischen Pupillenstarre für 
eine syphilitische Ursache bei gewissen andern Leiden des Nervensystems 
(Idiotie, infantilem Schwachsinn, gewissen hereditären Erkrankungen mit 
Demenz und spastischen Erscheinungen) wird von verschiedenen Autoren 
mit Recht hingewiesen (König, Homen, Vizioli u. A.). 

2. Das Fehlen der Pupillarreaktion auf Licht und Kon- 
vergenz sah ich in meinen 100 Fällen in h% und hierbei auch wieder mit 
Beteiligung anderer Oculomotoriusäste 2 mal und 2 mal ohne eine solche. 
In einem Falle bestand doppelseitige Ophthalmoplegia interna und ein Mal 
einseitige. 

Das Auftreten der eigentlichen isolierten Ophthalmoplegia interna (Läh- 
mung des Sphincter pupillae und der Accommodation) bei Hirnsyphilis ist, 
meines Erachtens, recht selten, nur in t% meiner Beobachtungen. Dieselbe 
ist ja zweifellos in erster Linie auf frühere syphilitische Infektion zurück- 
zuführen (Alexander u. A.), kann aber relativ oft eine isolierte, für sich be- 
stehende Erscheinung bleiben oder zum Teil auch eine voraufgehende resp. 
komplizierende Erscheinung der Tabes und der Paralyse werden. Letzteres 
ist an und für sich kein häufiges Ereignis, aber immer noch häufiger auf diesem 
Gebiete als bei der eigentlichen Hirnsyphilis (vgl. Kapitel Tabes S. 243). 
Dass gelegentlich die nukleare Affection der Ophthalmoplegia interna auch 



Aügensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1095 

bei Hirnsyphilis auftreten kann ebenso wie andere nukleare Augenmuskel- 
lähmungen, ist erklärlich, wenn wir das schon erwähnte gelegentliche Zu- 
sammenvorkommen der Hirnlues mit Tabes oder progressiver Paralyse in 
Betracht ziehen, bei denen ja gerade die nuklearen Augenmuskellähmungen 
die häufigsten sind. 

Wenn eine reflektorische Pupillensiarre mit einer Neuritis optica sich 
kompliziert, so deutet das in erster Linie auf Hirnsyphilis, nicht aber darf 
man im Sinne Bumke's aus dem Hinzutreten einer Augenmuskellähmung 
zur reflektorischen Pupillenstarre den diagnostischen Schluß auf Lues cerebri 
machen, dies kann bei Tabes oder progressiver Paralyse ebenso der Fall sein. 

3. Ein intermittierendes Auftreten der Reaktionslosigkeit der 
Pupillen auf Licht ist gelegentlich bei Hirnlues beobachtet worden, auch 
unabhängig von einer etwa vorhandenen Sehstörung (Kopczynski. Schittenhelm, 
Jewetzki u. A.). Diese an und für sich sehr seltene Erscheinung scheint 
auf dem Gebiete der Hirnsyphilis noch relativ am häufigsten vorzukommen, 
doch kann nicht zugegeben werden, dass das intermittierende Auftreten der 
Pupillenstarre geradezu pathognomon für Lues cerebri sei (Kopczynski). 

4. Ebenso dürfte es nicht ganz zutreffend sein, wenn der sogenannten 
Erholungsreaktion der Pupillen, d. h. der Wiederkehr einer mäßigen 
Lichtreaktion bei vorher lichtstarren Pupillen nach längerem Dunkelaufenthalt, 
in differentialdiagnostischer Beziehung für Hirnlues der Tabes gegenüber 
ein allzu großes Gewicht beigelegt wird (Sänger). Auch bei Tabikern kann 
dieses Phänomen gelegentlich beobachtet werden (Nonne, Treupel, Donath u. A.). 

5. Die hemianopische Pupillarreaktion (Wernicee) ist auf dem 
Gebiete der Hirnsyphilis nur selten beobachtet worden, ich fand sie unter 
meinen 1 00 Fällen nur einmal (Tractusaffektion) und auch hier nur andeutungs- 
weise. Auch in der Literatur finden sich nur vereinzelte einschlägige Be- 
obachtungen (Nonne, Friedländer und Kempner, Jewetzki u. A.). Es handelt 
sich in der Regel bei derartigen Fällen nicht um ein absolutes Fehlen der 
Lichtreaktion bei Beleuchtung der blinden Netzhauthälften, sondern nur um 
eine weniger lebhafte Reaktion als bei Belichtung der sehenden Hälften. 
Der theoretischen Forderung, nur eine Netzhauthälfte ganz isoliert durch 
schräg einfallende Lichtstrahlen zu beleuchten, kann nicht so ohne Weiteres 
Genüge geleistet werden. Etwas Licht wird doch in den verschieden brechen- 
den Medien diffus reflektiert, auch findet eine gewisse Durchleuchtung der 
Sklera und damit Beleuchtung der entgegengesetzten sehenden Netzhaut- 
hälfte statt, eine Beleuchtung, welche unter ge wohnlichen Verhältnissen 
ausreichen dürfte, auch von hier aus noch eine Lichtreaktion der Pupille aus- 
zulösen, wenn auch in geringerem Grade, selbst wenn die die blinde Netzhaut- 
hälfte versorgenden Fasern an der Basis des Gehirns völlig zerstört sind. 
Handelt es sich schon vor Eintritt der halbseitigen Erblindung der Retina 
um eine pathologisch verminderte, wenig lebhafte Pupillenreaktion, so dürfte 



1096 XXII. Teil II. Uhthoff, 

der Nachweis einer hemianopischen Reaktion leichter sein. Auch die Be- 
leuchtungsintensität, der Einfallswinkel u. s. w. müssen dieselben sein, wenn 
man sich vor falschen Schlußfolgerungen bewahren will. Bei nicht sehr 
sorgfältiger Versuchsanordnung kann man sich auch schon beim normalen 
Auge überzeugen, wie sich bei verschiedenem Einfallswinkel und bei ver- 
schiedener Intensität der Lichtstrahlen von der einen und der andern 
Seite her wesentliche Unterschiede in der Lebhaftigkeit der Lichtreaktion 
ergeben. Auch andere Autoren heben diese Schwierigkeiten der Prüfung 
hervor (Wilbrand, Heddaeus, von Monakow, Liebrecht, Silex u. A.). Ich 
möchte für unsere Untersuchungsreihe noch einmal besonders auf die 
verschiedenen Beobachtungen von temporaler Hemianopsie infolge von 
Chiasmaerkrankung verweisen, wo das Phänomen der hemianopischen 
Reaktion intra vitam nicht mit Sicherheit konstatiert werden konnte, und 
besonders erwähnt sei in dieser Beziehung noch die Beobachtung von 
Siemerling, wo der eine Tractus opticus durch eine hochgradige gummöse 
Degeneration vollständig zerstört worden war. 

6. Hippusartige Kontraktionen des Sphincter pupillae. Der 
Hippus (plötzlich ruckweise und springende Kontraktionen des Sphincter 
pupillae mit abwechselnder Verengerung und Erweiterung der Pupille ganz 
unabhängig von der Beleuchtung) ist auf dem Gebiete der Hirnsyphilis eine 
seltene Erscheinung, ich sah sie in überzeugender und als pathologisch zu 
bezeichnender Weise nur ein Mal unter 100 Fällen bei gleichzeitig bestehen- 
der reflektorischer Lichtstarre. Auch in der Literatur ist dieses Phänomen 
bei Hirnsyphilis selten erwähnt (Schmick, Homen 456, Jewetzki u. A.). Wie 
vorsichtig man in der Beurteilung solcher Schwankungen des Pupillendurch- 
messers als eines pathologischen Phänomens sein muß, habe ich früher schon 
hervorgehoben (s. Kapitel Tabes S. 242), um sich vor Verwechslungen mit 
dem physiologischen Schwanken des Pupillendurchmessers oder Verenge- 
rungen auf Mitbewegung u. s. w. zu bewahren. Es gilt das vor Allem von 
Pupillen, welche sonst gute Lichtreaktion zeigen, leichter ist die Beurteilung 
des Phänomens als pathologisch bei sonst lichtstarren Pupillen. G. Ludwig 
ist geneigt einen Reizzustand in der Hirnrinde oder in den Vierhügeln als 
Ursache anzunehmen. 

7. Die sogenannte paradoxe Lichtreaktion (d. h. Erweiterung 
der Pupille auf Lichteinfall), wie sie ganz vereinzelt (Oestreicher 243) bei 
Hirnsyphilis beschrieben worden ist, habe ich bisher weder bei Syphilis 
des Gentralnervensystems noch auf andern pathologischen Gebieten gesehen. 
Ich wüßte auch nicht, wie man sich eine solche Erscheinung erklären 
sollte, und bin geneigt, die Diagnose derselben auf Fehler bei der Prüfung 
zurückzuführen (falsche Deutung gewisser Mitbewegungen der Pupille bei 
Konvergenz, Divergenz und Accommodationsvorgängen, hippusartigen Pupillen- 
störungen bei sonst bestehender reflektorischer Lichtstarre, Übersehen einer 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1097 

anfänglichen Lichtkontraktion, der dann bei gleichbleibender Beleuchtung 
eine Erweiterung folgt u. s. w.). Andere Autoren (Frenkel u. A.) geben 
dieser Ansicht ebenfalls Ausdruck. 

8. Auch möchte ich warnen, aus einer gewissen Unregelmäßigkeit 
des Pupillenrandes im Sinne von J. Piltz schon zu weitgehende diagno- 
stische Schlüsse auf Lähmung einzelner Ciliarnerven in Folge von Syphilis 
des Centralnervensystems zu ziehen. 

9. Ebenso hat, glaube ich, das Bestehen einer Lidschlußreaktion bei 
reflektorisch lichtstarren Pupillen für die Syphilis des Centralnervensystems 
keine besondere Bedeutung, wenn sie auch gelegentlich bei dieser Erkrankung 
beobachtet worden ist (A. Westphal). 

V. Die einseitige Lähmung aller Hirnnerven oder eines großen Teiles 

derselben. 
Die einseitige Lähmung aller Hirnnerven oder eines großen 
Teiles derselben ist bei der Hirnsyphilis eine relativ seltene Erscheinung 
(Hitschmann, von Bechterew, Holsti, Bothmann, Mendel u. A.). Bei der 
Eigenart der basalen gummösen meningitischen Prozesse ist dies auch ohne 
Weiteres erklärlich, da die Veränderungen durchweg auf beide Seiten der 
Schädelbasis übergreifen und somit doppelseitige Störungen der Hirnnerven 
hervorzurufen pflegen (Nonne u. A.). 

Von Interesse ist noch die Frage, wie häufig wohl bei der Lues des 
Centralnervensystems alle Augenerscheinungen fehlen. Die Frage 
läßt sich statistisch nur an einem Material richtig beantworten, welches in 
Krankenhäusern, Nervenkliniken u. s. w. gesammelt ist, wo die Kranken 
lediglich wegen ihres Allgemeinleidens ganz unabhängig von etwa bestehenden 
Augenstörungen zur Beobachtung kommen. Ich fand nach meinem, nach 
diesem Gesichtspunkt geordneten Beobachtungsmaterial nur ca. 15^ der 
Fälle frei von allen Augensymptomen, eine Thatsache, die schon an und 
für sich die große diagnostische Bedeutung der Augenstörungen für die 
Hirnsyphilis beweist. 

Auch die Bolle der hereditären Syphilis im Verhältnis zur 
acquirierten für die Entstehung der Syphilis des Centralnerven- 
systems sei hier noch kurz erörtert. In unserer Beobachtungsreihe von 
I 00 Fällen war hereditäre Syphilis in %% die Ursache des Prozesses und 
nach dem berücksichtigten Material der Literatur in ca. k% . Die Form der 
Erkrankungen des Centralnervensystems unterschied sich nicht wesentlich 
von denen nach acquirierter Lues. Etwas auffallend erscheint bei der cerebro- 
spinalen Syphilis nach Lues hereditaria, besonders auch unter Berücksich- 
tigung der ziemlich zahlreichen klinischen Mitteilungen, das relativ häufigere 
Vorkommen von Veränderungen des Bulbus selbst (Iritis, Iridochorioi- 



1098 XXII. Teil II. Uhthoff, 

ditis, Chorioiditis, Keratitis parenchymatosa u. s.w.). Hierauf weist 
auch noch Judson Burv (153) in einer ausführlichen Arbeit besonders hin 
und verweist auf andere einschlägige Beobachtungen von Critchett, Hut- 
chinson, Zambaco, Griesi.nger, Mendel, Hughlikgs Jackson, Bösen, Engelstedt, 
Haase, Baerensprung, Virchow, de Merie u. A. 



VI. Lifferentialdiagnose der Augensymptome 
bei cerebrospinaler Syphilis gegenüber denen bei anderen Erkrankungen 

des Nervensystems. 

§ 213. Eine genaue Analyse der Augensymptome bei Lues des 
Centralnervensystems kann oft die wertvollsten differential diagnostischen 
Anhaltspunkte gegenüber anderen Erkrankungen des Nervensystems liefern. 

Wir haben schon oben gesehen, dass Tabes sich hier und da mit der 
Lues cerebrospinalis im eigentlichen Sinne kombinieren kann, und dem- 
entsprechend können auch gelegentlich die Augensymptome der Tabes mit 
denen der Syphilis des Centralnervensystems gemeinsam vorkommen, dies 
ist aber im Ganzen selten der Fall. 

Was zunächst die Beteiligung der Sehnerven resp. der optischen 
Leitungsbahnen anbetrifft, so ist bei der Tabes nur die progressive Opticus- 
atrophie in 8 — 10^ der Fälle zu verzeichnen und dementsprechend der 
Ausgang durchweg in Erblindung. Ganz anders bei der Hirnsyphilis: Totale 
doppelseitige Erblindung unter dem Bilde der einfachen Opticusatrophie 
kommt fast gar nicht vor, es handelt sich durchweg in den Fällen, wo 
eine einfach atrophische Verfärbung der Papillen eintritt, um einen ab- 
steigend atrophischen Prozeß durch weiter zurück, retrobulbär oder intra- 
kraniell liegende Veränderungen. Die Diagnose dieses retrobulbären und 
intrakraniellen Ursprungs ist bei genauer Berücksichtigung der klinischen 
Erscheinungsweise der Sehstürung (Gesichtsfeld, Verhältnis von ophthal- 
moskopischem Befund zur Sehstörung, nicht seltene Einseitigkeit des Be- 
fundes, Mitbeteiligung anderer basaler Hirnnerven und Auftreten sonstiger 
cerebraler Herderscheinungen u. s. w.) in der Regel nicht schwer. Das 
häufige Auftreten der Hemianopsie, besonders der temporalen, gehört nicht 
zum Krankheitsbild der Tabes. Ebenso kommt Neuritis optica resp. der 
Symptomkomplex der retrobulbären Neuritis der Tabes nicht zu. Ein aus- 
gesprochener Opticusprozeß mit Sehstörungen und ophthalmoskopischen 
Veränderungen wird durchweg bei der Hirnsyphilis von andern cerebralen Er- 
scheinungen, wenn eventuell auch nur allgemeinen Beschwerden wie Kopfweh, 
Schwindel u. s. w. begleitet sein. Isolierte Neuritis optica oder absteigende 
Opticusatrophie ohne sonstige Komplikationen kommt auf Grundlage von 
Syphilis und besonders bei Hirnsyphilis sehr selten vor, während die tabische 
Opticusatrophie ja nicht selten lange Zeit ohne sonstige andere und besonders 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1099 

cerebrale Beschwerden einhergehen kann (vgl. Kapitel Tabes S. 1 83). Seh- 
störungen ohne ophthalmoskopischen Befund, die bei Hirnsyphilis nicht 
selten sind, gehören bei der Tabes zu den größten Ausnahmen, entsprechend 
dem Charakter des Opticusprozesses als einer peripheren Degeneration. 

Ebenso unterscheiden sich Augenmuskelstörungen bei Hirn- 
syphilis vielfach von denen der Tabes, sie sind bei der ersteren Erkrankung 
häufiger und sehr oft kompliziert mit Lähmungen im Bereich anderer cere- 
braler Hirnnerven, was bei der Tabes in der Regel fehlt. Die häufig aus- 
gesprochene basale Entstehung der Augenmuskellähmungen bei Hirnlues 
bedingt eine andere klinische Erscheinungsweise: Doppelseitigkeit besonders 
der Oculomotoriuslähmung, Ergriffensein aller Zweige, Hochgradigkeit der 
Lähmung, Kombination mit der Tabes nicht eigentümlichen Sehstörungen, 
Auftreten gekreuzter Körperlähmung, auch anderer Großhirnsymptome, 
Blicklähmungen u. s. w. Bei Tabes sind die Augenbewegungsstörungen an 
und für sich seltener (17 — 18,%"), unvollständiger, oft flüchtiger, tragen 
sehr häufig die Signatur nuklearer Lähmungen z. B. isolierte Parese der 
innern oder äußern Augen muskulatur, soweit dieselbe vom Oculomotorius 
versorgt ist, gelegentlich Ophthalmoplegia externa und interna u. s. w. 
Gerade die letzteren Krankheitsbilder sind bei der Hirnsyphilis als außer- 
ordentlich selten zu betrachten. 

Auch die Pupillenerscheinungen haben durchweg einen andern 
Charakter. Die typische reflektorische Pupillenstarre auf Licht bei erhaltener 
Konvergenzreaktion, speziell auch mit Miosis, ist bei der Hirnsyphilis relativ 
selten. Bei ihr geht die Reaktionslosigkeit der Pupillen auf Licht häufig 
auch mit paretischen Erscheinungen des Sphincter pupillae einher; Fehlen 
auch der Konvergenzreaktion, ebenso der Miosis, nicht selten Residuen 
von Oculomotoriusalteration auch in den andern Zweigen, paretische Zu- 
stände von Seiten der Accommodation, Komplikation mit Affektionen anderer 
basaler Hirnnerven, typischen Sehstörungen besonders Hemianopsien, wie 
sie der Tabes nicht zukommen u. s. w., charakterisieren die Hirnsyphilis. 

Die Trigeminusbeteiligung unter dem Bilde der peripheren resp. basalen 
Affektion des V. Nerven mit ausgedehnten Sensibilitätsstörungen nicht nur 
im Bereich des Auges, sondern auch im Bereich der verschiedenen Trige- 
minusäste ist bei der Hirnsyphilis viel häufiger als bei der Tabes, ebenso 
kommt Keratitis neuroparalytica bei Tabes fast gar nicht vor, während sie 
bei basaler Hirnsyphilis häufiger beobachtet wird. 

Ähnlich wie bei der Tabes verhält es sich mit den Augensymptomen 
der progressiven Paralyse der Hirnsyphilis gegenüber sowohl in Bezug auf 
Sehstörungen, Augenmuskellähmungen als Pupillenerscheinungen. Es soll 
damit nicht in Abrede gestellt werden, dass im Rahmen der eigentlichen 
Lues cerebrospinalis gelegentlich Krankheitsbilder vorkommen, welche der 
Tabes und der progressiven Paralyse außerordentlich ähnlich sind. 



1100 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Das Bild des Hirntumors kann sich naturgemäß gelegentlich mit 
demjenigen der Hirnsyphilis decken, um so mehr als ja Hirnlues in erster 
Linie durch das Auftreten wirklicher syphilitischer gummöser Geschwulst- 
bildung bedingt sein kann. Durchweg aber wird man die ausgedehnten 
basalen Hirnnervenlähmungen beim Hirntumor vermissen, die ja gerade bei 
der Hirnsyphilis mit ihren basalen gummösen meningitischen Prozessen so 
häufig sind. Ausgenommen sind hiervon wiederum die relativ seltenen Fälle 
intrakranieller Geschwulstbildung mit mehr diffuser basaler Ausbreitung 
(Sarkom, Carcinom u. s. w.), welche die basalen Hirnnerven in ausgedehnter 
Weise in Mitleidenschaft ziehen können (Nonne u. A.). Es wird sich aber 
hierbei in der Regel um einen stetig progressiven Zerstörungsprozeß handeln, 
und Schwankungen der Symptome, Remissionen, Heilungen werden fehlen, 
wie sie bei der basalen Hirnlues so häufig beobachtet werden. Die Stauungs- 
papille ist bei der Hirnsyphilis erheblich seltener als beim Hirntumor, und 
ebenso werden bei letzterem die Zeichen einer basalen Affektion der optischen 
Leitungsbahnen (temporale und Tractushemianopsie, das Bild der retro- 
bulbären Neuritis besonders der intrakraniellen Opticusstämme mit Seh- 
stürungen ohne ophthalmoskopischen Befund oder descendierender Atrophie), 
sowie die Kombination der Sehstörungen mit multiplen basalen Hirnnerven- 
lähmungen u. s. w. viel häufiger fehlen als bei Hirnsyphilis. Als wesentliches 
differentiell diagnostisches Merkmal werden auch die Pupillarerscheinungen 
in die Wagschale fallen, welche in Form von reflektorischer oder totaler 
Pupillenstarre, Accommodationsbeeinträchtigung in Verbindung mit ' :siduen 
von Parese auch in andern Oculomotoriuszweigen bei der Hirnsyphilis 
relativ häufig, beim Hirntumor recht seilen sind. Nystagmus ist bei beiden 
Erkrankungen eine sehr seltene Erscheinung. 

Sehr weitgehend sind die Unterschiede in den Augensymptomen bei 
der disseminierten Herdsklerose und der Lues cerebrospinalis, sowohl in 
Bezug auf die Sehstürungen, als in Bezug auf die Augenbewegungsanomalien 
und die Sensibililätsstörungen. Stauungspapillen finden sich bei der mul- 
tiplen Sklerose nur ganz ausnahmsweise, deutliche ophthalmoskopisch sicht- 
bare Neuritis optica auch noch relativ selten und meist rasch vorüber- 
gehend, wenn auch vielleicht häufiger, als man bisher geneigt ist anzunehmen. 
Zeichen einer schwereren Unterbrechung der basalen optischen Leitungsbahnen 
(temporale Hemianopsie, Tractus-hemianopsie, einseitige Erblindung auf 
Grund intrakranieller Opticusaffektion u. s. \v.) fehlen fast ganz bei der Herd- 
sklerose, doppelseitige Erblindungen kommen fast gar nicht bei ihr vor. 
Ferner das Überwiegen der Gesichtsfeldanomalien mit centralen Skotomen, 
die temporale Abblassung und überhaupt die unvollständige oder partielle 
atrophische Verfärbung der Papillen, oft wenig in Einklang mit der vor- 
handenen Sehstörung, auch das Vorhandensein eines pathologischen Augen- 
spiegelbefundes ohne Sehstürung, das alles sind Erscheinungen, die in erster 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1101 

Linie der disseminierten Sklerose eigentümlich sind und auf hauptsächlich 
periphere Opticusstammläsionen deuten. Dazu tritt das häufige Fehlen aus- 
gesprochener anderer basaler Hirnnervenlähmungen in Verbindung mit den 
Sehstörungen, wie sie bei der Hirnsyphilis so häufig vorkommen. 

Ebenso ergeben sich wesentliche Unterschiede in den Bewegungs- 
anomalien der Augen gegenüber der disseminierten Herdsklerose. In erster 
Linie der Nystagmus {\~.%) und die nystagmusartigen Zuckungen (46#) 
bei der disseminierten Sklerose, während dieselben bei der Hirnsyphilis 
relativ selten sind. Auch die Augenmuskelstörungen sind anders bei ersterer 
Erkrankung. Das Flüchtige und schnell Vorübergehende der Störung, die 
relativ häufigen Bewegungsanomalien in Form von Blickparesen mit centraler 
Innervationsstörung, das Fehlen ein- und doppelseitiger kompleter Paralysen 
einzelner Augenbewegungsnerven und ebenso auch hier die Abwesenheit 
gleichzeitiger ausgedehnter Lähmungen anderer basaler Hirnnerven, das 
überhaupt seltnere Vorkommen von Augenmuskelparesen (17 — 18^"), als 
bei Hirnsyphilis, das Alles sind differentiell diagnostisch wichtige Merkmale. 

Ferner ist das Verhalten der Pupillen bei der disseminierten Sklerose 
ein ganz anderes als bei der Lues des Centralnervensystems. Bei ersterer 
fehlt die reflektorische Pupillenstarre fast vollständig [\ %), Pupillen eher 
etwas enger als normal und die Lichtreaktion oft lebhaft. 

Auch die Sensibilitätsstörungen im Bereich des Auges auf Grundlage von 
Trigeminusaffektion fehlen fast völlig bei multipler Sklerose, während 
dieser Nerv bei Hirnsyphilis relativ häufig und gelegentlich schwer beteiligt ist. 

Von den verschiedenen Meningitis formen (tuber culosa, cerebro- 
spinalis epidemica, in Folge von Gysticerken u. s. w.) muß die letztere 
noch als in differential diagnostischer Beziehung wichtig hervorgehoben 
werden, da sie fieberlos verläuft und sehr ausgedehnte schwere basale 
meningitische Veränderungen setzen kann, welche multiple Lähmungen von 
Hirnnerven und Sehstörungen hervorrufen können. Auch ein gewisses, 
gelegentlich sogar sehr ausgesprochenes Schwanken der Erscheinungen 
können diese Veränderungen mit der Hirnsyphilis gemein haben. Im Ganzen 
aber ist ja eine solche basale Cysticerken-Meningitis sehr selten. 

Die Hirnblutungen und -Erweichungen mit ihren bestimmten, 
durch die Erkrankung bedingten Herderscheinungen werden, wenn sie durch 
syphilitische Veränderungen der Hirnarterien hervorgerufen sind, sehr häufig 
mit weitern basalen Symptomen und auch speziellen Augenerscheinungen 
in Folge von basalen meningitischen Veränderungen komplizirt sein, wie 
oben erörtert. Ausgedehnte isolierte Endarteriitis syphilitica im Bereich der 
Hirnarterien mit sekundären Blutungen und thrombotischen Vorgängen, wie 
bei nicht syphilitischen Gefäßveränderungen des Gehirns ist im Ganzen 
selten, durchweg zeigt sie sich kompliziert mit andern, besonders basalen 
Veränderungen der Hirnsyphilis und davon abhängigen Augenerscheinungen. 



1102 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Relativ selten beobachten wir bei Hirnapoplexien und -Erweichungen isolierte 
Augenmuskellähmungen vom basalen oder nuklearen Typus und Sehstörungen 
im Sinne einer Unterbrechung der basalen oder peripheren optischen Leitungs- 
bahnen. 

Kopftraumen, besonders Schädelbrüche bedingen wohl nicht 
selten basale Hirnnervenlähmungen und Sehstörungen, aber hier dürfte in 
anbetracht des Entstehungsmodus, des plötzlichen Auftretens, des häufigen 
Stationärbleibens der Lähmungen, Häufigkeit der Abducenslähmung u. s. w. 
kaum Anlaß zu differential-diagnostischen Irrtümern gegenüber der Hirn- 
syphilis gegeben sein. 

Die relativ seltenen Fälle von intrakraniellen syphilitischen Erkrankungen, 
welche zunächst hauptsächlich unter dem Bilde funktioneller psy- 
chischer Störungen (Hysterie, Neurasthenie, Psychosen, Kopf- 
schmerz, Demenz u. s. w.) ihren Ausdruck finden, erhalten oft gerade 
durch eingehende Würdigung der so häufig bei Hirnsyphilis vorkommenden 
resp. hinzutretenden Augenstörungen ihre richtige Deutung. 

Dass sowohl die »Lymphocytose« der Cerebrospinalflüssigkeit als auch 
der positive Ausfall der Serumreaktion des Blutes (»Beaktion der Komplement- 
Ablenkung«, »Hemmung der Hämolyse«, »Komplementbildung«), wie sie von 
Bordet und Gengou geschaffen und von Wassermann, Neisser und Brück 
für die Diagnose der Syphilis in Anwendung gezogen worden ist, auch für 
die Diagnose der Hirnsyphilis und speciell beim Vorhandensein suspekter 
Augensymptome eine große Bolle spielen, ist allgemein anerkannt. Gerade 
die Untersuchung unseres Materials in dem NeissER'schen Laboratorium hat 
uns dafür die wertvollsten Anhaltspunkte ergeben. Es wird ja namentlich 
bei der Frage der Hirnsyphilis der Nutzen dieser diagnostischen Methoden 
um so schwerer in die Wagschale fallen, wenn nach den klinischen Sym- 
ptomen metasyphilitische Erkrankungen (Tabes, Paralyse) nicht in Betracht 
kommen, und es sich um die Differentialdiagnose anderen intrakraniellen Er- 
krankungen gegenüber handelt. Aber gelegentlich habe ich mich wohl 
für berechtigt gehalten bei sehr charakteristischen cerebralen Symptomen 
unter spezieller Berücksichtigung der Augenerscheinungen die Diagnose trotz 
negativen Ausfalles der Serumreaktion auf Hirnsyphilis zu stellen und dem- 
entsprechend die Therapie mit Erfolg einzuleiten. 

Der Baum gestattet mir nicht, hier auf meine diesbezüglichen Er- 
fahrungen näher einzugehen. Jedenfalls aber zeigen die oben gegebenen 
Ausführungen, welche hochwichtige Rolle trotz der neuern diagnostischen 
Methoden nach wie vor gerade die Augensymptome bei der Diagnose der 
Syphilis des Centralnervensystems zu spielen berufen sind. 

Auch die Frage der Behandlung der Hirnsyphilis mit dem neuen Mittel 
606 (Ehrlich-Hata, Salvarsan) fällt nicht mehr in den Bahmen der vor- 
liegenden Bearbeitung und ist ja durchaus noch nicht als abgeschlossen 






Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1103 

anzusehen. Aber soviel glaube ich an der Hand meiner eignen Erfahrungen 
schon heute sagen zu können, dass in einer Anzahl von Fällen von Syphilis 
des Centralnervensystems mit Augensymptomen überraschende Resultate 
erzielt worden sind (schneller Rückgang von Stauungspapillen, Sehstörungen, 
Augenmuskellähmungen u. s. w.). 



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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1107 

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d. k. k. Ges. d. Ärzte Wiens am 11. Febr. Allgem. Wiener med. Ztg. 
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70* 



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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1109 

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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1111 

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centralen Nervensystems, welche vorübergehend das klinische Bild 
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213. Sattler, H., Über die Beziehungen des Sehorgans zu allgemeinen Er- 

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242. Niedergesäß, Klinischer Beitrag zur Ätiologie des Nystagmus und 

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243. O estreich er, Carl, Ein Beitrag zur Meningitis diffusa basilaris syphi- 

litica. Paradoxe Pupillenreaktion. Berliner klin. Wochenschr. No. 6. 
10. Febr. 27. Jahrg. S. 123. 
254. Oppenheim, Zur Kenntnis der syphilitischen Erkrankungen des cen- 
tralen Nervensystems. Berlin, August Hirschwald. 

245. Oppenheim, Kasuistischer Beitrag zur Prognose der Hemicranie. Char.- 

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246. Oppenheim, H., u. R. Koehler, Kasuistischer Beitrag zum Kapitel der 

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klin. Wochenschr. 28. Juni. 27. Jahrg. No. 3 0. S. 677. 

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Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Ba. XXII. Kap. Teil II. 71 



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71* 



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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1129 

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1904. 686. Babinski, J., Meningitishaemorrhagica fibrinosa, paraplegiaspasmodica, 
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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1131 

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topisch-diagnostischen Verwertung der Jacksonschen Epilepsie. Mitteil. 
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No. 2-2 u. ff. 

690. Bielsehovvsky, Über Lähmungen des Musculus obliquus inferior. 

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XXIV. 16. Jan. 1905. No. 2. S. 86. 

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f. Psych, u. Neurol. XVI. Ergänzungsheft. S. 191. 

694. Friedlaender, R. und Kempner, Beitrag zur Kenntnis der hemi- 

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695. Grande, E., La ptosi della palpebra superiore nella sifilide cerebrale. 

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Chirurg. Journ. Jan. 

697. Hertz, V., Et Kronisk forlöbende Tilfeelde af intrakraniel dobbeltsidig 

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ligvis Meningitis ehr. basil. in sypb.il. heredit.) (5. Sitzung d. dän. ophth. 
Ges.) Bericht in Hospitalstid. S. 868. 

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Differentialdiagnose zwischen der Tuberkulose und Syphilis des Central- 
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699. Landau, Hen., Drei Fälle von halbseitiger Atrophie der Zunge (Hemi- 

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S. 102. 

700. Lewitzky, Associierte Lähmungen der Augenmuskeln. (Ophth. Ges. in 

Odessa. 2. Nov. Disk. : Filatow, Golowin.) Westnik Opht. Sept.-Okt. 

701. Mendel, Kurt, Fall von einseitiger Lähmung aller Gehirnnerven. 

(Berliner Ges. f. Psych, u. Nervenkrankh. 6. Juni. Disk.: Rothmann. 
Bericht Neurol. Centralbl. S. 626. 

702. Mills, Charles K. , The differential diagnosis of single or multiple 

brain tumors and diffuse eneephalic Syphilis. University of Pennsylv. 
Medic. Bulletin. Mai. •• 

703. Motais, Über die Bedeutung der Augenerkrankungen für die Prognose 

der Syphilis. (Acad. de m6d. Paris. 29. März.) Rec. d'Opht. Juni. 

704. Nacht, Die bei Erkrankungen der Meningen beobachteten Erscheinungen 

mit spezieller Berücksichtigung der okularen Symptome. Zeitschr. f. 
Augenheilk. XII. (Ergänzungsheft.) S. 24 3 und Inaug.-Diss. Marburg. 

705. Neuburger, Fall von cerebraler Lues. (Ärztl. Verein Nürnberg. 16. Juni.) 

Bericht Ophth. Klinik. S. 197. 

706. Pick, A., Zur Pathologie des Ich-Bewußtseins. Arch. f. Psych, und 

Nervenkrankh. XXXVIII. 

707. Rentsch, Über 2 Fälle von Dementia paralytica mit Hirnsyphilis. 

(Pseudoparalytica syphilitica nach Jolly.) Arch. f. Psych, u. Nerven- 
krankh. XXXIX. Heftl. S. 181. 

708. Rose, Paralysie des nerfs eräniens d'un cöte et deformations osseuses 

d'origine probablement heredo-syphilitique tardive. Nouv. Iconogr. de 
la Salpetr. No. 4. 



1132 XXII. Teil II. Uhthoff, 

4904. 709. Schaffer, Karl, Ein Fall von ausgedehnter Meningitis syphilitica der 
Hirnkonvexität und Basis. Neurol. Centralbl. XXIII. 16. Nov. No. 2-2. 
S. 1026. 

710. Schaffer, Karl, Epikrise eines Falles von Hirnsyphilis auf Grund 

patho-histologischer Präparate. (Sekt. f. Psych, u. Neurol. d. Budapester 
kgl. Ärztevereins. I. Febr. Disk.: Ferenczi.) Bericht Neurol. Centralbl. 
S. 92-2. 

711. Sniker, P.M., Ein Fall von luetischer Meningo-Encephalitis mit korti- 

kaler (Jackson) Epilepsie und Verlust des stereognostischen Sinnes. 
Arch. f. Dermat. LXX. S. 455 und übosr. psich. IX. 
71-2. Spiller, William B., A case of general and intense muscular atrophy 
caused by encephalomyelitis. Rev. of neurol. and psych. Jan. 

713. Stolper, P., Traumatische Psychose bei latenter Syphilis. Ein Beitrag 

zum Kapitel: Syphilis und Trauma. Ärztl. Sachverst. Zeitung. No. 6. 

714. Vollert, Ein Fall von Lähmung des rechten Obliquus sup. mit kontra- 

lateralen Parästhesien der linken Gesichtshälfte, erworbenem cere- 
bralen Nystagmus und Schwindelerscheinungen. Ausgang in Heilung. 
Münchener med. Wochenschr. No. 45. 
190.i. 715. Alzheimer, Paralyse und endarteriitische Lues des Gehirns. (Jahres- 
vers, d. deutschen Vereins f. Psych, in Dresden. April.) Bericht Neurol. 
Centralbl. XXIV. I.Juni. No. 11. S. 544. 

716. Blaschek, Albert, Ein Erklärungsversuch der paradoxen Mit- 

bewegungen zwischen Lid und Auge. Zeitschr. f. Augenheilk. XIII. 
(Ergänzungsheft.) S. 750. 

717. Bödeker, J., Über einen akuten (»Polioencephalitis superior haemor- 

rhagica«) und einen chronischen Fall von Korsakow'scher Psychose. 
Arch. f. Psych, u. Nervenkrankh. XL. 

718. Brissaud et Moutier, Ophtalmoplegie et tremblement. (Soc. de 

neurol. 8. Juni.) Bericht Arch. de neurol. 27. Jahrg. 2. Ser. No. 115. 
Juli. S. 55. 

719. Chaillous, J., Blindheit ohne ophthalmoskopische Veränderungen, mit 

Erhaltensein des Lichtreflexes. (Disk.: Kalt, Abadie.) Bericht Klin. 
Monatsbl. f. Augenheilk. 44. Jahrg. (N. F. I. Bd.) Jan. 1906. S. 82 und 
Ann. d'Ocul. 69. Jahrg. CXXXV. Jan. 1906. S. 64. 

720. Dauchez, H. , Syphilis cerebrale precoce avec exophtalmie chez l'enfant 

et chez l'adolescent. Arch. de med. des enfants. VIII. März. S. 160. 

721. Fabinyi, Über die syphilitische Erkrankung der Basilararterien des 

Gehirns. Deutsche Zeitschr. f. Nervenheilk. XXX. 20. Dez. Heft 1 u. 2. 
S. 44. 

722. Fazio, Oculomotoriuslähmung infolge Syphilis. Gaz. d. osped. No.10. 

723. Fischler, Fr., Über die syphilogenen Erkrankungen des zentralen 

Nervensystems und über die Frage der »Syphilis u. virus nerveux«. 
(Mit einleitenden Bemerkungen von W. Erb.) Deutsche Zeitschr. f. 
Nervenheilk. XXVIII. 31. Mai. Heft 5 u. 6. S. 438. 

724. Fournier, A. et F.Raymond, Paralysie g6n6rale et syphilis. Acad. 

de med. Paris, Masson et C. 

725. Franke, Fall von Muskelatrophie. (XI. Vers, mitteldeutscher Psych. 

u. Neurol. in Jena. Okt.) Bericht Neurol. Centralbl. XXIV. 1 6. Nov. 
No. 22. S. 1073. 

726. Fuchs, Multiple Hirnnervenlähmung. (Verein f. Psychiatrie u. Neurol. 

in Wien. 12. Dezember.) Wiener klin. Wochenschr. S. 1395. Disk. 
Schüller. 

727. Guignon, L^sions du nerf optique dans l'höriSdo-syphilis. These. 

Bordeaux. 

728. Hay, Entzündliche Affektion des Ganglion ciliare, verbunden mit 

retrobulbärer Neuritis. The Ophthalmoscope. Nov. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1133 

1905. 729. Hochsinger, Zwanzigjährige Dauerbeobachtung eines Falles von 
angeborener Syphilis. Wiener med. Presse. No. 26. 

730. Jap ha, Krämpfe auf luetischer Basis bei einem Säugling. (Verein f. 

innere Med. in Berlin. 23. Jan.) Ber. Deutsche med. Wochenschr. 
S. 281. 

731. Jocqs, Valeur sämeiologique des troubles pupillaires dans les affections 

ceröbrospinales. (1 5. Vers, der Irrenärzte u. Neurol. Frankreichs u. 
der franz. sprechenden Länder zu Rennes. Aug.) Ber. Arch. de neurol. 
2. Serie. 27. Jahrg. No. 117. Sept. XX. S. 187. 

732. Kroenig, Die Bedeutung der Lumbalpunktion für die exsudative 

syphilitische Meningitis. Dermat. Centralbl. No. 1. 

733. Lannois, Atrophie musculaire du type Aran - Duchenne d'origine 

syphilitique. Nouv. Iconogr. de la Salpetr. No. 5. 

734. Mendel, Fritz, Netzhautblutungen bei Meningitis syphilitica. Beitr. 

z. Augenheilk. Festschr. für Julius Hirschberg. Leipzig, Veit u. C. 
S. 169—173. 

735. Müller, Friedrich, Über Störungen der Sensibilität bei Erkrankungen 

des Gehirns. (Volkmanns Sammlung klinischer Vorträge. No. 394. 
(Serie XIV, Heft 45). Innere Medizin. Sept. No. 118/119. S. 377. 

736. Potts u. Spiller, Pseudosklerose (diffuse Sklerose). Journ. of Americ. 

Assoc. No. 20. 

737. Rehm, Otto, Weitere Erfahrungen auf dem Gebiete der Lumbal- 

punktion. Centralbl. f. Nervenheilk. u. Psychiatrie. 28. Jahrg. \ 5. Okt. 
No. 199. (NF. XVI.) 

738. Roemheld, Über den Korsakowschen Symptomenkomplex bei Hirnlues. 

(30. Wandervers. d. südwestdeutschen Neurol. u. Irrenärzte zu Baden- 
Baden. Mai.) Ber. Neurol. Centralbl. XXIV. No. 13. I.Juli. S. 630. 

739. Römheld, Mitteilungen aus dem Sanatorium Schloss Hornegg. Med. 

Korrespondenzbl. d. württemb. ärztl. Landesvereins. No. 16, 17. 

740. Sante de Sanctis and Lucangelli, Heredosyphilis. Form-infantile 

multiple sclerosis. Journ. of ment. pathol. VII. 

741. v. Sarbö, Tumor syphiliticus (?) der mittleren Schädelgrube. (Psychiatr. 

neurol. Sekt, des Budapester Ärztevereins. 22. Nov. ) Ber. Centralbl. 
f. Nervenheilk. u. Psychiatrie. 29. Jahrg. No. 210. I.April 1906. S. 280. 
(N. F. XVII.) 

742. Schütze, Ein Fall von einseitiger, isolierter, totaler Oculomotorius- 

paralyse auf luetischer Basis. Inaug. Diss. Kiel. 

743. de Schweinitz, Augensymptome bei Erkrankungen des Chiasma. 

(Journ. of Amer. Assoc. No. 2.) Ber. Deutsche med. Wochenschr. S. 27 5. 

744. Seiffer, Differentialdiagnose von Hirnsyphilis u. progressiver Paralyse. 

(Ges. der Chariteärzte in Berlin. 20. Juli.) Ber. Deutsche med. Wochenschr. 
XXXI. 24. Aug. No. 34. S. 1370. 

745. Smit, J. A., Roorda, Eenige gevallen van lues cerebri. Nederlandsch 

Tijdschr. voor Geneesk. II. S. 1401. 

746. Stanziale, R., Contributo anatomo-patologico e clinico allo studio dei 

rapporti tra Syphilide e paralisi progressiva. Annali di nevrologia. 
XXII. S. 353. 

747. Stricker, Louis, The ocular manifestations in cerebral Syphilis. 

Lancet.-Clinic. Jena. 

748. Terrien, Syphilis des Auges und seiner Adnexe. München-Paris. 

749. Thomas, A., Syndrome ceröbelleux et Syndrome bulbaire. Revue 

neurolog. No. 1. 

750. Webster, Acad. med. New York. 18. Dez. 

751. Zappert, 2'/ 2 jähr. Kind mit auf hereditär-luetischer Basis beruhender 

Hemiplegie. Mitteil, der Ges. f. innere Med. u. Kinderheilk. in Wien. 
No. 8. S. 123. 



1134 XXII. Teil II. Uhthoff, 

4906. 752. Apelt, F., Die Bedeutung cytologiseher Untersuchungen der Cerebro- 
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Neurol. XX. Ergänzungsheft. S. 1. 

753. Baker, Choked disc and brain tumour. Ophth. Record. Mai. S. 216. 

754. Boinet, M. et Rouslacroix, Pouls lent permanent avec dissociation 

du rythme cardiaque chez un syphilitique. Arch. g6ne>. de möd. II. 
No. 40. S. 2497. 

755. Bramwell. B., Third nerve paralysis due to a syphilitic lesion. Clin. 

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756. Bramwell and Sinclair, Remarks upon ophthalmoplegia interna 

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757. Buttino, Über nervöse Initialsymptome der Syphilis. Rivista di Patol. 

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758. Cabannes, C, Hereditär- syphilitische Erkrankungen des Sehnerven. 

1 5. internat. med. Kongr. in Lissabon. (Sekt. f. Ophth. April.) Ber. in 
Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. 44. Jahrg. (N. F. I.) Juni. S. 542. 

759. Chauffard, Die syphilitische Hemiplegie. Journ. des prat. No. 33. 

760. Crouzon 0., De l'in^galite' pupülaire dans les lesions de l'aorte. 

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Masson u. C. 

761. Dercum, F. X., The pupil in tabes, paresis and Syphilis. Journ. of 

nerv, and ment. dis. XXXIII. S. 718. (Sitzungsbericht.) 

762. Fromaget, C, Ophtalmoplögie externe double acquise. — Operation 

du ptosis par avancement du releveur combine aux sutures de Dransart. 
Ann. d'ocul. 69. Jahrg. CXXXVI. Okt. S. 270. 
7C3. Fuchs, A., Multiple Hirnnervenlähmung. (Verein für Psychiatrie und 
Neurol.) Ber. Neurol. Centralbl. S. 774. 

764. Godelstein, Sophie, Über einen Fall von Meningitis basilaris 

syphilitica mit kombinierter Augenmuskellähmung. Inaug.-Diss. Berlin. 

765. Grumme, Über Periostitis svphilitica cranii interna. Charitö-Annalen. 

XXX. S. 670. 

766. v.Hippel, E., Über seltene Fälle von Lähmung der Akkommodation 

und von Pupillenstarre. Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. XLIV, 2. S. 97. 

767. Hirschl, Zwei Fälle von syphilogener Erkrankung. (Verein f. Psychiatr. 

u. Neurol. in Wien.) Ber. Neurol. Centralbl. S. 830. 

768. Hübner, Arth. Herrn., Untersuchungen über die Erweiterung der 

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Bemerkungen über Pupillenreaktionen. Arch. für Psychiatrie und 
Nervenkr. XLI, 3. 
709. Jacob, F. R, Brit. med. Journ. S. 253. 

770. Knapp, Syphilitische Sensibilitätsstörungen am Rumpfe. Arch. für 

Psychiatrie u. Nervenkrankh. XLI, 2. S. 737. 

771. Kohn, Hans, Demonstration eines frischen Sektionspräparates von 

Hirnsyphilis. (Verein f. innere Med. in Berlin. 5. März.) Ber. Deutsche 
med. Wochenschr. 32. Jahrg. 29. März. No. 13. S. 523. 

772. Lannois, M. et Porot.A., La syphilis spinale ä forme amyotrophique 

(type Aran-Duchenne). Revue de m6d. No. 7. S. 567. 

773. Lucskowski, Wenzeslaus, Beiträge zur Syphilis des Centralnerven- 

systems mit Berücksichtigung der Augenstörungen. Inaug.-Diss. Breslau. 

774. Mathieu et Aynaud, Gomme cerebrale, signe d'Argyll- Robertson. 

Soc. anat. Revue g6nt5r. d'Opht. S. 382. 

775. Merzbacher, L., Die Beziehung der Syphilis zur Lymphocytose der 

Cerebrospinalflüssigkeit und zur Lehre von der »meningealen Reizung*. 
Centralbl. für Nervenheilk. u. Psychiatrie. 29. Jahrg. No. 212. I.Mai. 
(N. F. XVII.) S. 352. 



Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1135 

1906. 776. Pändy, K., Luetische Brown -S^quardsche Lähmung. Gyögyäszat. 

No. 2-2. 

777. Parazols, J., Les nevrites de la syphilis et leur aspect ophtalmoseo- 

pique. Rec. d'Opht. 3. s. XXVIII. S. 577. 

778. Pick, A., Über motorisch, bedingte Mikrographie. Wiener klin. Wochen- 

schrift. No. 25. S. 756. 

779. Poulard et Boidin, Hemianopsie mit nachfolgender Blindheit in 

einem Falle von Hirnsyphilis. La clin. Opht. No. 7, auch Soc. de 
neur. de Paris. 6. Febr. Ber. Ann. d'ocul. 69. Jahrg. Bd. 139. März. 
S. 215 — 217. (Cecite et Hemianopsie dans un cas de syphilis cere- 
brale.) ^ 

780. Redlich, Emil, »Syphilitische Epilepsie«. (Verein f. Psychiatrie u. 

Neurol. in Wien. 1 3. Nov.) Ber. Wiener klin. Wochenschr. XIX. 20. Dez. 
No. 51. S. 1571. 

781. Reinhold, Beiträge zur Pathogenese der paroxysmalen Tachykardie. 

Zeitschr. f. klin. Med. LIX, 2—4. S. I 68. 

782. Robert, Fall von Amaurose. (Med. Ges. in Kiel. 3. Nov.) Ber. Münchener 

med. Wochenschr. 54. Jahrg. 21. Mai 1907. No. 21. S. 1060. 

783. Roemheld, L., Über den Korsakowschen Symptomenkomplex bei 

Hirnlues. Arch. f. Psychiatrie u. Nervenkrankh. XLI, 2. S. 703. (Nach 
einem Vortrage auf der Wandervers. d. südwestdeutschen Neurol. u. 
Irrenärzte in Baden-Baden. 27. Mai 1905.) 

784. Rumpf, Stirnhirntumor. (Niederrhein. Ges. f. Natur- u. Heilkunde in 

Bonn. 23. Juli.) Ber. Deutsche med. Wochenschr. 33. Jahrg. 3. Jan. 1907. 
No. 1. S. 44. 

785. v. Sarbö, Tumor syphiliticus der mittleren Schläfengrube. (Psychiatr.- 

neurol. Sekt, des kgl. Ärztevereins in Budapest.) Ber. Neurol. Centralbl. 
S. 682. 

786. Scbapringer, A., Konjugierte Blicklähmungen. (Wissenschaftl. Zu- 

sammenkunft deutscher Ärzte in New York. 23. Febr.) Ber. Ophth. 
Klinik. X. 9. Juni. No. 10. S. 307. 

787. S ollier, P., La claudition intermittente de la moelle. Presse med. 

No. 85. 

788. Souleyre, Un cas d'ophtalmoplegie double par gomme syphilitique 

cerebrale. Bull. med. de l'Algerie. XVII. S. 575. 

789. Straeussler, Ernst, Zur Lehre von der miliaren disseminierten 

Form der Hirnlues u. ihrer Kombination mit der progressiven Paralyse. 
Monatsschr. f. Psychiatrie u. Neurol. XIX, 3. März. S. 244. 

790. Sucby, Ein Fall von Meningitis luetica. Wiener med. Wochenschr. 

No. 21. 

791. Ziehen, Th., Syphilitische Erkrankungen im Bereiche der hinteren 

Schädelgrube. Therapie der Gegenwart. No. 1 u. 2. 

1907. 792. Babinski u. Chaillous. Ann. d'Ocul. CXXXV1II. 

793. Ballet, Gilbert u. Levy Valensi, Epileptiforme Anfälle. Pupillen- 

starre. Syphilis vor 42 Jahren. (Soc. de neurol. 7. Nov.) Ber. Neurol. 
Centralbl. 27. Jahrg. 15. Febr. 190S. No. 4. S. ISS. 

794. Biiräny, Robert, Die Untersuchung der reflektorischen vestibulären 

und optischen Augenbewegungen und ihre Bedeutung für die topische 
Diagnostik der Augenmuskellähmungen. (Nach einem Vortrage in der 
österr. otolog. Ges.) Münchener med. Wochenschr. 54. Jahrg. 28. Mai. 
No. 22. S. 1073 u. 4. Juni. No. 23. S. 1132. 

795. Becker, Ph. Ferdinand, Syphilitische Sehnervenentzündung in der 

Frühperiode. Dermat. Zeitschr. XIV, 12. S. 744. 

796. Bene dict, Heinrich, Über metamere Sensibilitätsstörungen bei 

Gehirnerkrankungen. Wiener klin. Wochenschr. XX. 17. Jan. No. 3. 
S. 66. 



1136 XXII. Teil IL Uhthoff, 

1907. 797. Bentzen, Chr. F., Neuritis optica bei Lues cerebrospinalis. (3. nordische 
Ophthalmologen-Versammlung. Christiania. Juni.) Ber. in Klin. Monats- 
blätter f. Augenheilk. 45. Jahrg. (N. F. IV.) Aug./Sept. S. 280. 

798. Boidin, L. et Weil, P., Möningite syphilitique secondaire aigue (mönin- 

gite pröcoce, preroseolique). La Presse m£d. No. 85. S. 661. 

799. Bumke, 0., Neuere Untersuchungen über die diagnostische Bedeutung 

der Pupillensymptome. (7 O.Vers, deutscher Naturf. und Ärzte in Dresden.) 

800. Bychowski, Rechtsseitige Hemiparese mit homolateraler Störung 

seitens der Nn. trigeminus u. glossopharyngeus. (Neurol.-psychiatr. 
Ges. in Warschau. 1 6. Febr. Disk. Kopczynski.) Ber. Neurol. Centralbl. 
XXVIII. I.April 1909. No. 7. S. 394. 

801. Campbell, Doppelseitige gummöse Erkrankung der Nuclei caudati. 

(Biol. Abt. des ärztl. Vereins in Hamburg. 18. Juni.) Ber. Neurol. 
Centralbl. XXVI. 16. Aug. No. 16. S. 776. Offiz. Prot, in Münchener 
med. Wochenschr. 54. Jahrg. 5. Nov. No. 45. S. 2260. 

802. Demets, Le pronostic des affections profondes de l'ceil. Clin. Opht. 

S. 179 u. (Soc. d'Opht. de Paris.) Recueil d'Opht. S. 322. 

803. Dubar, Mortification partielle de I'iris cons£cutive ä une arterite cere- 

brale chez une syphilitique hereditaire. Echo med. du Nord. S. 245. 

804. Fairbanks, A. W., Cerebral syphilis in child-hood. Journ. of the 

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805. Fej6r, J., Beiträge zum Krankheitsbilde der Ophthalmoplegia interna. 

Arch. f. Augenheilk. LVII, 3. S. 179. 

806. Finckh, J, Über paralyseähnliche Krankheitsbilder. Centralbl. für 

Nervenheilk. u. Psychiatrie. 30. Jahrg. I.April. (N. F. XVIII.) No. 234. 
S. 249 U. 15. April. No. 235. S. 289. 

807. Fleischer, Hereditär-luetische Veränderungen der Retina und Hirnlues. 

(Med.-Naturwissenschaftl. Verein Tübingen. 3. Juni.) Ber. Münchener 
med. Wochenschr. 54. Jahrg. 16. Juli. No. 29. S. 1458. 

808. Fornet, Scherschewsky , Eisenzimmer u. Rosenfeld, Speci- 

fische Niederschläge bei Lues, Tabes u. Paralyse. Deutsche med. 
Wochenschr. No. 41. 

809. Fuchs, E., Oculomotoriuslähmung ohne Beteiligung der Binnenmuskeln 

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Wiener Univers. v. Heinrich Obersteiner. Festschrift. XV. 

810. Gradle, H., Neuritis of the intracranial portion of the optic nerve. 

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SIL Harttung u. Otfrid Förster, Erfahrungen über die Behandlung 
von Störungen des Nervensystems auf syphilitischer Grundlage. 
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812. Hirsch, Geheilte Amaurose. (Berl. med. Ges. 18. Dez.) Ber. Deutsche 

med. Wochenschr. 3 4. Jahrg. 2. Jan. 1908. No. 1. S. 41. 

813. Holsti, Hugo, Ett fall af dubbelsidig perifer facialispares vid sekundär 

syfilis. Finska läkares. handl. XLIX. Jan. No. 1. 

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26. Sept. u. 19. Dez.) Ber. Münchener med. Wochenschr. 54. Jahrg. 
31. Dez. No. 33. S. 2649 u. 55 Jahrg. 17. März 1908. No. 11. S. 594. 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 72 



1138 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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Augensymptome bei der Syphilis des Centralnervensystems. 1139 

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72* 



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No. 23. S. 1154. 

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No. 291. (N. F. XX.) Heft 15. S. 562— 571. Disk.: Hoche in Berliner 
klin. Wochenschr. 46 Jahrg. 16. Aug. No. 33. S. 1552. 

915. Laas, Verengerung einer lichtstarren Pupille durch Dionineinstreuung 

in das andere Auge. Deutsche med. Wochenschr. 3 5. Jahrg. 29. April. 
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Neurol. Centralbl. XXVIII. 1 . Dez. No. 23. S. 1293. 

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Offiz. Prot, im »Der Militärarzt«. No. <0. 43. Jahrg. 21. Mai. S. 154. 
(Ausgeg. mit No. 21 der Wiener med. Wochenschr.) 

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Centralbl. f. Nervenheilk. u. Psychiatrie. 32. Jahrg. 2. Septemberheft. 
(N. F. XX.) Heft 18. No. 294. S. 659. 

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1142 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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von 150 (190) Fällen mit besonderer Berücksichtigung der Nonne-Apelt- 
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cerebrosp. b. psych. Erkrankungen. Wiener klin. Wochenschr. 23. Jahrg. 
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929. Igersheimer, J., Die ätiologische Bedeutung der Syphilis u. Tuber- 

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934. Neumann u. Lewandowsky, 2 seltene operativ geheilte Gehirn- 

erkrankungen. Zeitschr. f. d. ges. Neurol. u. Psychol. 1, 1. 

935. Nonne, Zur Differentialdiagnose von syphilogener Erkrankung des 

Central-Nervensystems und nichtsyphilogener Erkrankung desselben 
bei Syphilitischen. Neurol. Centralbl. XXIX. 1. Nov. No. 21. 

936. Stursberg, H., Ein Beitrag zur Kenntnis der cerebrospinalen Erkran- 

kungen im sekundären Stadium der Syphilis. Deutsche Zeitschr. f. 
Nervenheilk. XXXIX, 5—6. 

937. Treupel, Erfahrungen u. Erwägungen mit dem neuen Ehrlich-Hataschen 

Mittel bei syphilitisch, und metasyphilit. Erkrankungen. Deutsche 
med. Wochenschr. 36. Jahrg. No. 30. S. 1393. 

Ausführliche größere Lilteraturverzeichnisse sind enthalten in folgenden 
Arbeiten: 

H. Oppenheim, Die syphilitischen Erkrankungen des Gehirns. 1896. Wien, 

Alfred Hoelder. 
Max Nonne, Syphilis und Nervensystem. 1909. Berlin, Karger. 
Luczkowski, Wenzeslaus, Beiträge zur Syphilis des Centralnervensystems mit 

Berücksichtigung der Augenstörungen. 1906. Inaug.-Diss. Breslau. 
Wilbrand und S aenger, Die Neurologie des Auges. 1S99. Wiesbaden, 

J. F. Bergmann. 
W. Uhthoff, Über die bei der Syphilis des Centralnervensystems vorkommenden 

Augenstörungen, v. Graefe's Arch. f. Ophth. XXXIX, 1 u. 3. XL, 1. 1894. 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1143 



VII. Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 

§ 214. Bei der Besprechung der Hirntumoren in Beziehung zu ihren 
Augensymptomen hatte ich mir anfangs vorgenommen, die Geschwülste je 
nach der verschiedenen Lokalisation in den einzelnen Abschnitten besonders 
des Großhirns gesondert zu besprechen, habe aber schließlich davon Ab- 
stand genommen, da ich mich bald überzeugen müßte, dass sich hierbei 
brauchbare differentiell- diagnostische Anhaltspunkte im Ganzen und Großen 
nicht ergaben. Ich habe mich daher darauf beschränkt, die Geschwülste 
des Großhirns und des Kleinhirns gesondert zu erörtern und meinen Be- 
sprechungen eine vergleichende übersichtliche Statistik voranzustellen. Wir 
werden sehen, wie sich hierbei thatsächlich gewisse Unterschiede ergeben, 
die einen differentiell-diagnostischen Wert haben. Ich verweise ferner an 
dieser Stelle auf meine Erörterungen über die Augenerscheinungen der 
Tumoren in der Hypophysisgegend , der Glandula pinealis und der Vier- 
hügel, des Kleinhirnbrückenwinkels, des Pons und der Medulla oblongata, 
sowie der syphilitischen Neubildungen und der diffusen Geschwulstinfiltra- 
tionen der Hirnhäute, in denen das Charakteristische dieser Veränderungen 
und ihrer Augensymptomatologie hervorgehoben wurde. Eine weitere Zer- 
legung des Themas aber vorzunehmen, erschien nicht zweckmäßig, da 
Lokal- und Fernwirkungen des Hirntumors nicht immer hinreichend aus- 
einander gehalten werden können. Ich unterschätze dabei gewiss nicht die 
Möglichkeit, aus gewissen Symptomen und gewissen Kombinationen von 
Symptomen spez. auch solchen von Seiten der Augen bestimmte diagno- 
stische Anhaltspunkte für die Lokalisation des Tumors zu finden, es wird 
sich aber Gelegenheit bieten, diese Momente unter den einzelnen Abschnitten 
der Augensymptomatologie gebührend zu berücksichtigen. 

Ich habe es auch hier für richtig erachtet, für meine Statistik nur 
Fälle aus der Literatur und meiner eigenen Erfahrung zu Grunde zu legen, 
deren Diagnose durch die Sektion erhärtet werden konnte. Die Anzahl der 
berücksichtigten Beobachtungen beträgt 800, von denen ungefähr J /s Klein- 
hirntumoren betrifft. Alle unsicheren und ungenau beschriebenen Fälle sind 
außer Acht gelassen. 

Bei der mühevollen Aufstellung der Statistik hat mich Herr Dr. Lenz 
in dankenswerter Weise unterstützt (s. Statistik). 



1. Die Optieusaffektionen bei Großhirntumor. 

(Stauungspapille, Neuritis optica, neuritische Atrophie, einfache Atrophie.) 

§ 215. Bekanntlich war Türck (2) der Erste, der bei einem Gehirntumor 
anatomisch Netzhautblutungen, und Coccius (I) derjenige, der zuerst die 
ophthalmoskopisch sichtbaren Papillenveränderungen bei dieser Erkrankung 



1144 



XXII. Teil II. UhthoiT, 



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Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1145 

nachwies. A. v. Graefe gebührt das Verdienst, 1860 den Zusammenhang 
der Papillen Veränderungen mit dem Hirntumor in eingehendster und muster- 
gültiger Weise dargelegt zu haben. 

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, die Frage von der Patho- 
genese der Stauungspapille hier in ganzem Umfang aufzurollen und histo- 
risch darzulegen. 

Ich verweise in dieser Hinsicht auf die Bearbeitung der Sehnerv- und 
Netzhauterkrankungen in diesem Handbuch von Leber (53) und die Entwick- 
lung der ganzen Frage durch die Arbeiten von den verschiedensten Autoren. 

Die Lehre A. v. Graefe's von der Entstehung der Stauungspapille durch 
Stauung im venösen Abfluss aus der Orbita, resp. Kompression des Sinus 
cavernosus, erfuhr Einwendungen durch die SESEMANN'schen (1869) Unter- 
suchungsergebnisse über die Anastomosen der Vena ophthalmica mit den vor- 
deren Gesichtsvenen und diese wieder blieben nicht ohne Widerspruch 
durch F. Merkel, Gürwitsch. 

Die Theorie von Deyl (354), später Knape (697), Dupuy-Dutejips (375), 
die auch von Levinsohn (538), Judeich (Zeitschr. f. Augenheilk. 1900), 
Grösz (307) für bestimmte Fälle unterstützt wird, umgeht die Schwierig- 
keit der Anastomosen zwischen Orbital- und Gesichtsvenen, indem sie den 
Verschluss der Vena centralis retinae in die Gegend ihres Durchtritts durch 
die Duralscheide verlegt, also an eine Stelle, wo diese Vene noch nicht in 
die eigentliche Vena ophthalmica eingetreten ist. 

Die Lehre von dem Auftreten einer Flüssigkeitsansammlung im Seh- 
nervenscheidenraum, wie sie von Schmidt -Rimpler (1869. Arch. f. Ophth. 
XV, 2, 197) und Manz (1870. Arch. f. Ophth. XVI, 2; 1871. Deutsches Arch. 
f. klin. Med. IX) nachgewiesen und für das Auftreten der Stauungspapille 
ätiologisch verantwortlich gemacht wurde (Transporttheorie), gründete sich 
auf die ScHWALBE'sche (1870. Arch. f. mikr. Anat. VI, 1) Entdeckung von 
der Kommunikation der Schädelhöhle mit dem intervaginalen Sehnerven- 
raum. Diese Lehre fand manche Anhänger, Panas, Knies u. A. Sie fand 
ferner eine Stütze in den v. ScHULTEiv'schen (128) Experimenten, Flüssigkeit 
am lebenden Tier von der Schädelhühle in den Intervaginalraum zu treiben 
und dadurch Papillenveränderungen beim Kaninchen hervorzurufen. Zu ähn- 
lichen Resultaten kam Merz (384), während Kampherstein-Heine (464) nicht 
so prompte Resultate am lebenden Tier erzielten, wohl aber an frischtoten 
eine ausgesprochene Papillenschwellung durch Injektion von Flüssigkeit in 
die Schädelhöhle erzeugten. 

Horsley, Reichardt, Brüns (300), Cushing, Hoche (308) u. A. treten 
für die mechanische Entstehung der Stauungspapille infolge von Steigerung 
des intrakraniellen Druckes und desjenigen im Zwischenscheidenraum ein, 
und Hoche weist darauf hin, dass wahrscheinlich in analoger Weise wie durch 
Einschnürung in der Lamina cribrosa bei der Papille durch eine solche 



1146 XXII. Teil II. Uhthoff, 

von Seiten des Pialringes bei den austretenden hinteren Rückenmarks- 
wurzeln eine Degeneration entstehe. Auch Liebrecht (425) sieht das we- 
sentliche Moment in einer Lymphstauung im Sehnerven und der Papille in 
Verbindung mit primären entzündlichen Veränderungen in der Piaischeide 
des Sehnerven. 

Nachdem schon Gowers (236) den Gedanken einer Entstehung der 
Stauungspapille durch die Wirkung irritativer Lymphe im Zwischenscheiden- 
raum ausgesprochen und die Steigerung des entzündlichen Prozesses zur 
Stauungspapille durch den Scheidenhydrops hervorgehoben hatte, wurde die 
eigentliche Entzündungstheorie von der Entstehung der Stauungspapille von 
Leber (84) begründet und durch Deutscumann mit experimentellen Arbeiten 
zu stützen gesucht. 

Leber würdigte dabei sehr wohl das häufige Vorkommen des Scheiden- 
hydrops als ein begünstigendes Moment für den Transport entzündungs- 
erregender StolTwechselprodukte bis in die vordersten Abschnitte der Seh- 
nervenscheiden. Zellweger (Inaug.-Diss. Zürich 1877) und Elschnig (267) 
stützen im Wesentlichen die LEBER'sche Theorie, in modifizierter Weise 
tritt auch Krückmann ihr bei. 

Die Entstehung der Stauungspapille auf reflektorischem Wege (Hugh- 
lings Jackson 22) oder durch vasomotorische Einflüsse (Benedikt 32, 
Loring 40) und ebenso die Lehre von Adamkiewicz von dem Einfluss einer 
Reizung der den Sehnerven ernährenden Gentren (neuroparalytische Ent- 
zündung] u. s. w. sind von der Hand zu weisen. 

Parinaud (72, 272), Sourdille (407), Ulrich (160), Rochon-Duvigneaud 
(274) sind in erster Linie die Vertreter der Ansicht, dass Stauungspapille 
infolge von Fortsetzung eines Hirnödems auf den Opticusstamm selbst, als 
einen vorgeschobenen Hirnteil, gewöhnlich in Verbindung mit Hydrocephalus 
zu Stande komme. 

Das Bestreben, in der Pathogenese der Stauungspapille verschiedene 
Theorien nebeneinander und miteinander kombiniert bestehen zu lassen, 
tritt in den Arbeiten mehrerer neuerer Bearbeiter zu Tage (Levinsohn 538, 
v. Krüdf.ner 537, Baas [Zeitschi', f. Augenheilk. II. 1899], Greeff, v. Grösz, 
Weeks 409, Bircii-Hirschfeld, E. v. Hippel 633, Liebrecht u. A.). 

Neuerdings erklärt Sciiieck (785) das Zustandekommen der Stauungs- 
papille aus einer Drucksteigerung und einer abnormen Ansammlung von 
Cerebrospinalflüssigkeit im Intervaginalraum infolge der intrakraniellen Druck- 
steigerung' und dadurch entstehender Behinderung des vom Glaskörper und 
von der Papille kommenden und centripetal in den perivaskulären Lymph- 
räumen des Axialstranges verlaufenden Lymphstroms. Er legt dabei zu 
Grunde: 1. die experimentellen Untersuchungsresultate von Schwalbe, Ul- 
rich (1601, Gifford (135), v. Schulten (128), Deutscumann und besonders die 
Untersuchungsergebnisse von Levinsohn über die Injizierbarkeit der peri- 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1147 

vaskulären Lymphräume vom Glaskörper aus und des Intervaginalraumes 
von der Schädelhühle her unter Annahme eines centripetalen Flüssigkeits- 
stromes vom Auge bis zum Austritt der Centralgefäße in die Dural- 
scheide und eines centrifugalen von der Schädelhöhle zum Auge im Inter- 
vaginalraum, der ebenfalls mit dem Austritt der Centralgefäße den Seh- 
nervenscheidenraum verlässt, 2. seine eignen pathologisch - anatomischen 
Untersuchungen am Menschen, die vor allem starke Ausdehnung der 
perivaskulären Lymphräume im Axialstrang des Sehnerven bis zum 
Austritt der Gefäße aus dem Sehnervenstamm in die Duralscheide er- 
gaben. 

Schieck fand die Lymphräume bei Stauungspapillen konstant erweitert 
und die Centralvenen im Sehnervenstamm komprimiert. Hieraus erklären sich 
nach Schieck Ödem und Schwellung der Papille, Quellung der Nervenfasern 
und die erst in sekundärer Weise eintretenden, reaktiven, entzündlichen 
Erscheinungen unter Zugrundegehen der Nervenfasern und Wucherung des 
Stützgewebes und der Glia. Die Stauungspapille ist darnach in erster 
Linie mechanisch bedingt, und die entzündlichen Erscheinungen sind sekun- 
därer Natur. Daher erkläre sich auch der prompte Rückgang der Stau- 
ungspapille nach Beseitigung der intrakraniellen Drucksteigerung auf ope- 
rativem Wege, selbst dann, wenn der Tumor selbst nicht entfernt werden 
konnte. 

In neuester Zeit legt Sänger (757) an der Hand eines großen ana- 
tomischen Untersuchungsmaterials für die Entstehung der Stauungspapille 
auf die intrakranielle Drucksteigerung und Hirnschwellung mit Druck von 
Seiten des Frontallappens von oben her auf die Duraduplikatur, welche 
den Opticus einschnürt, das entscheidende Gewicht. Analog äußert sich 
Bebr gelegentlich seiner Untersuchungen über die Sehstörungen bei Turm- 
schädel. 

Ebenso wie ich bei dem beschränkten Raum hier nicht die Patho- 
genese der Stauungspapille in extenso behandeln konnte, ist auch die Dar- 
legung der gesamten pathologischen Anatomie des Prozesses an dieser 
Stelle nicht möglich. Ich will jedoch nicht unterlassen, hier einige Daten 
an der Hand meines eignen großen Untersuchungsmaterials anzuführen, 
wie es die Bearbeitung von Kampherstein (464) ergeben hat (55 Augen von 
44 Fällen). 

Was zunächst den Hydrops des Intervaginalraums anbetrifft, so wurde 
derselbe in 65 % der Fälle, also nicht konstant, gefunden. 

Ähnlich war das Untersuchungsresultat Elschnig's (267). 

Die Erweiterung des Intervaginalraums betraf gewöhnlich den Raum 
zwischen Arachnoidea und Piaischeide des Sehnerven, gelegentlich aber auch 
den Subduralraum (zwischen Duralscheide und Arachnoidea). Am stärksten 
war die Flüssigkeitsansammlung dicht hinter dem Bulbus. 



1148 XXII. Teil II. Uhthoff, 

In 76 % fanden sich entzündliche Veränderungen im Sehnerven- 
scheidenraum und zwar waren sie konstant vorhanden bei alten Stauungs- 
papillen mit sekundärer Atrophie des Opticus, während sie bei frischen 
Fällen zum Teil fehlten. 

In 35^ konnte keine, ausgesprochene Erweiterung des Sehnerven- 
scheidenraums nachgewiesen werden und zum Teil auch keine entzünd- 
lichen Veränderungen. Ein Beweis dafür, dass beides für das Zustande- 
kommen der Stauungspapille nicht unbedingt erforderlich ist. 

In 10^ fehlten pathologische Veränderungen der Sehnervenstämme 
(bei frischeren Fällen) trotz ausgesprochener Papillenalteration. Es bleibt 
hierbei zu bedenken, dass die bei weitem meisten Fälle des anatomischen 
Materials keine ganz frischen Beobachtungen repräsentierten. 

In 56^ fanden sich ausgesprochene neuritisch- entzündliche, sowie 
atrophische Veränderungen in den Sehnervenstämmen, doch können gele- 
gentlich ausgesprochene Sehnervenstammveränderungen noch fehlen, wenn 
perineuritische schon ausgesprochen vorhanden sind. 

In 60 % war ein deutliches Ödem der Sehnervenstämme nachweisbar 
(subpial sowie auch innerhalb der Septen und in den Septen selbst). Am 
ausgesprochensten zeigte sich dieses Ödem meistens in der Umgebung der 
Centralgefäße, aber durchaus nicht ausschließlich; in den centralen Seh- 
nerventeilen war das Ödem durchweg deutlicher nachweisbar als in den 
peripheren. 

In 1%% zeigte sich die Lamina cribrosa deutlich gegen den Augen- 
hintergrund vorgetrieben und zwar besonders bei den frischen Stauungs- 
papillen, bei den älteren Fällen weniger (ähnlich Elschmg, Liebrecht). 
Hauptsächlich betrifft die Vorbuckelung die Lamina chorioidalis, während 
die Lamina scleralis sie nicht immer in gleicher Weise zeigt. Bei ein- 
tretender Atrophie der Opticusfasern geht die Vorbuckelung der Lamina 
cribrosa zurück. 

In 32^" fehlen trotz ausgesprochener Schwellung eigentlich entzünd- 
liche Veränderungen der Papillen, besonders in frischen Fällen. Es findet 
sich Ödem, fächerförmiges Auseinanderweichen der Nervenfaserzüge, vari- 
köse Hypertrophie der Nervenfasern, zirkumpapilläre Wallbildung, spon- 
giöser Bau u.s. w. Die entzündlichen Veränderungen, besonders in den 
älteren Fällen, finden sich hauptsächlich in der Umgebung der Gefäße und 
in der Nähe der Lamina cribrosa, ferner Gefäßneubildung, Gliawucherung 
mit Kernvermehrung, Verdickung der Gefäßwandungen. 

Diese unsere anatomischen Untersuchungsresultate finden auch nach 
den Angaben in der Literatur vielfach Bestätigung. Stauungspapillen 
ohne Scheidenhydrops wurden schon von Swanzy (41), Uschakow, Both- 
mund und Schwenniger (28), Treitel (93) und später auch von anderen 
nachgewiesen. 






Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1149 

Die entzündlichen Erscheinungen betonen besonders Walter Edmunds 
und Lawford (122), Leber, Deutschmann, Elschnig, Krückmann, Thorner 
(830) u. A. 

Das gelegentliche Fehlen entzündlicher Veränderungen bei frischer 
Stauungspapille heben Manz, Rochon-Duyigneaud, Bruns, v. Grösz, Hoche, 
Liebrecht, Gunn (599), Bordley (673) und Cushing, Spiller (728), Schieck 
u. A. besonders hervor. 

In einem Ödem des Sehnervenstammes sehen Parinaud, Ulrich u. A. 
das eigentliche Wesen der Stauungspapillen und Schieck ganz speziell in einer 
starken Erweiterung der Lymphscheiden der Centralgefäße. 

Die von Deyl, Knape (697) als pathogenetisch wichtig angenommene 
Abknickung und Verlegung der Vena centr. retinae bei ihrem Durchtritt 
durch die Duralscheide hat nur gelegentlich Bestätigung gefunden und ist 
jedenfalls nicht als ausschlaggebend anzusehen. 

Die relativ häufige Vortreibung der Lamina cribrosa wird auch von 
Elschnig, Liebrecht u. A. betont. 

Folgende anatomische Abbildungen aus meinem Untersuchungsmaterial 
mögen hier noch wiedergegeben werden (nach Kampherstein) (siehe Fig. 95 
bis 99). 

Wenn ich meinen persönlichen Standpunkt auf Grund meiner eignen 
klinischen und anatomischen Erfahrungen und auf Grund des einschlägigen 
Materials in der Literatur darlegen darf, so ist, meines Erachtens, nicht zu 
verkennen, dass die Theorie von der Entstehung der Stauungspapille durch 
einen primären entzündlichen Prozess nicht haltbar ist. Die entzündlichen 
Veränderungen in den Opticusscheiden und in der Papille selbst gehören 
nicht unbedingt zu dem anatomischen Bilde der Stauungspapille; sie fehlen 
in einem Teil der Fälle und sind als sekundär entstanden aufzufassen in- 
folge von degenerativen Prozessen des Opticus. 

Dass unter Umständen schwere primär entzündliche Erscheinungen im 
Sehnervenscheidenraum im Sinne einer descendierenden Neuritis resp. Peri- 
neuritis die Veranlassung zu Neuritis optica oder Stauungspapille geben 
können, ist hinreichend bekannt, und ich verweise besonders auch auf 
meine Ausführungen bei der Hirnsyphilis. 

Es ist niemals gelungen, entzündungserregende Stoffe, Toxine oder 
Mikroorganismen direkt nachzuweisen bei der Entstehung der Stauungs- 
papille infolge von Hirntumor. So können große Tumoren in unmittelbarer 
Nähe der basalen optischen Leitungsbahnen gelegen sein, ohne ausgespro- 
chene Stauungspapille oder Entzündungsprozesse hervorzurufen, und an- 
dererseits treten wieder bei sehr entfernt sitzenden, auch kleinen Tumoren 
besonders in der hinteren Schädelgrube, sehr oft und hochgradig Erschei- 
nungen der Stauungspapille auf. Auch das seltene Auftreten der Stauungs- 
papille bei Meningitis spricht gegen diese Theorie. 



1150 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Fig. 95. 




Fig. 96. 




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Fig. !I5. Scheidenhydrops. Fig. 90. Hydrops mit Atrophie uud Schwartenbildung. 
Fig. "J7. Frische Stauungspapille ohne Hydrops. Fig. 9S. Scheidenwucherungen. 
(Aus Kampherstein, Pathologie und Pathogenese der Stauungspapille. Klin. 
Monatshl. f. Augenheilk. 2X11,1. S. 50t. I 1 . 04. Nach eigenen Beobachtungen.) 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 



1151 



v Die bei der Stauungspapille gefundenen entzündlichen Veränderungen 
im Bereich des Sehnervenstammes, seiner Scheiden und in der Papille selbst 
finden sich in erster Linie in den späteren Stadien des Prozesses und 
können bei frischen Fällen fehlen. 



zu bezeichnen, und wenn Hoche, 



Sie sind als sekundäre Erscheinungen 
Sänger und Schmaus auf die Analogie 



der Kompressionsmyelitis hinweisen, wo auch einfach- mechanischer Druck 
Erscheinungen von Quellung und Degeneration mit Wucherung der Glia 

Fig. 99. 




Hochgradiger Scheidenhydrops. 
(Aus KiJiPHERSiEiN, Klin. Honatsbl. f. Augenheilk. 1904. XLII, 1. S. 501.; 



und Veränderungen am Bindegewebs- und Gefäßapparat hervorbringen 
und auf Stauungsödem zurückgeführt werden kann, so möchte ich dem nur 
beistimmen. 

Auch ist mir nicht gelungen, bei Versuchen mit frisch entnommener 
Cerebrospinalflüssigkeit bei Hirntumor experimentell beim Tier ausgespro- 
chene entzündliche Erscheinungen am Auge hervorzurufen. Die sogenannten 
entzündlichen Erscheinungen, wie sie besonders bei den älteren Stadien der 
Stauungspapille gefunden werden, lassen sich sehr wohl aus dem mecha- 
nischen Vorgang der Lymphstauung erklären. 



1152 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Der erhöhte intrakranielle Druck beim Hirntumor, gewöhnlich in Be- 
gleitung von Hydrocephalus, spielt sicher die Hauptrolle bei der Entstehung 
der Stauungspapille. Das Auftreten des Scheidenhydrops ist dabei sehr 
häutig, aber kein unbedingtes Erfordernis. Hierfür sprechen auch die viel- 
fachen operativen Erfahrungen über den Rückgang der Stauungspapille bei 
Entlastung des intrakraniellen Druckes durch Palliativtrepanation, Hirn- 
punktion u. s. w., gelegentlich auch selbst dann, wenn der Hirntumor weiter 
fortbesteht. Auch die unter Umständen sehr schnell auftretende Trübung 
und Schwellung der Papille bei Hämatom der Sehnervenscheiden nach 
Schädelfrakturen, wie ich u. A. es beobachtet haben, spricht für das mecha- 
nische Moment der Entstehung. 

Die Abknickung und Verlegung der Vena centralis retinae im Scheiden- 
raum nach ihrem Austritt aus dem Oplicusstamm (Deyl, Knape u. A.) ist 
durchaus kein regelmäßiger Befund bei der Stauungspapille, scheint sogar 
relativ selten zu sein. Sie vermag keine definitive Erklärung für das Zu- 
standekommen der Stauungspapille zu geben. Dagegen wird ein Ödem des 
Sehnervenstammes (Parinaud, Ulrich u. A.) und besonders eine ödematüse 
Ausdehnung der perivaskulären Lymphscheiden im Axialstrang des Opticus 
häufig gefunden (Schieck, Kampderstein u. A.) und hat, meines Erachtens, 
für die Entstehung der Stauungspapille eine erhebliche Bedeutung im Sinne 
eines mehr mechanisch bedingten Hergangs. Es bleibt hier auch entschieden 
hervorzuheben, dass bei den frischen Stauungspapillen noch alle entzünd- 
lichen Erscheinungen fehlen und nur Ödem, Quellung der Nervenfasern 
nebst Ausdehnung der Gefäße bestehen können. 

Auch die positiven experimentellen Resultate bei Tieren, durch mecha- 
nische Steigerung des intrakraniellen Druckes Papillenveränderungen zu 
erzeugen, wie das einzelnen Autoren gelungen ist (v. Schulten, Merz), weisen 
auf die Bedeutung des mechanischen Momentes hin. 

Ebenso sind die neuesten Mitteilungen von Sänger in erster Linie 
für die mechanisch bedingte Entstehung der Stauungspapille ins Feld zu 
führen. 

Das statistische Vorkommen von Stauungspapille resp. Neu- 
ritis optica bei Großhirntumoren wird von den verschiedenen Seiten 
mit unsern. Zahlen ziemlich übereinstimmend angegeben und dürfte sich im 
Durchschnitt auf ca. 80 % belaufen. Hervorgehoben wird von einigen 
Autoren ein relativ häufigeres Freibleiben der Optici bei Lage des Tumors 
in der motorischen Region der Hirnrinde und der Konvexität der Hemi- 
sphären (Edmunds und Lawford 122, Vorkommen in nur 46^, W. F. Norris) 
und ferner bei Balkentumoren (Bruns 1 34). Ebenso ist die Stauungspapille 
resp. Neuritis optica seltener bei den Tumoren an der Schädelbasis (Oppen- 
heim 591, Bruns 620 u. A.). Seeligmann (29ß) ist sogar geneigt, bei den durch 
Tumoren der Schädelbasis bedingten Hirnnervenlähmungen den normalen 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1153 

ophthalmoskopischen Befund fast als die Regel anzusehen. Er sieht in 
dem Fehlen der Stauungspapille, des Erbrechens und der Hirndrucksteige- 
rung überhaupt das Charakteristische für die durch Tumoren an der 
Schädelbasis bedingten Hirnnervenlähmungen. 

Es erscheint mir instruktiv, hier einige Daten über Opticusbefunde bei 
den metastatischen Hirngeschwülsten, die verhältnismäßig oft basal lokali- 
siert sind, anzuführen. Nach meiner Zusammenstellung betrafen von den 
metastatischen Hirntumoren ca. 80^' Carcinome, in den übrigen Fällen 
handelte es sich um Sarkome und selten um andere Geschwulstformen 
(Lymphom, Adenom, Chorioepitheliom u. A.). In ca. der Hälfte der Fälle 
dieser metastatischen Tumoren in der Schädelhöhle fand sich ein positiver 
Opticusbefund durchweg in der Form von Stauungspapille, Neuritis optica 
oder neuritischer Atrophie. In ca. 40^ der Fälle hatten die Geschwulst- 
metastasen einen basalen Sitz, und nur in ca. 1 J i dieser Beobachtungen 
fand sich Stauungspapille oder Neuritis optica. 

In ca. 60_%" saßen die Metastasen nicht basal, sondern in der Sub- 
stanz des Gehirns, und hier konnte in ca. 60 % der Fälle ein positiver 
Papillenbefund konstatiert werden. Die metastatische Hirngeschwulst 
(meistens Carcinom) geht also im Ganzen etwas seltener mit einem posi- 
tiven Opticusbefund einher als der nicht metastatische Hirntumor, spec. 
aber gilt das von den basal sitzenden metastatischen Hirntumoren (ca. 
25^). Bei einer Zusammenstellung nicht metastatischer Tumoren an der 
Schädelbasis fand ich positiven Papillenbefund in Form von Stauungs- 
papille oder Neuritis optica (selten einfache Opticusatrophie) in ca. 50^" 
der Fälle, also entschieden häufiger als bei den metastatischen basalen 
Tumoren. 

Ich müchte in dieser Beziehung auch den Anschauungen vonGowers (236) 
beipflichten, dass einmal Tumoren, welche von den Hirnhäuten ausgehen und 
nur komprimierend auf das Gehirn wirken, ohne in dasselbe einzudringen, 
weniger häufig zu positiven Papillenbefunden führen als solche, welche die 
Substanz des Gehirns durchsetzen, und dass zweitens ein Tumor, der nur 
das Gehirn komprimiert, im Ganzen um so weniger geeignet ist, Stauungs- 
papille oder Neuritis optica hervorzurufen, je langsamer er wächst. 

Noch anders als bei den basalen Tumoren im oben erörterten Sinne 
gestalten sich die Verhältnisse bei den Hypophysis- resp. Infundibulum- 
tumoren mit und ohne Akromegalie, wo nur in ca. 20^" Stauungspapille 
oder Neuritis optica zu verzeichnen ist. Es überwiegt hier fast das Bild 
der einfachen Opticusatrophie (vgl. Kapitel Hypophysistumor), und es dürfte 
wohl als Grund dafür das langsame Wachstum dieser Tumoren mit Hervor- 
rufung der einfachen Druckatrophie einerseits, als auch die nicht seltene 
Verlegung der Kommunikation von der Schädelhöhle zum Sehnervenscheiden- 
raum in erster Linie anzusehen sein. 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 73 



1154 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Dass sich bei Kleinhirntumoren und solchen der hinteren Schädelgrube 
die Stauungspapille und Neuritis optica noch häufiger finden als bei Groß- 
hirntumoren, werden wir später sehen (vgl. Statistik S. 1144, 88^). Etwas 
anders verhalten sich wieder die Ponstumoren, welche in ca. 70^ ent- 
zündliche Erscheinungen an den Papillen aufweisen (vgl. Kapitel XXII, 
2. Teil, S. 565). 

Die markanteste, differentiell-diagnostisch wichtige Thatsache bleibt so- 
mit das relativ häufige Auftreten der einfachen atrophischen Verfärbung 
der Papille bei den Hypophysistumoren gegenüber den anderweitig lokali- 
sierten Hirntumoren, wo einfach atrophische Verfärbung der Papillen nur 
sehr selten anzutreffen ist (1,1 % bei Großhirntumoren), und diese sel- 
tenen Fälle gestatten einen gewissen Wahrscheinlichkeitsschluss für eine 
direkte Kompression des Opticus durch den Tumor und gelegentlich für 
die Entstehung der Opticusläsion durch Hydrops des III. Ventrikels mit 
Ausbuchtung des Bodens und Kompression von Chiasma resp. Opticus- 
stämmen. 

Auch das prozentarische Verhalten des ophthalmoskopischen Befundes 
bei den Tumoren an der Schädelbasis im oben erörterten Sinne ist von 
ausgesprochener differentiell-diagnostischer Bedeutung, wenn auch die be- 
gleitenden basalen Erscheinungen von Seiten der Hirnnerven, Durchbruch 
in die Nase, Orbita und Nasenrachenraum u. s. w. noch mehr in die Wag- 
schale fallen dürften. 

Über den ophthalmoskopischen Befund der Stauungspapille kann 
ich hier kurz hinweggehen, da ich schon früher diesen Begriff definiert 
habe. Die steile Prominenz der getrübten Papille ist das Wesentliche für 
diesen Begriff, und ich fordere den Wert von mindestens 2 D-Prominenz, 
bevor ich es für statthaft halte, den Befund als typische Stauungspapille 
zu bezeichnen und diagnostisch zu verwerten. Das relativ scharfe Ab- 
schneiden der Veränderungen in unmittelbarer Nachbarschaft des Seh- 
nerveneintritts gegen die übrige Betina ist ferner ein typischer Faktor im 
Krankheitsbilde. Kleinere weiße Herde und Hämorrhagien im Bereich der 
getrübten Papille sind keineswegs selten , dagegen gehören zahlreichere 
kleine weissliche Belinalplaques, ja sogar gelegentlich typische Spritzfigur 
in der Gegend der Macula lutea schon zu den selteneren Vorkommnissen, 
und dass, wie wohl einige Autoren (Hugblings Jackson 82, Bruns, Oppen- 
heim u. A.) hervorheben, das ophthalmoskopische Bild beim Hirntumor ganz 
dem der Betinitis albuminurica gleichen könne, kann man nur als höchst 
selten ansehen; denn auch in den Fällen von Hirntumoren mit ausge- 
sprochener sogenannter Spritzfigur in der Gegend der Macula unterscheidet 
die steil prominente Stauungspapille den Befund von der Neuroretinitis 
albuminurica, wo eine steile Prominenz der getrübten Papille durchweg 
nicht vorhanden ist und bei wirklich vorhandener Papillenschwellung sich 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1155 

nicht so scharf gegen die Umgebung absetzt, wie bei der eigentlichen 
Stauungspapille. 

Auf der andern Seite ist es bekannt, dass in ganz vereinzelten Fällen 
von chronischer Nephritis das typische Bild der Stauungspapille ohne 
weiterreichende Netzhautveränderungen auftreten und damit zu Verwechs- 
lung des Krankheitsprozesses mit Hirntumor verleiten kann. 

Größere und massige Hämorrhagien in der Umgebung der prominenten 
Stauungspapille kommen selten vor, sie können dieselbe gelegentlich in Form 
eines großen hämorrhagischen Kranzes umgeben. Ich habr das in 1 % 
meiner Fälle gesehen, ausgesprochene Maculabeteiligung unter dem Bilde 
der Spritzfigur in 4^, den typischen Befund der Retinitis albuminurica 
bei Hirntumor in 1 / 2 % ; Glaskürperblutung in Verbindung mit Stauungs- 
papille y2#j ausgesprochene cirkumpapilläre Amotio retinae bei sehr stark 
prominenter Papille in 1 %, periphere Retinalblutungen bei Stauungs- 
papille in 2,5^. Tüantas (610) berichtet in mehreren Fällen von Stauungs- 
papille bei Hirntumor über Retinalblutungen zwischen Äquator und Ora 
serrata und konnte den Befund 1 mal durch Sektion bestätigen, ein der- 
artiges Vorkommnis kann, meines Erachtens, nur als sehr selten angesehen 
werden. 

Zum Schluss sei hier noch einmal auf meine eigne Beobachtungsstatistik 
über 200 Fälle von Stauungspapillen verwiesen (S. 912), aus der die enorme 
ätiologische Bedeutung des Hirntumors für das Auftreten der Stauungs- 
papille erhellt. 

Klinische Daten für die Stauungspapille und Neuritis optica 
bei Hirntumor. Die Sehstörungen bei der Stauungspapille haben manche 
charakteristische Kennzeichen. Das oft relativ lange Intaktbleiben der Seh- 
schärfe bei ausgesprochenem ophthalmoskopischen Befund ist in erster 
Linie hervorzuheben, es kann gelegentlich Monate lang das typische Bild 
der Stauungspapille bestehen, ohne dass deutliche Sehstürungen dadurch 
bedingt sind. 

Sehr häufig sind ferner die periodischen, vorübergehenden Verdunke- 
lungen vor den Augen des Patienten; sie haben einen direkten diagnostischen 
Wert für die Auffassung des Opticusprozesses im Sinne einer sympto- 
matischen, durch intrakranielle Drucksteigerung hervorgerufenen Papillen- 
veränderung. 

Das Gesichtsfeld verhielt sich in den 200 Fällen meiner Beobachtungs- 
reihe folgendermaßen: 

1. Vergrößerung des blinden Flecks 72 mal 

2. Freies Gesichtsfeld (meist ganz frische Stauungspapille) .16» 

3. Mehr oder weniger regelmäßige konzentrische Gesichtsfeld- 
beschränkung 30 » 

73* 



1156 XXII. Teil II. Uhthoff, 

4. Teilweise periphere Beschränkung 16 mal 

5. Hemianopsie (5mal homonym, 1 mal temporal) .... 6 » 

6. Centrale Scotome 5 » 

7. Totale Farbenblindheit 1 » 

8. Vergrößerung des blinden Flecks auf dem einen Auge und 
konzentrische Einengung auf dem anderen 1 » 

9. Konzentrische Einengung auf dem einen Auge und Amaurose 

auf dem anderen 2 » 

1 0. Amaurose 25 » 

11. Nur Lichtschein 7 > 

12. Amaurose mit später gutem Visus 2 » 

In 17 Fällen lagen keine Gesichtsfeldangaben vor. 

Bördlet und Cushing (674), Gdarles betonen neuerdings eine früh- 
zeitige Alteration des Farbensinnes als erste Gesichtsfeldstürung bei Hirn- 
tumoren. 

Das Vorkommen der einseitigen Stauungspapille oder Neu- 
ritis optica ist beim Hirntumor im Ganzen selten. Die Frage von ihrer 
diagnostischen Bedeutung für den Sitz des Tumors ist gerade in der 
jüngsten Zeit lebhaft diskutiert worden, und speziell von Horsley (636) ist 
hervorgehoben, dass der einseitige Oplicusbefund mit großer Wahrschein- 
lichkeit auf einen Sitz des Tumors auf derselben Seite schließen lasse. Die 
Bedeutung dieser Frage gerade mit Rücksicht auf die operative Behand- 
lung des Hirntumors liegt auf der Hand. Ich glaube nur, man muss sich 
hüten mit allzugroßer Sicherheit aus der einseitigen Stauungspapille auf 
den Sitz des Tumors auf derselben Seite zu schließen (Ipselateralilät). Die 
Beispiele in der Literatur, wo das Gegenteil der Fall war, sind nicht selten 
(Zenner 245, Jackson 22, Parisotti 366, Ziehen 665, Leslie Paton 712, 
Charyet et Baxcel 461, Leszynsky 398, Lewandowsky 644, Field 236 
U.A.). Leslie Paton (651, 712) bestreitet sogar direkt die Berechtigung, 
aus einer einseitigen oder einseitig stärkeren Stauungspapille einen un- 
mittelbaren diagnostischen Schluss auf den gleichseitigen Sitz des Tumors 
zu machen. 

Demgegenüber stehen die Angaben anderer Autoren, welche mit Be- 
stimmtheit eine weitgehende Berechtigung hervorheben, aus der einseitigen 
Stauungspapille bei Hirntumor den Sitz desselben auf der gleichen Seite zu 
diagnostizieren (Horsley 636 u. 695 in ca. 95^, Middleton Martin 312 in 
71 #, Krauss 338, Gunn 359, Williamson 1895 85 %, Gordon 695, 
A.Holmes 75^, Byrom Bramwell 1898, Ed. Müller 428, Luxenburg, 
Anderson 399, Buchanan und Coats 199, Beatson Hird 744). 

Einen gewissen Anhalt gewährt somit wohl die einseitige oder auf 
der einen Seite viel stärker hervortretende Stauungspapille für den Sitz des 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1157 

Tumors auf der gleichen Seite, aber allzu sicher darf man nicht mit diesem 
Faktor allein rechnen. Es ist selbstverständlich, dass hierbei alle einseitigen 
Stauungspapillen bei Orbitalaffektionen sorgfältig ausgeschlossen werden 
müssen. 

Neuerdings hat Mohr nach meinem eigenen und dem von mir aus der 
Litteratur zusammengestellten Material statistische Erhebungen über das 
Vorkommen der einseitigen oder einseitig stärkeren Stauungspapille resp. 
Neuritis optica bei Hirntumor und deren diagnostische Bedeutung angestellt. 
Es wurden hierbei nur ganz sichere, meistens durch Sektion oder Operation 
bestätigte Fälle verwendet. Das Resultat war folgendes: 

I. Einseitige Stauungspapille bei intrakraniellem Tumor, 41 Fälle. Davon 
23mal (56,09#) auf der Tumorseite und 18 mal (43,9#) auf der 
entgegengesetzten Seite. 

IL Einseitige nicht prominente Neuritis optica bei Hirntumor, 1 Fälle. 
Davon 8mal (80#) auf der Tumorseite und 2mal (20$) auf der 



entgegengesetzten Seite. 

III. Doppelseitige Neuritis optica oder Stauungspapille, einseitig stärker 
ausgeprägt, 55 Fälle. Davon auf der Tumorseite 40mal (72, 7^) 
und auf der anderen Seite 15 mal (27,3 %). 

IV. Auf der einen Seite Atrophia nerv, optici bei Stauungspapille auf 
der anderen, 9 Fälle. Die Stauungspapille fand sich in allen Fällen 
(100^) auf der dem Tumor nicht entsprechenden Seite. 

V. Beiderseits Stauungspapille, aber mit einseitig besonders ausge- 
prägter Netzhautbeteiligung spec. Netzhauthämorrhagien : 

1. Retinalhämorrhagien auf der nicht dem Tumor 
entsprechenden Seite 

a) nach der sonstigen Litteratur 7 Fälle (77,8 #) 

b) nach den Angaben von Horslky I Fall (14,3^) 

2. Auf der Seite des Tumors 

a) nach der sonstigen Litteratur 2 Fälle (22,2^) 

b) nach den Angaben von Horsley 6 Fälle (85, 7#) 

(sub V also recht verschiedene Resultate zwischen den HoRSLEY'schen 
Mitteilungen und den sonstigen aus der Litteratur.) 

Ley (784) will neuerdings die verschiedene Intensität der Stauungs- 
papille auf beiden Seiten lediglich von dem Verhalten des intraokularen 
Drucks abhängig machen, so dass die geringere Prominenz der Stauungs- 
papille da angetroffen werde, wo der intraokulare Druck größer sei. Nicht 
der Sitz des Tumors sei ausschlaggebend, da der intrakranielle Druck auf 
beiden Seiten aus physikalischen Gründen nicht ungleich sein könne. Dieser 
Ansicht widerspricht, meines Erachtens, das Fehlen von Differenzen im 



1158 XXII. Teil II. Uhthoff, 

intraokularen Druck in den Fällen von ungleichen oder einseitigen Stauungs- 
papillen bei Hirntumor. 

Eine vollständige Rückbildung der Stauungspapille bei fort- 
bestehendem Hirntumor ohne operative Behandlung ist sehr selten; ich 
sah sie in l li% meiner Beobachtungen von Hirntumoren. Auf anderen 
Erkrankungsgebieten des Gehirns sah ich sie etwas häufiger (Hirnlues, 
Hirnabszess), und die Thatsache einer völligen Rückbildung der Stauungs- 
papille zur Norm bei einer cerebralen Erkrankung spricht durchweg gegen 
die Diagnose Tumor. Auch nach den sonstigen Mitteilungen in der Lite- 
ratur ist eine solche Rückbildung der Stauungspapillen zur Norm bei Hirn- 
tumor, ohne dass eine operative Behandlung Platz gegriffen hätte, sehr 
selten. Jacobsobn und Jamane (287) sahen einen derartigen Fall und sind 
geneigt, diese Thatsache aus einer Verdünnung der Schädelkapsel und 
damit hervorgebrachten Entlastung für den intrakraniellen Druck zu er- 
klären. 

Ein Recidivieren der Stauungspapille nach einmaligem Ablauf 
ist ebenfalls beim nicht operierten Hirntumor ein sehr seltenes Vorkommnis. 
Ich sah es nicht bei meinen Fällen. Auch die Literatur weist fast gar 
keine einschlägigen Beobachtungen auf. In dem Fall von v. Schweinitz 
und TuOxMSON (27G) scheint die Diagnose Hirntumor auch noch zweifelhaft 
zu sein. 

Die Beobachtung von Axenfeld (Yamaguchi 435 und 457) ist dadurch 
besonders bemerkenswert, dass das Bild der Stauungspapille noch einmal 
wieder an einer schon atrophischen Papille eintrat. Also auch das Reci- 
divieren einer Stauungspapille bei einem nicht operativ behandelten intra- 
kraniellen Prozess spricht durchweg gegen Tumor und legt in erster Linie 
den Gedanken an Hirnsyphilis nahe, gelegentlich auch an Hirnabszess. 

Über die Lokalisation, die histologische Beschaffenheit und 
die Grüße des Großhirntumors lässt das Auftreten der Stauungspapille 
oder der Neuritis optica durchweg keine sicheren diagnostischen Schlüsse 
zu. Im Ganzen führen langsam wachsende Tumoren weniger leicht zu 
Stauungspapille als schnell sich vergrößernde (Krauss 338 u. A.). Auch 
relativ kleine Großhirntumoren können schon frühzeitig zu Stauungspapille 
führen, als Hauptfaktor ist dabei wohl in erster Linie der komplizierende 
Hydrocephalus anzunehmen, im Ganzen aber kann man sagen, je größer 
der Tumor, um so eher ist Slauungspapille zu gewärtigen. Ob aber im 
übrigen ein Großhirntumor seinen Sitz im Stirnhirn, Schläfenlappen oder 
Occipitallappen hat, dürfte für die Häufigkeit des ophthalmoskopischen Be- 
fundes nicht von ausschlaggebender Bedeutung sein. Auch kann ich der 
Behauptung von Martin (3-12) nicht beistimmen, dass Vierhügeltumoren 
stets zu Stauungspapille oder Neuritis optica führen, nach meinen Zu- 
sammenstellungen nur in ca. 75^. 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1159 

Die diagnostische Bedeutung der einseitigen oder einseitig stärker aus- 
geprägten Stauungspapille wurde schon oben erörtert. 

Nach meinen Beobachtungsreihen wurde das männliche und weibliche 
Geschlecht in ungefähr demselben Prozentsatz von Hirntumor mit Seh- 
störungen befallen, das prädisponierte Lebensalter war das vom 20. bis 
50. Lebensjahr (ca. 73 % aller Fälle). Das Verhältnis von Großhirntumor 
zu dem des Kleinhirns war ungefähr 2:1. 

Das sehr seltene Auftreten des ophthalmoskopischen Bildes der ein- 
fachen Opticusatrophie ist allgemein anerkannt, es spricht besonders 
bei doppelseitigem Auftreten geradezu gegen die Diagnose Hirntumor. Es 
handelt sich bei den seltenen Fällen von Hirntumor mit einfach atrophischer 
Verfärbung des Opticus fast immer um basalen Sitz mit direkter Kom- 
pression des Sehnerven, gelegentlich kann auch einmal ein Hirntumor auf 
dem Wege des Hydrocephalus mit Ausbuchtung des Bodens vom III. Ventrikel 
einfache Opticusatrophie hervorrufen, doch ist dies ein außerordentlich 
seltenes Vorkommnis. 

Besonders instruktiv sind in dieser Hinsicht die seltenen Fälle, wo ein 
basal sitzender Tumor den einen Opticus direkt komprimiert und dadurch 
einfache Opticusatrophie hervorruft und auf dem zweiten Auge Stauungs- 
papille erzeugt (Gowers 692, Schultz-Zehden 511), auch ich verfüge über 
eine derartige Beobachtung mit operativem Nachweis des Befundes. Diese 
Kombination von einfacher Atrophie der einen Seite mit Stauungspapille 
der anderen gestattet einen wichtigen diagnostischen Schluss auf basalen 
Tumor im Bereich der vorderen Schädelgrube, sobald sich weitere charak- 
teristische Symptome, wie besonders auch Geruchsstörungen, damit kom- 
binieren. 

Dass auch hier die eigentlichen Hypophysistumoren eine andere Stel- 
lung einnehmen, wird in dem betreffenden Kapitel eingehend erörtert, hier 
haben wir sogar das Bild der einfachen Opticusatrophie ebenso häufig, wie 
das der Stauungspapille und Neuritis optica, ja bei den mit Akromegalie 
komplizierten Fällen sogar noch häufiger. 

Die chirurgischen Operationen bei den Stauungspapillen in- 
folge von Hirntumor (Palliativtrepanation, osteoplastische 
Schädelresektion, Hirnpunktion (Neisser), Balkenstich (v. Braman 
und Anton), Lumbalpunktion. 

Ich kann das Kapitel der Stauungspapille resp. Neuritis optica bei 
Hirntumor nicht schließen, ohne noch auf die chirurgischen Eingriffe bei 
diesen Affektionen kurz einzugehen, zumal wir schon gesehen haben, wie 
die zahlreichen günstigen Erfahrungen auf diesem Gebiete auch für die 
Pathogenese der Stauungspapille wichtige Aufklärungen gebracht haben 
und geeignet waren, gerade dem mechanischen Moment für die Entstehung 
des Papillenprozesses den gebührenden Platz anzuweisen. 



1160 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Der frühere, zuerst von de Wecker (30) vorgeschlagene und von einigen 
Autoren nachgemachte Eingriff einer Eröffnung der Sehnervenscheiden von 
vorn her hat keine wesentlichen Resultate aufzuweisen und ist verlassen 
worden. 

Ganz anders und viel erfolgreicher hat sich die operative Bekämpfung 
der Stauungspapille und der damit verbundenen Sehstürung auf dem Wege 
der intrakraniellen Druckentlastung durch Eröffnung des Schädels (Trepa- 
nation, osteoplastische Resektion, Hirnpunktion, Balkenstich, Lumbalpunk- 
tion) gestaltet, und die Resultate einer großen Reihe von Operateuren 
(Horsley 206, Cusüing 1910, Bennet, Godlee, Macewen 237, Chipault 332, 
Pean, Poirer, Keen 252, Gussenbauer 424, F. Krause 465, v. Bergmann 415, 
Hildebrand 694, v. Braman 676, Küttner [191 0] 642, Kümmel, Tietze [Klin. 
Hefte 1908], Borchardt 484, Kauscu 637, Anschütz 1 906, Herczel 1909, 
Haidenbain 396, Kocher, Schede, Weir, Doyen, Hahn, v. Eiselsbehg, Neisser 
u. A.) müssen zum Teil als geradezu glänzend bezeichnet werden. 

In einer ganzen Anzahl von Fällen ist die operative Entfernung des 
Tumors und damit die definitive Heilung des Patienten und Bewahrung 
des Sehvermögens gelungen, und auch in Fällen, wo die Entfernung des 
Tumors nicht bewerkstelligt werden konnte, ist häufig genug durch die 
Entlastung des Hirndrucks noch eine sehr günstige Beeinflussung des Seh- 
vermögens und des Allgemeinbefindens zu verzeichnen. 

Das Indikationsgebiet für die Entlastungsoperationen bei der Stauungs- 
papille, besonders für die sogenannte Palliativtrepanalion ist an der Hand 
der günstigen chirurgischen Erfahrungen gewaltig ausgedehnt worden. Aber 
die unbedingte Notwendigkeit eines gemeinsamen Zusammenarbeitens von 
Chirurgen mit den Neurologen und Ophthalmologen muss gerade auf diesem 
Gebiete besonders betont werden. 

Die Lehre von der Stauungspapille im alten GRAEFE'schen Sinne (steile 
Prominenz u. s. w.) ist hier bei der Beurteilung der in Betracht kommenden 
Verhältnisse von außerordentlicher diagnostischer und prognostischer Be- 
deutung, und in diesem Sinne habe ich auch von jeher allen Versuchen, 
den Begriff der Stauungspapille mit dem der einfachen, nicht prominenten 
Neuritis optica zusammenzuwerfen, widersprochen Nicht als ob ich nicht 
zugeben wolle, dass eine Stauungspapille im Beginn und im Abklingen das 
Bild der nicht prominenten Neuritis optica bieten könne, und als ob auch 
beim Hirntumor nicht das Bild der einfachen Neuritis optica vorkommen 
könne; sondern darauf kommt es an, dass das typische Bild der Stauungs- 
papille mit steiler Prominenz über 2 D u. s. w. eine ganz bestimmte dia- 
gnostische Bedeutung vor allem für eine intrakranielle Drucksteigerung hat, 
eine diagnostische Bedeutung in bestimmter Richtung, die der nicht promi- 
nenten Neuritis optica nicht zukommt. Auch das gelegentliche Vorkommen 
der prominenten Stauungspapille bei Anämie, Nephritis u. s.w. kann in 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1161 

dieser Hinsicht nicht ins Feld geführt werden, zumal diese Fälle selten 
sind, und es gar nicht auszuschließen ist, dass sie mit intrakranieller Druck- 
steigerung einhergehen infolge von Hirnüdem, Hirnschwellung oder Hydro- 
cephalus internus. 

Sehr bemerkenswert sind die v. HippEL'schen (633) Zusammenstellungen 
über den Erfolg der Palliativtrepanation resp. der Schädelresektion beim 
Hirntumor mit Stauungspapillen. Von 198 Fällen starben im Anschluss 
an die Operation ca. 25^, Rückgang der Stauungspapille in 45^", Be- 
stehenbleiben derselben 1 % . Es ergiebt sich also nach v. Hippel: dass, 
»wenn man nur die Tumorfälle betrachtet, dass bei rechtzeitiger Operation 
d. h. wenn noch brauchbares Sehvermögen besteht, dasselbe in der Mehr- 
zahl der Fälle für längere Zeit erhalten werden kann, und dass dies sogar 
noch in einem ganz kleinen Bruchteil der Fälle gelingt, wo es vorher schon 
sehr gesunken war.« 

Andere Statistiken wie die von Knapp, v. Bergmann (beide 633 bei 
Hiepel) u. A. lauten ungünstiger und wieder andere günstiger (Sänger 554, 
Horsley 534, Cushing 488 und 740 ergeben 9,5^ Todesfälle bei Groß- 
hirntumoren und \\,k% bei denen des Kleinhirns, Hildebrand [1 Todes- 
fall bei 20 operierten Kleinhirncysten]). 

Die anderen Operationsverfahren (Lumbalpunktion Masing 469, Ba- 
binski 734, Druavjlt4I6, Pitres 403, Dor 420, Dianoux 439, Pissaref 472, 
Dobarry-Guillot 489), Hirnpunktionen (Weintraud 518, Pfeifer 550 und 
592 u. A.) können sich in ihrer Wirksamkeit mit der Trepanation und 
osteoplastischen Schädelreseklion nicht messen, und erstere ist bei Tumoren 
der hinteren Schädelgrube nicht unbedenklich; ich kenne 2 Todesfälle aus 
eigener Erfahrung und glaube, dass dieselben bei Sitz des Tumors im 
Wurm und Dach des IV. Ventrikels durch Herabsinken der Geschwulst auf 
den Boden des IV. Ventrikels und Unterbrechung der Kommunikation 
zwischen III. und IV. Ventrikel bedingt werden können. In einem unserer 
Fälle wurde das durch die Sektion nachgewiesen. Der Kranke starb nach 
Eintritt sehr starker Kopfschmerzen, Benommenheit und Atemlähmung. 
In bezug auf den sogenannten Balkenstich von v. Braman und Anton (613) 
lauten die Angaben relativ günstig, doch sind noch weitere Erfahrungen 
abzuwarten. 

Gewisse Einwände lassen sich gegen die allzu frühzeitige Ausführung 
der Schädeloperationen bei Stauungspapillen zweifellos geltend machen. 
Wenn auch zugegeben werden soll, dass die Verbesserung der Operations- 
technik: Vermeidung von Meißel und Hammer, zweizeitiges Operieren, An- 
lage der Trepanation subtemporal und suboccipital, Anwendung von Chloro- 
form (nicht Äther) u. s. w. (Cushing, Horsley, Kocber u. A.) zu einer Herab- 
setzung der Mortalität beigetragen hat, so bleibt doch auch jetzt noch der 
Prozentsatz der Todesiälle nicht unerheblich. 



1162 XXII. Teil II. UhthofT, 

Des Weiteren ist zu bedenken, dass doch in einem gewissen Prozent- 
satz der Fälle — ich möchte ihn nach meinen Erfahrungen doch auf 
wenigstens 5 % schätzen — eine spontane Rückbildung der Stauungspapille 
oder eine solche auf medikamentöse Behandlung eintritt, wo dementspre- 
chend die operative Behandlung überflüssig gewesen wäre. Und ich er- 
innere hier auch besonders an die Fälle von sogenannten Pseudotumoren 
(Nonne), Hirnschwellung (Bieger, Beicbardt u. A.), wo ohne operativen 
Eingriff Heilung erzielt werden kann. Auch könnte, wie v. Hippel hervor- 
hebt, die frühzeitige Palliativtrepanation das Zustandekommen von Lokal- 
symptomen verhindern und die Exstirpationsmöglichkeit des Tumors 
schmälern. Doch ist die Möglichkeit einer Exstirpation des Tumors nach 
seinem Sitz nur in einem relativ geringen Prozentsatz gegeben; derselbe 
wird von verschiedenen Autoren auf 3 — \b% angegeben (Fb. Scbultze 603), 
und somit würde die Indikation für die Erhaltung der Sehkraft noch vor- 
anzustellen sein. 

Auch den Einwand, dass die bei weitem meisten Fälle doch auch 
trotz ausgeführter Operation nicht heilbar seien , sieht v. Hippel nicht als 
stichhaltig an, da die Operation das Leben des Kranken erträglicher macht, 
die Lebensdauer verlängert und das Sehvermögen vorteilhaft beeinflusst. 
Die Mortalität ist in den Fällen von frühzeitiger Operation zweifellos ge- 
ringer als bei Späloperation mit vorgeschrittenen Erscheinungen und ver- 
fallenem Sehvermögen. 

Es fehlen uns leider bisher große Statistiken der einzelnen Operateure, 
in denen rückhaltslos alle Komplikationen und auch die schlecht ausgehenden 
Fälle berücksichtigt werden ; publiziert werden meist nur die glücklich ver- 
laufenden Beobachtungen, aber, ich glaube, gerade wir Ophthalmologen 
müssen solche Statistiken vom Chirurgen fordern, wenn wir in der Lage 
sein sollen, unsere Kranken richtig zu beraten. 

Gelegentlich scheint schon eine Trepanation des Schädels ohne Eröff- 
nung der Dura zur Entlastung des intrakraniellen Druckes zu genügen wie 
verschiedene Autoren hervorheben (Dupont 356, Dianoux 439, Spilleb und 
Fbazieb 557, Fübstneb 445, Ciiipault 332, Cüevallebeau und Druault 416 
u. A.), fast durchweg aber dürfte die Eröffnung der Dura erforderlich sein. 
Bei der zweizeitigen Operation kann gelegentlich nach Kocheb, Hobslet 
u. A. eine sich an die Operation anschließende Abschwellung der Papillen 
dafür ausschlaggebend sein, auf den zweiten Akt der Operation mit Er- 
öffnung der Dura zu verzichten und so die Gefahr der Operation herab- 
zumindern. 

Die Abschwellung der Papillen steht nun aber durchaus nicht immer 
schon gleich nach der Operation zu erwarten. Die Angaben lauten hier 
sehr verschieden: gelegentlich soll schon nach Stunden eine starke Pro- 
minenz der Papillen verschwunden sein (Cushing 488, Sängeb 600, Babinski 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1163 

und Chaillous 565, Aubineau siehe bei 633, v. Beck siehe bei 633, Bruns, 
Oppenheim u. A.). Häufiger schon lauten die Angaben auf einige Tage 
(v. Brückner 537, Angelucci. Kocher und Lardy). Am häufigsten ist aber 
doch etwas längere Zeit, 1 — 3 Wochen und mehr, erforderlich, bevor eine 
weitgehende Rückbildung der Stauungspapille eintritt (Paton). Auch in 
meinem eignen Beobachtungsmaterial vergingen doch in der Regel 1 bis 
2 Wochen, bevor eine ausgesprochene Rückbildung konstatiert werden 
konnte, in einem meiner letzten Fälle, der von Prof. Küttner operiert 
wurde, machte eine fast völlige akute Erblindung mit deutlicher beginnender 
Stauungspapille in ca. 12 Tagen voller Sehschärfe und normalem ophthal- 
moskopischen Befunde Platz. 

Alle diese Erfahrungen sprechen zweifellos dafür, dass dem gestei- 
gerten intrakraniellen Druck ätiologisch die erste Rolle für die Entstehung 
der Stauungspapille zukommt, und dass die gefundenen entzündlichen Ver- 
änderungen als im wesentlichen sekundär bedingte anzusehen sind auf 
Grund der vorhandenen Blut- und Lymphstauung mit Zerfall der Nerven- 
substanz, ohne dass gerade bestimmte entzündungserregende Toxine dafür 
in Anspruch genommen werden können. 

In Anbetracht des zur Verfügung stehenden Raumes ist es mir leider 
unmöglich, auf die wichtigen Arbeiten über die hirnchirurgischen Operationen 
bei Hirntumoren näher einzugehen, und muss ich schon auf die Arbeiten 
der Chirurgen und speziell auch der Neurologen und Ophthalmologen ver- 
weisen (Byron Bramwell, Oppenheim, Bruns 620, Sänger 600, Ferrier 335, 
Spiller 658, Hitzig, Anton 667, Schultze603, Henneberg 495, v. Hippel 633, 
v. Krüdener 537, Babinski und Chaillous 565, Bonhöffer, Fürster 686, 
Ziehen 665, de Schweinitz und Holloway 657, Schlesinger, Pilcz 367, 
van Gehuchten 611, Schmidt-Rimpler 602, Chevallereau 416, Siemerling, 
Dupuy-Dutemps 421 u. A.). 



2. Die Hemianopsie bei Großhirntumor en. 

(In 18,2 % der Fälle.) 

A. Die homonyme Hemianopsie. 

§ 216. Das Vorkommen der Hemianopsie beim Großhirntumor gestaltet 
sich bei dem von mir zusammengestellten Material folgendermaßen: 

Von allen beobachteten 
Fällen von Hemianopsie 

1 . Komplete homonyme Hemianopsie durch Tumoren im 
Bereich des Occipitallappens 43 % 

2. Durch Occipitallappentumoren, welche von der Dura 

aus hineingewachsen sind 5 » 



1164 XXII. Teil II. Uhthoff, 

3. Tractushemianopsien durch Tumoren der Basis und der ac hteten Fallen 
mittleren Schädelgrube oder durch Druck von Tumoren von Hemianopsie 
in entfernter liegenden Regionen 22 % 

4. Hemianopsie durch Druck auf den Occipitallappen . . 1,2 > 

5. Hemianopsie durch Tumoren der intracerebralen Leitungs- 
bahnen (Capsula interna, primäre Opticusganglien, Cor- 
pus genicul. extern, u. s. w 10» 

6. Inkomplete homonyme Hemianopsie 10» 

7. Doppelseitige Hemianopsie 1,2 » 

8. Temporale Hemianopsien 7 » 

9. Binasale Hemianopsie 1,2 » 

Am häufigsten entsteht somit beim Großhirntumor die homonyme 
Hemianopsie durch direkten Sitz der Geschwulst im Bereich des Occipital- 
lappens wie in den Fällen von Pooley (54), Jany (99), Gruening (136), 
Keen (207), Pick (255), Sänger (295), Bruns(301), Kempner und v. Fragstein 
(310), Oppenheim und Krause (547), Redlich (71 4), Briws (374), Preston (210), 
Lichtheim (467), Duret (440), Birdsall und Weir (143), Seguin (158), 
Seymour Sharkey (159), Leyden (152), Edgren (187), Anderson (173), 
Bull (214), Dinkler(526), Polisadow (256), Fischer (490), Wendeburg (731), 
Seggel (601), Solger (I 83), Wernicke und Hahn (1 05), Strozewski (371) u. A. 

Wenn wir bedenken, dnss diese Fälle meistens von Augenhintergrunds- 
veränderungen im Sinne einer Neuritis optica resp. Stauungspapille be- 
gleitet waren, so ergiebt sich schon aus dieser Kombination ein wichtiger 
diagnostischer Anhaltspunkt für den Sitz des Tumors und für das Vor- 
handensein eines solchen überhaupt. Durchweg waren die anderen homo- 
nymen Gesichtsfeld hälften frei, nur in dem Fall von Bull bestand konzen- 
trische Einschränkung der restierenden Gesichtsfeldhälften, so dass die 
doppelseitige Hemianopsie beim Occipitaltumor nicht verzeichnet werden 
konnte, denn die konzentrische Einengung der restierenden Gesichtsfeld- 
hälften im BuLL'schen Fall kann wohl lediglich als eine Funktionsstörung 
infolge der allgemeinen intrakraniellen Drucksteigerung angesehen werden, 
ich erinnere hier an meine Ausführungen bei einem Fall von traumatischem 
Abszess des Occipitallappens mit nachfolgender Trepanation, wo sich bei 
Kompression an der Stelle des Knochendefekts willkürlich eine solche kon- 
zentrische Einengung der restierenden homonymen Gesichtsfeldhälften her- 
vorrufen ließ, die bei Aufhören der Kompression wieder verschwand (s. Be- 
richt des Heidelb. ophthalm. Kongresses 1 903). 

Das gleichzeitige Vorhandensein von optischen Halluzinationen spec. 
hemianopischen Halluzinationen, wie in den Beobachtungen von Bruns, 
Oppenheim und Krause, Pooley u. A., giebt einen wertvollen Anhaltspunkt 
für den Sitz des Tumors in der Occipitalgegend. 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1165 

Desgleichen ist das gleichzeitige Vorhandensein von Alexie, optischer 
Aphasie, Seelenblindheit in dieser Hinsicht von Bedeutung (Oppenheim und 
Krause, Redlich, Bruns u. A.). Der letzte Autor betont, dass mit homo- 
nymer Hemianopsie gleichzeitig auftretende Alexie und optische Aphasie auf 
einen Tumor im Mark des Occipitallappens deute. 

Eine isoliert auftretende homonyme Hemianopsie unter gleichzeitigem 
Vorhandensein allgemeiner cerebraler Beschwerden des Hirntumors ohne 
sonstige Herderscheinungen deutet ebenfalls auf eine Lokalisation der Ge- 
schwulst im Occipitallappen. Es muss mindestens als ausserordentlich 
selten betrachtet werden, dass ein entfernt vom Hinterhauptslappen sitzender 
Tumor lediglich durch Fernwirkung auf den Occipitallappen die Erschei- 
nungen einer homonymen Hemianopsie hervorruft bei Intaktheit der restie- 
renden homonymen Gesichtsfeldhälften, ja es erscheint mir zweifelhaft, ob 
das überhaupt vorkommt. Dass bei einem direkten Druck des Tumors auf 
den Occipitallappen eine homonyme Hemianopsie ohne sonstige Herd- 
erscheinungen gelegentlich hervorgerufen werden kann, wie in dem Fall 
von Fr. Schulze (320) durch einen Tumor des angrenzenden Kleinhirns, 
soll zugegeben werden, aber auch diese Fälle scheinen zu den grüßten 
Ausnahmen zu gehören, durchweg ist das Eindringen des Tumors in den 
Occipitallappen selbst oder in die Sehstrahlung oder seine Entstehung in 
ihnen Bedingung für das Auftreten einer homonymen Hemianopsie. 

Im Ganzen bieten die Occipitallappentumoren bei der anatomischen 
Untersuchung keine geeigneten Objekte für die genauere Feststellung und 
Lokalisation des Sehcentrums eben wegen der Druckwirkung auf ihre Um- 
gebung. Gelegentlich aber kann auch hier eine sorgfältige Serienunter- 
suchung die wertvollsten Aufschlüsse geben , wie in der Beobachtung von 
Lenz (704) und wie bei der Feststellung Leyden's, dass der Tumor bei 
vorhandener homonymer Hemianopsie vorzugsweise den basalen Teil der 
Sehstrahlung okkupierte. 

Im Verhältnis zu den direkt in der Substanz des Occipitallappens ent- 
stehenden Tumoren mit homonymer Hemianopsie sind die Fälle relativ 
selten, wo von der Dura aus der Tumor in den Hinterhauptslappen 
hineinwächst und so die Hemianopsie hervorruft wie in den Fällen von 
Krause (701), Denks(571), Kümmel (585) U.A., wo dann auch durch opera- 
tive Exstirpation günstige Resultate erzielt wurden. 

Die homonymen Tractushemianopsien kommen beim Großhirn- 
tumor ungefähr 1 / 2 mal so häufig vor als die bei direkten Occipi talgeschwülsten 
wie in den Fällen von Weber und Papadaki (517), Rhigetti (452), Laf- 
forgue (382), Richardson und Walton (315), Mohr (70), Gowers (57), 
Cestan (525), Richter (179), Demange und Spillmann (353), Griffith und 
Churton (151), Hjort (12), Eppinger (683), Morax (589), Hirschberg (39), 
Oliver (223), Siebert (370) u. A. Es handelt sich hier meistens um 



1166 



XXII. Teil II. Uhthoff, 



Tumoren an der Basis und im Bereich der mittleren Schädelgrube, aber auch 
entfernter sitzende Geschwülste können gelegentlich den Tractus durch 
Kompression schädigen und Hemianopsie hervorrufen, wie in der Beob- 
achtung von Hirschberg ein Stirnhirntumor, in derjenigen von Oliver ein 
Tumor des Thalamus opticus und des Corpus striatum, und bei Siebert 
ein Gliom an der Basis des Temporallappens. Das relativ häufige Auf- 
treten von Neuritis optica oder Stauungspapille, sowie das nicht seltene 
Vorhandensein anderer basaler Hirnnervenaffektionen weisen auch hier oft 
der Diagnose die richtige Bahn. Nur vereinzelt konnte das Vorhandensein 
der hemianopischen Pupillarreaktion (Wermcke) als dilTerentiell-diagnostisch 
wichtiges Moment festgestellt werden (Oliver u. A.). 

Fig. ioo. 




nor des ' 
Occipitallappens. 

(Nach Dr. Lexz.) 

In ca. 1 % der Fülle war die Hemianopsie durch einen Tumor be- 
dingt, der in der Gegend der primären optischen Ganglien und der 
hier liegenden intracerebralen optischen Leitungsbahnen 
(Capsul. int, Thalamus opticus, Corp. genicul. ext., Corp. qua- 
drigemina) seinen Sitz hatte (Drescbfeld 73, Webber 171, Erikson 626, 
Bull 214, Major 222, Beimann 345, Bychlinsky 317, Kaplan 337 u. A.). 

Es liegt in der Natur der Sache, dass hierbei relativ häufig die be- 
gleitende Erscheinung halbseitiger Körperlähmung vorhanden ist, zumal 
wenn die innere Kapsel in erster Linie betroffen wurde, doch kann auch 
hierbei noch der Tractus ausgesprochen mit in die Degeneration einbe- 
zogen werden, wie in der Beobachtung von Dreschfeld ausführlich hervor- 
gehoben wird. Gelegentlich scheint Zerstörung des Corp. genicul. extern. 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 



1167 



als Ursache der Hemianopsie zu Grunde-gelegen zu haben (Reimann, Bull 
u. A.). Die gleichzeitig so oft vorhandene Neuritis optica resp. Stauungs- 
papille ist auch hier differential-diagnostisch anderen Erkrankungen gegen- 
über besonders wichtig. 

Unvollständige homonyme Hemianopsien sind den kompleten 
gegenüber beim Hirntumor relativ selten (10 %) spez. im Gegensatz zu 
dem Verhalten bei den Erweichungsprozessen des Gehirns. Es fanden sich 
hier zum Teil quadrantenfürmige homonyme Gesichtsfelddefekte wie in den 
Fällen von Lorenz (340), Marcband (1 02), Wharton (519), Lenz (704), Mills, 
Keen und Spiller (385) und in seltenen Beobachtungen, wie denen von 
Samelsohn (197) und Rosenthal (598) homonyme Hemiachromatopsie, und 
dabei handelte es sich in den ersteren Beobachtungen (Samelsohn) nicht 



Fig. 101. 



L.ar a. 




R.IA. 



hl e:— 




TUT 



um Occipitalaffektion, sondern um Gliosarkom des Tractus opticus mit Fort- 
pflanzung auf Thalam. opt. und Vierhügel. Jedenfalls legen inkomplete 
und relative homonyme Hemianopsien, zumal wenn sie nicht von Papillen- 
veränderungen begleitet sind, immer den Gedanken an thrombotische oder 
hämorrhagische Hirnprozesse in erster Linie nahe, sehr selten nur kommt 
unter diesen Umständen der eigentliche Hirntumor diagnostisch in Betracht, 
zumal wenn wir die Diagnose Hirnsyphilis ausschließen können. 

Der bemerkenswerteste und am genauesten beschriebene Fall von in- 
kompleter Hemianopsie bei Tumor des Occipitallappens ist jedenfalls der 
von Lenz, der nach der Untersuchung auf Schnittserien selbst zur Frage 
einer genaueren Lokalisation des Sehcentrums beizutragen im Stande war. 
Die Gesichtsfelder sowie das makroskopische anatomische Bild dieses inter- 
essanten Falles seien hier nach Dr. Lenz wiedergegeben (Fig. 100 und 101). 



1168 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Eine doppelseitige Hemianopsie muss bei Hirntumor als aller- 
größte Ausnahme angesehen werden und in dem einzigen hierher gehörigen 
Fall (Freund 164) bestanden neben den doppelseitigen Tumoren gleichzeitig 
ausgedehnte Erweichungen, so dass gerade die Rolle der Tumoren als ätio- 
logisches Moment für das Zustandekommen der beiderseitigen Hemianopsie 
zweifelhaft erscheint. Ein weiterer von Probst mitgeteilter Fall von doppel- 
seitiger Hemianopsie bei Hirntumor ist nicht hierher zu rechnen, da schon 
von früher her homonyme Hemianopsie durch Erweichung bestand, bevor 
ein einseitiger Hirntumor die homonymen anderen Gesichtsfeldhälften 
affizierte. 

Eine homonyme Hemianopsie, zu der im weiteren Verlaufe der Er- 
krankung allmählig die Erscheinungen hemianopischer Beschränkung in der 
anderen symmetrischen Gesichtsfeldhälfte unter anfänglicher besonderer Be- 
teiligung der temporalen Hälfte treten, deutet auf einen Krankheitsherd an 
der Basis im Bereich eines Tractus mit Übergreifen auf das Chiasma und 
ist auch bei basalen Hirntumoren vereinzelt beobachtet worden. 

B. Die heteronyme Hemianopsie. 

Die temporale Hemianopsie ist bei den Großhirntumoren nur in 
7 % unseres Materials vertreten (Pontoppidan 314, Saemisch 8, Nettlesbip 1 08, 
Dreschfeld 73, Dimmer 355 U.A.). Es handelt sich hierbei regelmäßig 
um basale Tumoren, welche die Gegend der Sella turcica, zum Teil bis 
zum Pons reichend, einnehmen und das Chiasma lädieren. 

Es sind dies Beobachtungen, welche wenigstens zum Teil auch noch 
zu den Tumoren der Hypophysisgegend gerechnet werden könnten, und in 
einigen Fällen war der Ausgangspunkt der Geschwulst der Keilbeinkörper. 
Es muss jedenfalls als außerordentlich selten angesehen werden, dass ein 
Tumor von der eigentlichen Großhirnsubstanz, nach unten wachsend, das 
Chiasma derartig afflziert, um das Krankheitsbild der temporalen Hemi- 
anopsie zu veranlassen; und als ganz vereinzelte Ausnahme muss es an- 
gesehen werden, wie ich einen Fall kenne, dass ein Hirntumor auf dem 
Wege des Hydrocephalus internus zu einer starken Ausbuchtung der Basis 
des III. Ventrikels führt und dadurch indirekt eine temporale Hemianopsie 
mit Beeinträchtigung der medianen Chiasmapartien veranlasst. Das Vor- 
handensein einer temporalen Hemianopsie bei Hirntumor deutet somit fast 
immer auf basalen Sitz in der Gegend des Chiasma und ist im Ganzen 
selten. Wie anders gestalten sich die Verhältnisse bei den eigentlichen 
Hypophysistumoren, wo die temporale Hemianopsie in ca. 43^ der Fälle 
mit Augensymptomen nach meiner Zusammenstellung gefunden wurde. Dass 
lediglich durch Fernwirkung eines Großhirntumors die Sehstörung einer 
temporalen Hemianopsie hervorgerufen werden könnte, ist nicht bekannt, 
ebenso wie auch die Entstehung einer homonymen Hemianopsie lediglich 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 



1169 



als Fernsymptom ohne direkte Läsion der optischen Leitungsbahnen , der 
primären optischen Ganglien oder des Sehcentrums kaum anzunehmen ist. 
Eine allgemeine intrakranielle Drucksteigerung führt, meines Erachtens, 
wenn sie eine Sehstörung hervorruft, zur Stauungspapille und gelegentlich 
auch zur konzentrischen Gesichtsfeldbeschränkung, aber nicht zu eigent- 
lichen hemianopischen Störungen; letztere setzen durchweg eine direkte 
Mitbeteiligung der optischen Bahnen, der primären optischen Ganglien und 
des Sehcentrums im Occipitallappen voraus. 

Verwiesen sei hier noch auf die Angaben von Nettleship (293) über das 
gelegentliche Auftreten von Amblyopie mit centralen Skotomen bei Tumoren 
am Chiasma als Vorläufer einer späteren temporalen Hemianopsie. In 
einem dieser Fälle ergab die Sektion einen cystischen Tumor am Chiasma. 



Fig. 102. 



L.BT A. 




R.IA. 




Im Anfang soll bei derartigen Fällen das centrale Skotom ziemlich unver- 
mittelt, aber weniger konstant und nicht so symmetrisch und gleichzeitig 
auftreten wie bei der Intoxikationsamblyopie. Ich glaube doch, dass ein 
derartiges Vorkommen als sehr selten anzusehen ist, und kenne aus eigener 
Erfahrung nur ganz vereinzelte Beobachtungen, wo bei Tumor in der 
Ghiasmagegend zuerst ein paracentrales Skotom nach außen vom Fixier- 
punkt auf beiden Augen auftrat, welches schließlich zur temporalen Hemi- 
anopsie führte. Eine genaue Lagebestimmung des Skotoms aber ergab 
auch hier schon von vornherein Besonderheiten. Es schnitt mit der verti- 
kalen Trennungslinie scharf ab und erstreckte sich von ihr nur nach 
außen; die temporalen Gesichtsfeldhälften verhielten sich auch sonst nicht 
mehr ganz normal , sondern zeigten Anomalien im Sinne mehr oder 
weniger temporaler Beschränkung. Der Progress des Skotoms erfolgte von 
der vertikalen Trennungslinie nach außen, die inneren Gesichtsfeldhälften 



Handuuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 



74 



1170 



XXII. Teil II. Uhthoif, 



intakt lassend. Beifolgende Gesichtsfeldzeichnungen eines einschlägigen 
Falles mögen diese Entwicklung demonstrieren. Aufnahmen aus dem Jahre 
1903, 1904 und 1908 dem Todesjahr der Kranken (Fig. 102—104). 

Eine binasale heteronyme Hemianopsie bei Hirntumor mit hoch- 
gradiger Ausdehnung des III. Ventrikels und Vorbuchtung des lnfundibulum 



Fig. loa. 



L.xn a. 




R. ar a. 




Fig. 104. 



L.Sil A. 




R.XI A. 




mit starkem Druck auf den oberen hinteren Teil des Chiasma fand ich 
nur I mal angegeben (Bouman 675), wir haben somit kaum mit diesem 
Symptom bei der Diagnostik des Hirntumors zu rechnen. 

Sehr wichtig ist noch eine einseitige Erblindung unter dem 
Bilde der Opticusaffektion (Atrophie oder Neuritis optica), zu der 
allmählig der Verlust der temporalen Gesichtsfeldhälfte des 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1171 

zweiten Auges (temporale Hemianopsie) hinzutritt. Diese Kombination weist 
auf basalen Sitz des Krankheitsherdes in der vorderen Schädelgrube hin, 
im Bereich des betreffenden intrakraniellen Opticusstammes mit Übergreifen 
auf das Ghiasma und ist auch gelegentlich beim basalen Hirntumor beob- 
achtet worden, wenn sie auch häufiger auf Grundlage anderer hier lokali- 
sierter basaler Prozesse, spez. der syphilitischen, vorzukommen scheint. 
Die gleichzeitige Affektion des Olfactorius ist geeignet, diese Lokalisation 
noch besonders zu festigen. 

3. Augenmuskellähmnngeri bei Großhirntumor. 

§217. Nach meinen Zusammenstellungen fanden sich beim Großhirn- 
tumor in ca. 3i % der Fälle Augenmuskelanomalien, und davon entfallen 
25^" auf die eigentlichen Lähmungen der Augenmuskelnerven, während 
9 % auf Deviation conjuguee , Blicklähmungen und Nystagmus kommen. 
Der Abducens und der Oculomotorius zeigen sich in ziemlich gleichen 
Häufigkeitsverhältnissen befallen, während der Trochlearis sehr viel seltener 
und fast niemals isoliert erkrankt angetroffen wird, sondern dann schon 
gleichzeitig mit anderen Augenbewegungsnerven unter dem Bilde der mehr 
oder weniger vollständigen Ophthalmoplegie. 

Was zunächst die Abducenslähmung anbelangt, so ist die isolierte 
Lähmung, d. h. ohne gleichzeitige Lähmung anderer Augenbewegungsnerven 
beim Großhirntumor selten als ein eigentliches Herdsymptom aufzufassen, 
sondern fast immer als Fernsymptom, bedingt durch den gesteigerten intra- 
kraniellen Druck. Dass gerade der Abducens und auch der Oculomotorius 
auf diese Weise eine Läsion erfahren, liegt offenbar an der Eigentümlich- 
keit ihrer Verlaufsweise in der Richtung von vorn nach hinten, während 
die übrigen Hirnnerven geringere basale Verlaufsstrecken aufweisen und 
quer verlaufen. 

Die isolierte doppelseitige Abducenslähmung beim Großhirn- 
tumor und nicht basalem Sitz desselben ist offenbar eine sehr seltene Er- 
scheinung. Auch in dem Falle von Leber handelte es sich um Gliosarkom 
des Infundibulum und des Tuber cinereum mit circumskripter Atrophie beider 
Abducensstämme im Sinus cavernosus über den Carotiden und wohl her- 
vorgerufen durch die intrakranielle Drucksteigerung unter gleichzeitiger 
Schädigung durch die Pulsationen der Carotiden. Auch bei Stirnhirntumoren 
erwähnt Knapp (639) das gelegentliche Vorkommen von doppelseitiger Ab- 
ducenslähmung und ebenso Hitzig in einer Beobachtung. Sonst lag bei 
nicht basalen Großhirntumoren fast stets nur einseitige Abducenslähmung 
vor. Im Ganzen ist hierbei der Abducens der dem Hirntumor entspre- 
chenden Seite häufiger betroffen, jedoch giebt es hiervon auch zahlreiche 
Ausnahmen, wie in den Fällen von Stieren (659), Erb (21 7), Dianoux (203), 
Nothnagel (1 04) u. A. Also ein irgendwie sicherer lokalisatorischer Schluss auf 



1172 XXII. Teil II. Uhthoff. 

die Seite des Tumors ist aus einer einseitigen Abducenslähmung nicht zu ziehen, 
offenbar noch weniger als bei der einseitigen Stauungspapille. Anders liegen 
natürlich die Verhältnisse bei basaler Ausbreitung des Tumors, wo der Nerv 
direkt lädiert wird, dann wird die Abducenslähmung aber in der Regel schon 
durch begleitende andere Hirnnervenlähmungen als basal gekennzeichnet. 

Eine isolierte Abducenslähmung kommt bei Großhirntumoren 
in den verschiedenen Teilen der Hemisphären vor, und zwar beim Sitz 
im Frontallappen etwas häufiger (Gordonier 357, Schmiegklow 654, Knapp 
639 u. A.) als bei Sitz in den übrigen Regionen; aber auch bei Tumor 
der Occipitallappen wurde Abducenslähmung konstatiert (Stintzing 007) und 
ebenso bei Sitz der Geschwulst im Thalamus opticus (Reimann 345, Stieren 
65'.)), im Parietal- und Temporalhirn (Reich 35), sowie in der Gegend 
der motorischen Region (Erb 217 und der Fossa Sylvii (Dianoux 203). 
Für die Entstehung dieser Lähmungen betonen verschiedene Autoren 
(Collier 462, Bruns 486 u. A.) das Moment des Zurückgedrängtwerdens 
von Hirnstamm und Kleinhirn in das Foramen occipitale, wobei die Nerven, 
und zwar am meisten der Abducens und der Oculomotorius der Zerrung 
ausgesetzt sind infolge ihres sagittalen Verlaufes von vorn nach hinten. 
Collier sieht die Augenmuskellähmungen bei Groiihirntumoren besonders 
als Spätsymptome an. 

Die Kombination einer einseitigen und auch doppelseitigen Abducens- 
lähmung mit beiderseitiger Neuritis optica resp. Stauungspapille ist ein 
wichtiger Faktor für die Diagnose Hirntumor. 

Relativ selten ist jedenfalls die Thatsache, dass der Abducens in Ge- 
meinschaft mit den meisten anderen Hirnnerven bei Tumor an der Schädel- 
basis befallen wird, während Oculomotorius und Trochlearis frei bleiben, wie 
in der Beobachtung von Walko (560), wo ein Tumor des linken Felsen- 
beines in die mittlere und hintere Schädelgrube hineinwuchs und derjenigen 
von Hill Griffith und Steele Shk.ldon (190), in der ein Sarkom die beiden 
vorderen Schädelgruben ausfüllte und den rechten Olfactorius in Mitleiden- 
schaft zog neben rechtsseitiger Taubheit und linksseitiger Hemiplegie, doppel- 
seitiger Neuritis optica u. s. w., ferner in den Fällen von Linke (70'ia) (Chon- 
drom der Schädelbasis mit Affektion des VI. — XII. Hirnnerven), und von 
Hirschl (360) (Tumor der mittleren Schädelgrube mit Fortsetzung in der 
hinteren und vorderen Schädelgrube und Affektion von Abducens, Olfac- 
torius, Trigeminus, Hypoglossus, Facialis). 

Die Abducenslähmung in Verbindung mit Affektion des Oculo- 
motorius resp. Trochlearis, aber ohne andere Hirnnervenlähmungen 
ist bei Großhirntumor eine ziemlich seltene Erscheinung, und hierbei braucht 
die Geschwulst nicht immer basal lokalisiert zu sein, sondern es kann sich 
lediglich um eine Druckwirkung handeln, ähnlich wie bei der isolierten 
Abducenslähmung (Bonhoeffer 329 u. A.). 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1173 

In der größten Mehrzahl dieser Fälle aber deutet die Kombination 
von Abducens- mit Oculomotoriuslähmung auch schon auf basalen Sitz der 
Geschwulst, sei es in den basalen Hirnteilen selbst mit Beeinträchtigung 
der betreffenden Augennerven (Bayerthal 414 [Frontallappen] u. A.), sei es 
direkt an der Schädelbasis, besonders im Bereich der mittleren Schädel- 
grube (Henoch 44, Torres 478 u. A.), sei es vom Felsenbein ausgehend 
(Barr und James 298, Hulke 49 u. A.), oder vom Keilbeinkörper (Schwi- 
dop 241, Bussel 29 u. A.). 

Der basale Sitz der Geschwulst aber wird fast zur Gewissheit, wenn 
sich mit Lähmung des Abducens und des Oculomotorius noch weitere Hirn- 
nervenlähmungen kombinieren. 

Die metastatische Geschwulstbildung an der Schädelbasis spec. das Car- 
cinom spielen hierbei eine erhebliche Bolle in ca. 1 / 3 der Fälle (v. Graefe I 0, 
Nonne 503, Sternberg 211, Amos 263, Adamkiewicz 172, Oppenheim u. A.), 
das metastatische Sarkom der Schädelbasis ist dabei nur selten vertreten 
(Troem.ner 663). In den übrigen 2 /ä der Fälle handelt es sich um primäre 
Geschwulstbildung an der Schädelbasis (Pontoppidan 155, Salomonsohn 453, 
Bruns 486, Raymond 473, Simon 140, Fiodorow 305, Bell [citiert bei 
Wilbrand und Sänger], Friedmann 690 u. A.) oder um Tumoren, die vom 
Felsenbein (Bielschowsky und Schwabach 690, Seitz 110 u. A.) oder solche, 
die vom Keilbein (Hirsch 634, Flesch 528, E. Schwitjop 241 u. A.) ihren 
Ausgangspunkt nehmen. Gelegentlich kann es sich auch um einen Tumor 
der Hals- oder Pharynxgegend handeln, der sich auf die Schädelbasis fort- 
setzte (Brissaud 264), oder um eine Geschwulst des Schädelknochens, die 
sich ins Gehirn verbreitete (v. Scarpatetti 319), ausnahmsweise auch um 
Tumor des III. Ventrikels mit Kompression der Vierhügelgegend und des 
Pes pedunculi (Piazza 317). 

Nach alledem sind multiple Augenmuskellähmungen, zumal noch kom- 
pliziert mit mehrfachen Lähmungen anderer basaler Hirnnerven, fast nie- 
mals als reine Fernsymptome beim Hirntumor, sondern als aus einer ba- 
salen Ausbreitung desselben hervorgehend' anzusehen. Dass hierbei die 
Anzahl und die anatomische Lage der betreffenden ergriffenen Nerven für 
die Lokalisation der Geschwulst von ausschlaggebender Bedeutung ist, be- 
darf kaum der Ausführung. 

Die einseitige Lähmung aller oder der meisten Hirnnerven spricht für 
basalen Sitz des Tumors, sobald eben nicht nur die in die Orbita eintre- 
tenden Nerven (Abducens, Oculomotorius, Trochlearis, Trigeminus und 
Opticus) betroffen sind, sondern auch diejenigen Hirnnerven derselben Seite, 
welche die Orbita nicht passieren, wie der Olfactorius, Facialis, Acusticus 
und die weiter hinten entspringenden. 

Unter diesen Umständen ist eine nucleare Lähmung ausgeschlossen. 
Hierbei fällt auch eine einseitige Opticusläsion bei Intaktheit oder tempo- 



1174 XXII. Teil II. Uhthoff. 

raler Hemianopsie des zweiten Auges differentiell-diagnostisch besonders in 
die Wagschale. Einseitige Opticus- und Olfactoriusläsion sprechen neben 
Lähmung der übrigen Hirnnerven derselben Seite fast mit absoluter Sicher- 
heit für basalen Ursprung (Mauthner). Es dürfte nur äußerst selten vor- 
kommen, dass eine einseitige ausgedehnte Ilirnnervenlähmung durch Druck 
von Seiten eines Tumors in einer Hemisphäre bedingt wird (Power), durch- 
weg handelte es sich bei ausgedehnter einseitiger Hirnnervenlähmung um 
basalen Sitz der Geschwulst (Pontoppidan 155, v. Graefe 10, Dreschfeld, 
Nonne 503, Bruns 486, Simon 140, Hirsch 634, Bielschowsky und Schwa- 
bach 617, Seeligmann 296, Troemner 663, Flesch 528, Fiodorow 305 
Sternberg 211, Amos 263, Adamkiewicz 172, Syllaba 729, Oppenheim 
139 u. A. 

Die isolierte Oculomotoriuslähmung bei Großhirntumor ohne 
gleichzeitige Affektion anderer Augenbewegungsnerven ist ebenfalls relativ 
selten {%% aller Fälle). 

Die isolierte Ptosis ohne gleichzeitige Alteration anderer Oculo- 
motoriusäste wurde nur gelegentlich beobachtet (Landouzy 52, v. Niessl- 
Mavendorf 502, A. Knapp 497, Wendenburg 732, Pye-Smith 1 18, Bruns 620. 
Gianelli 306 u. A.). Selten war man berechtigt diese isolierte einseitige 
Ptosis als eine kortikale Herderscheinung anzusehen und dementsprechend 
lokalisatorisch zu verwerten. 

Am bemerkenswertesten ist in dieser Hinsicht die Beobachtung von 
Landouzy von erbsengroßem Tumor in der mittleren Begion des rechten 
Scheitelläppchens mit gekreuzter linksseitiger Ptosis, auf Grundlage deren 
Landouzy ein kortikales Centrum des Levator palpebrae gekreuzt mit dem 
Oculomotoriusstamm im hinteren Abschnitt des Scheitellappens und die 
Thatsache annimmt, dass der Muscul. levat. palpebr. von den Fasern des 
Oculomotorius allein eine Verbindung mit der entgegengesetzten Hemisphäre 
besitzt. 

Nach Landouzy scheint es, »dass, wenn die Erkrankungsherde den 
Gyrus angularis betreuen, die Ptosis allein und bei Mitbeteiligung des Gyrus 
supramarginalis und Klappdeckels auch Erscheinungen von Seiten der 
Extremitäten und des Facialis auftreten«. Gianelli teilt ebenfalls zwei Fälle 
von Hirntumor im Bereich des Gyrus angularis und gekreuzter Ptosis mit 
und tritt für die Grasset -LANDOuzY'schen Anschauungen von der Lokali- 
sation der kortikalen Ptosis ein entgegen den Einwendungen von Charcot, 
Pitres, Nothnagel u. A. und trotz der negativen de BoNo'schen Tierexperi- 
mente, der bei Hunden nach Abtragung oder Beizung des Gyrus angularis 
keine Erscheinungen am gegenüberliegenden Levator palpebr. hervorrufen 
konnte, sondern im mittleren Drittel der Centralwindung vor dem Arm- 
centrum näher der Fissura Bolandi ein Centrum für die Lidhebung fand. 
Neuere Beobachtungen von Bruns, Chauffard, Surmont, Lkmoine, Herter 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1175 

u. A. scheinen das Vorhandensein eines Centrums für den Levator palpebr. 
im Gyrus angularis wieder wahrscheinlicher zu machen (Wilbrand und 
Sänger, 1900. Die Neurologie des Auges). 

Im Ganzen dürfte der Hirntumor ein wenig geeignetes Material liefern, 
um diese Frage zu entscheiden, und immer wird sich der Einwand nicht 
ganz zurückweisen lassen, dass auch hier nicht die Lokalisation des Tumors 
im Gyrus angularis das Maßgebende sei, sondern die allgemeine Druck- 
wirkung des Tumors in Betracht komme (Oppenheim). Das Sektionsmaterial 
der Hirnerweichungen dürfte hier maßgebender sein, und ich verweise in 
dieser Hinsicht auf meine Ausführungen in dem Kapitel Hirnerweichung 
und auf die dort gegebene Figur mit den eingetragenen Sektionsfällen, 
welche zeigen, dass für die kortikale Ptosis der Gyrus angularis und 
supramarginalis wohl in erster Linie in Betracht kommen, in zweiter Linie 
aber auch der Sulcus centralis mit vorderer und hinterer Windung, in 
dritter Linie aber auch gelegentlich anderweitig im Gehirn lokalisierte 
Herde, wobei dann allerdings eine Druckwirkung (speziell bei den Blutungen) 
nicht immer auszuschließen war. 

Jedenfalls ist es, meines Erachtens, keine Frage, dass wir nur in der 
Minderzahl der Fälle von einseitiger Ptosis bei Hirntumor berechtigt sind, 
einen lokalisatorischen Schluss auf den Sitz des Krankheitsherdes zu ziehen 
und dass häufiger allgemeine Druckwirkung auf den Oculomotorius resp. 
auch direkte Erkrankung des Oculomotoriusstammes in Betracht kommt. 

Um eine solche Druckwirkung handelte es sich z. B. in den Beob- 
achtungen von Niessl -Mayendorf (502), Pye-Smith (1 I 8), Knapp (497) u. A. 
und um direkte basale Beeinträchtigung des Oculomotoriusstammes in dem 
Falle von Wendenbürg (732) u. A. Das Letztere (isolierte Ptosis ohne 
sonstige Mitbeteiligung anderer Oculomotoriusäste) scheint auf dem Gebiete 
des eigentlichen basalen Großhirntumors allerdings recht selten zu sein, 
wenigstens als länger für sich bestehende isolierte Erscheinung. A. Knapp 
ist geneigt, einer einseitigen Ptosis für die eventuelle Diagnose eines gleich- 
seitigen Schläfenlappentumors eine gewisse diagnostische Bedeutung beizu- 
legen, zumal wenn sich eine gekreuzte Körperlähmung und cerebellare 
Symptome, sensorische Aphasie u. s. w. hinzugesellen. Nach Knapp unter- 
scheidet sich die Affektion des Pedunculus cerebri mit Ptosis und gekreuzter 
Körperlähmung dadurch von der eben erwähnten Form, daß die Ptosis und 
die gekreuzte Lähmung früh und dauernd auftreten. Diese diagnostischen 
Schlüsse Knapp's sind jedoch auch nicht ohne Widerspruch geblieben und 
es wird darauf hingewiesen, dass gelegentlich auch bei Parietal-, Stirnhirn_ 
und Thalamustumoren derartige Erscheinungen vorkommen können. 

Eine doppelseitige isolierte Ptosis scheint beim Hirntumor als 
kortikale Erscheinung nicht beobachtet, wenigstens nicht durch Sektion 
sicher nachgewiesen zu sein. In den Fällen von Grüner und Bertolotti 



1170 XXII. Teil IL Uhthoff, 

(493), Christmann (17) u. A. handelt es sich um basale Affektion, resp. 
um gleichzeitige Zerstörung des Oculomotoriuskerns. 

Die isolierte Oculomotoriuslähmung in allen oder wenigstens 
verschiedenen Zweigen ohne gleichzeitige Beteiligung der anderen Augen- 
bewegungsnerven ist beim Großhirntumor auch eine relativ seltene Erschei- 
nung (3,5 % aller Fälle). 

Es steht zunächst fest, dass das Bild einer kompleten Oculomotorius- 
lähmung in allen Zweigen lediglich auf Grund von Fernwirkung durch 
Druck von Seiten eines Tumors in einer Großhirnhemisphäre zu Stande 
kommen kann. Das ist aber sehr selten (Stieren 659 u. A); ich selbst 
verfüge über eine derartige Beobachtung unter meinem Material, wo bei 
einem typischen Großhirntumor mit Stauungspapillen u. s. w. eine ganz kom- 
plete einseitige Oculomotoriuslähmung in allen Zweigen eintrat, so dass 
hier der Verdacht auf eine direkte basale Oculomotoriusstammerkrankung 
nahe lag. Die Sektion jedoch ergab lediglich einen großen Tumor im 
Parietallappen derselben Seite und mikroskopisch normales Verhalten des 
betreifenden Oculomotoriusstammes, sowie auch seiner Kernregion. Etwas 
häutiger schon ist unter solchen Umständen die isolierte partielle Oculo- 
motoriusparese in einzelnen Zweigen durch Fernwirkung eines Tumors der 
Hemisphäre (Altherr 61, Bull 202, Balinki 523, Moretti 126, Knaueh 698 
u. A.), aber im Ganzen auch noch sehr selten. 

In den meisten Fällen von isolierter Oculomotoriusparese bei Groß- 
hirntumor läßt sich eine direkte basale Kompression oder Schädigung des 
Oeulomotorius durch den Tumor infolge seines basalen Sitzes nachweisen 
Sciiaw 1899, Weber und Pahadaki 517, Holzhäuser 447, Biro6I8, Nett- 
leship 117, Dimmer 355, Ramey 119 U.A.), und hierbei kann es sich ge- 
legentlich um Parese nur einzelner Oculomoloriusäste handeln: Dimmer (Ptosis 
und Erweiterung der Pupille), Altherr (Ptosis und Rect. int.), Weber und 
Pai-adaki (rechts Rect. inf. und int. — links Rect. inf.) u. s. w. 

Auch eine doppelseitige Oculomotoriusparese wird als isolierte 
Augenmuskelerscheinung gelegentlich beim Großhirntumor wahrgenommen 
und zwar hier und da sogar lediglich als Fernsymptom Bälint (Gliom des 
rechten Schläfenlappens!, Bull (Tumor des linken Frontallappens). In an- 
deren, ebenfalls seltenen Beobachtungen ist die isolierte doppelseitige Oculo- 
motoriusaffektion als eine durch den Tumor direkt basal bedingte anzusehen 
(Ramey, Tuberkel des linken Tractus opticus; Weber und Papadaki, Gliom 
vom hinteren Rande des Chiasma bis zum Pons; Geipel 577, multiple 
Neurofibrome der Oculomotorii und verschiedener Hirnnervenstämme u.s.w. ; 
Balten, tuberkulöse Geschwulst des Thalamus opticus und der Corpora 
quadrigemina mit doppelseitiger Lähmung nur der äußeren Oculomotorius- 
äste). — In dem Falle von Bruce (569) führte ein Tumor am Boden des 
Aquaeduct. Sylv. und in der Gegend des Oculomotoriuskernes zur isolierten 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1177 

doppelseitigen Oculomotoriuserkrankung unter dem Bilde der Blicklähmung 
nach oben. 

Vereinzelt dastehend ist die Beobachtung von Moretti (126), wo ein 
Solitärtuberkel im rechten Centrum semiovale sowie im Bereich der unteren 
Centralwindung und des Scheitellappens zu rechtsseitiger Oculomotorius- 
lähmung und linksseitiger (also gekreuzter) motorischer und sensibler Hemi- 
plegie führte. Hier war die Oculomotoriusaffektion offenbar durch Druck- 
wirkung entstanden, die Hemiplegie aber durch die cerebrale Lokalisation 
der Geschwulst. Ein solches Vorkommnis zeigt, dass unter Umständen 
auch das bekannte Symptombild der einseitigen Oculomotoriuslähmung mit 
gekreuzter Kürperlähmung (Weber) in seiner diagnostischen Bedeutung 
trügerisch und nicht durch eine Affektion des Hirnschenkels resp. des vor- 
deren Teiles von Pons bedingt sein kann. Dieses Vorkommnis dürfte aber 
auf dem Gebiete des Großhirntumors sehr selten sein, während es auf dem 
Gebiete der Pons- und Hirnschenkelerkrankung relativ häufig und eindeutig 
ist, wie aus meinen früheren Ausführungen über Pons- und Hirnschenkel- 
erkrankungen erhellt (vgl. S. 575). 

Gelegentlich kann eine gekreuzte partielle Oculomotoriuslähmung bei 
halbseitigen hemiplegischen Erscheinungen mit deutlichen Sensibilitäts- 
störungen, Tremor, Alhetose u.s. w. die Diagnose einer Thalamusgeschwulst 
stützen (Bruns 620), und ebenso weist dieser Autor bei der Differentialdiagnose 
zwischen Stirnhirn- und Kleinhirntumor auf die gelegentlich diagnostische 
Bedeutung einer partiellen Oculomotoriusaffektion für erstere Erkrankung 
hin, zumal wenn sie mit einseitiger Erblindung, bilemporaler oder homo- 
nymer Tractushemianopsie, Anosmie und Neuralgie im Bereich des I. Tri- 
geminusastes kompliziert ist. 

Für ein plötzliches, fast apoplektiformes Auftreten einer isolierten 
Hirnnerven- auch Oculomotoriuslähmung bei Hirntumor hebt Raymond (473) 
die Eventualität eines metastatischen Carcinoms an der Schädelbasis 
hervor. 

Die Bedeutung und das Vorkommen der Oculomotoriuslähmung in Ver- 
bindung mit anderen Augenmuskel- und Hirnnervenlähmungen ist schon 
unter dem Abschnitt der Abducensaffektion besprochen. 

Eine isolierte Lähmung des N. trochlearis (ohne gleichzeitige 
Lähmung anderer Augenbewegungsnerven) wird beim Großhirntumor kaum 
jemals beobachtet. Ich habe bei meinem Sektionsmaterial keinen solchen 
Fall zu verzeichnen, und nur bei gleichzeitiger Affektion der anderen Augen - 
bewegungsnerven ist der N. trochlearis gelegentlich mit ergriffen. Es scheint 
somit auch, daß durch reine Fernwirkung bei intrakranieller Drucksteigerung 
infolge von Großhirntumoren der N. trochlearis nicht isoliert betroffen wird, 
wie das beim Abducens und Oculomotorius der Fall sein kann. Köllner 
(640) sah bei 233 Fällen von Augenmuskellähmungen 13 mal Hirntumor 



1178 XXII. Teil II. Uhthoff. 

als Ursache, und davon war nur 1 mal der Trochlearis betroffen, bei 
meinem Material betrug die Mitbeteiligung des Trochlearis bei Großhirn- 
tumoren 0,6^". Es scheint somit, dass eine isolierte Trochlearislähmung 
fast niemals für die Diagnose eines Großhirntumors ins Feld geführt 
werden kann; dass bei Vierhügel- und Zirbeldrüsentumoren die Verhält- 
nisse etwas anders liegen, geht aus meinen früheren Besprechungen dieser 
Erkrankungen hervor und ist ja auch bei Berücksichtigung der anatomi- 
schen Lage dieser Gebilde im Verhältnis zum N. trochlearis erklärlich 
(vgl. S. 664). 

Blicklähmungen und conjugierte Abweichung der Augen 
(Deviation conjuguöe) bei Großhirntumoren. 

Die assoeiierten Blicklähmungen in seitlicher oder in der 
II öhenrichtung sind offenbar bei den Großhirntumoren sehr seltene Vor- 
kommnisse. Es scheinen mir kaum beweisende Fälle mit Sektion vor- 
handen zu sein, welche das Zustandekommen einer Blicklähmung als direkte 
Herderscheinung bei Großhirntumoren beweisen. Die Beobachtung von 
Seeligmüller (47) (Sarkom der linken hinteren Centralwindung mit Be- 
schrankung der Beweglichkeit der Bulbi nach rechts und gleichzeitiger 
rechtsseitiger Körperlähmung) könnte allenfalls so gedeutet werden. 

In dem Falle von Flatau und Koelichen (527) von Carcinom des 
Stirn- und Seitenwandbeins mit seitlicher Blicklähmung nach rechts und 
links ist auch das Kleinhirn mit ergriffen und eine Druckwirkung auf den 
Pens wahrscheinlich. Mietens (706) ist geneigt, im Stirnhirn (im Fuß der 
zweiten Frontalwindung) zwei Centren für conjugierte Bewegungen anzu- 
nehmen, die sowohl die gekreuzte, wie die gleichnamige Seite beherrschen. 
Eigentlich beweisende Fälle von Großhirntumoren, die direkte seitliche Blick- 
lähmungen hervorgerufen hätten, scheinen mir nicht zu existieren; auch 
kann ein Großhirntumor nicht als geeignet angesehen werden, lediglich 
durch Fernwirkung das ausgesprochene Bild der assoeiierten Blicklähmung 
zu bedingen, es scheint hierbei immer die Mitbeteiligung der hinteren 
Schädelgrube erforderlich. 

Man muss sich hierbei wohl hüten, das Bild der assoeiierten Blick- 
lähmung mit dem der Deviation conjuguee zusammen zu werfen. 

Auch die Blicklähmung nach oben und unten gehört weder als 
direkte Herderscheinung noch als indirektes Fernsymptom zu dem Symptom- 
bild des Großhirntumors. Auch hier sind stets die Gebilde der hinteren 
Scbädelgrube beteiligt (Borchardt 671 : Knochencyste des Hinterhauptbeins 
bei Blicklähmung nach oben und unten, Bruce 569: Tumor am Boden des 
Aquaeductus Sylvii mit Affektion der Oculomotoriuskerne, Grüner und Berto- 
i.otti (493): Tuberkel im linken Thalamus, der bis in die graue Substanz 
des Aquaeductus Sylvii und beide Oculomotoriuskerne reichte, mit Blick- 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1179 

lähmung nach oben und unten, sowie Konvergenzlähmung bei guter Funk- 
tion der associierten Seitenbewegungen). Auch Spiller (514) betont be- 
sonders, dass Blicklähmungen nach oben und unten auf eine Läsion der 
Oculomotoriuskerne schließen lassen und seitliche Blicklähmungen auf eine 
solche der hinteren Längsbündel. Er will die Möglichkeit einer Lähmung 
der associierten Seitwärtsbewegungen, ja vielleicht auch der Bewegungen 
der Augen nach oben und unten auf Grundlage kortikaler Läsionen nicht 
in Abrede stellen, betont aber dann ihren transitorischen Charakter, wenn 
nicht gerade die beiderseitigen Bindencentren zerstört seien. 

Alles in allem sind weder die associierte seitliche Blickläbmung noch 
die Blicklähmung nach oben und unten, sowie die Convergenzlähmung 
kaum jemals ein Symptom bei Großhirntumoren, sondern sie setzen eine 
Beteiligung der hinteren Schädelgrube mit Druck auf den Pons oder die 
Vierhügel- und Zirbeldrüsengegend voraus oder eine Erkrankung dieser 
Gebilde selbst. Auch Thalamustumoren können gelegentlich derartige Er- 
scheinungen hervorbringen, aber nur wenn sie auf die Vierhügelregion, 
den hinteren Teil des III. Ventrikels, den Aquaeductus und den IV. Ventrikel 
übergreifen (Schneider, Bielschowsky). 

Ganz ausnahmsweise scheint ein basaler Tumor im Bereich der mitt- 
leren Schädelgrube durch doppelseitige Oculomotoriusläsion eine Blick- 
liihmung nach oben und unten bedingen zu können; ich kenne jedoch nur 
den TnoMSEN'schen Fall von basaler gummöser Erkrankung zwischen beiden 
Oculomotoriusstämmen und Blicklähmung nach oben; auf dem Gebiete des 
eigentlichen Großhirntumors auch des basalen ist mir eine zweifellos be- 
weisende Beobachtung mit Sektionsbefund nicht bekannt geworden. Über 
die relative Häufigkeit der Lähmungsformen des Blickes bei Pons-, Vier- 
hügel- und Zirbeldrüsentumoren siehe meine früheren Ausführungen (vgl. 
S. 567—578 und 658—663). 

Die conjugierte Abweichung (Deviation conjuguee) ist beim 
Großhirntumor selten (ca. 3%) und in ihrer Deutung für die Seite des 
Tumors unsicher. In einigen Fällen (Chouppe 37, Fittig 443 u. A.) saß 
der Tumor gleichseitig mit der Ablenkung (Patient sah seinen Tumor an). 
In anderen Fällen war der Blick nach der entgegengesetzten Seite des 
Tumors gerichtet (Stintzing 607, Nothnagel 71, de Scbweinitz 157 u. A.); 
mehrfach war aus den Angaben die Seite des Tumors oder die Bichtung 
der Ablenkung nicht genauer zu entnehmen (Delepine 216, Weeks 409, 
Duijier 355, Finlayson 284 u. A.). 

Auch die Lokalisation des Tumors fand sich in den verschiedensten 
Hirnterritorien; in erster Linie war hier die Gegend der großen Hirn- 
ganglien betroffen, in zweiter die Occipitalregion und an dritter Stelle kam 
Sitz im Stirnhirn, Schläfenlappen und an der Basis in Betracht. Wir sehen 
somit, dass das Sympto n der Deviation conjuguee gerade auf dem Gebiete 



1180 XXII. Teil II. Uhthoff, 

des Großhirntumors weder für die Seite, noch für die Region des Tumors 
zuverlässige Anhaltspunkte giebt, und jedenfalls nicht in der ausgedehnten 
Weise lokalisatorisch verwendet werden kann, wie auf dem Gebiete der 
Hirnblutungen und Hirnerweichungen (vgl. diese Kapitel S. 993). 

Auch der Nystagmus ist auf dem Gebiete des Großhirntumors selten 
und wenig diagnostisch bedeutsam (in ca. b%, bei Kleinhirntumoren fand 
er sich in ca. \ t b%). 

Auf die Lokalisation des Tumors im Großhirn läßt sich aus dem Auf- 
treten des Nystagmus kein sicherer Schluss ziehen, die verschiedensten 
Hirnterritorien waren Sitz des Tumors: Schläfenlappen v. Niessl- Maven- 
dohf (502), Scheitellappen Pfeife« (592), basaler Sitz zwischen Chiasma 
und Pons Webe» und Pafadaki (517:, Boinet (670), Stirnhirn Rlckert (721), 
Thalamus opticus Sefelli und Lui (349), Bury (279), Pilz (19), Corp. 
striatum Hughlings Jackson (58), hintere Partie des rechten Seitenventrikels 
Boinet u.s.w. Es scheint, dass bei den Thalamusall'ektionen noch relativ 
am häufigsten Nystagmus beobachtet wird, aber als irgendwie charakte- 
ristisch kann derselbe auch bei Sehhügelalterationen nicht angesehen 
werden. 

Ob Nystagmus als Reizerscheinung des Gehirns lediglich durch die 
intrakranielle Drucksteigerung bei Hirntumor in der menschlichen Patho- 
logie, entsprechend den experimentellen Untersuchungsergebnissen von 
Adamkiewicz (114) beim Tier, hervorgerufen werden kann, erscheint mir 
zweifelhaft. 

Als ganz vereinzelte Beobachtungen sollen hier diejenigen von Rosen- 
blatii (553) und Bennet (201) noch angeführt sein, wo bei einem Gliom 
des Stirnhirns mit doppelseitigem Exophthalmus, ohne dass ein Einbruch 
in die Orbita stattgefunden hatte, und bei einem Tumor der motorischen 
Region der rechten Hemisphäre das Auftreten des v. GitAEFE'schen Sym- 
ptoms 'Zurückbleiben der oberen Lider beim Blick nach unten) festge- 
stellt wurde. 

4. Das Verhalten der Pupillen beim Großhirntumor. 

§ 218. Das Verhalten der Pupillen beim Großhirntumor bietet wenig 
diagnostisch wichtige und charakteristische Anhaltspunkte. Die Auf- 
hebung der Lichtreaktion bei erhaltenem Sehvermögen beträgt nach 
meinem Beobachtungsmaterial ca. 2^", ist also recht selten. Dies wird 
auch von anderen Autoren (Liebrecht 363, Bumke 460 u. A.) bestätigt. 
Selbst bei Tumoren, welche ihrem Sitze nach in die Nähe oder in die Ge- 
gend des Oculomotoriuskernes reichen, wie bei denen der Vierhügel bleibt 
die typische reflektorische Pupillenstarre auf Licht bei erhaltener Conver- 
genzreaktion ein seltenes Vorkommnis (S. 666). 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1181 

Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht die Beobachtung Moeli's, wo ein 
Tumor des III. Ventrikels mit reflektorischer Pupillenstarre einherging. Auch 
Buzzard (753) weist auf Störungen der Pupillenreaktion bei Tumoren des 
III. Ventrikels hin. Apelt(614) beobachtete bei einem linksseitigen Schläfen- 
lappensarkom reflektorische Pupillenstarre, die Reaktion kehrte wieder, als 
Patient sich erholte; Sänger sah Pupillenstarre bei Myxosarkom der Pia 
in der Gegend des Gyrus angularis und supramarginalis; v. Frankl-Hoch- 
wart (687) bei einem Gliom des rechten Hinterhauptlappens mit gelber 
Erweichung, welche sich auf die hintere Balkenhälfte und den rechten 
Schläfenlappen erstreckte. 

Hemianopische Pupillenreaktion mit Hemianopsie wird gelegentlich 
angegeben (Dercum 185, Oliver 223, Reimann 345 bei Tumor des Tha- 
lamus opticus, Gordinier 357 bei Gliom am Fuße der zweiten Frontal- 
windung, Derccm auch einmal bei subkortikalem Tumor des Occipitnl- 
lappens , wo er die hemianopische Pupillenreaktion als Fernsymptom 
deutet, u. A.). 

Laqueur (643) behauptet, dass in der Mehrzahl der Fälle von Stauungs- 
papillen bei Hirntumoren die Pupillen eine größere Weite und bereits eine 
verminderte Reaktion aufweisen zu einer Zeit, wo die Funktion noch wenig 
gelitten hat. Ich habe die Thatsache an meinem Material nicht sicher fest- 
stellen können. 

Auch mit einer Anisocorie (Differenz in der Pupillengrüße), die nicht 
ganz selten angetroffen wird, ist, wenn die Lichtreaktion erhalten ist und 
keine Lähmungserscheinungen im Bereich des Sphincter pupillae und der 
Akkommodation vorhanden sind, wenig diagnostisch anzufangen. E. Müller 
(428) betont das nicht ganz seltene Vorkommen der Anisocorie bei Stirn- 
hirntumoren, und zwar sei dann gewöhnlich die Pupille auf der Seite des 
Tumors weiter. 

Pagenstecher (21) konnte bei künstlicher intrakranieller Drucksteigerung 
bei Tieren eine Erweiterung der Pupille auf der operierten Seite feststellen 
und glaubt, dass dies auch für die menschliche Pathologie beim Hirntumor 
diagnostisch wichtig sein könne für die Feststellung der Seite, auf welcher 
der Tumor sitze. Ich habe dafür keine ausreichenden Anhaltspunkte bei 
meinem Material gewonnen. Auch die übrigen experimentellen Unter- 
suchungsergebnisse bei künstlicher Hirndrucksteigerung: mäßige vorüber- 
gehende Verengerung der Pupille der operierten Seite, darauf gleichmäßige 
Verengerung beider Pupillen von kurzer Dauer und schließlich gleichmäßige 
Erweiterung beider Pupillen bei einsetzendem Coma, Sopor und Convul- 
sionen, lassen sich nicht ohne weiteres in diagnostischer Beziehung auf die 
menschliche Pathologie übertragen. Auch Dean (21 5) fand als Folge einer 
lokalen Kompression des Gehirns eine Verengerung der Pupille der kompri- 
mierten Seite. 



1182 XXII. Teil II. Uhthoff, 

5. Beteiligung des Nervus trigeminus bei Großhirntumoren. 

§219. Die Beteiligung des Trigeminus bei Großhirntumoren soll nach 
folgenden Gesichtspunkten der Betrachtung unterzogen werden: zunächst 
die Fälle mit Keratitis neuroparalytica bei Sitz des Tumors in den Groß- 
hirnhemisphären (0,9$), sodann die Fälle von Keratitis neuroparalytica mit 
basalem Sitz des Tumors im Bereich der vorderen und mittleren Schädel- 
grube (4$), weiter die Fälle von Trigeminusaffektion ohne Keratitis neuro- 
paralytica (5,1$), A) bei Sitz des Tumors in der Substanz der Großhirn- 
hemisphären (0,3$); B) bei basalem Sitz des Tumors im Bereich der vor- 
deren und mittleren Schädelgrube (4,8$) und zuletzt die Fälle von sogenannter 
Areflexie resp. Hyporellexie der Cornea, also bei mehr isolierter Störung 
der Ilornhautsensibilität (1 $). Sämmtliche Fälle wurden durch den Sektions- 
bet'und kontrolliert. Ausgeschlossen waren bei diesen Zusammenstellungen 
die Ponstumoren, die Tumoren der Hirnschenkel, die Vierhügeltumoren, die 
Tumoren des IV. Ventrikels, die Hirnsyphilis, die Tumoren der Glandula 
pinealis und die Tumoren der hinteren Schädelgrube, welche zum Teil schon 
gesondert besprochen sind oder noch besprochen werden. 

Aus den oben angegebenen Prozentzahlen geht zunächst hervor, dass 
die ausgesprochene Beteiligung des Trigeminus bei Tumoren in der Substanz 
der Großhirnhemisphären eine sehr seltene ist (1,2#), und daß schon an 
und für sich die Affektion des Trigeminus bei Großhirntumor in erster 
Linie auf einen basalen Sitz der Geschwulst hinweist (9,8$ aller Fälle von 
Großhirntumoren). Also die einfache Tatsache der Trigeminusläsion hat 
beim Großhirntumor schon einen weittragenden diagnostischen Wert für 
die Lokalisation der Geschwulst an der Basis, und dieser Nachweis wird 
in den meisten Fällen noch direkt gestützt durch die begleitende Lähmung 
anderer basaler Hirnnerven. Eine isolierte Trigeminusaffektion ohne sonstige 
Lähmungserscheinungen im Bereich der anderen basalen Hirnnerven ist 
eine relativ seltene Erscheinung. Ich habe auf diesen Umstand auch schon 
bei der Besprechung der Ponstumoren mit Tiigeminusbeteiligung hinge- 
wiesen (S. 582). 

Als Fälle von Keratitis neuroparalytica bei Tumor in der 
Substanz der Großhirnhemisphären möchte ich die von Grüner und 
Bertolotti (493), Hui.ke (49), Scbech, Strozewski (371), Köster (290) u. A. 
anführen. Aber bei genauerer Betrachtung fallen eigentlich auch noch die 
beiden ersten Beobachtungen fort, weil in der ersten ein Thalamustuberkel 
auf das Tegmentum, Aquaeduct. Sylvii und die Augennervenkernregion, also 
in die hintere Schädelgrube Übergrit)', und bei Hulke das Sarkom in der 
Spitze des Schläfenlappens das Ganglion Gasseri und verschiedene Hirn- 
nerven direkt zerstörte, also auch auf die Basis übergriff Es bleiben 
eigentlich nur die Fälle Schech (Gliosarkom des Stirnlappens), Strozewski 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1183 

(Sarkom im rechten Occipitallappen) und Küster (Sarkom des Frontal- 
lappens), wo gleichsam durch Fernwirkung des Tumors eine Trigeminus- 
läsion hervorgerufen wurde, die zur Keratitis neuroparalytica führte. Ich 
selbst habe an meinem langjährigen großen Beobachtungsmaterial nie etwas 
derartiges gesehen. 

Durchweg zeigt sich bei Keratitis neuroparalytica infolge von 
Großhirntumoren die Trigeminusläsion als eine basale und fast 
immer kompliziert mit weiteren basalen Hirnnervenläsionen. Das an und 
für sich seltene basale metastatische Carcinom kommt hierbei relativ häu- 
figer in Betracht (Charlton Bastian 231, Seeligmann 296, Dreschfeld 73, 
Hirscbl 360, Wilbrand und Sänger u. A.), auch das metastatische Sarkom 
ist gelegentlich verzeichnet (Rosenthal 76). Meist jedoch handelt es sich 
um primäre Tumorbildung an der Schädelbasis besonders im Bereich der 
mittleren Schädelgrube (Beerwinkel 31, Treitel 93, Simon 140, Liouville 
und Longuet, Meissner, Montault, Franke 174, Lewis 362, Selenkowsky 604, 
Mohr u. A.), zum Teil auch um Tumoren, welche vom Keilbein ihren Ur- 
sprung nahmen (Grünwald 269, Williams 411 u. A.). 

In wieder anderen Fällen war der Sinus cavernosus der Ausgangs- 
punkt der Geschwulstbildung (Bell u. A.) und gelegentlich auch das Felsen- 
bein (Kahler). Das Ganglion Gasseri und der Trigeminusstamm bildeten 
in den Fällen von Feiger, Harries, Wilbrand und Sänger u. A. die Ur- 
sprungsstelle des Tumors. Nach den Zusammenstellungen von Wilbrand 
und Sänger war bei Keratitis neuroparalytica von 64 Fällen 1 2 mal das 
Wurzel- und Kerngebiet, 4 mal das Kerngebiet, sonst aber immer ein mehr 
peripherer Sitz (Wurzelgebiet, Stamm, Ganglion Gasseri und Aste) des 
Krankheitsherdes zu verzeichnen. Es ist zu bemerken, dass das Wurzel- 
kerngebiet und das Kerngebiet des Trigeminus dabei fast nur bei Tumoren 
der hinteren Schädelgrube (Pons, Kleinhirn, IV. Ventrikel u. s. w.) in Be- 
tracht kommen, die hier von der Erörterung ausgeschlossen sind, wie oben 
g-3~i geführt. 

In der Mehrzahl der Fälle (5,1 % aller Großhirntumoren) war die 
Trigeminusaffektion nicht mit Keratitis neuroparalytica kombiniert, aber 
auch hier war der Sitz des Tumors durchweg ein basaler (Goodhart, Oppen- 
heim 139, Schuh, Hagelstamm, Rothmann, Bishop, Fenger, Sternberg 21 I, 
Schaw 1899, Heslop, Homen, Adamkiewicz 172, Kleudgen, Oppenheimer, 
Mingazzini, Raimond, Huit und Alquier, Flesch 528 u. A.). In den Beob- 
achtungen von Hansch, Bezold, Wallenberg, Stamm, Duchek, Sabrazes und 
Cabannes, Orsi, Fischer, Spiller u. A. bildete das Ganglion Gasseri und 
gelegentlich auch der Trigeminusstamm den Ausgangspunkt der Geschwulst 
und in anderen Fällen das Keilbein (Norris) und das Felsenbein (Blessig 9). 
Nur in vereinzelten Fällen ist Trigeminusläsion bei Stirnhirntumoren ver- 
zeichnet (Bruns 620, Gowers u., A.). 



1184 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Es erhellt jedenfalls aus dieser Zusammenstellung, dass die Trigeminus- 
lähmung, auch nur eines Astes bei Großhirntumoren, sehr selten als ein 
Fernsymptom auf Grundlage der allgemeinen intrakraniellen Drucksteigerung 
anzusehen ist. 

Auch in diesen Fällen von Trigeminusaffektion bei Hirntumoren aus 
basaler Ursache lagen meistens die Komplikationen mit anderen basalen 
Ilirnnervenlähmungen vor, so dass auch darin schon ein Anhaltspunkt für 
die basale Natur der Lähmung gegeben war. 

Areflexie oder Hyporeflexie der Cornea (Oppenheim) ist bei 
Großhirntumoren eine relativ seltene Erscheinung (1 %). Ich möchte hier- 
her rechnen die Beobachtungen von Gowers (66), Bennet (201), Beich (596), 
Lewandowsky (596), Oppenheim (596), Sänger (756), Bossbach (719) U.A., 
die durchweg Tumoren der Großhirnhemisphären aufwiesen, am häufigsten 
scheint hierbei noch das Slirnhirn betroffen zu sein. Die Sensibilitäts- 
störung ist hierbei im wesentlichen auf die Cornea beschränkt. Es ist 
wohl anzunehmen, dass dieser Prozentsatz des Vorkommens noch etwas 
höher ausgefallen, wenn diesem Symptom früher größere Beachtung ge- 
schenkt worden wäre. Bei den Tumoren der hinteren Schädelgrube ist 
sie zweifellos häufiger, wie wir später sehen werden. Die Areflexie der 
Cornea ist unter diesen Umständen wohl kaum als ein Herdsymptom auf- 
zufassen, sondern als ein durch Fernwirkung bedingtes und eventuell durch 
Hydrocephalus veranlasstes (Lewandowsky). Bei der Beurteilung der Hypo- 
reflexie der Cornea als pathologisches Symptom ist sicher zu berücksich- 
tigen, dass der Cornealreflex auch bei Gesunden nicht ganz konstant ist; 
die Areflexie aber hat zweifellos pathologische Bedeutung. Gelegentlich 
ist die Areflexie kontralateral mit dem Sitz des Hirntumors (Sanger, Boss- 
bach), und nehmen diese Autoren an, dass es sich hierbei wahrscheinlich 
um eine Läsion der ins Bindencentrum des sensiblen Trigeminus ausstrah- 
lenden Fasern handle. Bemerkenswert bleibe, dass hier in den meisten 
Fällen außer der Cornea das übrige Trigeminusgebiet frei bleibe, und dieser 
Umstand dürfe dafür sprechen, dass die Hornhaut eine reichere, ausge- 
dehntere und vielleicht besonders lokalisierte Sensibilitätsversorgung habe, 
als die übrigen vom Trigeminus versorgten Partien. 

6. Exophthalmus bei Großhirntumoren. 

§ 220. Der ausgesprochene meistens einseitige Exophthalmus ist 
bei den Großhirntumoren und denen im Bereich der vorderen und mitt- 
leren Schädelgrube kein gerade häufiges Vorkommnis (ca. %%)■ Derselbe 
deutet in den meisten Fällen auf direkte Beteiligung der Orbita, in die der 
Tumor seine Ausbreitung gefunden, wie in den Beobachtungen von Seelig- 
mann (296), Hulke (49), Gussenbauer (97), Cicaterri (624), Krauss (702), 
Brown und Keen (485), Wick und Alt (1 42), Koellner (699), Jennings, Ellis, 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1185 

Morax (292), Rothmann (240), Trelat (112), Arbuckle (43), A. v. Graefe (1 0), 
Osterwald (89), Mauthner (60), Obernier (45), Cange und Aboukler (622), 
Koerner(289), Chiari(94), Heller (532), v. Kepinski(59), Noel(34), Betz(U) 
u. A. , und Seeligmann hebt direkt hervor, dass alle Fälle hochgradiger 
Protrusion des Bulbus bei Geschwülsten in der Schädelhöhle durch ein 
raumbeengendes Moment in der Orbita infolge von Durchbruch der Ge- 
schwulst in dieselbe zu erklären sei. Dementsprechend sind es fast auch 
ausschließlich nur Tumoren mit basalem Sitz und gleichzeitiger Beteiligung 
anderer Hirnnerven, welche zu diesem Symptom führen. 

In einzelnen Fällen kann es sich um gesonderte orbitale metastatische 
Tumoren handeln, welche räumlich getrennt und gesondert von metasta- 
tischen Tumoren in der Schädelhöhle auftreten, speziell wurde das bei 
multiplen Carcinommetastasen beobachtet. 

Weniger häufig ist jedenfalls der ausgesprochene Exophthalmus ledig- 
lich als Folge der intrakraniellen Drucksteigerung, besonders mit Kom- 
pression oder gar Verlegung des Sinus cavernosus anzusehen, die Fälle von 
Rosenblath, Dufour (282), Dinkler (204), Collins (417), Hutchinson (107), 
Dreschfeld (73), Brissaud (264) u. A. dürften hierher zu rechnen sein, 
aber in einigen dieser Beobachtungen scheint mir auch noch eine direkte 
Beteiligung der Orbita nicht ausgeschlossen. In dem Falle von Scardulla (1 80) 
war es bei einem Sarkom der Sella turcica und des linken Sinus caver- 
nosus zur Thrombose der Vena ophthalmica mit spindelförmiger Auftrei- 
bung gekommen, wodurch offenbar der Exophthalmus bedingt wurde. Aber 
auch lediglich Kompression der Hirnsinus und besonders des Sinus caver- 
nosus muss gelegentlich wohl als Ursache für ausgesprochenen Exophthalmus 
angesehen werden. Wenn ich auch glaube, dass das recht selten der Fall 
ist, so dürften doch wohl die Beobachtungen von Dufour, Hutchinson, 
Flatau (444) u. A. so zu deuten sein. Auch verfüge ich selbst über eine 
einschlägige Beobachtung. Speziell Flatau erörtert den Einfluss der (Zirku- 
lationsstörung in den Hirnsinus der Basis und besonders dem Sinus caver- 
nosus auf die Vortreibung des Augapfels, hebt jedoch gleichzeitig hervor, 
dass bei ausreichenden Anastomosen zwischen Orbital- und Facialvenen ein 
solcher Einfluss ganz ausbleiben könne. Dass lediglich intrakranielle Druck- 
steigerung ohne direkte Kompression des Sinus cavernosus durch den 
Tumor einen wesentlichen Exophthalmus hervorrufen könne, nimmt auch 
dieser Autor nicht an, und ebensowenig, dass Innervationsstörungen im Be- 
reich des Sympathicus dazu im Stande seien. Ich möchte glauben, dass 
lediglich Kompression des Sinus cavernosus selten ausreicht, einen ausge- 
sprochenen Exophthalmus zu bewirken und dass wir fast immer diagno- 
stisch auf eine direkte Beteiligung der Orbita schließen dürfen. Bei experi- 
mentellen intrakraniellen Drucksteigerungen wird von verschiedenen Autoren 
auch über Protrusion des Augapfels berichtet (Nauntn und Schreiber 87, 

Handtuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 75 



1186 



XXII. Teil II. Uhthofl. 



Adamkiewicz u. A.) und ebenso v. Reisinger (-225) nach Unterbindung der 
oberen Hohlvene. Ich glaube nicht, dass diese experimentellen Unter- 
suchungsresultate ohne weiteres auf die menschliche Pathologie zu über- 
tragen sind. Sehr geringfügige Grade von Protrusion des Augapfels wird 
man gut thun, hierbei außer Acht zu lassen, besonders, wenn sie doppel- 
seitig vorhanden sind, da hier die Grenze zum Physiologischen oft schwer 
zu ziehen ist, es sei denn, dass man mit dem Exophthalmometer vor und 
nach der Lumbalpunktion durch genaue Messung Unterschiede konstatieren 
kann, worauf Flatau ebenfalls hinweist. 



Fig. 105. 



Fig. 10 0. 




Links. 





Rechts. 



r. Opticus 



. Mohr hat nach meinem Material (eigene Beobachtungen und Zusammen- 
stellungen aus der Litteratur) im ganzen 148 Fälle von Exophthalmus bei 
Hirntumor ermittelt (darunter 40 Fälle von Hypophysistumoren), und von 
diesen 148 Fällen zeigten nur 15 das Symptom des Exophthalmus ohne 
Beteiligung der Orbita. Also in 90^ dieser Beobachtungen war die Orbita 
selbst auch Sitz einer Geschwulstbildung. Die 15 Fälle von Exophthalmus 
ohne direkte Beteiligung der Orbita verteilten sich folgendermaßen: 

I. Doppelseitiger Exophthalmus, einseitig stärker: 

a) auf der Seite des Hirntumors stärker 4 Fälle (100^) 

b) auf der anderen Seite stärker » 
II. Einseitiger Exophthalmus: 

a) auf der Seite des Hirntumors ... 11 » (100#) 

b) auf der anderen Seite » 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1187 

Die Seite des Exophthalmus hat also in den Fällen, in denen die Orbita 
selbst nicht direkt Sitz einer Geschwulsteinwanderung geworden ist,' die 
größte diagnostische Bedeutung für den Sitz des Tumors auf derselben Seite. 

Der Keilbeintumor ist bei den basalen Hirntumoren mit einem doppel- 
seitigen Exophthalmus häufiger vertreten (Cicaterri 624, Drake-Brock- 
mann 235, Morax 292, Rothmann 240, Keller 532, Scardulla, Hutchin- 
son u. A.). 

Zu bedenken ist natürlich bei Exophthalmus mit Hirntumor auch die 
Möglichkeit, dass ein primärer Tumor der Orbita und besonders des Seh- 
nerven sich allmählig auf die basalen Gehirnteile fortgesetzt hat und so 
zu der Kombination des Hirntumors mit Exophthalmus führte, wie in dem 
Fall von Fischer u. A. 

Und in letzter Linie können metastatische Hirntumoren sich mit gleich- 
zeitigem metastatischen Tumor der Orbita, des Opticus und des Bulbus 
komplizieren und dadurch das Bild des gleichzeitigen Exophthalmus, ja 
gelegentlich des doppelseitigen, hervorrufen. Ich erinnere hier besonders 
an die Mitteilungen von Leyden, Mitvalsky u. A. und an eine meiner Beob- 
achtungen von doppelseitigem metastatischem Carcinom der Großhirnhemi- 
sphären mit gleichzeitigem doppelseitigen retrobulbären Carcinom des Bulbus, 
der Chorioidea und des Opticus nach primärem Brustdrüsencarcinom, welches 
zu doppelseitigem Exophthalmus führte (s. Figg. 105 — 107, welche den 
doppelseitigen retrobulbären carcinomatösen Bulbustumor und einen meta- 
statischen Garcinomknoten im rechten Opticusstamm zeigen). Ich habe an 
anderer Stelle gezeigt, wie das metastatische intraokulare Carcinom sich oft 
nicht unschwer mit dem Augenspiegel intra vitam als solches feststellen 
lässt und dann bei gleichzeitigen Hirntumorsymptomen eine ausschlaggebende 
diagnostische Bedeutung hat. 

Ebenso kann das Auftreten miliarer oder konglobierter Chorioidal- und 
Iristuberkel bei Hirntumoren gelegentlich einen diagnostischen Hinweis auf 
die Natur des Tumors geben (Alexander 522, Mackenzie 101, Hirschberg 25, 
Ginsberg 691 u. v. A.). 

7. Affektion des N. olfactorius und N. acusticus. 

§ 221. Obschon es nicht mehr zu den eigentlichen Augensymptomen 
gehörig ist, halte ich es doch für angebracht, die Erwähnung einer Affektion 
dieser beiden Sinnesnerven hier kurz mit anzufügen. 

Die Beteiligung des N. olfactorius bei Großhirntumoren resp. solchen 
der vorderen und mittleren Schädelgrube ist im Ganzen eine seltene (2^). 
Eine ausgesprochene Störung des Geruchssinnes (Anosmie) ist fast niemals 
als ein Fernsymptom bei einem in der Substanz der Großhirnhemisphären 
sitzenden Tumor anzusehen. Allenfalls könnte der Fall von Kaplan (337) 



1188 XXII. Teil II. Uhthoff, 

so gedeutet werden, wo ein Tumor im vorderen Teil des Schläfenlappens 
vorhanden war, der bis tief in die temporo-occipitale Markmasse hinein- 
reichte, und wo Anosmie und rechtsseitige Hemianopsie bestand. Auch 
eine Beobachtung von Finkelnblrg (743) von sogenanntem Pseudotumor 
bedarf hier der Erwähnung, indem die Sektion keinen Tumor ergab und 
trotzdem Störung des Geruchs, Opticusatrophie (keine Stauungspapille) und 
Affektion des ersten Trigeminusastes vorhanden war. Es fanden sich aus- 
gesprochene neuritische und perineuritische Veränderungen der Sehnerven, 
Schwund des N. acusticus und N. olfactorius, sowie geringe basale menin- 
gitische Erscheinungen. In allen übrigen Fällen (Dimmer 355, Bruns 486, 
IIill-Griffith und Steele-Sheldon 190, Baymond 473, Hirschl 360, v. Scar- 
i'atetti 319, Cbarlton Bastian 291, Dercum 419 u.A.) lagen basale Ver- 
änderungen besonders im Bereich der vorderen Schädelgrube vor, welche 
geeignet waren, den N. olfactorius direkt zu schädigen, gelegentlich auch 
Tumoren im Stirnhirn selbst (Dercum, v. Scarpatetti), welche den Olfac- 
torius direkt komprimierten. In fast allen Fällen handelte es sich neben 
der Geruchsstörung um komplicierende Lähmungen anderer basaler Hirn- 
nerven, so dass die Affektion des N. olfactorius fast immer auf eine direkte 
Läsion desselben deutet und einen wichtigen lokalisatorischen Wert hat. 
Auch Bruns hebt die einseitige Anosmie als beim Stirnhirntumor gelegentlich 
vorkommend hervor. 

Es ist gar nicht zu verkennen, dass eine einseitige Anosmie bei den 
sonstigen Symptomen des Hirntumors einen großen Wert für die Lokal- 
diagnose in Bezug auf vordere Schädelgrube hat, und besonders giebt hier 
der Eintritt der Geruchsstörung mit gleichzeitiger einseitiger Erblindung 
unter dem Bilde der Stauungspapille oder der einseitigen Opticusatrophie 
einen ganz bestimmten Hinweis auf den Sitz der Geschwulst in der vor- 
deren Schädelgrube im Bereich der Olfactoriusgegend mit Übergreifen nach 
hinten auf den Opticusstamm resp. das Chiasma, wie ich selbst auch in 
einer sehr exquisiten Beobachtung konstatieren konnte, wo von Professor 
Küttner auf operativem Wege ein großes an der Basis sitzendes scharf ab- 
gegrenztes Endotheliom mit Erfolg entfernt werden konnte. 

Auch die Affektion des Acusticus mit einseitiger, gelegentlich auch 
doppelseitiger Hörstörung ist relativ selten beim Großhirntumor [k%). Fast 
durchweg handelte es sich hierbei um eine basale Ausbreitung der Ge- 
schwulst mit gleichzeitiger Affektion multipler anderer basaler Hirnnerven : 
Tumor der Schädelbasis (Troemner 663, Bruns 486, Nonne 503, Gordinier 
und Carrey 530, Hill -Griffith und Sheldon 190, Amos 263, Adamkie- 
wicz 172, Seeligmann 296, Meissner, Montault u. A.), Tumoren des Felsen- 
beines (Bielscqowsky und Schwabacb 617, Wagener 617, Walko 560 U.A.), 
Tumoren des Schläfenbeins (Sternberg 211, Fiodorow 305 u. A.), Tumoren 
des Keilbeins (Flesch 528, Grünwald 269 u. A.). 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1189 

Batten und Collier (Spinal cord changes in cases of cerebral tumor. 
Brain 1 899) sind der Ansicht, dass Schläfenlappentumoren häufiger zu 
gleichseitiger Taubheit führen können; nach meinen Zusammenstellungen 
und Erfahrungen scheint eine derartige gleichsam centrale Taubheit doch 
nur recht selten vorzukommen, jedenfalls ist in bei weitem erster Linie bei 
Acusticusläsionen mit Taubheit an basalen Sitz des Tumors und besonders 
im Bereich der hinteren Schädelgrube zu denken. Bei der Differenlial- 
diagnose zwischen Stirnhirn- und Kleinhirntumoren weist Bruns ganz be- 
sonders auf das Fehlen der Hörstörungen bei ersteren hin, während sonst 
die Symptome sehr ähnlich sein können. 

Dass Alterationen des Labyrinths bei Großhirntumoren infolge von 
pathologischen Veränderungen analog denen der Stauungspapille (Stein- 
brügge, Gomperz, Souques) zu ausgesprochenen Hürstürungen führen, scheint 
doch wohl selten zu sein. Souques betont allerdings, dass eine derartige 
Lymphstauung im inneren Ohr (fortgeleitet vom Schädelinnern) doch wohl 
häufiger eine Schädigung der Zellelemente des CoRTi'schen Organs hervor- 
rufe (> Labyrinthitis« oder »Cellulitis de Corti«), als man bisher geneigt 
sei anzunehmen. 

In bezug auf die Hörstörungen bei den sogenannten Acusticustumoren, 
deren frühzeitigem Auftreten, Komplikationen u. s. w. verweise ich auf 
meine früheren Ausführungen (S. 624 f.). Eine Verwechslung einer der- 
artigen Acusticusaffektion mit der oben besprochenen bei Großhirn- und 
basalen Hirntumoren ist relativ leicht auszuschließen auf Grund des Ver- 
laufes und der Komplikationen (multiple basale Hirnnervenlähmungen u. s. w.) 
bei letzteren und der frühzeitig und mehr isolierten Hörstörung bei der 
ersteren. 

8. Transkortikale Sehstörungen (optische Aphasie, Seelenblindheit, Alexie, 
Dyslexie) bei Großhirntumor. 

§ 222. Transkortikale Sehstörungen bei Großhirntumor fanden sich 
im Ganzen in $% der Fälle, sind also gerade nicht ganz selten. 

Das Symptom der optischen Aphasie ist meistens mit anderen cen- 
tralen oder transkortikalen Sehstörungen kompliziert (Alexie, Seelen- 
blindheit, Orientierungsstörungen, Paraphasie, Worttaubheit, 
homonymeHemianopsie,Gesichtshallucinationen,Agraphieu.s.w.). 
Der Sitz des Tumors war hierbei durchweg in der linken Hemisphäre, nur 
in dem Falle von Freund (164) saß der Sarkomknoten im rechten Scheitel- 
lappen, während aber gleichzeitig Erweichung des linken temporo-occi- 
pitalen Lappens vorhanden war. Auch hier wird man schon nicht fehl- 
gehen, wenn man die beobachteten Störungen der optischen Aphasie, 
Seelenblindheit, Alexie, Paraphasie, Orientierungsstürungen, Agraphie nicht 
auf den rechtsseitigen Tumor, sondern auf die linksseitige Hemisphären- 



1190 XXII. Teil II. UhthofT, 

Erkrankung bezieht. Jedenfalls legt optische Aphasie den Sitz des Tumors 
in erster Linie in der linken Hemisphäre nahe, aber in bezug auf das 
speziell erkrankte Territorium bleibt der Diagnose ein größerer Spielraum. 
Bei Freund, Embden (283), Jack (379), Bruns (246, 379), Probst (404) 
u. A. war der Occipitallappen betroffen, und hier fand sich auch in der 
Hälfte der Fälle die Kombination mit homonymer Hemianopsie. Mit 
einiger Wahrscheinlichkeit kann man aus der Komplikation der optischen 
Aphasie mit homonymer Hemianopsie auf den Sitz des Tumors im Mark 
des Occipitallappens schließen (Bruns); aber auch bei anderer Lokalisation 
des Tumors, wie in der Beobachtung von Dercum und Keen (438) (Sitz des 
Sarkoms in der hinteren Parietalregion) und von Bruns (486) (Gliom im 
Mark der 2. und 3. Schläfenwindung bei Intaktheit des größten Teils 
des Occipitalmarks) ist homonyme Hemianopsie mit optischer Aphasie be- 
obachtet worden. Das linke untere Scheitelläppchen war in der Beobach- 
tung von Stein (322) bei optischer Aphasie mit gleichzeitigen aphasischen 
Störungen und Stauungspapillen Sitz des Tumors m.d der linke Parietal- 
Iappen in dem Fall von Mingazzini (341). 

Als ganz isolierte Erscheinung ohne die Kombination mit anderen oben 
aufgeführten centralen und transkorlikalen Sehstörungen scheint die opti- 
sche Aphasie bei Hirntumor kaum je vorzukommen. 

Gesichtshallucinationen können gelegentlich bei Hirntumoren im 
Occipitallappen auftreten, worauf u. a. de Bidder (681) hinweist; er hebt 
jedoch gleichzeitig hervor, dass auch ein Tumor, der die Sehnerven kom- 
primiere, vereinzelt Anlass zum Auftreten von Gesichtshallucinationen geben 
könne. 

Das Symptom der Alexie (Wortblindheit) wird schon häufiger 
beim Großhirntumor angetroffen (5,5^). Auch die Alexie ist hierbei fast 
niemals ein isoliertes Symptom, sondern mit anderen centralen und trans- 
kortikalen Störungen kombiniert (Hemianopsie, Aphasie, Agraphie, Seelen- 
blindheit, optische Aphasie), speziell ist die Komplikation mit rechtsseitiger 
homonymer Hemianopsie eine sehr häufige (Gee 189, Mayer 209, Walton 
244, Sänger 258, Bruns 246, Souques 259, Mills und McConnell 270, 
Rüssel und Gotteril 368, Baknes 436, Burr 487, Zenner 521 u. A.). In 
einigen Fällen war die Alexie nur eine unvollkommene (Souques sowie Mills 
und McConnell, nur für Worte nicht für Buchstaben, Henschen 249 un- 
vollständig für Buchstaben und partiell für Zahlen). 

Der Sitz des Tumors war regelmäßig linksseitig und zwar im Bereich 
des Occipitallappens in den meisten mit rechtsseitiger Hemianopsie kompli- 
zierten Fällen, aber in einer Anzahl dieser Beobachtungen hatte der Tumor 
auch außerhalb des Occipitallappens seinen Sitz Souques (pli courbe), Mills 
und McGonnel (Gliom der dritten linken Schläfenwindung dicht vor der 
Vereinigung mit dem Hinterhauptslappen), Rüssel und Gotteril (unterer 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1191 

Teil der hinteren Centralwindung), Burr (Gliom mit Erweichung in der 
linken Stirn- und vorderen Centralwindung). Auch bei den nicht mit 
rechtsseitiger Hemianopsie komplizierten Fällen betraf die Affektion zum 
Teil den linken Hinterhauptslappen (v. Hoesslin 220, Jack 379, Embden 283 
u. A.) , zum Teil auch andere Regionen : Hexschen (Tumor der vorderen 
Partie der Fossa Sylvii), Dixkler (394) (Sarkom des ganzen linken Seiten- 
ventrikels), Colmanx und Ballaxce (280) (Tumor am Gyrus angularis). 

Die Dyslexie wurde in charakteristischer Weise fast niemals beim 
Großhirntumor beobachtet und ist somit diagnostisch bedeutungslos. 

Nicht viel anders ist es mit den Erscheinungen der Seelenblindheit, 
welche nur ganz gelegentlich zur Beobachtung kamen und auf einen Tumor 
in der linken Occipitalregion zurückzuführen waren, 1 mal kompliziert mit 
rechtsseitiger Hemianopsie (Samelsohn 91), \ mal mit Alexie (Jack 379) und 
I mal mit Alexie, optischer Aphasie und amnestischer Farbenblindheit. 

Wir sehen somit, dass wir wohl aus dem Vorhandensein der er- 
wähnten transkortikalen Sehstörungen beim Großhirntumor einen Schluss 
auf den Sitz des Tumors in der linken Hemisphäre und meistens auch der 
Occipitalregion ziehen können, dass aber die Erscheinungen nicht immer 
an ein bestimmtes Hirnterritorium gebunden sind, wenn auch die Stirn- 
hirnregion nicht in Betracht gezogen zu werden braucht. 

Es soll auch nicht die Möglichkeit in Abrede gestellt werden, dass 
alle diese Störungen bei Linkshändern auch bei rechtsseitigem Sitz des 
Tumors vorkommen könnten, wie das auf dem Gebiete der Aphasie nach- 
gewiesen worden ist (Westphal, Oppenheim u. A.). 



Litteratur. 

§§ 21 4 — 222. Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 

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Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXII. Kap. Teil II. 76 



1202 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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76* 



1204 XXII. Teil IL UhtholT, 

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Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1205 

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1206 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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Die Augensymptome bei den Grofihiratumoren. 1207 

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1208 XXII. Teil II. Uhthoff, 

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Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1209 

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(XXVII. Wandervers, der südwestd. Neurologen u. Irrenärzte zu Baden- 
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in der Wandervers, des Vereins f. Psych, u. Nervenkrankh. Wien, 
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423a. Friedrich, P. L., Mitteilungen zur Hirnpathologie, insbesondere zur 
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nation wegen Hirngeschwülsten. Wiener klin. Wochenschr. No. 6 — 8. 

425. Liebrecht, Über pathologisch -anatomische Veränderungen am Seh- 

nerven bei Gehirngeschwulst und über die Pathogenese der Stauungs- 
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1210 XXII. Teil II. UhthofT, 

1902. 426. Loeser, Über eine eigenartige Kombination von Abducensparese u. 

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428. Müller, Eduard, Zur Symptomatologie u. Diagnostik der Geschwülste 

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429. Muskens, Disk. Bemerkungen im Verein niederländ. Psychiat. U.Nerven- 

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430. Salomonsohn, H., Zur Lokalisation der einseitigen Ophthalmoplegia 

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431. Syllaba, Lad, Über die Recurrenslähmung in bezug zu organischen 

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432. Thiem, Über die erfolgreiche operative Entfernung einer im linken 

Hinterhauptslappen entstandenen Hohlgeschwulst. Arch. f. klin. Chir. 
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1903. 434. Abelsdorff, G., Offene Korrespondenz. Zu den Untersuchungen von 

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Baden-Baden. Mai. Ber. Arch. f. Psych. XXXVII, 2. 

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Psychiater und Neurol. zu Jena. 24. Okt.) Bericht Neuroi. Centralbl. 

XXVIII. 16. Nov. No. 22. S. 1237. 

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z. Hin. Chir. LX. S. 479. 

670. Boinet, Trois cas de tumeurs cerebrales. Nouv. Iconogr. de la 

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Centralbl. XXVIII. I. Febr. No. 3. S. 162. 

672. Borchardt und Oppenheim, H., Zur Kenntnis der Cystenbildung 

in der hinteren Schädelgrube. (Verh. der deutschen Ges. f. Chir. 
38. Kongr. April.) Bericht Centralbl. f. Chir. 36. Jahrg. No. 31. Beilage. 
S. 50. 

673. Bordley, J., und Cushing, H., Beobachtungen über die Stauungs- 

papille mit besonderer Berücksichtigung dekompressiver Schädelopera- 
tionen. Journ. Amer. med. Assoc. Chicago. No. 5. 

674. Bordley, James, und Cushing, Harvey, Stauungspapille. Journ. 

of Amer. Assoc. No. 5. 
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fields in cases of brain tumour. Arch. of Ophth. XXXVIII. No. 5. 

S. 451. Sept. (Abgek. übers, im Arch. f. Augenheilk. LXVI, 2. S. 211. 

Mai 1910.) 
674 b. Bordley, James, und Cushin g, Harvey, Observations on experi- 

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binasalen Hemianopsie und über den Bau des Chiasma nervorum 
opticorum beim Menschen. Monatsschr. f. Psych, u. Neurol. XXVI, 5. 

676. v. Bramann, Die Bewertung des Balkenstiches in der Hirnchirurgie. 

(Verh. d. deutschen Ges. f. Chir. 38. Kongr. April.) Bericht Centralbl. 
f. Chir. 36. Jahrg. No. 31. Beilage. S. 45. u. Arch. f. klin. Chir. XC, 3. 

677. Bruns, 2 weitere Hirntumorfälle, bei denen die Lokaldiagnose falsch 

war. (44. Wandervers, des Vereins der Irrenärzte Niedersachsens und 
Westfalens in Hannover. I.Mai.) Bericht Neurol. Centralbl. XXVIII. 
1«. Juni. No. 12. S. 665. 

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Hirntumoren. (26. Jahresvers, der franz. Ophth. Ges. Paris. Mai. Disk. 
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d'Ocul. 72. Jahrg. CXLII. Aug. S. 72. u. Bull, et mem. de la soc. franc. 
d'opht. 

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tillgängliga für Operation? Hygiea. S. 1. 

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Bruxelles. No. 27. (Soc. beige d'opht. 25. April.) Bericht Arch. d'opht. 

XXIX. Sept. S. 580. (La dömenee et la papille de stase dans un 
cas de tumeurs cerebrales. 1 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1223 

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Bericht Neurol. Centralbl. 1 91 o- S. 361. 

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Disk. Schüller.) Bericht Wiener med. Wochenschr. 59. Jahrg. 6. Nov. 
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G91. Ginsberg, Demonstration zur chronischen, herdförmig disseminierten 
Aderhauttuberkulose. (Berliner ophth. Ges. 28. Okt.) Bericht Centralbl. 
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'694. Hildebrand, Chirurgie des Kleinhirns. (16. Internat. Ärztekongr. Aug. 
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10. Heft. S. 1 — 24. (Vorläufige Mitteilung in Finska Läkaresällsk. 
Handling. 50,2. S. 100.) 

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S. 20S2. (Berliner med. Ges. 15. Dez.) Original Berliner klin. Wochenschr. 
47. Jahrg. 3. Jan. 1910. No. 1. S. 1. . 

702. Krauss, Weitere Beiträge zur Kasuistik der Orbitalerkrankungen. (Ärztl. 

Verein zu Marburg. 23. Juni.) Münchener med. Wochenschr. 56. Jahrg. 
7. Sept. No. 36. S. 1866. 



1224 XXII. Teil -II. Uhthoff, 

1909. 703. Krönlein, Drei durch Radikaloperation geheilte Hirntumoren. (2. Vers, 
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Berücksichtigung ihrer Ergebnisse für die Anatomie und Physiologie. 
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704a. Linck, Alfred, Chordoma malignum. Ein Beitrag zur Kenntnis 
der Geschwülste an der Schädelbasis. Ziegler's Beitr. z. path. Anat. 
u. allgem. Path. XLVI, 3. 

705. Löwen, Operierte Hirntumoren. (Med. Ges. Leipzig. 9. März.) Münchener 

med. Wochenschr. LVI. 20. Juli. No. 29. S. 1509. 

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matologie der Stirnhirntumoren. Inaug.-Diss. München. 

707. Miyake, Zur Exstirpation der Gehirntumoren in der motorischen 

Rindenportion. Arch. f. Hin. Chir. LXXXVIII. 

708. Muskens, Hirncyste. (Niederl. ophth. Ges. 12. Dez.) Bericht Klin. 

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5. 679. 

709. Neisser, Gehirn eines Patienten mit Totalaphasie. (Wissensch. Verein 

der Arzte zu Stettin. 2. März.) Bericht Berliner klin. Wochenschr. 
46. Jahrg. 31. Mai. No. 22. S. 1041. 

710. v. Nießl-Mayendorf, Über kortikale Schlucklähmung. (Med. Ges. 

zu Leipzig. 29. Juni.) Münchener med. Wochenschr. 56. Jahrg. 31. Aug. 
No. 35. S. 1817. 

711. Oppenheim, Tumor im Bereich des Lobus temporalis. (Berliner Ges. 

f. Psych, u. Nervenkrankh. 1 0.Mai.) Berliner klin. Wochenschr. 4 6. Jahrg. 

6. Sept. No. 31. S. 1672. 

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anatom. Studie. Berliner klin. Wochenschr. 46. Jahrg. 30. Aug. No. 35. 
S. 1599. 
71 4. Redlich, Fall von Hirngliom. (Ges. f. innere Med. u. Kinderheilk. in Wien. 
25. Febr.) Bericht Wiener med. Wochenschr. 59. Jahrg. 27. März. No. 13. 
S. 709. 

715. Redlich, Emil, und Bonvicini, Giulio, Über das Fehlen der Wahr- 

nehmung der eigenen Blindheit bei Hirnkrankheiten. Leipzig u. Wien. 
Deuticke. 

716. Reich, Demonstration über Gehirngeschwülste. (Psych. Verein zu Berlin. 

18. Dez. Disk. Liebmann, Rosenberg.) Bericht Neurol. Centralbl. XXIX. 
16. Jan. No. 2. S. 103. 

717. Risien Russell, J. S., The significance of optic neuritis. Ophthalmo- 

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718. Robinson. G.. Decompression in choked disc. Ophthalmology. V. No. 2. 

S. 179. 

719. Roßbach, Über einen intraventrikulären Gehirntumor mit Areflexie 

der Cornea. Münchener med. Wochenschr. 56. Jahrg. 19. Okt. No. 42. 
S. 2168, 

720. Rubritius, H., Über Operationen in der hinteren ^chädelgrube. Brun's 

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721. Ruckert, A., Ein Stirnhirntumor unter dem klinischen Bilde eines 

Tumors der hinteren Schädelgrube. Berliner klin. Wochenschr. No. 27. 
7-22. Saenger, Areflexie der Cornea. (3. Jahresvers. d. Ges. deutscher Nerven- 
ärzte in Wien. Sept.) Bericht Münchener med. Wochenschr. 56. Jahrg. 
5. Okt. No. 4(i. S. 20S3. 



Die Augensymptome bei den Großhirntumoren. 1225 

1909. 723. Schlesinger, Hermann, Carcinomatöse Durametastase. (Ges. f. 

innere Med. u. Kinderheilk. in Wien. 11. März.) Bericht Wiener med. 
Wochenschr. 59. Jahrg. 10. April. No. 15. S. 832. 

724. Schmiedt, Operative Entfernung eines Hirntumors. (Med. Ges. zu 

Leipzig. 9. März.) Münchener med. Wochenschr. LVI. 20. Juli. No. 29. 
S. 1510. 

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ärzte Niedersachsens und Westfalens in Hannover. 1 . Mai.) Bericht 
Neurol. Centralbl. XXVIII. 16. Juni. No. 12. S. 664. 

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occurrence of hitherto unrecognized circulatory phenomena. New- 
York and Philad. med. Journ. XC, 14. S. 651. 2. Okt. 

1910. 734. Babinski, J., Über druckentlastende Kraniektomie. Bull. med. 

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of the United Kingdom. 27. Jan. Disk. Fischer.) Bericht Klin. Monatsbl. 
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737. Blank, Über ein Rankenangiom des Gehirns. Münchener med. 

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738. Bramwell, Byrom, Hirntumor mit Gesichtsfelddefekt. Lancet. 

5. März. 

739. Coler, Operiertes Gliom der III. linken Stirnwindung. (Berl. militär- 

ärztl. Ges. 21. April.) Deutsche med. Wochenschr. XXXVI. 11. Aug. 
No. 32. S. 1481. 

740. Cushing, Harvey, Über Gehirntumoren und deren chirurgische Be- 

handlung. Lancet. 8. Jan. 
740a. Cushing, Harvey, Fourth William Mitchell Banks memorial lecture 
on recent Observation on tumours of the brain and their surgical 
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1226 XXII. Teil" II. Uhthoff, 

1910. 741. v. Eiseisberg und v. Frankl-Hochwart. Fall von operiertem Hirn- 
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schrift. 60. Jahrg. 24. Dez. No. 5-2. S. 3112. 

742. Fage, Die Lumbalpunktion bei Neuritis optica. (Soc. de neurol. de 

Paris. 8. Nov.) Bericht Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. XLIX. (N. F. XI.) 
Jan. 1911. S. 107. 

743. Finkeinburg, Beitrag zur therapeutischen Anwendung der Hirn- 

punktion beim chronischen Hydrocephalus. Münch.med. Wochenschr. 
57. Jahrg. 6. Sept. No. 36. S. 1871. 
743a. Finkelburg, Krankenvorstellung in der Niederrhein. Ges. f. Natur- 
u. Heilk. in Bonn. U.März. Bericht Med. Klinik. VI. 1 7. April. No. 1 fi. 
S. 647. 

744. Hird, R. Beatson, Die Neuritis optica bei intrakraniellen Erkrankungen 

und ihre Behandlung. Birmingham Med. Review. April. 

745. Horsley, Victor, A paper on »optic neuritis», »choked disc« or 

papillioedema<. Brit. med. Journ. 5. März. No. 2566. S. 553. 
745a. Horsley, Victor, Die chirurgische Behandlung der intrakraniellen 
Geschwülste, im Gegensatz zu der abwartenden Therapie betrachtet. 
Neurol. Centralbl. XXIX. I.Nov. No. 21. S. 1170. (4. Vers. d. Ges. 
deutscher Nervenärzte. 6. Okt. Disk. Oppenheim, Anton, Saenger, 
Nonne.) Bericht Deutsche med. Wochenschr. 36. Jahrg. 20. Okt. No. 42. 
S. 1977. 

746. Krause, Fedor, Hirnphysiologisches im Anschluss an operative Maß- 

nahmen. Berliner klin. Wochenschr. 47. Jahrg. S.Jan. No. 1. S. 1. 
(Vgl. 1909.) 

747. Küttner, Fall von erfolgreicher Exstirpation eines Hirntumors aus 

der Gegend des Chiasma nervi optici. (Med. Sektion d. Schles. Ges. f. 
vaterl. Kultur in Breslau. 15. Juli. Disk. Uhthoff.) Berl. klin. Wochenschr. 
47. Jahrg. 15. Aug. No. 33. S. 1555. 

748. Levy, R. Leonard, Die Ungleichheit der Stauungspapille in gewissen 

Fällen von Hirndruck. Brit. med. Journ. S. 2572. 26. April. 

749. Marinesco, G., Über die schädliche Wirkung der Lumbalpunktion in 

gewissen Fällen vonHirntumor. (4. Jahresvers. d.Ges. deutscher Nerven- 
ärzte in Berlin. Okt.) Bericht Neurol. Centralbl. XXIX. 16. Nov. 
No. 22. S. 1260. 

750. Muskens, L. J. J.. En door operatie genezen patient met en cyste in 

de schedelholte. Nederl. Tijdschr. voor Geneesk. I. S. 388. 

751. Oppenheim, H., Kurze Mitteilung zur Lehre vom Einfluss der Kopf- 

haltung auf Hirnsymptome. Neurol. Centralbl. No. 3. 

752. Oppenheim, H. und Borchardt, M., Zur Meningitis chronica 

serosa circumscripta (cystica) des Gehirns. Deutsche med. Wochen- 
schrift. No. 2. 

753. Ormond, Vorübergehende Miosis mit Kopfweh. (Ophth. Soc. of the 

United Kingdon. 10. März. Disk. Buzzard.) Bericht Klin. Monatsbl. f. 
Augenheilk. XLV1II. (N. F. IX.) Mai/Juni. S. 687. 

754. Pfeifer, Berthold, Psychische Störungen bei Hirntumoren. Arch. 

f. Psych. XLVII, 2. 

755. Riegel, Affektion der vorderen Zentrahvindung der linken Großhirn- 

rinde. (Nürnberger med. Ges. u. Poliklinik. 31. März.) Bericht Berliner 
klin. Wochenschr. 47. Jahrg. 23. Mai. No. 21. S. 991. 

756. Saenger, Alfred, Über die Areflexie der Cornea. (Vortrag in der 

3. Jahresvers, deutscher Nervenärzte in Wien. 1909. Mit Hinzufügung 
einiger neuer Beobachtungen.) Neurol. Centralbl. No. 2. S. 1. 

757. Saenger, Palliativtrepanation des Schädels. (Vereinigung nordwest- 

deutscher Chirurgen. 29. Jan. Hamburg.) Bericht Centralbl. f. Chir. 
37. Jahrg. 16. April. No. 16. S. 573. 



Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1227 

1910. 757a. Saenger, Genese der Stauungspapille. (4. Jahresvers. d. Ges. deut- 
scher Nervenärzte in Berlin. Disk. Schieck. Okt.) Bericht Deutsche med. 
Wochenschr. 36. Jahrg. 20. Okt. No. 42. S. 1977 u. Neurol. Centralbl. 
XXIX. 16. Nov. No. 22. S. 4 259.. 

758. Schiek, Franz, Die Genese der Stauungspapille. Wiesbaden, J. F. 

Bergmann. 
758a. Schieck, Franz, Demonstration von Mikrophotogrammen. (45. Vers, 
d. Vereins d. Irrenärzte Niedersachsens u. Westfalens. 7. Mai. Disk. 
Bruns. Hannover.) Bericht Neurol. Centralbl. 29. Aug. No. 15. S. 83fi. 

759. Souques, Pathogenie de la növrite optique dans les tumeurs cere- 

brales. (Soc. de neur. de Paris. 2. Dez. 1 909.) Bericht Ann. d'ocul. 
73. Jahrg. CXLIII. April. S. 294. 

760. Spiller, Hirntumor. Journ. of Amer. Assoc. 1 9. Febr. 

761. Stertz, Meningealcyste des linken Schläfenlappens. (Schles. Ges. f. 

vaterl. Kultur in Breslau. Med. Sekt. 21. Jan.) Bericht Deutsche med. 
Wochenschr. XXXVI. 4. Aug. No. 31. S. 1471. 

762. Taylor, Periostal cyst formation. An unusual effect of intracranial 

pressure. Journ. of nervous and mental dis. No. 2. 

763. Weisenburg, Exophthalmus bei Gehirntumoren. Journ of Amer. Assoc. 

3. Dez. 

764. Wendel, W., Demonstrationen aus der Hirnchirurgie. (Verh. d. deutschen 

Ges. f. Chir. XXXIX. Kongress. März/April. Im Langenbeck-Hause.) 
Bericht Centralbl. f. Chir. 37. Jahrg. No. 31. Beilage. 30. Juli. S. 41. 
1914. 765. v.Hippel, Eugen, Weitere Gesichtspunkte zur Frage der Palliativ- 
trepanation bei Stauungspapille. Klin. Monatsbl. f. Augenheilk. XLIX. 
(N. F. XI.) Jan. S. 83. 

Bei dem sehr großen Umfang der einschlägigen Literatur hat bei diesem 
Kapitel eine starke Beschränkung des Literaturverzeichnisses eintreten müssen. 
Berücksichtigt wurden in erster Linie Sektionsfälle und die sonst herangezogene 
Literatur, soweit sie ein ganz spezielles Interesse für die Augensymptome bei den 
Großhirntumoren hatte. 



VIII. Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 

§ 223. In den folgenden Ausführungen kann ich mich kurz fassen, 
da es sich im wesentlichen nur um einen Vergleich der Statistik der Augen- 
symptome bei Kleinhirntumoren und Tumoren der hinteren Schädelgrube 
mit denen des Großhirns und der vorderen und mittleren Schädelgrube 
handelt. Die betreffende Statistik ist der Übersichtlichkeit wegen der der 
Augensymptome bei Großhirntumoren gleich gegenübergestellt, um so die 
differentiell diagnostische Bedeutung eines Vergleiches beider Statistiken gleich 
vor Augen zu führen. 

Bevor ich auf die Einzelheiten dieser Zusammenstellungen eingehe, 
seien einige allgemeine und statistische Bemerkungen vorangeschickt. Auf 
die relative Häufigkeit des Sitzes von Tumoren im Bereich des Kleinhirns 
und der hinteren Schädelgrube wird von vielen Autoren hingewiesen, unter 
anderen schreibt Bruns dem Kleinhirn gerade einen gewissen Prädilektions- 
sitz für Tumoren zu besonders im Kindesalter und in diesem wieder für 
das Auftreten von Solitärtuberkulose. Einige statistische Daten mögen das 



1228 XXII. Teil II. Uhthoff, 

belegen: Kohts (133 sah bei 14 Fällen von Kleinbirntumoren 9 mal Tu- 
berkel, 2 mal Sarkom, 1mal Gliom, 2 mal Cystosarkom, es handelt sich hier 
um Kindermaterial, daher das außerordentliche Überwiegen des Tuberkels. 
Barthelemy (I43) fand bei Gl Kleinhirnaflektionen I4mal Tuberkel, 24 mal 
andere Tumoren und 20 mal Abszesse. Eine Statistik von Krauss (73) über 
I00 Sektionsfälle von Kleinhirnaffektionen lautet 22mal Tuberkel, 22mal 
Sarkom, 18 mal Gliom, 13 mal nicht näher bezeichnete Geschwülste, 10 mal 
Abszess, 7mal Cyste und je Imal Erweichungsherd, Endotheliom, cystisch 
entartetes Sarkom, Karzinom, Gumma, Fibrom, Blutung. Ich verweise auch 
auf die älteren Statistiken von Ladame, Bernhardt (Großhirn Nr. 80), 
Wetzel (58) u. a., welche auch ein gewisses Überwiegen des männlichen Ge- 
schlechtes bei den Kleinhirntumoren aufweisen. — Neben den bekannten 
Symptomen der Kleinhirngeschwülste: Störung des Gleichgewichts, cerebel- 
larer Ataxie, Schwindel, Erbrechen, Kopfweh, ataktischen, auch tremorartfgen 
Muskelbewegungen in Arm und Bein, gelegentlicher schlaffer Parese der 
gleichseitigen Körpermuskulatur (Mann 128), Liegen des Patienten auf der 
Tumorseite (Schmidt, zit. von Bruns), durchweg Fehlen von Sensibilitäts- 
störungen usw. haben auch die Augensymptome eine wichtige diagnostische 
Bedeutung und zum Teil charakteristische Merkmale den Augensymptomen 
der Großhirntumoren gegenüber. 

Hemianopische Sehstürungen fehlen auf dem Gebiete der Klein- 
hirntumoren fast völlig (0,4^) (bei Großhirntumoren in I8,2^l. Als positiv 
ist in dieser Hinsicht eigentlich nur die Beobachtung von Fr. Schultze (85) 
anzuführen, wo ein Gliosarkom des Unterwurmes auf das rechtsseitige Occi- 
pitalhirn drückte und linksseitige Hemianopsie bedingte mit nachfolgender 
Amaurose. Schon bei den Großhirntumoren haben wir gesehen, wie eine 
typische homonyme Hemianopsie fast niemals als ein Drucksymptom durch 
Fernwirkung des Tumors aufzufassen ist. Die Pathologie des Kleinhirn- 
tumors spricht gleichfalls für die Annahme, daß allgemeine intrakranielle 
Drucksteigerung an sich nicht geeignet ist, Hemianopsie hervorzurufen, um 
so mehr als auch das straffgespannte und derbe Tentorium cerebelli einer 
mehr cirkumskripten Kompression des Occipitalhirns hindernd entgegentritt. 

Heteronyme und speziell temporale Hemianopsie wurde an meinem 
Beobachtungsmaterial nicht nachgewiesen, wenn ich auch deren Vorkommen 
auf Grund des dem Kleinhirntumor begleitenden Hydrocephalus internus 
mit Ausbuchtung des Boden des III. Ventrikels und Chiasmakompression 
nicht für ganz unmöglich halten möchte. 

s~ 224. I. Das Bild der Stauungspapille und der Neuritis 
optica oder der neuritischen Atrophie ist gerade bei Kleinhirn- und 
Tumoren der hinteren Schädelgrube außerordentlich häufig, in 88^ meiner 
Zusammenstellungen, also ca. um 1 % häufiger als bei den Großhirn- 



Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1229 

tumoren. Diese Tatsache bestätigen die meisten Untersucher und besonders 
wird gerade frühzeitige Stauungspapille mit hochgradiger Sehstürung 
immer wieder hervorgehoben (Bruns, Oppenheim, v. Grösz 81, Calantoni 64, 
Singer, Jackson 3, de Schweinitz 138, Dercum 65 u. A.). Es ist keine Frage, 
daß die anatomischen Verhältnisse des Kleinhirns und der hinteren Schädel- 
grube, besonders für das Zustandekommen der Stauungspapillen resp. der 
Neuritis optica prädisponieren. Vor allen Dingen sind es die Kompression 
des IV. Ventrikels und des Aquaeductus Sylvii sowie der Vena magna 
Galeni mit starker Stauung von Liquor cerebrospinalis in den III. und die 
Seitenventrikel, sowie die straffe Resistenz des Tentoriums, welche diese 
Prädisposition zum frühzeitigen Auftreten der Papillenveränderungen schaffen. 
Es besteht der alte Satz von Parinaud (35) durchaus zu recht, daß der 
Hydrocephalus internus eine fast konstante Begleiterscheinung der Stauungs- 
papillen ist. Das Bild der einfachen absteigenden Opticus-Atrophie ohne 
entzündliche Erscheinungen an der Papille fehlt bei den Kleinhirntumoren 
fast vollständig und war in meiner Statistik gar nicht vertreten. 

Die Fälle von Kleinhirntumoren, welche zur Autopsie kamen und gar 
keinen ophthalmoskopischen Befund aufwiesen (Osborne 114, Finkelnburg 1 1 2, 
de Schweinitz, Bruns u. A.) sind relativ selten, auch die Fälle von ausge- 
sprochener Stauungspapille bei Kleinhirntumor mit guterhaltener Sehkraft 
(Sobotka 62, Seymour 44, Jackson u. A.) sind nicht häufig, jedenfalls spricht 
dieser Umstand bis zu einem gewissen Grade gegen den Sitz der Geschwulst 
in der hinteren Schädelgrube. 

Der pathologische Papillenprozess ist fast stets doppelseitig beim Klein- 
hirntumor, einseitig ist derselbe sehr selten und kommt auf dem Gebiete 
der Großhirntumoren, besonders der basalen etwas häufiger vor. ' 

In den seltenen Fällen von einseitiger Stauungspapille oder Neuritis bei 
Kleinhirntumoren hat es etwas Missliches aus der Seite des Papillenprozesses 
auf einen Tumor auf derselben Seite zu schließen. Dieser Schluss ist hier 
noch unsicherer, als bei den Großhirntumoren, besonders denen mit basalem 
Sitz. Horsley (120) sah die stärkere Stauungspapille auf der gleichen Seite 
mit einem Kleinhirngliom und ist geneigt, auch hier aus der Einseitigkeit 
des Papillenprozesses einen Rückschluss auf den Sitz des Tumors auf der 
gleichen Seite im Bereich der hinteren Schädelgrube zu machen. Dasselbe 
sahen Sänger 151, Rüssel 1 93 u. A. Aber es fehlt auch nicht an Beob- 
achtungen, wo die einseitige Neuritis optica dem Kleinhirntumor entgegen- 
gesetzt sich vorfand (Mac Gregor 50, Wetzel 58, U.A.). Auch bei Sitz des 
Tumors in der Mitte des Kleinhirns kann gelegentlich die Stauungspapille nur 
einseitig auftreten (Kurz 47). Es sei hier ferner an die Angaben von Schulten 
erinnert, der bei seinen Experimenten über intrakranielle Drucksteigerung 
die Papillenveränderungen stets doppelseitig fand und kaum ausgesprochener 
auf der Seite, wo die Drucksteigerung ihren Angriffspunkt hatte. 



1230 XXII. Teil II. Uhthoff, 

Es muss als sehr selten angesehen werden, daß die ophthalmoskopischen 
Veränderungen beim Kleinhirntumor unter dem Bilde der Neuroretinitis 
albuminurica auftreten, in der einschlägigen Beobachtung von Auerbach 
177 konnte der Befund durch eine Sektion nicht kontrolliert werden. 

§ 225. 2. Augenmuskel-Störungen bei Kleinhirntumoren resp. 
Tumoren der hinteren Schädelgrube. Anomalien im Bereich der Augen- 
muskulatur sind bei Kleinhirntumoren erheblich häufiger als bei solchen des 
Großhirns (37^ bei ersteren und 30;?» bei letzteren). Auch die Gruppierung 
der Störungen ist eine wesentlich andere, bei den Großhirntumoren und 
solchen der vorderen und mittleren Schädelgrube das Überwiegen der Oculo- 
motoriusstörungen, bei den Kleinhirntumoren das der Abducens- und der 
Blicklähmung. Der Nystagmus war bei Kleinhirntumoren viel häufiger, 
19^" gegenüber 4,2^ bei Großhirngeschwülsten. 

Die isolierte Abducenslähmung ohne Beteiligung des Oculomotorius 
und Trochlearis fand sich in \i% der Fälle und davon in §% doppelseitig. 
Die einseitige Abducenslähmung war dabei in ungefähr 3 , 4 der Fälle gleich- 
seitig mit dem Tumor (Bruns 124, Stewart 93, Booth 57, Sander 90, 
Sharkey 45, Chvostek 39, Bitot 4, Mac Gregor 51, Moos 69, Pineles 98, 
Simon 116, Oi.inczyk H3, Bristowe 42, u. A.) und nur in i / i der Beobach- 
tungen auf der entgegengesetzten Seite (Bruns 179, Siemerling 173, Hins- 
berg 190 u. A.). In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle kann somit die 
Abducenslähmung gleichseitig mit dem Kleinhirntumor angenommen werden, 
aber nicht immer. Bei doppelseitiger Abducenslähmung fand sich der Tumor 
bald rechts (Jackson 15 b, Arnheim 95 u. A.), bald links (Putman 150, Schmidt 
91, Suckling 56 u. A.), gelegentlich auch auf beiden Seiten (Bruns 124, Fall 2. 
Jrvine 33 u. A.) oder in Form von multiplen Geschwülsten (Rühe 84, Simp- 
son 13 u. A.). Daß gerade der Nervus abducens relativ so häufig isoliert 
von den Augenbewegungsnerven befallen wird, erscheint bei seinem anato- 
mischen Verlauf und der Lage seines Kerngebietes am Boden des IV. Ven- 
trikels erklärlich. Von Lähmung anderer Hirnnerven vom V. Nerven ab 
weiter nach hinten war die Abducenslähmung sehr häufig begleitet und 
von Stauungspapille resp. Neuritis optica fast immer, so daß die Kombina- 
tion von ein- und doppelseitiger Abducenslähmung mit Stauungspapille den 
Verdacht auf Kleinhirntumor schon von vornherein bis zu einem gewissen 
Grade rechtfertigt. 

Die Verbindung von Abducenslähmung mit Oculomotorius oder 
Trochlearisparese ist recht selten (3^), der Oculomotorius war hierbei 
zum Teil nur in einzelnen Ästen beteiligt (Siemerling 173, Ptosis der ent- 
gegengesetzten Seite, Uchermann 163, r. sup. der anderen Seite, Jacobsohn 
und Jamane 78 u. A.), zum Teil komplizierte sich die Abducensaffektion mit 
dem Bilde der Blicklähmung nach oben (May 51) oder Konvergenslähmung 



Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1231 

(Uchermann 163, Gliom im Dach des IV. Ventrikels), zum Teil mit Trochlearis- 
affektion (Blessig S) und gelegentlich mit dem Bilde der Ophthalmoplegia 
externa (Jacobsohn und Jamane u. A.). Bei fast allen diesen Fällen hat der 
Kleinhirntumor auch den IV. Ventrikel stark mit beteiligt. 

Der Oculomotorius ist beim Kleinhirntumor viel seltener isoliert be- 
troffen (d. h. ohne gleichzeitige Affektion anderer Augenbewegungsnerven), 
als der Abducens. Es besteht in dieser Hinsicht ein großer Unterschied 
zwischen Großhirn- und Kleinhirngeschwülsten. In den relativ seltenen 
Fällen von isolierter Oculomotoriuslähmung bei den cerebellaren Geschwülsten 
handelte es sich meistens nur um ganz partielle Beteiligung des Nerven, be- 
sonders Ptosis zum Teil kombiniert mit Mydriasis und einigen anderen Ästen 
(Steffen, Auerbach und Grossmann, Peabody u. A.) zum Teil isoliert (Cox- 
well u. A.). Da in diesen Fällen die Tumoren tatsächlich auf die Klein- 
hirnhemisphären beschränkt waren, so ist wohl die Annahme einer Fern- 
wirkung des Tumors auf das Kerngebiet in erster Linie in Betracht zu 
ziehen, in zweiter aber auch vielleicht die Wirkung der allgemeinen intra- 
kraniellen Drucksteigerung nicht ganz von der Hand zu weisen. 

Eine doppelseitige isolierte Oculomotoriuslähmung ist jeden- 
falls bei Kleinhirntumoren eine seltene Erscheinung und nie als reine Fern- 
wirkung des Tumors zu betrachten, so hatte in dem Falle von Weissenburg 
die Kleinhirngeschwulst auch auf den Pons und Pedunculi cerebri und in 
der Beobachtung von Nothnagel auf die Corpora quadrigemina und die 
Oculomotoriuskerngegend komprimierend eingewirkt. 

Im ganzen spricht eine hochgradige ein- oder doppelseitige Oculomo- 
toriuslähmung gegen eine isolierte Kleinhirngeschwulst. 

Die Oculomotoriusaffektion in Verbindung mit anderen Augen- 
muskellähmungen ist ebenfalls selten (2,2^). Meist kommt hier das Bild 
der Ophthalmoplegia interna und externa in Betracht, wie in den Fällen 
von Oliver (129), Curschmann (30) u. A. und hierbei zeigte sich eine aus- 
gesprochene Druckwirkung auf den Boden des IV. Ventrikels, die Corpora 
quadrigemina und die Oculomotoriuskerngegend. Gelegentlich scheint auch 
das Bild der Ophthalmoplegia externa mit intakter innerer Augenmuskulatur 
auftreten zu können (Jacobsohn und Jamane 78) mit Druck auf den Boden 
des IV. Ventrikels und Verdickung des Ependyms. Zu einer Erkrankung 
der Oculomotorii und der Trochleares kam es bei Sarkom des Wurms mit 
Hydrocephalus und Verlegung der Kommunikation zwischen III. und IV. Ven- 
trikel. Im ganzen aber kann man Grainger Stewart (127) nur zustimmen 
in bezug auf die Seltenheit von Affektionen des III. und IV. Hirnnerven bei 
unkomplizierten Kleinhirntumoren und wenn sie mit betroffen werden, so 
geschieht es am häufigsten unter dem Bilde der nuklearen Ophthalmo- 
plegien. Brüns (127) möchte die »nuklearen« Augenmuskellähmungen bei 
Kleinhirntumoren wenigstens bei großer Ausdehnung der Geschwulst als 



1232 XXII. Teil II. Uhtholf. 

ein fast konstantes Symptom dieser Erkrankung ansehen. Als besonders 
seltene Beobachtung muß die von Raymond (89) bezeichnet werden, wo 
neben doppelseitigen Kleinhirntumoren kleine fibröse Neubildungen am III. 
und IV. Hirnnerven gefunden wurden. 

Blicklähmungen und konjugierte Abweichung haben schon eine 
größere diagnostische Bedeutung und kommen häufiger auf dem Gebiete der 
Kleinhirntumoren vor (§%). Die seitliche assoziierte Blicklähmung 
ist hierbei relativ am häufigsten (Rainist 171, Thomas, Barker und Flexner 
80, Jacobsohn und Jamane 78, v. Drozda 28, Bregmann 1 09, Schmieden 1 95 u. A.) 
und erklärt sich aus einer Druckwirkung auf den Boden des IV. Ventrikel 
und den Pons, speziell auf die Abducenskerngegend. Bei einseitiger seit- 
licher Blicklähmung entsprach dieselbe einem Sitz des Tumors auf der 
gleichen Seite. Die Tatsache stimmt auch mit den Befunden anderer Autoren 
Bruce (96), Bruns (1008) u. A. überein. Letzterer Autor betont für das 
Zustandekommen dieser Lähmungsform bei einseitigem Kleinhirntumor die 
Verbindung des ÜEiTERs'schen Kernes mit dem gleichseitigen Abducens- und 
dem gekreuzten Oculomotoriuskern, und den Druck von seifen des Tumors 
auf das Centrum für die Seitwärtsbewegung der Bulbi in der Gegend der 
Abducenskerne. Nach Bruns ist die Diagnose der Seite eines Kleinhirn- 
tumors nur dann sicher, wenn neben Kleinhirnsymptomen einseitig Hirn- 
nervenlähmungen besonders des V., VII. und VIII. oder schließlich seit- 
liche Blicklähmungen eintreten, da letztere sich ebenfalls nach der Seite 
des Tumors zu finden pflegt und diagnostisch besonders bedeutungsvoll 
wird, wenn sie sich mit gekreuzter Hemiplegie durch gleichseitige Läsion 
der Pyramide oberhalb der Kreuzung verbindet. 

Als ein Kleinhirnherdsymptom kann die typische seitliche Blicklähmung 
mit erhaltener Konvergenz und freier Beweglichkeit der Bulbi nach oben 
und unten jedenfalls nicht aufgefasst werden, sondern sie ist charakte- 
ristisch für die Läsion des oberen Teiles des Pons, sei es direkt, sei es 
durch Druck von seiten des Kleinhirntumors (Gaussel 132). Dagegen ist 
Bregmann geneigt, die seitlichen Blicklähmungen bei Kleinhirngeschwülsten 
als direkte Kleinhirnsymptome aufzufassen. 

Die Blicklähmung nach oben und unten ist beim Kleinhirntumor 
seltener anzutreffen (Eskridge 71, May 54, Bennet, Böhm CO u. A.) als die 
seitliche Blicklähmung. Auch hier kann, meines Erachtens, die Lähmungs- 
form der Blickbewegung nach oben und unten nicht als direktes Kleinhirn- 
symptom aufgefasst werden, sondern als Zeichen einer Beeinträchtigung der 
Vierhügel- und der Oculomotoriuskerngegend von Seiten des Kleinhirntumors. 
In der Beobachtung von Eskridge reichte der Tumor bis in die Umgebung 
des Aquaeductus Sylvii und somit bis in die Oculomotoriuskerngegend hinein, 
in den anderen dürfte bei der großen Ausdehnung der Kleinhirngeschwulst 
eine Druckwirkung auf diese Regionen das Zustandekommen der Blick- 



Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1233 

lähmung nach oben oder unten hinreichend erklären. Jedenfalls, glaube 
ich, daß eine typische derartige Blicklähmung in der Höhenrichtung als 
ein lokalisatorisch wichtiges Symptom für eine Läsion in der Vierhügel- 
und Oculomotoriuskerngegend aufzufassen ist. Ich habe schon früher 
darauf verwiesen, wie selten eine solche Blicklähmung aus anderen Ursachen, 
wie z. B. in dem T/HosisEN'schen Sektionsfall von basaler Hirnlues auf Grund 
basaler doppelseitiger partieller Oculomotoriuslähmung zustande kommt. 

Eine Konvergenzlähmung bei einem Gliom im Dach des IV. Ventrikels, 
wie in der Beobachtung von Uchermann (163) und bei einem Meningeal- 
tumor mit Kompression des Cerebellum (Helen Baldwin) sowie ein fast 
völliges Fehlen des Fusionsvermögens bei Tumor cerebelli in dem 
Falle von Rählmann (36) scheinen auf dem Gebiete des Kleinhirntumors 
sehr seltene Vorkommnisse zu sein. 

Die konjugierte Abweichung der Augen (Deviation conjuguee) 
ist gelegentlich beim Kleinhirntumor beschrieben worden (1,5^ des Sek- 
tionsmaterials gegen 3,0^ bei Großhirntumoren, 28^ bei Hirnblutungen 
und 12X bei Hirnerweichungen). In den Beobachtungen von May (54), 
Adler (94), H. Jackson (15a) u. A. fand sich die seitliche Ablenkung der 
Augen nach der entgegengesetzten Seite des Kleinhirntumors und in dem 
Falle Sommer (118) ein Tumor median im Ober- und Unterwurm bei einer 
Ablenkung nach rechts. Wenn auch einige Autoren, Adler u. A., es als Regel 
ansehen möchten, daß bei Kleinhirntumoren die Deviation conjuguee nach 
der gesunden Seite hin erfolgt, so scheint das nicht absolute Regel zu sein, 
und somit hat das Symptom, zumal es recht selten vorkommt, doch nur 
einen sehr bedingten Wert für die Diagnose der erkrankten Seite. Es ist 
aus den Mitteilungen nicht immer mit Sicherheit zu entnehmen, ob nicht 
die Deviation conjuguee in einigen Fällen mit seitlicher Blicklähmung nach 
der entgegengesetzten Seite kompliziert war. In diesem Falle würde nicht 
die seitliche Ablenkung nach einer Richtung, sondern die Blicklähmung nach 
der entgegengesetzten das für die Lokalisation des Tumors eigentlich wich- 
tige Symptom sein, im Sinne eines Sitzes des Tumors auf der gleichen Seite 
mit der Lähmung. 

Der Nystagmus und die nystagmusartigen Zuckungen werden 
bei Kleinhirntumoren sehr viel häufiger angetroffen als bei denen des Groß- 
hirns [ < i.h% zu 4,2^). In den Mitteilungen in der Literatur sind der eigent- 
liche Nystagmus und die nystagmusartigen Zuckungen nicht immer in 
wünschenswerter Weise auseinander gehalten (vgl. Kap. multiple Sklerose 
S. 369). Der eigentliche typische kontinuierliche Nystagmus in reiner Form 
scheint bei den Kleinhirntumoren nicht ganz so häufig zu sein als die 
nystagmusartigen Zuckungen (Siemerling 161, Sommer 118, Arnheim 95, Ray- 
mond 21, Schultze 85, Glasow 165, Gibson 76, Brijns 179, Booth 57, 
Schomerus 55, Coxwell 43, Chvostek39, Jackson 37, Lannini 83, River 80, 

Handbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. XI. Bd. XXLT. Kap. Teil II. 78 



1234 XXII. Teil IL Uhthoff, 

Lüderitz /9, Donath 73, Annuske 17, Raymond, Homburger und Brodnitz I67, 
Kohts 133, Oppenheim 192, Barany 178, Schmieden 195, Suckling 56, May 
54, Bruce 96, Bregmann 109 u. A.) und muss unter diesen Umständen oft 
als ein direktes Kleinhirnsymptom angesehen werden. Ein bestimmtes er- 
kranktes Territorium des Kleinhirns vermag man jedoch auf Grund des 
Sektionsmaterials für die Entstehung des eigentlichen Nystagmus nicht fest- 
zustellen, bald waren die Kleinhirnhemisphären und bald die medianen 
Partien des Wurms erkrankt. Auch die Möglichkeit einer Druckwirkung 
auf den IV. Ventrikel und die Vierhügelgegend als Entstehungsursache für 
den eigentlichen Nystagmus muss in Betracht gezogen werden mit Rück- 
sicht auf die Experimente über die Hervorrufung von Nystagmus vom 
IV. Ventrikel aus (vgl. Kapit. multiple Sklerose, S. 372). Jedenfalls scheinen 
extracerebellare basale Veränderungen im Bereich der hinteren Schädelgrube 
auf Grund des vorliegenden Materials selten Veranlassung für den eigent- 
lichen Nystagmus gegeben zu haben (Kohts, Glasow). Demnach würde aus 
dem Symptom des Nystagmus bei Kleinhirntumoren mit einer gewissen 
Wahrscheinlichkeit auf den Sitz des Tumors in der Kleinhirnsubstanz selbst 
zu schließen sein. 

Die statistischen Angaben verschiedener Autoren ergeben ebenfalls hohe 
Prozentsätze von Nystagmus und nystagmusartigen Zuckungen bei Klein- 
hirntumoren: Von 7 Fällen Siemerlings (161) fehlten die Erscheinungen nur 
3 mal, Barthelemy (143) fand bei 61 Fällen von Kleinhirnaffektionen (meistens 
Tumoren) 11 mal Nystagmus und nystagmusartige Zuckungen, de Schwei- 
nitz (138) betont ebenfalls in einer Zusammenstellung von 164 Fällen von 
Kleinhirntumor die große Häufigkeit der Symptome usw. 

Wenn wir von der disseminierten Herdsklerose absehen, muss wohl 
zweifellos die Kleinhirnaffektion und speziell der Kleinhirntumor als diejenige 
Erkrankung des Centralnervensystems angesehen werden, welche am häufig- 
sten von den Symptomen des Nystagmus und der nystagmusartigen Zuckungen 
begleitet ist. Der Nystagmus erfolgt durchweg in horizontaler Richtung, 
Nystagmus in vertikaler Richtung (Glasow u. A.) scheint sehr selten vor- 
zukommen, ebenso ein Nystagmus rotatorius (Barany u. A.). 

Bemerkenswert ist die Mitteilung über 2 Fälle von Kleinhirntumoren, 
wo der Nystagmus weit ausgiebiger und schon ohne seitliche Endslellungen 
eintrat, wenn der Kranke die Seitenlage einnahm. 

Zu den nystagmusartigen Zuckungen (ruckweise assoziierte 
Bewegungen der Bulbi in den Endstellungen) möchte ich die Mehr- 
zahl der als Nystagmus bei Kleinhirntumoren mitgeteilten Beobachtungen 
rechnen und aus den Beschreibungen der Autoren, sowie auch aus gewissen 
Komplikationen, rechtfertigt sich diese Auffassung. Ich rechne hierher Beob- 
achtungen von Bruns (179), Siemerling (161), Oppenheim (192), Rainist (171), 
Uchermann (163), Wollenberg (59), Thomas, Barker und Flexner (86), Biel- 



Die Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1230 

schowsky (1 08), Grund (1 56), Selby (92), Stewart (93), Suckling (56), van Hell 
(61), Wetzel (58), Pineles (98), Flatau (155), Jacobsohn und Jamane (78), 
Hermanides (67), Böhm (60) u. A. Fast immer findet sich hierbei das Auf- 
treten des Nystagmus oder der nystagmusartigen Zuckungen in den End- 
stellungen, gewöhnlich in den seitlichen, besonders erwähnt, und durchweg 
waren diese Fälle auch mit Augenmuskelparesen kompliziert. Ich habe 
schon früher an anderer Stelle (vgl. multiple Sklerose, S. 372) meiner An- 
sicht dahin Ausdruck gegeben, daß die nystagmusartigen Zuckungen nicht 
immer als auf einer cerebralen oder cerebellaren Herderkrankung beruhend 
angesehen werden dürfen, sondern auch Erscheinungen infolge paretischer 
Augenmuskelstörungen sein können. 

In einer Reihe von Beobachtungen waren der Nystagmus oder die 
nystagmusartigen Zuckungen nur beim Blick nach einer Richtung ausge- 
sprochen oder wenigstens viel markanter als in anderen Blickrichtungen, 
und unter diesen Bedingungen kann ihnen ein gewisser lokal diagnostischer 
Wert für die Seite des Tumors auf derselben Seite nicht abgesprochen 
werden, ähnlich wie der Blicklähmung nach einer bestimmten Richtung 
(Bruns u. A.). Stewart und Bruns fanden gelegentlich auch, daß der Ny- 
stagmus und die nystagmusartigen ZuckuDgen nach der kranken Seite grob- 
schlägig und langsam, nach der gesunden schnellschlägig und rasch waren. 
Bei Bewegungen der Augen in senkrechter Richtung fanden sie die Er- 
scheinung öfters fehlend, nur selten traten sie ganz unabhängig von will- 
kürlichen Bewegungen auf, ein Umstand, der für die Auffassung der nystag- 
musartigen Zuckungen als paretischer Natur spricht. Auch betont Bruns 
für die häufig paretische Natur der nystagmusartigen Zuckungen bei Klein- 
hirntumoren den Umstand, daß dieselben im paretischen Stadium der Augen- 
bewegungsstürungen auftraten, bevor es zur völligen Lähmung kam. 

Bei der Differentialdiagnose zwischen Frontallappentumor und Klein- 
hirngeschwulst verdient die relativ häufige Anwesenheit von Nystagmus und 
nystagmusartigen Zuckungen bei letzterer Erkrankung Beachtung. 

§ 226. 3. Trigeminusbeteiligung bei Kleinhirntumoren. Die 
Trigeminuserkrankung findet sich nach meinen Zusammenstellungen bei 
Kleinhirntumoren und solchen der hinteren Schädelgrube (abgesehen von 
den Ponsaffektionen) etwas häufiger wie bei den Großhirntumoren und 
solchen im Bereich der vorderen und mittleren Schädelgruben (ca. Ü % und 
10^), aber die Form der Trigeminusbeteiligung ist doch nicht unwesent- 
lich verschieden voneinander. 

Die Keratitis neuroparalytica trat bei Kleinhirntumoren in ca. \fi% 
auf (gegenüber t% bei den Großhirngeschwülsten) und von diesen Fällen 
sind auch noch einige abzurechnen, wie der von Swan Burnett (32), wo 
sich der Tumor bis zum Pons nach vorn erstreckte und alle Hirnnerven 



1236 XX 'I. Teil II. Uhthoff, 

rechts an ihrer Austrittsstelle von der Medulla oblongata bis zum III. Hirn- 
nerven komprimierte. Als Fälle von Kleinhirntumoren im eigentlichen Sinne 
mit Keratitis neuroparalytica möchte ich die von Finkelnburg (112), Babinski 
(107), Schiess-Gemuseus (41) u. A. rechnen. Die relative Seltenheit der Kera- 
titis neuroparalytica bei Cerebellartumoren erhellt auch sehr ausgesprochen 
aus der Statistik von Wii.brand und Sänger, welche über die Lokalisation 
des Tumors (36 Fälle) folgende Daten aufweist: Basaler Sitz im Bereich 
der mittleren und vorderen Schädelgrube 17mal, Pons 9mal, Cerebellum 
I mal, Stirnlappen 2mal, Schläfenlappen Imal, Stamm des Ventrikels 
Iraal, Felsenbein und Schläfenbein Imal, Orbita Imal, Aneurysmata der 
Carotis interna 3mal. Eine Neubildung im Kerngebiet des Trigeminus muss 
somit als seltene Ursache für die neuroparalytische Hornhautentzündung an- 
gesehen werden gegenüber besonders der basalen Trigeminusaffektion. 

Die Trigeminuserkrankung ohne Keratitis neuroparalytica 
findet sich auf dem Gebiete des Kleinhirntumors ungefähr so häufig wie 
bei den Großhirngeschwülsten. Die extracerebellare Entstehung der Ge- 
schwulst ist hierbei in einem Teil der Fälle nachweisbar (Moos 69, Bartholow 
10, Foss 110, Neff 70 u. A.), und Stewart (127) betont geradezu, daß 
Trigeminus- und Facialislähmung, sowie die des 9 — 12. Hirnnerven bei den 
intracerebellaren Tumoren fast immer fehlen, während sie bei den extra- 
zerebellaren, besonders den Geschwülsten des Kleinhirnbrückenwinkels häu- 
figer sind mit ca. t'-'i% (vgl. S. 629). Daß aber auch bei intracerebellaren 
Tumoren eine Trigeminusaffektion zustande kommen kann, dafür sprechen 
eine Beihe von Beobachtungen (Hermanides 67, Bubritius 172, Fox 31, 
Frv 126 u. A.). 

Das Symptom der Areflexie oder Hyporeflexie der Cornea 
(Oppenheim 135) bei Kleinhirntumoren, also eine mehr isolierte Sensibilitäts- 
störung der Hornhaut resp. der Conjunctiva, ist die häufigste Form, unter 
der der Trigeminus in Mitleidenschaft gezogen wird (ca. 7 %). Dieser Pro- 
zentsatz würde meiner Überzeugung nach noch erheblich grüßer ausgefallen 
sein, wenn das Symptom, schon bevor Oppenheim darauf besonders hin- 
wies, genügend beachtet worden wäre. Ich erinnere hier auch an eine 
Angabe Siemerling's (173), der Areflexie resp. Hyporeflexie der Cornea 
5 mal bei 7 Fällen von Kleinhirntumor feststellte. Dieser Prozentsatz hat 
natürlich keine allgemeine Gültigkeit, zeigt aber doch, daß das Symptom 
offenbar häufiger ist, als man früher angenommen hat, und auch einen 
wichtigen Hinweis bei einseitigem Auftreten für die Seite des Kleinhirn- 
tumors bietet. Homburger (167) verweist darauf, daß die Areflexie der 
Cornea auch gelegentlich als indirektes Symptom auf der nicht erkrankten 
Seite auftreten könne, während die Ilemihypotonie und Hemiataxie ein- 
deutige homolaterale Symptome zu sein scheinen. Eine partielle Störung 
der Sensibilität der Cornea und Conjunctiva ist nach Wii.brand und Sänger 



iiie Augensymptome bei den Kleinhirntumoren. 1237 

um so eher zu erwarten, wenn die Trigeminusstürung im Wurzel- und 
Kerngebiet liegt. Auch Fälle von totaler Trigeminusstürung mit erhaltener 
Hornhauts